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Gedichte über Sport


Die letzte Patrone (Teil 1)

Eine Biathlon-Ballade
Ich würde Euch gerne entscheiden lassen, ob in Teil 2 der Lauf zum großen Gold oder doch eher zu einem kleinen Drama erfolgt. Bitte kurz dazu im Kommentar eine Rückmeldung geben.

Am Schießstand in Führung liegend,
gerade an der Konkurrenz vorbeifliegend;
geht es um olympisches Gold,
ich habe es immer gewollt!

Mein Vorsprung ist ein Minimum,
beim letzten Schießen geht`s darum;
auf mich warten fünf kleine Scheiben,
erst dann kann ich Geschichte schreiben!

Im Stadion wird`s auf einmal stille,
in mir keimt der begierige Wille;
so schnell wie möglich zu beginnen,
um dieses verdammte Gold zu gewinnen!

Doch erst mal muss der Puls nach unten,
gefühlt dauert das im Moment Stunden;
die Konkurrenten stehen jetzt neben mir,
ich spüre genau ihre Kampfbegier!

Die ersten zwei Schüsse sitzen;
die Konkurrenz kommt nun bestimmt ins Schwitzen;
denn ihre Hoffnung ; sie ist es und bleibt,
dass mich ein Fehlschuss in die Strafrunde treibt.

Neben mir ein großes Hallen und Knallen,
das Publikum raunt, die Scheiben fallen -
Auch ich zähle zu den glücklichen Schützen,
wird meine Form auch beim fünften Schuss nützen?

Auf mich wartet die letzte Patrone,
noch ein Treffer, ehe ich mich selbst belohne;
mit der Flagge als Erster das Ziel überquere,
überhäuft mit großem Ruhme und Ehre!

Doch was, wenn sie ihr Ziel verfehlt?
Habe ich mich dann umsonst gequält?
Im Training geplagt und geschunden,
oft den inneren Schweinehund überwunden?

Ich nehme das letzte Ziel ins Visier,
die Konkurrenten stehen noch neben mir;
mein Blick richtet sich auf die schwarze Zone,
alles hängt ab von der letzten Patrone…
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Heiße Schauer

Was dem Körper wirklich nützt,
Breitensport ihn hegt und pflegt.
Wer viel im Alltag meist nur sitzt,
den Kreislauf selten mitbewegt.

Vielseitig ist das Fitnessangebot,
Laufen, Radfahrn, Rudern, Gehen.
Schon paar Minuten tun ganz gut,
danach ko in der Dusche stehen.

Heißes Wasser strömt über
meinen verschwitzten Leib.
Nasses perlt von oben drüber,
wo Dampf aus den Düsen treibt.

Lehne meinen Kopf zurück,
ein Geysir spritzt in mein Gesicht.
Erhöhe auf Wasserfall den Druck,
ein Wasserstrahl mich erwischt.

Welch wohltuende Dampfmassage
geht heiß und fest über meine Haut.
Dreh mich stöhnend in die Drainage,
genieße ausgiebig und das laut.

Ein Stromstoß nach dem anderen
durchfließt den Faradayschen Käfig.
Schauer kribbelnd Haut abwandern,
schließ' die Augen, entrücke schläfrig.

Lavawasser bringt mich zum Kochen,
Rauch statt Hauch keucht aus mir aus.
Reibe die rote Haut auf den Knochen,
jede Faser in mir pulsiert Applaus.

Kurz bevor ich überall ansenge,
stoppe ich den Lavaflusszustrom.
In der Kabine, dichtes Dampfgedränge,
glimmt gut durchbluteter Rotton.

Hände streifen Spuren aus der Haut,
weich und empfindlich alles auf ihr.
Der Nebeldunst sich schnell abbaut,
verflüchtigt sich vor die Kabinentür.

Schnell beschlägt der Waschspiegel,
die Raumluft fühlt sich arktisch an.
Das Handtuch peelt mich wie zig Igel,
wechselhart, nicht wirklich Softlan.

Allmählich akklimatisiert mein Leib,
mein Teint gleicht sich wieder an.
Hüpfe ganz erfrischt zu Allem bereit
aus dem Bad ... zum Restprogramm.

© meteor 2025
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