Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

Typ: Autor
Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 76 Jahre

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Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv!" Wolf-Rüdiger Guthmann

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.171
Anzahl Kommentare: 511
Gedichte gelesen: 1.145.219 mal
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Titel
1111 Der leise Gehilfe 19.02.20
Vorschautext:
Auf meinem Schreibtisch sitzt eine Puppe,
der ist mein Dichten gar nicht Schnuppe.
Sollte ich einen Fehler machen,
höre ich ihr leises Lachen.

Gehen mir jedoch die Themen aus,
streckt sie ihre Zunge raus.
Telefoniere ich mit dem Norden,
möchte sie mich gleich ermorden.

Kommt ein Anruf aus dem Süden,
ist sie glücklich und zufrieden.
...
1110 Der Turm 17.02.20
Vorschautext:
Ein Turm auf dem ein Frauchen lebt
gemauert hoch nach oben strebt.
Würmer, Käfer und dergleichen
selten nur seine Zinne erreichen.

Auf halber Höhe sie so schwitzen,
dass Kühlung bringen Mauerritzen.
Hat er Glück, dann sitzt da schon
ein Gegenstück auf einem Thron.

Hat er Pech, das kommt oft vor,
hat sie schon einen Kinderchor.
...
1109 Das nackte Model 15.02.20
Vorschautext:
Vorige Woche kam ein Brief,
der mich zu den Künstlern rief.
Die Zeichner brauchten einen Mann,
der eine Stunde still sitzen kann.
Doch eines war dabei Fakt
man wollte mich splitternackt.

Sechzig Minuten sollte ich reiten,
mein Po auf einem Holzpferd gleiten.
Und nur sechs junge Damen kämen,
um vor mir ihren Platz einzunehmen.
Es sei immer noch sehr warmes Wetter
...
1108 Poesie der Technik 13.02.20
Vorschautext:
Und wenn auch alle Leser fluchen,
ich werde es noch mal versuchen.
Es heißt immer Technik und Energie
eignen sich nicht für die Poesie.
Dabei ist es gerade die Elektroenergie,
die Atmosphäre schafft wie nie.

Zuvor die Kumpels durch die Flöze kriechen
und dann wie ein Maulwurf riechen.
Im Kraftwerk sitzen die Heizer still und stumm
Rauchend um das glühende Feuer herum.
Wird der Strom endlich gebraucht,
...
1107 Die Taubenkönigin -berichtigte Fassung 11.02.20
Vorschautext:
Jeder Taubenfreund wird sie kennen,
ich muss ihre Schlagnummer nicht nennen.
Das ganze Jahr ist sie Taubenmutter,
reinigt den Schlag, bereitet den Jungen Futter.
Sehr sorgsam sie die Eier brütet
und Flügel breitend sie behütet.

Bei den Menschen kann es keiner fassen,
nie würde sie ihre eigene Brut verlassen.
Das nutzt der Brieftaubenzüchter aus,
seine Taube fliegt stets besorgt nach Haus.
Ihr könnt es mir ruhig glauben,
...
1106 Wintersturm 09.02.20
Vorschautext:
Der Wintersturm tobt um das Haus,
niemand traut sich auf den Hof hinaus.
Hund und Katze um die Haustür strichen
und heimlich in den Hausflur schlichen.

Gerade noch zur rechten Zeit,
ehe der Höhepunkt bereit.
Auf dem Dach, man wird’s kaum glauben,
klapperten die Ziegel und Dauben.

Der Wind hat sich an der Dachrinne gerieben
und letzte Blätter in die Flucht getrieben.
...
1105 Gegensätze zieh‘ n sich an 02.02.20
Vorschautext:
Der Schöpfer einst die Menschen schuf,
ohne eigene Schule und ohne Beruf.
Er konnte daher gar nicht wissen,
warum die Menschen sich auch küssen.
Die Männer ernten, die Frauen uns laben.
Dabei sind sie froh, die Männer zu haben.

Wer nähme sie sonst nachts in den Arm
und hält ihre nackten Füße warm?
Wer bringt ihr morgens ganz nett
den Frühstückskaffee ans Bett?
Doch würden uns nicht die Frauen lieben,
...
1104 Gäste in Weiß 01.02.20
Vorschautext:
Jeden Tag fahr ich dort dran vorbei
mit der Straßenbahn Nummer drei.
Dort ist nämlich das Krankenhaus,
wo sie zur Straße schaut heraus.
Was sie hat, das weiß ich nicht,
ich sehe doch nur ihr Gesicht.

Und ich will ehrlich sein,
ich sehe auch in ihren Ausschnitt rein.
Diese kleinen runden Massen
gut zu ihrem Gesichtchen passen.
Ich lache sie an auf dem Wegestück,
...
1103 Gestern, Heute, Morgen 30.01.20
Vorschautext:
Keiner kennt des Lebens Länge,
dichten wir auch jede Menge.
Krieg und Elend sind vorbei,
übrig blieb nur Kriegsgeschrei.
Heute sind die Medien voll,
schreiben wie der Mensch sein soll.

Schon die Bibel hat es versucht,
hat Sünden und Fehler verbucht.
Adam und Eva man sündig verstieß,
Sodom und Gomorrha brennend verließ.
Noah dachte noch an Federn und Huf
...
1102 Die Stunde 27.01.20
Vorschautext:
In der ewigen Weltenrunde
ist sie gar nichts, eine Stunde.
Aber wie sie geht vorbei,
das ist wirklich Zauberei.
Sollst du eine Stunde stehen,
will die Zeit dir nicht vergehen.
Liebst du aber Rosamunde
ist im Nu vorbei die Stunde.

