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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Der alte Turmbläser... Bernd Tunn
Vorschautext:
Der alte Turmbläser!

Die alte Holztür zum Turm knarrte als er sie öffnete.
Das mühselige Treppensteigen war er leid.
Alt geworden begann er nach oben zu steigen.
Ein leztesmal würde er in das Land hinein trompeten.
Ein letztes mal.
Als er oben ankam,war er aus der Puste.
Er setzte sich.
Es war ein milder Abend. Langsam zog sich die Sonne zurück.
Als die Turmuhr schlug, stand er auf.
Er stellt sich unter dem Steinbogen und spielte.
...
Sehnen Helga
Vorschautext:
Ich ziehe rastlos durch die Welt,
ohne Ziel und ohne Geld,
mein Leben ist so öd und leer,
ich finde keine Liebe mehr.

Die Wege führ`n durch Feld und Wald,
ich bin so traurig, mir ist kalt,
durch den Tann erspäht mein Blick das Wild,
ein Augenblick, der leise stillt.

Ach, ihr hohen alten Bäume,
die ihr steht auf weiter Flur,
...
Pollenflug Günter Van de Linde
Vorschautext:
Es ist wieder mal so weit,
Pollen fliegen heimlich leise.
Unbemerkt in deine Nase
und dann zieh´n sie ihre Kreise.

Augen brennen, Augen tränen.
Nase läuft wie´n Wasserfall.
Taschentücher dutzendweise.
Typisch Pollenüberfall.

Und du hustest und du prustest,
Töne wie in Dur und Moll.
...
Kaffeezeit Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Ein Stück vom Kuchen-Allerlei
gönn ich mir "nachmittags um drei",
denn jeden Tag zur selben Zeit,
steht der Kaffee dann bereit.

Überall im ganzen Haus
riecht's wie in einer Bäckerei.
Heute lockt der Apfelstrudel,
noch warm, ich ess' davon gleich zwei.

...
Ach, du kriegst die Tür nicht zu! Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Bei der Pendeltür gibt man sich nicht
wie üblich die Klinke in die Hand,
sie schwingt weit auf vor deinem Gesicht,
dann zu, schwingt sich aus, dank Pendelband.

Menschen fallen mit der Tür ins Haus,
oder rennen offene Türen ein,
doch manchmal in der Hektik, oh Graus,
schlägt die Tür ihnen den Schädel ein.
Wieder steht die Stadt still (2) Claudia Behrndt
Vorschautext:
Kein Buss fährt heut, kein Zug, keine Tram,
weil wieder Streik im Lande kam.
Ich steig aufs Rad im Morgenlicht,
zur Arbeit fahr ich froh und schlicht.

Der Wind weht mild, der Himmel klar,
als wär es schon der Frühling gar.
So roll ich leicht durch Stadt und Zeit,
und lass den Ärger streikbereit.

Die Räder surren, Tritt für Tritt,
der Morgen atmet leise mit.
...
Wortlose Botschaften von höchster Aussagekraft Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Zum Beispiel

Ein mitfühlender Blick
Ein tröstlicher Händedruck
Eine liebevolle Umarmung
Eine versöhnliche Geste
Ein verständnisvolles Lächeln
Eine respektvolle Berührung
Ein aufmunterndes Augenzwinkern
Eine warmherzige Ausstrahlung
Eine aufmerksame Zuwendung
Die Hausarbeit ist lästig Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Hobbys habe ich viele,
mache so dies und das,
doch es gibt auch Dinge,
die machen keinen Spaß.

Die Hausarbeit ist lästig,
sie raubt mir so viel Zeit.
Vom Putzen oder Wischen,
wäre ich so gern befreit.

Ständig die viele Wäsche,
die man noch bügeln muss.
...
Im Herbst des Lebens Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Ich stehe im Herbst des Lebens,
was nutzt das stille Klagen...
Das wäre auch vergebens,
es bringt nichts, zu verzagen.

Es geht Millionen Menschen so,
wir altern, Schritt für Schritt.
Im Grunde bin ich ja noch froh,
ich fühle mich recht fit.

Den Sport und auch die Arbeit,
spüre ich oft in den Gelenken.
...
Der Ellenbogenmensch Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Motivierendes Selbstgespräch -
-Fiktion –

Mit eiskalten Verstand frier ein
was für dich von Nachteil wäre
wie der Menschen Selbstbewusstsein,
das ihnen gebührt zur Ehre
und im „Kompetenzgewühle“
verletzte tief und verwerfe
der Gegner Allmachtsgefühle
mit deiner Verstandesschärfe.

