Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

Typ: Autor
Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 82 Jahre

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Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv Wolf-Rüdiger Guthmann

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.232
Anzahl Kommentare: 530
Gedichte gelesen: 2.408.127 mal
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Titel
1172 Die Katzenlöcher
Vorschautext:
Der alte Zaun, der noch Reichsmark gekostet,
hatte Löcher und war total verrostet.
Einst mit Carbolineum gestrichen,
war der Teer samt Rost gewichen.
Und der Spanndraht, der erneuert,
hat den letzten Draht zerscheuert.

Also musst ein neuer her,
das ist heut ja nicht mehr schwer.
Gekauft Pfähle, Halter, Streben
was der Zaun so braucht zum Leben.
Den alten Zaun gerollt, verschrottet,
...
1171 Lügengeschichten
Vorschautext:
Zum Azubi spricht oft der Geselle:
„Hol doch mal die Sauerstoffkelle
und im Lager such geschwinde
zwei Liter von dem Ölgewinde.“

Und beim Gärtner spricht die Frau:
„Hol für’ n Groschen Haumichblau!“

Als die Schneider-Azubis kamen,
suchten sie den Stecknadelsamen.

Manche bauen im Haus keine Fenster ein
...
1170 Regen, Regen, Regen
Vorschautext:
Das Wasser macht die Straße krank,
es regnet schon drei Tage lang.
Die Pfützen steigen, laufen munter
manche Kellertreppe runter.
Wasser quillt dort aus den Fugen,
selbst Silberfische ängstlich lugen.

Es ertönt die Sirene, unterbrochen,
das erste Mal seit vielen Wochen.
Was des Regengottes Übermut ersann,
erfordert nun den ganzen Mann.
Schläuche rollen, Pumpen tragen,
...
1169 Der Duft von frischem Heu
Vorschautext:
Hör ich morgens den Grasmähriesen,
muss auch ich später zu den Wiesen.
Wenn das Gras endlich gewendet wird,
ein edler Geruch zum Himmel schwirrt.

Dieser Duft tief in die Nase kriecht,
weil es wie die Apotheke riecht.
Lupine, Schafgarbe, Luzerne,
trocknen auch für nächtliche Sterne.

Es riecht nach Zinnkraut, Minze, Wermut,
und lindert zuerst Herzens Schwermut.
...
1168 Das Sommerfest
Vorschautext:
Vierzehn Tage gab es nur Regen,
für manchen Fluch, für andre Segen.
Doch plötzlich sah die Welt anders aus,
denn die Sonne kam endlich heraus.
Ehe man es wieder regnen lässt,
feierten wir unser Sommerfest.
Besitzer eines großen Gartens
wollten gestern uns dort erwarten.
Bei Rhododendron und Pfingstrosen
gäb es Platz für Röcke und Hosen.

Also wirft man sich in die Schale,
...
1167 Die Lehrschwester
Vorschautext:
Das Leben löscht so schnell nicht aus,
drum lag ich jüngst im Krankenhaus.
Als ein zahlender Privatpatient schon
im Einzelzimmer der letzten Station.
Ich bekam den Jungbrunnen-Tropf,
wirkend auf das Herz und den Kopf.
Doch damit beide nicht klopfen,
musste er sehr langsam tropfen.

Und solange die Tropfen eintrafen,
durfte ich trotz Liegen nicht schlafen.
Eine Lehrschwester, ein junges Ding,
...
1166 Die Liebeseiche
Vorschautext:
Im Sommer an der Würstchenbude
traf ich urplötzlich die Gertrude.
Sie war eine Jugendbekannte,
die mich dereinst zum „Freund“ ernannte.

Ich durfte mit der Uni ringen,
abends ihr auch ein Ständchen bringen,
bis sie gnädig zur Haustür eilte
und dies und das dann mit mir teilte.

Ein anderer sang besonders laut
nahm sie dann als „werdende“ Braut.
...
1165 Die Masernimpfung
Vorschautext:
Als ich mich neulich beim Doktor befand,
an einer Tafel doch geschrieben stand:
„Wir helfen nicht nur betrunkenen Rasern,
wir impfen auch alle gegen Masern.“
Wer weiß denn überhaupt in unserer Zeit,
über Krankheiten wie Masern bescheid?

Fragte ich jemand, ganz frei und frank,
hieß es gleich, du bist wohl krank?
Also schlang ich um den Hals einen Schal
und wühlte ganz hinten im Bücherregal.
Und ich fand gleich beim ersten Versuch
...
1164 Das gemalte Gedicht
Vorschautext:
Gestern schrieb einer mir im Bericht:
„Mal doch einmal ein Gedicht!“
Wie soll ich in Farben entstehen lassen,
was sich in Worte kaum lässt fassen.
Ich lag die ganze Nacht lang wach,
diese Worte machten mich schwach.

Ich grübelte und wälzte mich herum,
doch die Idee fand ich nicht so dumm.
Ich geb einer neuen Tabelle ein Gesicht,
welches Adjektiv einer Farbe entspricht.
Ich könnte rotes für die Liebe nehmen,
...
1163 Die Mär vom Stiefmütterchen
Vorschautext:
Vor langer Zeit in fernem Land
war eine Familie beliebt, bekannt.
Der Vater war Kämmerer bloß,
die Mutter zog zwei Kinder groß.

Zwillinge waren es, Bub und Madel,
freundlich nett, ganz ohne Tadel.
Die Mutter starb, war plötzlich blau,
der Vater liebte eine neue Frau.

