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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Zwischen Ahnung und Wahrheit Helga
Vorschautext:
Bei Kindern heut in unsrer Zeit,
ist längst der Storch schon fortgezogen,
sie sind im Wissen eh sehr weit,
und kaum noch Märchen zugewogen.

In meiner Kindheit - welch ein Graus,
war vieles noch in Schweigen gehüllt,
wir harrten leis im Stillen aus,
bis Neugier uns die Fragen füllt.

Man ahnte nur, was sich verbarg,
und spann sich heimlich eigene Fragen,
...
Augen Meteor
Vorschautext:
Augen - mittig schwarze Löcher,
Information in Farblicht kodiert.
Blicke, wie Pfeile aus Köchern,
treffen ihr Ziel scharf fokusiert.

Suchend ihr Sichtfeld abtastend,
optische Reize lässt sie erregen,
im Dunkeln Schatten erfassend,
mitteilsam durch Bildern reden.

Jedes Auge optisches Sinnesorgan,
und Brunnenportal ins Innere.
...
Sie sind anhänglich und hartnäckig Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Pollenallergie, kann furchtbar sein,
man steckt Nasenspray, Augentropfen
und Taschentücher ein.
Unaufhörlich jucken die Augen,
die Tränen fließen,
man ist machtlos, muß ständig niesen.
Auch die Haut juckt, man trägt die Pollen
mit der Kleidung ins Haus,
vorsorglich wäscht man sie täglich
aus den Haaren raus.
...
Es ist Zeit ( Friedensgedicht ) Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Es ist an der Zeit
wir müssen begreifen
heute können
unsere Träume reifen

R. Ein bisschen Frieden
reicht uns nicht
voll friedenstauglich
ist unser wahres Gesicht

Drum Liebende
reiht euch ein
...
Die Ewigkeit lächelt Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Konstrukte, im Fluss der Gedanken,
bewegen den unruhigen Geist.
Lösungen geraten ins Wanken,
Erkenntnis vor warnenden Schranken,
wo das Ziel um den Mittelpunkt kreist.

Zum Tempel der Schöpfung zu dringen,
verloren, das letzte Tabu.
Mit göttlichen Kräften zu ringen,
die Mächte des Seins zu bezwingen,
die Ewigkeit schaut lächelnd zu.
Sehnsucht nach Frieden II Käti Micka
Vorschautext:
*****
Sehnsucht nach Frieden II

Man kann der Realität nicht entkommen
Auch wenn am Himmel
unentwegt die Sonne scheint
Immer wieder
wird einem die Hoffnung genommen
Man sehnt sich nach Frieden
Der alle Menschen vereint

© Käte Micka
...
Werde Meer Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
„ If you don’t become the ocean, you’ll be seasick every day.“ Leonard Cohen

Wenn man sich ängstigt
vor der eigenen Tiefe,
lebt man am Ufer
wie auf geliehenem Boden.

Man sagt:
Das Leben ist zu viel.
Die Welt ist zu laut,
die Liebe zu unsicher.

...
Tanzender Stern Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“ Friedrich Nietzsche


Lass dir dein Chaos
nicht nehmen.
Es ist nicht nur Verlust,
es ist auch Ursprung.

Fürchte nicht das Wilde in dir,
nicht den Widerstreit,
nicht die Stunden,
in denen alles unfertig ist.
...
Ein Sommergedicht Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Wieder heißt es mächtig schwitzen,
runter schalten, nicht so flitzen.
Die Sonne brennt schon wieder kräftig,
die Temperaturen... Ziemlich heftig !

Heiss ist's draußen, Abkühlung muß her,
viel trinken, sonst will der Kreislauf bald nicht mehr.
Der Körper setzt ganz schnell ein Zeichen,
wenn ihm die Strapazen reichen.

...
Traditionsbetriebe Jens Gottschall
Vorschautext:
*****
Berggold Pößneck

Gelee-Bananen sind ein Genuss,
die aus Thüringen bei mir immer mit Plus.
Es gibt verschiedene namhafte Sorten
aus ganz unterschiedlichen Herstellungsorten.
An meinem alten Heimatort, im thüringischen Pößneck,
werden seit 1876 Schokoladen-Artikel produziert.
Ich stand auch selber schon kurz an den Maschinen
und habe viele traditionelle Süßwaren probiert.
Das schwere Tuch Max Vödisch
Vorschautext:
Ein fremdes Wort, ein dunkler Fluch,
aus Grauen grob geknüpftes Tuch.
Kein Stoff, den man sich wählen darf,
er zeichnet Schatten, kantig-scharf.

Die Blicke schlagen Narben tief,
wo mancher Ruf nach Antwort rief.
Kein Wind, der diese Last zerfrisst,
solang die Angst ein Anker ist.
Zum Saturn. Isaew Magomed
Vorschautext:
Woraus auch immer der Wind weht-uns gerade zum Saturn.
Merkwürdig Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Der Barber-Shop an der Ecke,
ist meistens immer leer,
doch gibt's ihn viele Jahre,
das wundert mich schon sehr.

Die Ausstattung sieht nobel aus,
und war scheinbar auch teuer.
Irgendetwas stimmt hier nicht,
das ist mir nicht geheuer.

Zwei junge Burschen sitzen drin,
mit einer Wasserpfeife.
...
Eine Reise durch's Jahr Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Wenn Poeten durch's Jahr reisen
gibt es immer was zu entdecken,
auch wenn du glaubst, du hast schon alles geseh'n,
"Neues will erkundet werden"
es ist wieder Zeit nach draußen zu geh'n.

