Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

Typ: Autor
Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 75 Jahre

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Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv!" Wolf-Rüdiger Guthmann

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.045
Anzahl Kommentare: 380
Gedichte gelesen: 775.163 mal
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Titel
725 Berliner Schulbankzettel 1 02.12.17
Vorschautext:
Ick schreibe Dir, Du olle Locke,
indem ick auf dem Schulklo hocke.
Hier kann ick ruhig an Dich denken
und Dir meine Freundschaft schenken.
Ick schreibe Dir
und Du schreibst mir,
so haben alle beide wir
immer neues Klopapier.

30.11.2017 © W.R.Guthmann
724 Relikte der Vergangenheit 30.11.17
Vorschautext:
Gestern Abend kam Besuch,
es klingelte drei Mal.
Ich legte beiseite mein Buch,
merkte mir die Seitenzahl.
Der Bürgermeister kam,
er sprach von seiner Wahl.
Vor 3 Monaten er das Amt annahm
nun gäbe es eine neue Qual.

Im letzten Krieg, als der bald vorbei,
der Führer noch fest im Bunker saß,
war vor unserem Ort großes Kriegsgeschrei
...
723 Novemberabendlyrik 28.11.17
Vorschautext:
Der erste Sturm zog übers Land,
und hat uns einfach überrannt.
Dachstuhl und gebrannte Ziegel
glaubten wir als festen Riegel
gegen Wind und starken Regen
Dank auch der Versicherung Segen.

Das Wetter war an jenem Tag
so wie es ein jeder mag.
Die Sonne schien noch einmal hell,
doch das änderte sich schnell.
Der Himmel wurde grau und trüber,
...
722 Online-Banking-Lyrik 28.11.17
Vorschautext:
Ob wir unser Geld anlegen oder verleben,
bald wird es doch alles im Internet geben.
Wir werden im Winter am warmen Ofen sitzen
und lassen dafür die Transport Dienste flitzen.
Mittels Handy und PC wir uns dann bedanken
finanziell bei den Shops und Internetbanken.
Und da man nicht jede heiratet, die man liebt,
es solche Regeln auch im Bankgeschäft gibt.

Nachts sind bekanntlich nicht nur Katzen grau,
auch mancher Kunde war nicht immer schlau.
Die EU-Kommission für alle beteiligten Staaten
...
721 Schon erledigt 27.11.17
Vorschautext:
Sonntagmorgen beim Frühstückstreff
spielt Mutter diesmal den Chef.
„Damit es keiner von Euch verpennt,
nächsten Sonntag ist erster Advent.“
Der Jüngste ruft gleich in den Raum:
„Klauen wir wieder einen Baum?“

Die Mutter ihre Stirne runzelt,
der Vater in sich selber schmunzelt.
Er hat schon einen Baum gesehen,
man muss nur mit der Säge gehen.
Selbst der Hund knurrt in sich rein:
...
720 Elfchen 25.11.17
Vorschautext:
Elfen,
kenne ich,
doch Elfchen nicht,
bei denen man zeilenweise
spricht.

Elfchen
heißt es,
das kleine Gedicht,
bei dem elf Worte
Pflicht.

...
719 Tragisches Schicksal 24.11.17
Vorschautext:
Einst traf der Mann vom Telefon
auf dem Hof den Bauernsohn.
„Wo ist denn dein Vater?“ fragte er,
„Vom Trecker überfahren!“ sagte der.

„Und wo ist Deine Mutter?“ wurde er konkret,
„Vom Trecker überfahren!“ klang es als Gebet.
„Und wo sind Deine Geschwister?“ hakte er nach,
„Vom Trecker überfahren!“ klang es schon schwach.

„Und was machst Du hier?“ hieß es im Klaren.
Er senkte den Kopf wie ein Stier „Trecker fahren!“
...
718 Der Mückenfänger 23.11.17
Vorschautext:
Ich habe neulich doch geschrieben,
dass sich Mücken herumgetrieben.
Damit ich meine Ruhe wiedergewinne,
fing ich im Garten eine Spinne.
Die setzte ich dank Ofenbank,
ganz hinten auf den Kleiderschrank.
Bald sah ich sie emsig laufen,
über Möbel und den Bettzeughaufen.

Sie zog dabei durch das Zimmer
einen Faden, weiß wie Glimmer.
Es ward ein Netz, das fein gewebt,
...
717 Umsonst 22.11.17
Vorschautext:
Ich glaube, sie hieß Marie-Luise,
die Dame auf der grünen Wiese.
Da es billig und zurzeit modern,
wollte sie auch dahin, liebend gern.
Ihr Gatte hat ihr den Wunsch erfüllt,
sie kam in die Urne sogar mit Bild.
Und er hat heimlich, unentdeckt,
noch drei Asternkeime versteckt.

Die wuchsen in den Sonnenschein,
um rechtzeitig in der Blüte zu sein,
wenn ihr Geburtstag dann ist,
...
716 Die letzte Rose 21.11.17
Vorschautext:
Sie war ohne Verlust oder Gewinn
in unserem Ort die Rosenkönigin.
Ihr Garten glich dem Blütenmeer,
Rosen, alles nur Rosen ringsumher.

Stand man mit geschlossenen Augen,
konnte man viele Düfte saugen.
Düfte, die man nicht erklären kann,
denn sie locken gern den Mann.

