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Gedichte über die Meinung




Nostalgie

dieses Gefühl der Nostalgie ist keinem fremd
sich wehmütig nach vergangen Zeiten sehnt
wär es wie damals, man sich viel glücklicher wähnt
als man es heute mit dem ganzen Mist so kennt

durch ein Foto, ein Spielzeug aus Kindheitstagen
erinnert man sich bevorzugt nur an schöne Dinge
verklärt, was sich so herzlich zugetragen
ignoriert alles, was heute misslich klinge

früher war bei Weitem nicht alles viel besser
wir waren nicht ehrlicher als heute oder morgen
auch damals töteten Menschen mit Messern
nur hatte man ihre Taten nicht stets um die Ohren

das Leid durch Menschen anderen angetan
verstört die Menschheit seit ihrem Gedenken
ohne den ständigen 'Schlimme-Nachrichtenwahn'
konnte man sich leichter mit Anderem ablenken

man hat auch damals nicht die Augen verschloßen
vor Dauerkrieg und stets Unrecht auf der Welt
multimedial wird man rund um die Uhr beschoßen
viel Fake News und Panikmache ist was zählt

Nostalgie heisst nicht, die Realität zu verdammen
es sind schöne Erinnerungen an einstige Jahren
die uns geschönt aufzeigen, woher wir einst kamen
die uns hilft, unsere Menschlichkeit aufzubewahren

Da waren die Tage, als Lachen das Haus erhallte!
Mach doch, dass es wieder so sein kann...
Kein Lachen, weil wir geneinsam was beweinten!
Wo ist das Mitgefühl heute, wo der tröstende Arm?

Wir rannten, fielen hin und standen wieder auf!
Wieso nehmen viele Gestürzte achtlos in Kauf?
Es leben heute viel mehr Menschen auf der Welt,
mit dem Zuwachs der Egoismus mehr Einzug hält.

wenn sich mehr von den "früher-war-alles-besser"
selber nach ihren Erinnerungen richten würden
die Welt um sie herum wäre ohne Messer
zwischen ihren Zähnen .. und Verschwüren
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Etappen

Sucht man nach Anàlogien in der Natur,
um das Menschsein richtig zu ermessen,
auf der Erde findet sich dazu keine Spur,
derartige Wesen hat der Planet nie besessen.

Die Lebensphasen ähneln Pflanz' und Tier,
der Zellverfall begrenzt die Verweilzeit.
Krankheiten, Krieg, Mord sorgen dafür,
selten einer erreicht die Mindesthaltbarkeit.

Durch Mitgefühl selbst im Herzen verletzt,
sich Zugeneigte um sich sorgen, trauern,
wenn das Schicksal ein Lebensende setzt,
das Sein ohne einem schmerzlich bedauern.

In stillen Momenten wird einem bewusst,
was nützt Macht und Geld im Überfluss?
Wenn stets dem Leben droht Verlust,
der Tod setzt der Gier den fatalen Schluss.

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und hilft, zu leben."
In diesem Motto, im einzig wahren Sinne,
ruhen Glücksmomente, die anzustreben.

Echten Lebenskünstler sind die auf Erden,
die ihr Dasein schaffen so zu gestalten,
im Streben nach sinnerfülltem Werden,
keine Angst vor morgen mag sie abhalten.

Wie Nomaden frei durchs Wunderland,
wird gewahr, was auf dem Weg begegnet.
Mal reicht sich eine verbundene Hand,
mal eine Anlehnschulter bei Starkregen.

Keine Grenzen sind so hinderlich bekannt,
offen begreifen sie ihre Existenz als Reise,
benutzen auf ihr Herz und ihren Verstand,
erreichen die Etappenziele auf ihre Weise.

Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter?
Oh nein! Darauf lasś dich besser nicht ein!
So wird dein Leben nur noch viel gehetzter.
Was auf der ToDo-Liste will morgen sein?

Sieh dein Leben als Geschenk, mit Genuss,
auch wenn dir mal schwerlich zumute ist.
Schick einen Mittelfinger hoch zum Gruss,
dein Schicksal ist's, was dich bleibend küsst!
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