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| 1112 | Wer nicht liebt... | |||
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Vorschautext: Beim Abschied aus der letzten Klasse sprach der Direktor zu der Masse: „Die Schule hier hat euch gelehrt, was zum Leben so gehört. Doch wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, bleibt ein Schüler sein Leben lang.“ Das Leben ist nicht immer leicht, der Doktor drum Rezepte reicht: „Krankheiten kann man etwas lindern, aber niemals ganz verhindern. Doch wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, ... |
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| 1111 | Verrechnet | |||
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Vorschautext: Am Fuße von des Poeten Turm saß ein kleiner Kletterwurm. Der kroch mutig, dass er s schafft, acht Meter hoch in jeder Nacht. Am hellen Tag rutschte er wieder täglich vier Meter darnieder. Zwölf Nächte trieb er dieses Spiel bis dass er von der Zinne fiel. So ein Kletterer stürzt dann tief, gerät die Rechnung etwas schief. Adam Ries erfand einst den Wurm, ... |
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| 1110 | Der alte Stein | |||
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Vorschautext: Wenn der Mensch im Dunkeln stolpert und der Wagen auf dem Wege holpert, in seinen Schuhen etwas reibt, oder gar eine Sommerlawine treibt, dann ist es meist, groß oder klein, ein ganz normaler alter Stein. Jahrmillionen sind sie schon alt und finden trotzdem niemals Halt. Sie werden hin und her geschoben, gerollt, getitscht und aufgehoben, für dicke Mauern aufgeschichtet, ... |
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| 1109 | Grüße zum Advent | |||
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Vorschautext: Ich grüße jeden, der mich kennt, zum ersten Tag heut im Advent. Eltern, Kinder, Enkel und Verwandten und die vielen ungenannten. Auch die, die nicht zur Kirche eilen, und nur auf das Süße peilen. Der Adventskalender hat symbolisch verkündet, heute wird das erste Licht gezündet. Es wird zwar von Kerzen gesprochen, die früher nach Weihnacht gerochen, ... |
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| 1108 | Das Bermudadreieck | |||
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Vorschautext: Schaut einmal auf den Globus hier, mein Finger ist der Stelle Zier. Weit entfernt von unserem Haus geht’s aufs wilde Meer hinaus. Im westlichen Atlantikteil ragen Inseln, fremd und steil. Doch ich meine nicht den gelben Fleck, sondern im Wasser das blaue Eck. Nach dem Spanier Bermudso, der’ s fand, wurde es Bermudadreieck genannt. Einmal im Jahr, ich möchte’ s nicht erleben, ... |
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| 1107 | Sie ist schwanger | |||
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Vorschautext: Unsere Tochter ist hübsch und klug und Stewardess bei der Deutschlandflug. Tag und Nacht steht sie bereit, hat für die Männer keine Zeit. Bei der ärztlichen Untersuchungsfrist stellte man fest, dass sie schwanger ist. Jetzt möchten wir doch gerne wissen, wem gelang es sie zeitlos zu küssen, sie noch ins Bettchen zu geleiten und dort seine Gene zu verbreiten. Ob es ein chinesischer Kaufmann war, ... |
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| 1106 | Der Zug der fröhlichen Leute | |||
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Vorschautext: Ob als Gruppe, Verein oder Einzelmeute, das war stundenlang ganz egal, denn der große Karneval war heute. Auf der Straße, nicht im Saal. Das Wetter ließ zwar Schminke laufen, doch wetterfest die Stimmung war, und das störte keinen Haufen rund um jedes Prinzenpaar. Ein Karnevalist ist immer auf dem Posten, selbst beim größten Zug im Osten. ... |
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| 1105 | Otto von Guericke | |||
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Vorschautext: Otto von Guericke war ein Genie für die Wissenschaft und Industrie. Weil er erst eine Stahlkugel halbierte, die Hälften dann per Vakuum fixierte. Er hat die Hälften aneinander gelegt und kräftig eine Saugpumpe bewegt. Sechs Brauerei-Pferde auf jeder Seite zogen die Teile nicht in die Breite. Die Leute staunten und suchten. Nichts. Kein Kleber als Story des Berichts. ... |
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| 1104 | Abschied und Neubeginn | |||
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Vorschautext: Seid ihr nüchtern, angeheitert oder voll, Silvester zählt man 3-2-1-0. Glocken läuten mit lieblichem Schall, übertönt von vielfachem Knall. Bunte Blitze aus Raketen zucken, Fontänen Licht und Asche spucken. Hülsen, Stäbe, Plaste, Metall, unnütze Teile liegen überall. Hölzer, Feuerzeuge, Zigaretten, der Schmutz folgt oft bis in die Betten. Konfettis unsere Haare necken, ... |
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| 1103 | Eine Rose zu viel | |||
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Vorschautext: Die Mutter sprach: „Mein lieber Sohn, wir gehen zum Geburtstag schon. Hol aus dem Garten schnell sieben Rosen, doch zerreiß dir nicht die Hosen.“ Mit der Schere eins-zwei- drei- begann der Sohn die Rosenschneiderei. Mit drei-vier-fünf schnipp-schnapp schnitt er weitere Stengel ab. Noch die Nummern sechs und sieben, der Blumen, die wir alle lieben. ... |
