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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Kurz vor Sommerbeginn Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Musik dröhnt aus den Geschäften,
die Ladentueren stehen sperrangelweit auf,
"Hereinspaziert ihr lieben Leute !"
ruft der Händler zum Sonderverkauf.

Aktuelle Sommerkleider, Drogeriemarktartikel, Schuhe...
Angebote locken aus der Schnäppchen-Truhe.
Überall purzelt in Aktionswochen der Preis,
nur nicht beim Eisverkäufer, schade,
schön wär's: "Heute 30% auf alle Kreationen für's Eis !"
...
Haben haben Käti Micka
Vorschautext:
*****
Haben haben

Die Habgier
umklammert ihre Seele
Sie empfangen täglich
von ihr Befehle
Mehr mehr
Schau` genau hin
Du brauchst noch mehr Gewinn
Denn mit vollen Händen
wird das Leben nie enden
...
Hauch von Sorry Meteor
Vorschautext:
Ein immer mehr angewandtes Motto
zieht sich durch alle Lebensbereiche:
Machen, ohne um Erlaubnis zu fragen,
weil danach ein Hauch von Sorry reiche.

Egoismus kennt einfach keine Skrupel,
bewusst werden Grenzen übertreten.
Berechnend setzt man auf den Trubel,
rücksichtslos um Nachsicht gebeten.

Von echter Reue fehlt dabei jede Spur,
man lebt ja nur einmal und zwar jetzt!
...
Der Spiegel Isaew Magomed
Vorschautext:
Ein Freund ist die Hälfte des Spiegel,ein Feind ist Ihren fehlende Hälfte.
Sie liebt ihn sehr Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Sie liebt ihn sehr

Sie liebt ihn sehr, ja, das weiß er.
Er meint, dadurch habe er es nicht schwer,
Denn gäbe es überhaupt eine Pfründe,
Wenn Sie ihm nicht zur Seite stünde?

Es gibt tatsächlich jene Weiblichkeit,
Welche zeigt, dass auch sie bereit,
In Führungsaufgaben einzutreten,
Zu gehen in die Wirkungsstätten.

...
Mut zur Alternative Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Vanessa ist jetzt Mitte dreißig,
intelligent und äußerst attraktiv.
Sie war stets motiviert und fleißig,
doch dann lief irgendetwas schief.

Ihr Job als Stewardess war in Gefahr,
der Flugverkehr brach sehr stark ein.
Ihr Chef war morgens schon früh da
und bat sie ins Büro herein.

"Viele Arbeitsplätze werden gestrichen,
wir müssen Ihnen kündigen“, hat er gesagt.
...
Er wartet Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Er wartet

Er wartet – worauf wohl?
Muss er erst Reputation erwerben
Oder gar ein wenig Geld vererben
Für der Nachkommen Wohl?

Schwindet denn nur dann aller Groll,
Wenn er weiß, wofür er zu leben gewollt?
Hat er da begriffen, was er gesollt,
War mancher Vorschlag nicht hohl?

...
An der Bushaltestelle Ingrid Bezold
Vorschautext:
Sie wartet friedlich auf der Bank,
wie jeden Tag um diese Zeit.
Trotzt Stimmenwirrwarr, Lärm, Gestank -
trägt Strohhut und ihr blaues Kleid.

Der Stadtbus fährt ganz langsam ein.
Sie lacht den Fahrer freundlich an.
Er fährt. Sie sitzt noch da – allein,
nickt Menschen zu, so dann und wann...

...und ihre Augen leuchten jung.
Es ist, als wollte sie ´was sagen -
...
Arm und reich, im Abschied gleich Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Leben blättert in den Jahren,
gewebt wurd´ mancher Konstrukt,
im Bestreben und Erfahren,
Fehltritte, die Auftrieb waren,
mal ganz oben, mal geduckt.

Oben weicht des Weges Stille,
prahlt oft Rücksichtslosigkeit.
Stark prunkt die Gedankenhülle,
schöpfen aus des Habgiers Fülle,
blind für Armut oder Leid.

...
Vertrauter Verrat Meteor
Vorschautext:
Vertrauen und Verrat
vertragen sich nicht,
sind unvereinbar gepaart,
wie Schatten und Licht.

Auf verratenem Vertrauen
lässt sich nie mehr so aufbauen,
wie es ursprünglich mal war,
zerknäultes Papier vergleichbar.