Nach der Stille des Winters erwacht die Natur,
du erfreust dich an den Farben der Blütezeit.
Auf Sommerzeit stell'n wir im Frühjahr die Uhr,
aufgeweckt grüß' ich den neuen Tag
...
Genialität Käti Micka
Vorschautext:
*****
Genialität

Es gibt talentierte Leute
Die hören sogar das Gras wachsen
Immer
jeden Tag auch Heute
Solche Lauscher könnte man gut gebrauchen
Das Leben wäre noch spannender
Man könnte tiefer in die Welt eintauchen
Jedoch man kann ja nicht Alles haben
Bloß nicht noch mehr Sorgen aufladen
...
Der Kuss Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Der Kuss

Langsam beugt er den Kopf zu ihren Lippen,
Er weiß noch nicht, ob sie sich küssen lässt.
Dann spürt er ihr Strecken und Höherwippen,
Und plötzlich ist alles viel mehr als ein Test.

Sie hat den Kuss tatsächlich angenommen,
Sie ist vor ihm nicht mehr wie früher geflohen.
Da muss er nachfassen, sie halten, bekommen,
Dass beider Gefühle beginnen zu lohen.

...
Ein Brief an meinen Ziehvater oder Angst und Mut zur Selbstständigkeit Benjamin Forester
Vorschautext:
Ich möchte Dir heute einen Brief schreiben. Mein lieber Ziehvater, auch ich habe Angst vor diesem Schritt in die Selbstständigkeit aber ich habe auch den Mut dazu. Du bist derjenige, der mir diesen Mut gegeben hat. Du und meine Schwester hattet mich aus meinen gescheiterten ersten Versuch heraus geholt. Da dieser erste Versuch schief gegangen ist, habe ich große Angst, das ich ein zweites Mal versage. Man sagt: "Ein jeder hat eine zweite Chance verdient" und Du hast mich auf diesem zweiten Mal sehr gut vorbereitet. Bei jedem Stolperer in den letzten 13 Jahren warst Du immer zur Stelle und hast mich wieder aufgerichtet. Trotz Deiner Krankheiten, die mit der Zeit immer schlimmer geworden sind, hast Du immer Dein Bestes gegeben. Deswegen habe ich den ganzen Mut zusammen gerafft, um diesen zweiten Versuch zu starten.
Ich kann Dir hoch und heilig versprechen, das ich alles unternehmen werde, das dieser Versuch klappen tut. Außerdem verspreche ich Dir, das ich weiterhin auch für Dich da sein werde. Viel zui viel habe ich Dir zu verdanken. Außerdem bist Du mir in den letzten 13 Jahren zu sehr an mein Herz gewachsen, das es für mich eine Ehre ist jetzt auch für Dich da zu sein. Zu jeder Zeit kannst Du mich anschreiben, wenn Du etwas brauchst, ich werde so schnell wie möglich dann bei Dir zu sein.
Und nein! Ich flüchte nicht vor Dir und Deinen Krankheiten! Auch wenn es so aussehen tut, ich werde für Dich auf Ewigkeit da sein. Hätte ich nömlich mir einen Vater aussuchen hätte können, meine Wahl würde auf Dich fallen. Ich sage es nicht sehr oft aber in diesem Brief muss ich es Dir einmal sagen. Mein lieber Ziehvater ich liebe Dich wirklich sehr und deswegen drücke ich Dir die Daumen, das es klappen tut mit Deinem Antrag in einem Seniorenheim aufgenommen zu werden.
Aber was hattest Du mir immer eingebläut: "Man muss sich immer Prioritäten setzen!" Ich versuche halt den Spagat zwischen dem, das ich weiterhin für Dich da bin und meinem Auszug und dem Einzug in die Selbstständigkeit.
Gut, Du hast auch noch Recht damit, das ich noch einige Schwächen habe, vor allem die Ordnung und das ich manchmal falsche Prioritäten gesetzt habe aber ich will es Dir beweisen, das ich es Dich schaffen kann.
Ich schätze mal, das hier wird mein einziger Brief an Dich sein, denn alles andere werde ich Dir immer direkt ins Gesicht sagen aber Du sagtest, das auch Du nicht über alles sprechen kannst aber im schriftlichen warst Du immer schon genial und konntest dabei aus Dir raus gehen. Deswegen habe ich mir gedacht, das ich es auch mal probiere. Das es am Ende so viel geworden ist, hätte ich nicht gedacht aber das Wichtigste noch einmal:

"Mein Ziehvater, ich liebe Dich sehr!"
Da ist der Wurm drin... Ingrid Bezold
Vorschautext:
Dieser HolzWURM in der Truhe
raubt seit Tagen mir die Ruhe.
Er mag ganz besonders Fichten.
Gern sitzt er auch in Gedichten -
frisst sich ein in manches Wort
und den Sinn zugleich mit fort.

*
(C) Ingrid Bezold
[Morgen ruft erneut die Pflicht] Der Tod ist ein Meis
Vorschautext:
Morgen ruft erneut die Pflicht,
in der der Mensch sich selbst vergisst,
ja, vielleicht sich verlieren soll,
wenn ihn keine Schuld erfasst.

Dort wird der Mensch auch mal belohnt,
zuweilen streng zur Ordnung ermahnt,
doch sie schenkt ihm stille Zufriedenheit
und weckt Gefühle ganz eigener Art.

Der Tod ist ein Meister
Ein flüchtiges Gut Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Noch keiner hielt sie jemals auf,
sie nimmt das Gestern mit im Lauf.
Und nur im Ticken einer alten Uhr
hinterlässt sie leise eine zarte Spur.

Dem Glücklichen enteilt sie schnell,
im Dunkeln ist sie kaum noch hell.
Sie ist der Bildhauer in uns’rer Welt,
der alles wandelt, aber nichts behält.

Und suchst du sie im Augenblick,
schaut sie nicht mehr zu dir zurück.
...