Reichtum

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Goethe wollte Reichtum haben
und ging einen Schatz zu graben.
Viele machten es ihm gleich,
aber keiner wurde dabei reich.

Das höchste Gut auf dieser Welt
sind nicht Gold und auch nicht Geld.
Die Gesundheit ist es und das Leben,
denn es wird uns nur einmal gegeben.

Mancher hat sich schon gefreut,
das Leben käm zu ihm erneut.
Nur weil ihm einer das Leben geraubt,
hat er an Wiedergeburt geglaubt.

Die Seele sei der strebende Keim,
für eine Rückkehr in Leben und Heim.
Bei manchem soll es Erinnerungen geben
an ein früheres, ähnliches Leben.

Für dieses angestrebte Ziel
setzen sie ihr Leben auf’ s Spiel.
Sie hauen nicht nur Silber aus dem Berg,
sondern auch Kohle für das Heizkraftwerk.

Sie wühlen in Afrikas Diamantengruben
oder waschen Gold, die Mädels und Buben.
Sie wühlen nicht nach Bernstein allein,
es darf auch gefährliches Uranerz sein.

Es wird gelesen, gesprengt, geschürft,
mehr als die Gesundheit erlauben dürft.
Plötzlich und unerwartet endet ihr Leben
und ihr vergebliches Reichtum Streben.

03.01.2020 © Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Reichtum

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03.01.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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