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Gedichte über Angst

Hier finden Sie Gedichte, die das Gefühl Angst beschreiben. Und das in den verschiedensten Themenbereichen: Angst vor dem Alleinsein, Angst in der Liebe, Angst im Leben, etc

Nach uns die Sintflut

Die Bibel ist eine Sammlung von Geschichten,
von aus vielen Kulturen aufbereiteten Berichten,
über einst etwa so vorgefallenen Ereignissen,
verpackt in anschaulichen Gleichnissen.

Eine der wohl größten Weltkatastrophen
ist eine Erzählung in vielen Frühkulturen,
als große Sintflut ist sie Stoff von Dystop'en,
Archäologen fanden davon faktische Spuren.

Gründe für die Sintflut ist meist Gottes Zorn
oder der Götter über Fehler der Menschheit,
überliefert in bekannter schriftlicher Form
als Mahnung für die nachkommende Zeit.

Ob Sumerer oder Babylonier darüber erzählen
in ihrem Atraḫasis- oder Gilgamesch-Epos,
auch die Griechen zu Deukalion es erwähnen,
bei Noahs Arche staunen die Gläubigen groß.

Nicht Götter sondern das Erdklima ist ein Grund,
es bestimmt die Bedingungen fürs Erdleben,
dieser Treibhauseffekt durch CO2 ist ungesund,
durch ihn wird es mehr Wetterextreme geben.

Der Klimawandel geht nicht gleich wieder weg,
weil viele ihn gern leugnen oder bagatellisieren,
die Anzahl heißer Tage pro Jahr im Schnitt
steigt stetig an, das ist kein bloßes Alarmieren.

Der von Menschen gemachte Treibgasausstoß
beschleunigt den natürlichen Klimawandel!
Der Verlust an Menschenleben steigt rigoros,
weil Entscheidungsträger egoistisch handeln.

Mit Blick auf die anderen Verursacherstaaten
werden die Sorgen der Wissenschaft belächelt,
Ignoranten sind für Anpassung und Abwarten,
wollen ein "Weiter-so!", Kühlanlagen befächert.

Aus kapitalistischen Gewinnsteigerungszielen
schiebt man wieder Maßnahmen weiter auf,
den (Staats-)Kosten für Unwetter zu Widerwillen,
die Lobbys nehmen das immer gerne in Kauf.

Als drittgrößte Volkwirtschaft dieser Erde
hat Deutschland immer schon eine Vorreiterrolle,
deutsche Innovationen in erneuerbare Gewerke,
"zukunftsträchtige Arbeitsplätze" ist die Parole.

Stattdessen mit offenen Augen in die Dystopie,
statt rechtzeitig Treibgasalternativen zu fördern,
der eigene Wohlstand zu lieb, reine Egomanie,
"nach uns die Sintflut, bitte mich nicht stören!"

© meteor 2025
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Gedichte bemühen sich, in vielfältiger Art und Weise das Leben zu beschreiben, es zu erklären und Wege zu finden, gut damit umzugehen. Deshalb setzen sich zahlreiche Werke mit Gefühlen auseinander. Eine der ganz starken Emotionen im menschlichen Leben ist die Angst. Von Anbeginn des menschlichen Daseins bis zu seinem Ende ist sie ein ständiger Begleiter: Der Säugling schreit aus Angst vor dem Alleinsein, der alte Mensch fürchtet den Tod. Die Auseinandersetzung mit all dem, was wir fürchten, ist also eine wichtige kulturelle Aufgabe.


Man unterscheidet zwischen sogenannten Elementar- oder Urängsten einerseits und spezifischen Ängsten andererseits. Viele Dichter haben sich mit den Ängsten in ihren Werken auseinandergesetzt: der Angst vor dem Alleinsein, dem Unverstandensein, dem Ende der Liebe, dem Ende des Lebens. Angst vor Armut und Gewalt, Angst, nie im Leben seine wahre Bestimmung zu finden, Angst vor Krankheit und Leid – all dies fürchten Menschen. Trotzdem zuversichtlich und hoffnungsvoll zu leben, ist eine Kunst, die es von klein an zu lernen gilt. Gedichte helfen dabei. In ihnen beschreibt ein Autor oder eine Autorin wie sie ein ganz spezifisches Angstproblem angeht – und gibt damit automatisch ein Beispiel, das anderen Menschen Orientierung schenken kann. Mancher Poet hat sich auch seine Angst in Gedichten von der Seele geschrieben.