27.01.2020 © Wolf-Rüdiger Guthmann
1101 Öffne mir doch eine Tür. 26.01.20
Vorschautext:
Ich lief einst durch die Sängerstadt
und horchte, ob‘s dort Sänger hat.
Sänger, die im deutschen Land
Lieder singen, die bekannt.
In „Deutschland sucht den Superstar“
selten mal ein deutsches war.

Da erklang leise, aber klar,
eine Weise, die ganz wunderbar.
Ich blieb stehen und hörte hin
bis ich ergriff vom Lied den Sinn.
„Öffne mir doch eine Tür,
...
1100 Fastnacht ist 25.01.20
Vorschautext:
Fastnacht ist im Sorben Land,
links und rechts der Spree.
Zampern ist doch allbekannt,
es geht ans Portemonnaie.

Autos werden angehalten
wie zum Kaffeekränzchen.
Hat der Fahrer gut gemautet,
gibt es auch ein Tänzchen.

Bevor die Alten und die Jugend plappern,
sind zuerst die Jüngsten dran.
...
1099 Urlaubsplanung 23.01.20
Vorschautext:
Jetzt plane ich Urlaub fürs laufende Jahr,
doch nicht an die Küste, das ist sicher klar.
Und Wasser darf es dort nicht geben,
höchstens zum Trinken, man muss schließlich leben.

Wir zieh‘ n in die Berge, wo die Almen noch grünen,
wo statt Butterblumen nur Enzian blühen.
Die Natur so pur anvertraut zu saugen
Ist nicht nur gut für handyversaute Augen.

Trotz Jodeln herrscht himmlische Stille,
denn das Klamm-Klo hat keine klappernde Brille.
...
1098 Gemeinsamer Urlaub-getrennte Ziele 22.01.20
Vorschautext:
Ich habe meinen Jahresurlaub genommen
Und bin mit Hund in eine fremde Stadt gekommen.
Wollte ich mich legen zum Schlafen,
musste der Hund Gassi gehen im Hafen.
Wollte ich den Michel erklimmen,
wollte der Hund im Hafen schwimmen.

Wollte ich die See bei Ebbe erreichen,
musste er über den Fischmarkt schleichen.
Wollte ich durch den Elbtunnel gehen,
blieb der Hund bei der singenden Wirtin stehen.
Wollte ich mit der Fähre fahren,
...
1097 Wasserwellentelepathie 19.01.20
Vorschautext:
Der letzte Sommer war heiß, die Küste lang,
und mancher machte seinen Fang.
Bernstein, Fische, selbst Flaschenpost,
gute Fotos oder Aal als Kost.
Doch im Herbst bei Wind und Kälte
keiner gern am Strand sich pellte.

Ich war hier in der Klinik als Rehabilitand,
wie der Kurgast wird wissenschaftlich genannt.
Fernsehen und E-Mails schreiben
konnte ich nicht jeden Tag betreiben.
Als ich heute lief am Strand ein Stück,
...
1096 Wieder Demokratie 13.01.20
Vorschautext:
Die Demokratie tut jedem gut,
weil jeder nur das Seine tut.
Wenn jemand nicht arbeiten will,
sitzt er auf der Couch ganz still.
Nennt den Pups ganz schlimme Leiden,
die kann man nur mit Bier vermeiden
Er sitzt ganz leis und still
und raucht dabei so viel er will.

Miete, Strom und Heizungskosten
sind nur für den Staat noch Posten.
Obst, Gemüse und neustes Geschwafel
...
1095 Alles Gedicht 10.01.20
Vorschautext:
Angeblich ist alles Gedicht,
was man schreibt oder spricht.
Kommt kein Reim gerannt,
wird es freier Vers genannt.

Wenn meine Muse Lyra spielt,
wird ein schöner Reim erzielt.
Silbe um Silbe wird erdacht
und Zeile für Zeile gemacht.

Stimmen Metrik und Takt,
es nun den Rhythmus packt.
...
1094 Vor dem Kamin 05.01.20
Vorschautext:
Weil im Kamin die rote Glut
erlöschend wahre Wunder tut,
wollte keiner von uns ins Bett,
denn auf der Couch war es so nett.
Und so stillten wir bei Kerzen
das wilde Klopfen unsrer Herzen.

Hände fühlten hier und da
nackte Häute waren sich nah.
Zarte Finger strichen über Rücken,
Kniee rieben voll Entzücken.
Mit ruhigem sauberen Gewissen
...
1093 Reichtum 03.01.20
Vorschautext:
Goethe wollte Reichtum haben
und ging einen Schatz zu graben.
Viele machten es ihm gleich,
aber keiner wurde dabei reich.

Das höchste Gut auf dieser Welt
sind nicht Gold und auch nicht Geld.
Die Gesundheit ist es und das Leben,
denn es wird uns nur einmal gegeben.

Mancher hat sich schon gefreut,
das Leben käm zu ihm erneut.
...
1092 Das Tagesgedicht 01.01.20
Vorschautext:
Nun sitze ich am Schreibtisch hier
und starre auf ein Blatt Papier.
Es ist jungfräulich weiß und glatt
und noch keinen Inhalt hat.

Der Verleger sagte ‚Alter Knabe,
nach Neujahr dein Gedicht ich habe.
Schreibe, was du denkst im neuen Jahr,
Hauptsache, es sind zehn gereimte Paar.

Und hat jede Zeile hundert Zeichen,
wird das für die Kulturseite reichen.
...
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