Es bleibt fader Beigeschmack,
ein tiefer Kratzer im Lack,
...
Chancengleichheit Helga
Vorschautext:
Man sagt so leicht, es gibt Chancen für alle,
doch manches Versprechen entpuppt sich als Falle.

Beim Glücksspiel, da denkt jeder mit Wonne,
die Kugel, sie rollt - gleich hab ich gewonnen,
obwohl die Chancen für alle gleich stehn,
werden in Wahrheit nur wenige sehn,
wie Reichtum entsteht – und die meisten verliern,
doch hoffen sie weiter, noch einmal zu riskiern.

Leichtgläubig wird ein Spiel nach dem anderen gewagt,
man lauscht den Worten, die dort werden gesagt,
...
Schattenwurf Max Vödisch
Vorschautext:
Ein kahler Raum, vom Mond gestreift,
wo keine Hand mehr nach ihm greift.
Das Gestern liegt wie Staub im Licht,
das durch die hohen Fenster bricht.

Was bleibt, ist nur ein matter Ton,
ein Flüstern aus der Illusion.
Und in der Stille der tiefen Nacht
verliert die Seele ihre eigene Macht.
Gleichgültigkeit Sonja Dworzak
Vorschautext:
Sie sitzt
zwischen den Stühlen
wie Staub.

Ein Blick
streift mich
wie ein grauer Faden
ohne Knoten.

Man reicht mir Worte
wie leere Tassen.
Ich trinke
...
Beziehungswahrheit Farbensucher
Vorschautext:
Ich biege mich in jede Richtung -
es ist mein Tanz
mit dem, der nicht versteht, warum
ich tanze -
es auch nicht muss,
weil ich darauf vertraue,
dass Tanz Bewegung ist,
die - irgendwann -
die Schwingung wird,
die trägt
in einen Fluß,
der nicht für heute nur
...
Schwerkraft Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Menschen docken an
über Schwächen.

Nicht über Kontrolle.
Nicht über Überlegenheit.
Nicht über die sauber gefalteten Tage.

Sie docken an:
über das Zögern,
über die kleine Erschütterung in der Stimme,
über das Zittern hinter dem Lachen.

...
Werte und Sinnestrug Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Ewiger Fluss,
Quelle vor Schöpfung Kraft,
Keim der Geburt,
die Daseinswandel schafft.
Kindheit, so unberührt und frei,
zart weht der Frühlingswind,
im jungen Mai,
wo bald der Sommer webt,
am Jugendtraum,
der Wunsch sein Zepter hebt,
an Sturm und Dranges Saum.
Herbstbunt, im wilden Flug,
...
Die Rose fiel... Bernd Tunn
Vorschautext:
Die Rose fiel...

Gefühle sangen keine Lieder.
Gaben nur noch Pflichten wieder.

Die hellen Wolken wurden grau.
So manche Gesten wirkten flau.

Die Liebe nicht mehr spürbar war.
Beziehung wurde nüchtern klar.

Es verschwamm der Beiden Ziel.
...
Stillstand Max Vödisch
Vorschautext:
Die Stadt hängt schwer im gelben Dunst,
kein Takt mehr, der das Blut bewegt.
Verblasst ist längst die alte Kunst,
die uns durch matte Tage trägt.

Wir warten auf ein hartes Wort,
das durch die Stille schneidend spricht,
an diesem stumpfen, leeren Ort,
bis endlich wieder Morgen bricht.
Abendstimmung Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Der Wind flüstert, Wellen rauschen,
die Möwen ruhen am Strand.
Wir sitzen an der Beach-Bar,
mit einem Sektglas in der Hand.

Der Tag war heute herrlich
und klingt ganz langsam aus.
Die Sonne geht jetzt unter,
- wir holen die Jacken raus.

Dick eingepackt blicken wir
hinaus, aufs weite Meer.
...
Auf der Blumenwiese Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Alle Blumen auf der Wiese,
erstrahlen im Sonnenschein,
bunte Schmetterlinge flattern,
geben sich ein Stelldichein.

Die feißigen, kleinen Bienen,
saugen Nektar aus den Blüten.
Den Marienkäfer, auf dem Blatt,
möchte ich so gern behüten.

Ich lausche dem Gezwitscher,
der großen Vogelschar.
...