Süß und betäubend für die Sinne,
aber auch anregend für die Minne.
...
715 Wasser oder Wein 18.11.17
Vorschautext:
Als ich heute die Zeitung aufschlug,
von Umwelt und Verkehr stand geschrieben,
las ich fett gedruckt von dem Betrug,
wo denn die Fahrräder geblieben.

Jedes Amt und jedes Ministerium
lebt angeblich sehr umweltfreundlich.
Die Minister und Beamten ringsum
treten in die Pedalen angeblich.

Fragt und schaut man sich um,
sind die meisten der Bundestagssitzer
...
714 Im Internat 17.11.17
Vorschautext:
Als Junge befolgte ich den wohlgemeinten Rat
und wurde ein Schüler hier in diesem Internat.
Es ist ein Neubau nach neuesten Erkenntnissen,
der uns nun hilft bei Leben, Pennen und Wissen.
Wir schlafen in modernen praktischen Zimmern
um die sich auch viele gute Geister kümmern.

Hier hat alles seine Ordnung und seine Zeit,
seine Gemeinschaft und auch deren Freiheit.
Die Freiheit ist der Weg, der alles gewährt,
was wir hier brauchen und das Herz begehrt.
Der Einzelne kann allerdings nicht alles haben,
...
713 Worte 14.11.17
Vorschautext:
Ein böses Wort ist wie die Flaute,
die das Herz anhält im Leib.
Die Mühlen, die die Hoffnung baute,
drehen nur zum Zeitvertreib.

Ein liebes Wort ist wie ein Licht,
das auf dem Weg zum Herzen scheint.
Der Partner, der das Wort ausspricht,
ist mit der Seele schon vereint.

Drum überdenke Deine eigenen Worte,
bevor Du sie gewagt.
...
712 Das Gerücht 12.11.17
Vorschautext:
Wer war denn dabei,
wer hat es gesehen?
Das Gerücht sagte ganz frei,
es wäre etwas geschehen.

Ein Auto, ein Kind, ein Ball,
dazu noch ein Bus.
Ein lauter Knall,
dann war angeblich Schluss.

Der Feuerwehrmann kam gelaufen,
er stand nebenbei,
...
711 Der neue Job 11.11.17
Vorschautext:
Jahrelang hab ich es versucht,
habe manchen Chef verflucht,
habe Bewerbungen geschrieben
und lange Telefonate betrieben.

Und heute kann ich euch sagen,
ich darf den Arbeitsschritt wagen.
Nicht als Schweißtropfen Jäger,
sondern als Geheimnisträger.

Ich weiß nicht, wie man es macht,
doch es wird später gelacht.
...
710 Das Lebensglück 09.11.17
Vorschautext:
Das Weltall, die Sonne und die Erde eben
wären schwarze Löcher ohne das Leben.
Die Natur viel Technologie und Materie braucht,
nachdem der Schöpfer die Seele eingehaucht.

Diese Natur ist ein unerschöpflicher Architekt,
der überall ständig neue Leben erweckt.
Das Leben gebiert auf jede erdenkliche Weise,
mal spektakulär laut, mal unauffällig leise.

In der Botanik sich Keimlinge recken,
im Tierreich sich meist Köpfe raus stecken.
...
709 Aus dem Knast 09.11.17
Vorschautext:
Ich sitze in meiner Zelle
und schreibe diesen Brief.
Ich sitze hier zwei Jahre,
weil mich ein Richter rief.
Er sagte nur: „Ab heute
sperr ich Dich in den Knast,
weil Du sehr viele Leute
um Geld betrogen hast.
Du lebst in einem Zimmer
mit Fenster und mit Tür.
Das schließt man abends immer
laut Richterspruch von mir.“
...
708 Im Saarländchen - Teil 2 07.11.17
Vorschautext:
Vor der Imbissstube „Fifty 6“
trank ich und aß manche Snacks.
Wie ein Trutz gegen Wind und Sturm,
steht auch da ein alter Bismarckturm.
An seinem Fuße gebaut drum herum
lockt das Saarländische Bergbaumuseum.

Dort wollte ich ganz gern hinein,
es sollte dort sehr bildend sein.
Schnell erledigt war der Kartenkauf,
nur die Einlasserin hielt mich auf.
Ich musste ganz kurz stille steh‘ n
...
707 Die Heimat 06.11.17
Vorschautext:
Aus der Heimat einst vertrieben,
sind in der Lausitz sie geblieben.
Dort schrieb man an jede Wand,
es siegt der, den keine Kugel fand.
Heimat, das ist dieses Land
wo ich meine Kindheit fand.
Wo ich lernte sprechen, lesen
und bin glücklich einst gewesen.

Die Lausitz wurde einstmals wach,
als man dort den Torf abstach.
Später dann statt Heide und Aue
...
706 Liebe, Liebe, Liebe 04.11.17
Vorschautext:
Die Liebe ein Geheimnis ist,
das man ständig nur vermisst.
Niemand sagt: „ Ich habe genug“,
denn das wäre Selbstbetrug.

Selbst ein Kuss in dunkler Nacht
noch lange keine Liebe macht.
Liebe muss sich erst beweisen,
nicht auf alten Wegen reisen.

Wie oft hört man hinterher:
„Verzeih, ich bereue es sehr!“
...
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