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Gedichte Über Augenblick


Fesselnde Blicke

deine Weiblichkeit entwaffnet
zu schön, bist so begehrenswert
dein Anblick wirkt schlaraffend
ins Paradies mit dir, ungestört

wo Milch und Honig fließen
Genuss, wohin Haut sich traut
Sinnlichkeit über dich ausgießen
makellose Wolllust erlaubt

ich ziehe dich aus
mit meinen Augenblicken
entschale dich nackt heraus
rundherum an dir erquicken

erkennst in meinen Pupillen
die Absicht meiner Seele
ihren unweigerlichen Willen
zweifelsfrei ihre Befehle

folgst ihren Wünschen detailliert
jede Anweisung klar ersichtlich
errötest blickberührt ungeniert
zwei optische Fühler erfassen dich

streicheln sanft über deine Wangen
kontaktieren stets deine Sensoren
reagieren auf vorfreudiges Bangen
melden unterschwelliges Rumoren

ein Funke Sehnsucht in deiner Haut
folgt dem Kitzel meiner Blicke
wird zum Funkenflug, als Glut laut
weil Lippen nun voller Augabdrücke

mit Spuren bis zu den Ohren
dein Antlitz gründlich übersät
abgetastet jede deiner Konturen
erregtes Wohlgefallen entsteht

langsam gleiten zwei sehende Sucher
über dein nacktes Gelände streichelnd
stoßen auf erogenen weiblichen Wucher
erfühlen Enthülltes schmeichelnd

die Intensität nimmt sichtbar zu
Pupillen bewegen sich hastig am Hals
meine Seele erfasst steigende Unruh
Lider spreizen sich weit oftmals

von deiner Detailflut sichtlich angetan
überhitztes Kitzeln nicht unbemerkt
dein schwelendes Verlangen wohlan
unter deiner Haut erbebt es vermehrt

stroposkopisch flitzen meine Agenten
über Hügel und Täler deiner Kurven
werden zu meinen fesselnden Händen
mit Augenzwingen dich eng festgurten

so festgezurrt pulsiert dein Atem
nahezu synkopiert im Blickkontakt
reizüberflutet in Ekstase geraten
beider Bedürfnis intensiv offenbart

bist für meine Ohnmacht aufgebahrt
von mir fast bewusstlos dechiffriert
jede kleinste Berührung orgastisch klar
sind bereit, dass alles explodiert

© meteor 2026
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Die Venusaugenfalle

Schau mir in die Augen, Kleines!
verstohlen werfe ich dir diese Aufforderung zu
flüchtig verfängt dein Rückblick in Lupenreines
der Auftakt zum Augenspiel erzeugt Unruh

was Raffiniertes liegt in diesem Augenblick
der sich zwischen uns hin und her schickt
wie beim Ping Pong spielen wir ihn uns zu
nach deinem Augenaufschlag jubelst du

nach nur einem kurzen Augenzwinkern
fordert mich dein Anblick erneut heraus
im Auf und Ab deiner winkenden Wimpern
verbeugst du dich für meinen Applaus

meine dir kurz zugehobenen Augenbrauen
sollen dir mein vollstes Interesse zusenden
wie mich deine Augen fokusiert anschauen
kann ich meine nicht von deinen abwenden

vier Pupillen schärfen weiter ihr Suchfeld
zwei Revolverhelden in Duellposition
langsam jeder den Countdown herabzählt
Verführung ist ihre gewählte Munition

die stimulierende Kunst deiner Augen
führt ihren Zielsuchstrahl bewusst ruhig
während meine sich verloren glauben
doch noch widerstehen sie weiter mutig

ich glaube, du glaubst, ich denke jetzt das
was du mich auch denken lassen wolltest
gelockt von deiner Blickfalle mit Augenmaß
hypnotisiert folgt dein optischer Wohlfühltest

lässt mich einen Vorgeschmack kosten
was mich in deinem Innersten erwartet
vorbei an zwei aufmerksamen Wachposten
hast du dein Vorspielprogramm gestartet

ich merke, dass du mich jetzt auch willst
mich mit deiner Leidenschaft gezielt kitzelst
mein Verlangen mit lüsternen Augen stillst
deine Begierde mit Lasern auf mich kritzelst

überzeugt von der Kunst deiner Lustvorschau
ergebe ich mich deiner Venusaugenfalle
gefangen im Verführungsnetz dieser Frau
wird dieser Mann mit purer Wonne bezahlen

© meteor 2024
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Hals über Kopf

Du bist gegangen,
wie eine flüchtige Sünde,
die Laken vorhanden,
doch immer noch zerzaust,
nicht vom Schlaf,
sondern davon allein,
wie dein Körper sich krümmte,
als ich dir Dinge flüsterte leise,
die dich dazu brachten,
mir auf die Lippen zu beißen ,
nur um still zu sein,
weil sie Obszönes sagten.

