Star, sag mir, warum wehst du wie der Wind,
mal Sturm, mal Hauch – nur ein suchendes Kind.
Dein Reden treibt wie Wolkenflug vorbei,
zu rasch verweht, zu selten offen und frei.
Du warst ein Held, ein Leuchten gegen Nacht,
doch Beifall, Glanz und Geld haben dich sacht
in jenes grelle Schweigen eingehüllt,
das deine Wahrheit dämpft und Räume füllt.
Du strahlst wie ein Stern in blendender Pracht,
doch manches Wort klingt hohl, nur klug bedacht.
Ein Händler deiner selbst im grellen Licht,
der Hoffnungen verkauft – und sie dann bricht.
Star, ich seh dich im Strudel deiner Zeit,
verloren im Getöse der Sichtbarkeit.
Dein Idealismus, längst zu Staub verweht,
ein Spiegel nur, der sich im Eigenbild verdreht.
Und ich, einst Fan, sah damals nur den Schein.
Was bleibt von dir? Ein flüchtiges Dasein.
Zwischen Masken, Blitzlicht und falschem Glanz
verlorst du mich – und dich im selben Tanz.