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| 1152 | Umsonst gehofft | |||
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Vorschautext: Als ich heut Morgen noch fest schlief, schob durch den Türschlitz sich ein Brief. Zugeklebt und ohne Name, war es ein Herr, war‘s eine Dame? Die Nase dicht an das Papier, das Parfüm verriet es mir. Süßlich frisch und sportlich rein, das musste meine Freundin sein. Mit dem Finger aufgeschlitzt, ich den halben Brief zerriss. ... |
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| 1151 | Veräppelt | |||
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Vorschautext: Weil Poeten sich nicht lange zieren, wollte auch ich endlich promovieren. Um nicht zu den Plagiatoren zu zählen, sollte ich ein fäkales Thema wählen. Ich sollte eine Abhandlung schreiben, wo in Europa die Pferdeäppel bleiben. Erst habe ich laut wiehernd geflucht, dann eine Dienstfahrt nach Wien gebucht. Wien, die Stadt der Droschkenpferde und in der Hofburg der dressierten Herde. ... |
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| 1150 | Die singende Wirtin | |||
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Vorschautext: Wenn man schon etwas älter ist, man so vieles auch vergisst. Und geht eine Gruppe wandern, merkt es einer dann beim andern, der Gesang kann nicht beglücken und selbst der Text hat viele Lücken. Doch für Melodie und manch Gedicht nimmt man gern Nachhilfeunterricht. Ich habe es mir etwas leicht gemacht und zuerst mal darüber nachgedacht. Man kann es planen und erleben, ... |
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| 1149 | Meine neue Badewanne | |||
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Vorschautext: „Meine Badewanne hat ein Leck, ständig ist dabei das Wasser weg“. Das war nicht nur mein letztes Gedicht, sondern für den Klempner ein Bericht. Er meinte, dass es nicht schwierig sei, ein grüner Schein schafft so allerlei. Erst vor neun oder auch zehn Tagen half ich Monteuren die Kiste tragen. Ich drängte dabei zum schnellen Lauf, fuhr inzwischen zum Wochenendkauf. Die Sache sei einfach, laut Monteur, ... |
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| 1148 | Der Elfenreigen Nr.3 | |||
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Vorschautext: „Wir winden dir den Jungfernkranz…“ klingt es im Mondenschein beim Elfentanz. Ein Mädchen nach der schönsten Nacht, vom Freund verlassen, noch nicht erwacht, ruht auf blutroten Kissen wie eine Fee in einem schaukelnden Kahn mitten im See. Sie träumt bestimmt vom kurzen Schmerz, als sie mit Liebe gab ihr ganzes Herz. Er war sicher schön und er war auch reich, drum öffnete sie ihm ihr Himmelreich. Erst nur Gespielin, jetzt auch gleich Frau, ... |
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| 1147 | Der Spieltrieb | |||
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Vorschautext: Ist der Mensch auch längst erwachsen und verdient sein eigenes Geld, sieht man seine Träume wachsen, oft zum reichsten Mann unsrer Welt. Mancher fährt dann in jene Stadt, die auch ein Spielcasino hat. An der Kasse Euro tauschen später nur der Plastik lauschen. Er nimmt als Gewinnversprecher einen großen Plastikbecher. Seine Chips hineingestrichen, ... |
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| 1146 | Der Reim-Automat | |||
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Vorschautext: Das Dichten, Reimen, Formulieren muss im Innersten passieren. Innen in der größten Seelentiefe sprudelt’ s frei, als ob man es riefe. Emotionen, Erlebnisse, Gedanken ruhen dort ganz ohne Schranken. Erinnerungen aus Jahrzehnten bruchstückhaft versteckt sich wähnten. Oft genügt ein Wort, ein Satz und es bildet sich ein Schatz. Ein Wortschatz, den man längst vergaß, ... |
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| 1145 | Der Hirschkäfer Theobald | |||
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Vorschautext: „Du hast so schöne große Zangen!“, so hat es vor Jahren angefangen. Der Käfermann dies gerne hörte, dass es diese Frau nicht störte. Drum hat er sie gleich begattet, bis beide vom Erfolg ermattet. Der Käfermann sich kaum bewegte, die Käferfrau 19 kleine Eier ablegte. Voller Intuition und Mutterstolz versteckte sie sie im toten Holz. Das alles war die Vergangenheit, ... |
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| 1144 | Totensonntag | |||
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Vorschautext: Unsere Zwillinge fragten beim Brötchen ritzen, warum wir einen Totensonntag besitzen. Wir würden sowieso auf den Friedhof gehen und dort stets nach dem Rechten sehen. Ich hatte gleich keine passende Antwort parat, aber wir fuhren sowieso in unsere Heimatstadt. Dort suchten wir den großen Friedhof auf, wo geendet einst der Vorfahren Lebenslauf. Ich unterdrückte ein leises unpassendes Fluchen, denn wir mussten die Grabstelle erst suchen. Anschließend wir auch den Platz betraten, ... |
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| 1143 | Manne und Hanne | |||
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Vorschautext: Hinter der großen Tanne zog unser Freund Manne die schüchterne Hanne in seinen lieben Banne und füllte mit der Kanne für sie die Badewanne. Doch leider gab es ne Panne, sie schlug ihn mit der Pfanne, denn sie hieß nämlich Susanne. 09.03.2014 © Wolf-Rüdiger Guthmann |
