Der Turm

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Ein Turm auf dem ein Frauchen lebt
gemauert hoch nach oben strebt.
Würmer, Käfer und dergleichen
selten nur seine Zinne erreichen.

Auf halber Höhe sie so schwitzen,
dass Kühlung bringen Mauerritzen.
Hat er Glück, dann sitzt da schon
ein Gegenstück auf einem Thron.

Hat er Pech, das kommt oft vor,
hat sie schon einen Kinderchor.
Da singen Mädchen und Knaben,
dass sie Durst und Hunger haben.

Er regt sie an ins Haus zu gehen,
sich dort nach Nahrung umzusehen.
Empor geklettert am wilden Wein
stolzieren sie frech ins Haus hinein.

Das Frauchen die Eindringlinge sah
und war fast der Ohnmacht nah.
Doch mit Schippchen und Besen
hat sie die Bande aufgelesen.

Sie hatte schon von ihnen genug
und wünschte allen guten Flug,
holte dann mit der Schippe aus
und warf alle zum Fenster raus.

17.02.2020©Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Der Turm

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17.02.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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