...
Wer nicht wagt der nicht gewinnt Käti Micka
Vorschautext:
*****
Wer nicht wagt der nicht gewinnt

Als ich Dich sah
Da war es um mich gescheh`n
Ich konnte und wollte
nicht mehr woanders hinseh´n
Mein Gott
Du bist ja so schön
Wohin Du auch möchtest
Ich würde sofort mit Dir geh´n
Nun gut
...
Zwischen Schatten und Morgenlicht Claudia Behrndt
Vorschautext:
Manchmal sitz ich still allein
Und will ganz bei mir selbst sein.
Doch merke ich: Es braucht noch Kraft,
bis Neues in mir Ordnung schafft.

Ich sehe mich oft noch fehlerhaft,
nicht nur dort, wo Herkunft schafft.
Ich trag so vieles, viel zu schwer,
wünsche mir, ich wäre leichter mehr.

In mir war lange Zeit viel Wut,
sie trieb mir jeden Mut kaputt.
...
"Eile mit Weile" Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion -

Sie hat Nerven wie Drahtseile,
lässt sich nicht drängen zur Eile
und sitzt Probleme stoisch aus,
bleibt so Herr im eigenen Haus.
Sie hat großes Gottvertrauen,
statt an Problemen zu kauen
lässt sie lieber Zeit verstreichen,
bis sie von ganz allein weichen.
Der Schatten Günter Van de Linde
Vorschautext:
Der Schatten ist ein kurzes Glück,
gefragt an heißen Tagen.
Dein eigener er nutzt dir nichts,
egal in welchen Lagen.

Beim Strandurlaub hätt man ihn gern.
Ein Schattenplatz wie cool.
Schon früh am Morgen hart umkämpft,
wer liegt schon gern am Pool.

Hast du einen rühr dich nicht,
schon gar nicht von der Stelle.
...
Seelengewand Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Dein abgetragenes „Erdenkleid“,
das dich schmerzhaft einzwängte
und dich durch sein Gewicht
in die Kniee zwängte, hast du abgelegt.
Seither fliegt deine in den Farben
des Regenbogens gewandete Seele
in der Schwerelosigkeit des Alls
mit Lichtgeschwindigkeit durch Zeit
und Raum bis in alle Ewigkeit.
Welt der Scherben Meteor
Vorschautext:
warme Sonne
päppelt mich auf
der Nacht entkommen
nimmt mein Leben
seinen Lauf

wollte nur ich selbst sein
rollte mich zu oft ein
in Fasśaden
die mir schaden

um anderen zu gefallen
...
"Wohlwollendes" Lob an einen Dichter Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion -

Ja, streng genommen scheinen
deine Gedichte ja irgendwie
und möglicherweise doch
ganz passabel zu sein, aber
ich bin mir nicht wirklich sicher,
ob ich mit der Beurteilung
nicht daneben liege, doch
könnte es durchaus anders sein,
aber nichtsdestotrotz will
ich dir nicht das ungute Gefühl
...
Rücksichtslosigkeit Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

Er hat sich seine Eigenart bewahrt,
die Zunge ist spitz, Zähne sind behaart
und wie ihm der Schnabel gewachsen ist,
redet er drauflos, gibt von sich viel Mist,
schert sich nicht darum, was man von ihm denkt,
während er andere verbal versenkt,
sie beschimpft, ungehörig zurechtweist
und um sein Ego immer schneller kreist.
Lerchen - Gesang Peter Leitheim
Vorschautext:
Im Frühling fast nichts schöner klingt
wenn Lerche Frühlingsgruß uns singt,
voll Freude ist erfüllt das Herz
wenn Vogelsang erklingt im März.

Das Schneeglöckchen noch allein
ihr Kelch küsst, milder Sonnenschein,
noch blickt es fragend, ringsumher
da Beete sind noch kahl und leer.

Es schaut umher in banger Hast
ein Bienchen summend, erster Gast,
...
Reinkarnation Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Am Himmel, geschweifter Stern,
zum Greifen erschien er nah,
war jedoch unendlich fern,
obwohl man ihn deutlich sah.

Ein Mädchen blickte empor,
hob zum Gruße seine Hand,
erblickte ein Himmelstor,
davor ein Engelein stand.

„Sobald dieser Stern vergeht,
sprach zum Kind das Engelein,
...