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Gedichte über die Welt


Liebe zum Menschen oder doch zum Handy?

Gemailt, gesendet, sekundenschnell an jeden verteilt
Doch die Frage die bei mir weilt, ob es wirklich eilt?
Schau die Welt, sie ist in viele kleine Teile zerteilt.
Alles ist Zerschmettert, die Fenster sind zugebrettert,
Wie mein Gehirn, welches alle Gedanken gnadenlos niederschmettert.

Ich wage es so persönlich wie noch nie, Ich lass es Facebook für mich sagen.
Es wird zur persönlichen Allergie, ich werd es wohl nie wahr haben.
Warum untereinander Kommunizieren, wenn ich es tippen kann?
Ich lass das stetige ausdiskutieren und warte bis ich es verstehen kann.

Schau die Welt sie heilt, schau was sie verteilt, ist es das was sie uns mitteilt?
Ich kann es euch nicht sagen, mir wurde es nicht per Link geteilt
Ich kann nur sagen wo ihr weilt, gesammelt in einem armen Abteil.
Warum sollte ich es fragen, ich weis das es nicht eilt, das es unter uns weilt
Die Einstellung nistet sich ein wie Laben, es bleiben mehr als Naben
Eins war ich erfüllt mit tausenden Farben, bis sie schließlich alle starben.
Ich lass mich davon nicht plagen, ich kenn es nur vom Hören-Sagen
Es ist wie ein Geschwür im Magen, doch mag man ICH es nicht war haben

Warum heute tun was ich kann verschieben auf Morgen,
Zu heilen was zu heilen war und zu richten was zu richten war
Ich bin doch hier der Star, um mich Dreht sich die Welt doch so wunderbar!
Es sind ja nicht meine Sorgen, also verschieb ich es doch lieber auf übermorgen!

Eine Welt in der es nur darum geht das beste Foto des Tages hochzuladen
Eine Welt in der es nur darum geht, sich selber möglich schön abzulichten und so den Tag abzuschließen.
Seine Highlights zu teilen und sich mit seiner eigenen Makellosigkeit zu übergießen.
Möglichst viele Hashtags, hier noch ein Sticker und abgerundet wird es dann mit einem Filter
Ja meine Damen und Herren, Willkommen in unserer Welt. Alles vorgegeben, wie damals unter Hitler!

Eine Welt in der Digitalen, ein Leben basiert nur auf zahlen
Die Welt gehört den radikalen, die nur versuchen zu prahlen.
Eine Welt die nicht versteht worum es eigentlich geht.
Ich weis nicht ob ihr es seht, aber wisst ihr eigentlich wo ihr steht?

Das Display bildet das Licht der Welt
Ihr würdet es nicht merken, erst wenn es schellt
Die Köpfe von einander abgeneigt, lieber dem Handy zugeneigt
ich versuch es nicht abzustreiten, Ich kann euch kaum unterscheiden,
es scheint als wärt ihr alle Doppelgänger
In einer Welt, bedruckt mit Abbiegerspruren für Fußgänger!

Ich möchte nicht wissen was ihr fresst oder ob ihr Kacken geht,
Ich möchte nicht wissen ob der Typ stinkt der neben euch steht
Ich will nicht sehen auf welchen Partys ihr euch umhertreibt
Ich möchte nicht wissen mit wem ihr es gleich treibt
Es interessiert mich nicht wo ihr seid oder was ihr macht
Bin nicht neidisch auf eure Bilder von Daddy’s Yacht.

Ich möchte wissen wie es dir geht, möchte wissen was in dir vorgeht
Möchte es hören mit deiner Stimme, es fühlen mit deinem Sinne
Ich möchte es sehen mit eigenen Augen
Ich versuch es zu glauben, bis meine eigenen Sinne beginnen
Ich möchte sie Sehen, die tränen die deinen Augen entrinnen,
Wenn die Stricke platzen und sie fallen wie eisige Zapfen.

Jemanden an seiner Seite haben, jemanden den man in die Arme schließen kann,
Jemanden den man Lieben kann, den man Trost im Leide schenken kann,
Jemanden bei dem man Halt in schweren Zeiten finde kann
Jemanden der den Reset knöpf findet und Drückt,
Das Backup lädt und mich erfüllt mit neuem Glück.

Sagt mir! Kann das euer Mobiles Endgerät?
Was gibt es euch wenn alles außer Kontrolle gerät?
Sagt mir! Was gibt euch Facebook, Insta oder Snap
Macht euch nichts vor, ihr macht euch hier zum Depp!
Es gibt euch keine Zuneigung, bestraft euch eher mit Abneigung
Es gibt euch keine Geborgenheit, eher das Gefühl der Zerrissenheit
Glaubt es an euch und hilft euch in Not?
Hört euch zu und übergibt euch nicht dem Tot?
Hilft es euch auf, wenn ihr am Boden zerstört seid?
Sammelt die Splitter auf und setzt sie zusammen ohne das Leid?
Bringt es Licht in die tiefe Dunkelheit euer Selbst?
Durchleuchtet das Falsch an das du hälst?