Dieses Bett erinnert sich
an unsere letzten Stunden,
an deine glatte Haut,
mal oben, mal unten...
an das Keuchen,
das ich zu verbergen
versuchte,
an die Art, wie ich danach
ungläubig diesen Rausch
verfluchte,
an all das Verruchte
in dieser Nacht,
immer noch zeugt
Schweiß vom Spaß,
das Kissen immer noch
nass.

Du dachtest, du wärst
ungeschoren davongekommen
doch komm zurück,
atme ein...was dich verzückt,
mein Geruch haftet immer noch
in deinen Gedanken benommen...
immer noch heiß...
immer noch durchnässt...
wartest immer noch darauf,
dass meine Finger
dich wieder so verformen...

Du und ich
und eine Spur von Verführung ...
noch warm
von der Berührung ...
laut gehauchte Worte,
pulsieren in fiebrigen Adern,
wie Brandbeschleuniger
der erotischen Sorte,
forsieren sie das Feuer,
was in uns ist am Wabern...

Unsere Sprenkleranlagen
durch Feuermelder ausgelöst,
aus Schweißdrüsen sich
salziges Löschwasser ergießt...
Adrenalin will die Erregung
ins Unermeßliche hochjagen,
verborgenes Verlangen
entblößt...
pure Leidenschaft fließt...

Die Flammen in uns
greifen auf alles um uns über,
im Zentrum der Wunsch,
ewig so zu brennen...
die Sauerstoffzufuhr
hängt am Dopamintropf,
mit dem letzten
Infusionsbeutel versengen wir,
verglühen
Hals über Kopf ...

© meteor 2025
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Was bleibt von dir (Lyrics)

Dort im Kissen schläft noch fest
der Duft deiner Haut,
doch die Tür zu deinem Herzen,
schlüssellos und zugebaut.
Alles scheint mir so wie früher,
doch nichts ist mehr, wie es war,
nur ein kleines, müdes Lächeln, als du gingst,
blieb für mich da.

Und was bleibt von unseren Träumen?
Und was bleibt von deinem Kuss?
Nur das Salz auf den Lippen
und der Schmerz in meiner Brust.

Und was bleibt von den Gefühlen?
Und was bleibt von deinem Kuss?
Nur das Salz auf den Lippen,
keine Träne löscht den Durst.

Tausendmal, wie jeden Morgen,
dort im Spiegel dein Gesicht.
Jedes Rinnsal Wassertropfen,
wird ein Teil von dir verwischt.
Deine süßen Blicke naschen,
dein zerzaustes Haar gekämmt.
Dein Pyjama grüßt verlassen,
alles wirkt so kalt und fremd.

Und was bleibt von unseren Träumen?
Und was bleibt von deinem Kuss?
Nur das Salz auf den Lippen
und der Schmerz in meiner Brust.

Und was bleibt von den Gefühlen?
Und was bleibt von deinem Kuss?
Nur das Salz auf den Lippen,
keine Träne löscht den Durst.

Kaffee nur im Stehen trinken,
unrasiert und müder Blick.
Hab im Zorn dein Bild zerrissen,
wild verflucht noch Stück für Stück.
Zweifellos verzweifelt denken,
ausgebrannte Feuer schüren.
Gedankenspiele rückwärts lenken,
nie mehr deine Nähe spüren.

Und was bleibt von unseren Träumen?
Und was bleibt von deinem Kuss?
Nur das Salz auf den Lippen
und der Schmerz in meiner Brust.

Und was bleibt von den Gefühlen?
Und was bleibt von deinem Kuss?
Nur das Salz auf den Lippen,
keine Träne löscht den Durst.
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