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| 1102 | Wer ist Heidi Schmid? | |||
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Vorschautext: Elvis sang- ich rockte mit. Die Fahne rief- ich latschte mit. Die Kirschen reiften- ich klaute mit. Die Mädels riefen- ich liebte mit. Ein Kommentar kam- ich dachte „Schiet, wer ist eigentlich Heidi Schmid?“ „Ist die Dame mit mir verwandt oder habe ich sie nur gekannt? Hab ich mit ihr vielleicht geküsst, ich sowas eigentlich wissen müsst. ... |
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| 1101 | Rosenduft | |||
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Vorschautext: Spring ich morgens von der Liege ich erst mal zum Fenster fliege. Doch statt frischer klarer Luft, riecht meine Nase süßen Duft. Vor dem Gartenfenster, überall, blühen jetzt die Rosen, rot und prall. Als würden hier Vulkane quellen, die Blütenblätter aufwärts wellen. Dunkle Flächen abwärts bleichen, bis zum grünen Kelch verstreichen. ... |
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| 1100 | Ungebetene Gäste | |||
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Vorschautext: Der Nachbar einst sein Vermögen zählte und für die Kinder und die Braut ein schönes Fleckchen Erde wählte und hat dort ein Haus gebaut. Rundherum wächst hoher Mais ein gutes Versteck für Schweine, Die verhalten sich so leis, als gäbe es dort keine. Doch am frühen Morgen, die Sonne sucht noch den Mond, ... |
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| 1099 | Die Heinzelmännchen zu... | |||
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Vorschautext: Die Heinzelmännchen zu Köln am Rhein lade ich stets zur Geburtstagsfeier ein. Denn das sind Gäste, die gern man sieht, weil jeder andere die Arbeit flieht. Sie backen Kuchen und rühren Torte, sie singen dabei, statt großer Worte. Sie keltern den Wein und brauen das Bier, dann stechen sie Plätzchen auf Backpapier. Sie putzen die Löffel und decken den Tisch, sie knacken die Austern und braten den Fisch. ... |
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| 1098 | Der Straßenbahnflirt | |||
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Vorschautext: Ein junger Mann in besten Jahren ist mit der Straßenbahn gefahren. Der einzige Platz in der Linie blau war der neben einer jungen Frau. Sie las ein Buch, er schielte zur Seite, normale Figur und gute Oberweite. Beim Umblättern sah er ihre Finger, zwei Ringe, doch nur silberne Dinger. Er räkelte sich wohlig und bequem, beim Lesen war das nicht genehm. Sie sah ihm kurz nur ins Gesicht, ... |
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| 1097 | Fensterln | |||
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Vorschautext: Der Xaver wollte fensterln gehen und bei Resi in das Zimmer sehn. Vielleicht hätte es sein Blick gepackt und sie stünde gerade splitternackt. Ihrem Vater war es nicht recht, er wünschte einen Bauernknecht. Doch Xaver, dieser Verehrer, war nur ein Volksschullehrer. Und Lehrer, das sag ich verbissen, berühren nur das schlechte Gewissen. Der Vater hat sich schon gedacht, ... |
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| 1096 | Steigerung | |||
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Vorschautext: Die Schule lehrt: „Zukünftig!“ Das Leben fordert: „Jederzeit!“ Die Liebe haucht: „Sofort!“ 04.10.2014 © Wolf-Rüdiger Guthmann |
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| 1095 | Der erfüllte Wunsch | |||
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Vorschautext: November war es, ohne zu frieren, mein Wohlbefinden heute stieg, drum ging ich im Park spazieren. Mein Übermut errang den Sieg. Mir fielen die alten Kaiser ein, drum begann ich zu schallen: „Lasst schöne Frauen um mich sein!“ Ließ auf die Bank mich fallen. Und wisst ihr was geschah? Die Bank zerbrach mit einem mal ... |
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| 1094 | Wieder im Advent | |||
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Vorschautext: Wenn wir durch die Heide schleichen, Joggern und Fahrzeugen ausweichen, wenn die Säge schnell mal haspelt, auf dem Haushof die Feile raspelt und das erste Bäumchen brennt, dann sind wir wieder im Advent. Wenn die Herren und die Damen in Kellern und auf Böden kramen, Kranz und Fensterschmuck suchen, unflätig und frierend dabei fluchen, weil keiner der Kisten Inhalt kennt, ... |
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| 1093 | Dicht vorbei | |||
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Vorschautext: An meiner Geburt bin ich nicht schuld, nur die Hebamme brauchte viel Geduld. Der Strahl den ich beim Klaps gezogen ist ihr fast am Ohr vorbei geflogen. Das ließ die Kreißsaal Schwestern beben: „Dicht vorbei ist auch daneben.“ Die alte Armee wollte mich benützen, bei Tag und Nacht als guten Schützen. Als der Feind erschien, drückte ich ab und verfehlte den Panzer nur knapp. Der Hauptfeld ließ mich abends leben: ... |
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