Aus Buchstaben werden Worte, aus Worte werden Zeilen
Mein Vorhaben war anderer Sorte, ich werde es wohl nie Teilen.
Ich dachte die Welt ist im stetigen Wandel, im stetigen Handel,
Ich dachte die Welt heilt, stück für Stück
Mein Denken bleibt geteilt, zurück zum verrückt
Ich dachte es wäre reine Vortäuschung, doch was bleibt ist reine Enttäuschung…

Ich bleib wie ich bin, verkrieche mich in meinem Haus
ich lass es raus, ich lass es zerbrechen
und lass meine Tränen für mich sprechen.
Erreichen kann ich hier sowieso niemanden,
Ihr hab es gleich überstanden.
Gleich, wenn die Zeilen vorüber sind,
meine Worte verfliegen wie Wind,
fällt der erste Blick direkt auf das Flimmergesicht.
Zu lange habt ihr verloren die Übersicht
Belügt euch nicht selber! Meine Worte verhallen,
Ich hoffe nur das sie nicht verfallen, das die Erinnerung verbleibt,
ich hoffe es so sehr, ich hoffe das sie euch antreibt

Geschrieben von Ragna - 30. Mai 2018
Alle Rechte vorbehalten
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Veränderung

Bedeutet die Vergangenheit loszulassen
deinen eigenen Weg zu gehen
dich auf deine Reise zu machen
das Leben auf deine Weise zu verstehen

nur du hast dein Leben in der Hand
mach was auch immer du willst!
Entdecke Kulturen, ziehe von Land zu Land
entscheide wie du deine Sehnsucht stillst

verändern kannst du dich auch äußerlich
Piercings, Tattoos oder Haarfarben
viele finden sowas grässlich
andere haben Vorlieben für Narben

du entscheidest dich für deinen Lebensweg!
Mama und Papa sind nur anfangs da
ob du ihn alleine oder mit jemandem zusammen gehst
ihre aufopfernde Liebe ist unbezahlbar

denk immer daran:
es gibt nicht nur gute Tage!
Es schleichen sich auch mal schlechte an dich heran
das steht definitiv außer Frage

suche dir einen Punkt im Leben
lege deinen Fokus auf ihn
du darfst niemals aufgeben!
Brauchst dafür ne Menge Disziplin

wirst auf viele Menschen treffen
nicht alle von ihnen sind nett
einige wollen nur herum stressen
andere wollen nur mit dir ins Bett

jeder Mensch besitzt eine helle und eine dunkle Seite
letztere überwiegt leider
darunter findest du selten gescheite
dafür viel zu viele Neider

Menschen sind schon furchtbar
ich könnte mich über sämtliches aufregen
vieles ist einfach nicht mehr ertragbar
werde mich entgegen der Stromrichtung bewegen

ich wäre am liebsten unsichtbar
stehe ungerne im Rampenlicht
bin für jede Ignoranz sehr dankbar
was anderes kenne ich sowieso nicht

ergreife jede Chance in deinem Leben,
um deine Meinung zu sagen
denn nur so kannst du auch mitreden
und vergiss nicht vieles zu hinterfragen

das Leben ist nicht immer fair
es gibt Menschen, die mobben dich
machen dir dein Leben schwer
lassen dich einfach so im Stich

sei nicht so wie ich!
Sieh nicht immer nur das negative
diese nimmt dir jegliche Sicht
auf alles schöne und positive!




© Lily .N. Hope
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Bekenntnis eines Poeten

Ich habe meine inneren Türen verschlossen
So wie die Sonne abends ihre Strahlen einzieht
Sammle ich meine Essenz, meine Wörter
Einzelne Silben, vereinzelt Gold
Ich will nicht schreien
Ja, ich schreibe

Ich weiss wie sehr mir Liebe fehlt
Ich kann kein Blut sehen
Wenn es Ängste regnet
Flüchte ich mich in die Vergangenheit
Ich will nicht schreien
Ja, ich schreibe

Ich schäme mich nicht der Welt zu zeigen
Gerechtigkeit ist eine Einbahnstrasse
Wir sind die neuen Henker, moderne Richter
In uns, um uns - unbewusst Täter und Opfer
Ich will nicht schreien
Ja, ich schreibe

Hier wird geboren, da gehungert und gelitten
Manchmal leise gestorben
Der Wind, er segnet alles
Die Erde, das Meer, jede Bewegung
Selbst das Ungewisse
Ich will nicht schreien
Ja, ich schreibe

Die Welt da draußen, sie lebt von Klischees
Ich habe mich ausgesperrt
Es fällt mir immer schwerer
Die Wahrheit ans Licht zu zerren
Oh Verzeihung!
Ich will nicht schreien
Ja, ich schreibe

Ich stehe vor meinem Schicksalsrad
Mit dem 10. Trumpf in der großen Arkana
Wenn die höheren Mächte resignieren
Siegen die geistigen Widersacher
Bleiben die Klänge stehen
Ich will nicht schreien
Ja, ich schreibe

Das falsche Lippenrot
Mein Herz in Bitterstoffe getaucht
Ertrinken in den Alltagswellen
Die Seele verstrudelt
Jemand sagt, ich hätte einen Wunsch frei
Ich würde die Hügel begraben
Im Land wo die Vögel nicht mehr singen
Und Herz und Adern erfrieren
Die Heimat der Unmenschlichkeit
Ich würde sie mit einem Schild versehen:
Dieser Tag endete mit uns!


© Marcel Strömer
[Magdeburg, den 19.05.2018]
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