Gegensätze zieh‘ n sich an

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Der Schöpfer einst die Menschen schuf,
ohne eigene Schule und ohne Beruf.
Er konnte daher gar nicht wissen,
warum die Menschen sich auch küssen.
Die Männer ernten, die Frauen uns laben.
Dabei sind sie froh, die Männer zu haben.

Wer nähme sie sonst nachts in den Arm
und hält ihre nackten Füße warm?
Wer bringt ihr morgens ganz nett
den Frühstückskaffee ans Bett?
Doch würden uns nicht die Frauen lieben,
wären wir Männer dumm geblieben.

Frauen kitzeln morgens ganz klug
die Männer lachend an der Nase,
schon bekommen sie abends genug
frische Blumen für die Vase.
Mögt ihr auch schimpfen und verdammen,
Mann und Frau gehören zusammen.

Die wenigen maskulinen und femininen
Ausnahmen als Bestätigung dienen.
Seid ihr etwa jetzt erbost,
weil keiner nun der Bessere ist,
dann wird es Zeit, dass ihr zum Trost
euch wild und stürmisch küsst.

02.02,2020 ©Wolf-Rüdiger Guthmann

Informationen zum Gedicht: Gegensätze zieh‘ n sich an

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02.02.2020
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Wolf-Rüdiger Guthmann) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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