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| Titel | Autor | |||
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| Der letzte Stern | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Der letzte Stern Lange nachdem die Fenster erloschen waren, stand noch ein Stern über den Dächern. Er leuchtete nicht besonders hell. Gerade deshalb fiel er auf. Die Nacht war kühl. Aus den Gärten stieg Nebel auf, und irgendwo schlug eine einzelne Glocke. Ein alter Mann trat vor seine Tür und sah für kurze Zeit hinauf. ... |
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| Abend über dem Fluss | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Abend über dem Fluss Der Fluss zog langsam dahin. Ockerfarbenes Schilf stand am Ufer, und über dem Wasser lag der erste Atem des Herbstes. Ein Boot schaukelte an einem Pfahl. Sonst war niemand zu sehen. Der Himmel wurde tiefer, das Licht wanderte in die Ferne, und die ersten Sterne erschienen. ... |
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| Die Uhr | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Die Uhr Auf dem Regal stand eine Uhr. Seit Jahren bewegten sich ihre Zeiger nicht mehr. Staub hatte sich auf dem Glas gesammelt, und niemand dachte noch an die Stunde, die sie zuletzt angezeigt hatte. Der Mensch, dem sie gehört hatte, war längst fort. Doch manchmal fiel am Abend Licht auf das Zifferblatt, und für einen Augenblick schien es, als halte die Vergangenheit dort Wache. Nicht alles vergeht sofort. ... |
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| Unter dem Schnee | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Unter dem Schnee Die Felder lagen still. Schnee bedeckte die Wege, die Gräben und die Steine, bis alles denselben hellen Ausdruck trug. Nur die dunklen Kronen der Bäume ragten in den Himmel. Es war schwer zu glauben, dass unter dieser Kälte Bewegung herrschte. Und doch arbeitete die Erde weiter. ... |
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| Der fremde Gast | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Der fremde Gast Schon seit Jahren ging er mit. Nicht sichtbar auf den staubigen Wegen, nicht erkennbar zwischen den Menschen, die morgens ihre Türen öffneten und abends wieder schlossen. Er wartete. Wie ein Reisender am Rand einer Straße, der weiß, dass seine Stunde kommen wird. Manchmal stand er zwischen kahlen Bäumen, manchmal hinter einem Winterfenster, wo die Dämmerung früh hereintrat. ... |
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| Das verlassene Haus | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Das verlassene Haus Hinter dem Dorf stand ein Haus, dessen Fenster seit Jahren dunkel waren. Der Garten war verwildert. Moos lag auf den Steinen. Der Wind bewegte die hohen Gräser. Niemand wohnte mehr dort. Und dennoch schien das Gebäude ... |
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| Die Stimme des Nebels | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Die Stimme des Nebels Der Nebel stieg über die Felder. Bäume erschienen und verschwanden, als wären sie Teil einer Erinnerung, die nicht ganz in diese Welt gehörte. Kein Laut war zu hören. Selbst die Krähen schwiegen. ... |
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| Aufregung im Gänsestall | Gudrun Nagel-Wiemer | |||
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Vorschautext: Geschnatter in Meyers Gänse-Stall, - die Aufregung hört man überall. Im November gibt's den Martinstag, den keiner von den Gänsen mag. Am liebsten würden sie jetzt fliehen und noch rasch gen Süden ziehen. Die Chance hätten sie gern genutzt, - doch ihre Federn sind gestutzt. Jedes Jahr dieses Hoffen, Bangen, sie fühlen sich bedroht, gefangen. ... |
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| Mr. Ich weiß alles | January Snow | |||
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Vorschautext: Ist ein trauriger Clown Und Du bist am zuschau‘n. |
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| Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen... | Thomas | |||
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Vorschautext: Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, dann weil sie sich grad jetzt verlieben, die eine will die andre kriegen um sich ganz lieb an sie zu schmiegen. Wenn Vögel hinter Fliegen fliegen, dann wollen Vögel Fliegen kriegen, jedoch nicht um sich anzuschmiegen... Sie wollen den Hunger besiegen. Wenn Vögel hinter Vögeln fliegen, wollen sie sich vögelnd lieben, ... |
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| Mohnblumen verleuchten Morgenglutrot... | Dani Blumen-Bär | |||
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Vorschautext: Mohnblumen verleuchten Morgenglutrot. Blättern und flattern in Frühwindeswind. Wolkengrau sammelt sich hustet und droht. Ein Maulwurf vertraut seinem Fluchtweg blind. Eine Wetterlaune zeigt ihr Gesicht. Ein Nasenlochpaar ändert die Richtung. Wasseraugen drehen sich - halten dicht. Es wird Licht und das Licht hält die Dichtung. Sonnenrund reckt sich versonnen und schweigt. Ein Lächeln bummelt durchs Land und die Welt. ... |
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| Aphorismus* | January Snow | |||
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Vorschautext: Alle Füller sind mit der selben Tinte gefüllt, Nur der Schreibstil variiert. |
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| Traurig | January Snow | |||
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Vorschautext: Sinken Schneeflocken auf die Erde nieder Müde Schließ‘ ich meine Augenlider Wann hat‘s aufgehört zu schneien? Ich weiß es nicht. |
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| Schnittmenge | Grünschön | |||
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Vorschautext: Die Schnittmenge von uns hält sich in Grenzen. Aber das sollte uns nicht zu sehr abgrenzen. Suchen wir nach dem, was wir haben, gemeinsam. Das führt uns zusammen. Und wir bleiben nicht einsam. ©Grünschön. Kein Frosch, kein Grashüpfer, (r)auch kein Gras. |
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| Lebensbaum | Jürgen Wagner | |||
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Vorschautext: In jedem Baum da atmet Leben Ein jeder Baum kann dir was geben Nicht nur symbolisch hat er Kraft Er hat auch eine Eigenschaft Ein ganz bestimmtes eig’nes Wesen Woran so manche Seel’ genesen Man mag im Herzen offen sein hochachtungsvoll berühr’n allein den Stamm, die Rinde – und empfangen ohn’ das Geringste zu verlangen Verbringe nur ein wenig Zeit ... |
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| Das Zedernhaus | Jürgen Wagner | |||
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Vorschautext: Ein Haus, in dem die Vögel singen, ein Platz, an dem der Friede wohnt Ein Baum mit Ästen wie mit Schwingen, der da im Königskleide thront Ein Raum, in dem die Stille waltet, ein Dom, so stattlich und so schön Ein Wesen, wo kein Herz erkaltet - an dir kann ich mich nicht satt seh'n Manch Tempel wurd‘ damit erbaut Paläste, Schiffe draus gemacht ... |
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| Born | January Snow | |||
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Vorschautext: In a summer haze Wir hätten nie gedacht Wie schwer der Winter fällt, Weil kein Morgenstern Uns diese Welt erhellt. Aber so sei es, so steh‘n wir hier. |
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| Alchemie | January Snow | |||
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Vorschautext: Du hast Meine Liebe In Hass verwandelt und Dafür wirst du büßen. |
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| Bittersüße Erkenntnis | January Snow | |||
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Vorschautext: Wir war‘n nie Für die Ewigkeit gebaut Trotzdem sind wir Vereint. |
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| Schleichender Tod | January Snow | |||
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Vorschautext: Erst hast Du mich Stück für Stück Aufgeschlitzt Mich bluten lassen Dann Hast du mir den Rest gegeben. |
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