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| 1142 | Lieber guter Nikolaus | |||
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Vorschautext: Lieber guter Nikolaus verzeih die Stiefel vor dem Haus. Aus die Nacht, vorbei die Stunden, da uns Tief „Xaver“ hat geschunden. Die Feuerwehr kann schlafen gehen und wir die Schäden uns besehen. Nikolaus, mach nicht viel Wind, weil viele Stiefel schmutzig sind. Meist die, der Männer und Frauen, die sich fürs Gemeinwohl trauen, Brände löschen, Bäume sägen, ... |
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| 1141 | Die Raupenstory | |||
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Vorschautext: Am Fließ auf einer fetten Kaupe saß eine kleine nette Raupe. Sie streckte sich und zeigte sogar, dass ihr Leben einfach wunderbar. Ihr Körper zeigte jedes Profil als wäre sie schon beim Liebesspiel. In dem ausgespülten Wurzelraum schlug sie sogar einen Purzelbaum. Am anderen Ufer sah sie dann einen gut gebauten Raupenmann. Auch er sich streckte, drehte, beugte, ... |
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| 1140 | Dein, mein, unser Haus | |||
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Vorschautext: Viele rufen gedankenlos aus: „Ich hab nur ne Hütte, ein Haus!“ Meist denken und reden sie verkehrt, denn sie meinen finanziellen Wert. Doch ein Haus, auch noch so klein, ist für dich und mich ein Hort allein. Dort hin zieht man sich zurück, nach des Tages Müh und Glück, macht hinter sich die Haustür zu und hat nun endlich seine Ruh. Man kann dort seine Hobbys pflegen, ... |
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| 1139 | Das Kirchenkrippenspiel | |||
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Vorschautext: Weihnachten, Advent ist doch die schönste Zeit, auf die sich Kind und Kegel freut. Überall großer Jahresabschlußrummel mit dem Weihnachtseinkaufsbummel. Der Straßenverkehr lief nicht, wie er sollte, als ich in die Kirche wollte. Dort war das Krippenspiel angesagt, zu dem sich selbst manch Heide wagt. Joseph, Maria und das Jesus-Kind dabei stets im Mittelpunkt sind. Doch auch Engel, Esel, Schafe, Kuh ... |
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| 1138 | Wenn meine Frau Geburtstag hat | |||
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Vorschautext: Bevor meine Frau Geburtstag hat, nehme ich mir ein leeres Blatt, setze mich hinter die alte Truhe und überlege dort in aller Ruhe. Ich kaue am Füller hin und her und die Gedanken sausen sehr. Ich darf nicht an ihr Alter denken und derlei Bedeutung schenken. Nachgerechnet und gecheckt hab ich trotzdem mich erschreckt. Als erstes schreib ich Blumen auf, ... |
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| 1137 | Ach wär ich doch ein Hund | |||
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Vorschautext: Ach wär ich doch ein Hund, ich fräß mich kugelrund. Selbst ohne aller Wissen bekäme ich die besten Bissen. Ach wär ich doch ein Hund, ich trieb es kunterbunt. Ich würde im Auto mich platzieren, ließ zu den Rüden mich chauffieren. Ach wär ich doch ein Hund, wär ich reich in einer Stund. ... |
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| 1136 | Zeugnisse | |||
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Vorschautext: Ich bin ehrlich, weil ich Angst habe, und ich mache mir große Sorgen, denn die Winter-Zeugnisausgabe ist letzte Lehrerhandlung morgen. Lehrer verteilen mit Lob und Tadel zwar hoch amtliche Zeugnisurkunden, die werden vom Klassenzimmeradel sowieso nur als Giftblätter befunden. Jeder glaubt es wäre nicht objektiv, dass manche Note versank so tief. ... |
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| 1135 | Lachen ist gesund | |||
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Vorschautext: Schreit ein Kind besonders laut, die Mutter ins Gesicht ihm schaut. Sofort wird das Gesichtchen still, weil seine Neugier es so will. Und wenn beide so weiter machen, hört man bald das Kinderlachen. Sind die Kinder dann schon groß, viel zu schwer für Mamas Schoß, gibt es trotzdem oftmals Tränen, ich will die Knie nur erwähnen. Bietet Mama als Trost ihre Brust, ... |
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| 1134 | Unsichtbares Gedicht gefunden | |||
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Vorschautext: Heute früh, vor wenigen Stunden habe ich ein Gedicht gefunden. Das Thema war klasse, total in, der Text mir populär erschien. Es roch nach Schweiß und Liebe, beschrieb die schönsten Triebe. Schwangerschaft und Babyschrei vernahm ich noch so nebenbei. Ihr Hausfreund fand Gott sei Dank schnell Platz im Kleiderschrank. Und seine einst geliebten zwei Ex stritten sich um seinen Sex. ... |
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| 1133 | Kommt zurück! | |||
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Vorschautext: Mit Kikeriki und Wak, Wak, Wak begann bei uns der Geflügeltag. Züchter aus der halben Welt hatten ihre Tiere ausgestellt. Hühner, Enten, Gänse, Tauben, manches wollt man gar nicht glauben. Federbüschel am kahlen Kopf, oder ein aufgeblähter Kropf. Die Tiermodenschau nahm kein Ende, Dank der fleißigen Züchterhände. Die Eintrittskarten für Zuschauer da ... |
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