Dabei hinterließ die Mutter eine Blume,
in einer Schachtel mit steinharter Krume.
...
1162 Wenn ich eine Frau wär
Vorschautext:
Im Internet sah ich sehr spät
wie sich ein Mann anbot zum Date.
Er redete frei und vehement,
in Wirklichkeit war er verklemmt.
Das hat mich emotional bewegt
und zu folgenden Zeilen angeregt:

„Computern sah ich dich im Internet,
suchend eine Frau für’ s Bett.
Durch Mikrofon und Kamera
war deine Aura fühlbar nah.
Als Frau wär ich zu Dir gekommen,
...
1161 Weihnachten war sonst wie immer
Vorschautext:
Dieses Jahr sollte hier auf dieser Erden
unser Weihnachten etwas Besonderes werden.
Im Briefkasten kamen Mahnungen in Scharen,
die dies Jahr noch zu begleichen waren.
Die Schreiben versperrten das Kinderzimmer,
aber Weihnachten war sonst wie immer.

Als Nichtraucher hatten wir unterdessen
die Kerzen zündenden Streichhölzer vergessen.
Der Sohn musste den neuen Flitzebogen beugen ,
um damit Funken für Feuer zu erzeugen.
Der Qualm wurde immer schlimmer,
...
1160 Es ist Trödelmarkt
Vorschautext:
Wenn Mädels ihr Zimmer aufräumen
und nur von einem Pony träumen,
wenn Jungs die Autosammlung putzen,
um bald das Internet zu nutzen,
wenn Doktoren feilschen wie Deppen
und anschließend Gerümpel schleppen,
wenn Mama mit ihren Augen blitzt,
weil sie keinen Modering besitzt,
wenn der Papa in der Pampe parkt,
ja dann ist mal wieder Trödelmarkt.

27.08.2013 © Wolf-Rüdiger Guthmann
1159 Elfenreigen Nr.1
Vorschautext:
Morgen einer warmen Sommernacht,
Mondschein überm See noch Pracht.
Auf der Wiese, die gleich nebenan,
man sechs Mädchen sehen kann.
Jede trägt beim Reigentanz
auf dem Kopf den Blumenkranz..

Sie tanzen lieblich hold im Kreis,
kennen nicht der Unschuld Preis.
Nur der Tanzschritt wirkt bei jeder,
als wär sie leicht wie eine Feder.
Bekleidet mit hauchdünnen Hüllen,
...
1158 Myrte-Liebe und Frieden
Vorschautext:
Es soll ja recht viele Menschen geben,
die die Goldene Hochzeit noch erleben.
Feiern sie die glücklich nach 50 Jahren,
müssen sie vorher ganz schön sparen.

25 Jahre zuvor der Silberhochzeitstag
war billiger, weil halb so voll der Schlag.
Viele Paare feiern ihn mit aller Segen
und gehen dann auf getrennten Wegen.

Dabei alles mit der Liebe begann,
und fing am Tag Null so richtig an.
...
1157 Ich werde es ertränken
Vorschautext:
Ich werde mein Gerät ertränken,
denn es lohnt nicht, es zu verschenken.
Keiner will das Ding jetzt haben,
um sein taubes Gewissen zu laben.

Ich habe nämlich auch so ein Ding,
das immer nur macht klingeling.
Bilder kann ich damit nicht empfangen
und auch keine SMS verlangen.

Doch hör ich Tante Minna maulen,
dass die Äpfel dieses Jahr faulen.
...
1156 In letzter Minute
Vorschautext:
Das Weihnachtsfest ist bald vorbei,
die Ruhe weicht dem Kindergeschrei.
Denn gerade noch zur rechten Zeit
hat es heute bei uns echt geschneit.
Da zieht es selbst von der heißen Kiste
die Stubenhocker auf die weiße Piste.

Als Spaziergänger kann man sehen,
wie überall Schneemänner entstehen.
Die Kleinen probieren emsig und stolz
die neuen Schlitten aus Plaste und Holz.
Kommt der Schnee stürmisch geflogen,
...
1155 Meine Badewanne hat ein Leck
Vorschautext:
Meine Badewanne hat ein Leck,
ständig ist das Wasser weg.
Ich habe schon den Stöpsel anvisiert
und in einen neuen investiert.
Trotzdem ist das Wasser weg,
ich glaube, die Wanne hat ein Leck.

Bis ich mal in den Keller ging,
wo Tropfen neben Tropfen hing.
Wo kommen die denn alle her,
das ist ein richtiges Malheur.
Da hat reparieren keinen Zweck,
...
1154 Der Gästebucheintrag
Vorschautext:
Just bin ich vom Urlaub zurück,
besuchte von Deutschland ein Stück.
Da mich viele auf dieser Seite kennen,
möchte ich den Ort lieber nicht nennen.

Dort stand im ledernen Gästebuch
für Urlauber und auch Staatsbesuch,
am Anfang, in Goldschrift gemacht,
und für alle Gäste gedacht:

„Urlauber aus Ost und West,
fühlt euch wohl in unserem Nest!
...
1153 Die Wahl
Vorschautext:
Ob Bundestag, ob Kirchenrat,
ob Bowlingrunde, ob Stammtischskat,
man muss dort nicht nur bezahlen,
irgendwann gibt es auch Wahlen.

Leute, die uns völlig fremd,
preisen sich in Schlips und Hemd.
Die Krawattenfarbe zeigt allein,
wessen geistiges Kind sie sein.

Auch viele Frauen wählen wir schon,
Dank der erstrebten Emanzipation.
...