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Gedichte über Technik


Telefongeschichte

hing ursprünglich fest an der Wand.
Sein Gehäuse, sauber furniert,
war mit Messing reich verziert.
Das Mikrofon an einem Galgen,
um den Hörer konnt man balgen.
Die Glocke stets im Freien hing,
schön laut war da das Klingeling.

Anfangs hieß es Kurbel drehen,
der Induktor ließ die Klappe wehen.
Später, als den technischen Nabel,
erfand man die Umschaltergabel.
An einer Stelle, im Haus gedeckt,
war die Ortsbatterie versteckt.
Mancher an Das Telefon, das allen bekannt,
der Kurbel riss,
alles dann zu Boden schmiss.

Deshalb das Kurbeln unterblieb
beim neuen Zentralbatteriebetrieb.
Videabohrer und Plastedübel
sind für diesen Zweck nicht übel.
Doch sie waren noch nicht erfunden,
man hat Hammer und Meißel geschunden.
Holzdübel prismatisch gesägt,
wurden in ein Gipsbett eingelegt.

Erst hat man Tischapparate geformt,
doch sie später dann genormt.
Und endlich kam der Wählbetrieb,
ein Nummernschalter die Ziffern schrieb.
Die Zeit verging dann wie im Flug,
die Technik wurde klein und klug.
Bald erfand man die Tasten schon,
jede erzeugte einen anderen Ton.

Es war nicht nur die Tonwahl alleine,
es gab nun viele Grundbausteine.
Sie bildeten als die Krone
schließlich die ersten Funktelefone.
Aus Röhren wurden erst Transistoren
bis letztlich die Schaltkreise geboren.
Doch die Technik blieb nicht dabei,
Dünnfilmtechnik ist der aktuelle Schrei.

Der Begriff Telefon, wörtlich genommen,
lässt Töne aus der Ferne kommen.
Doch oftmals kann man sehen,
dass beide dicht nebeneinander stehen.

30.07.2018 © W.R.Guthmann
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