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Gedichte Über Geschenk


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Dein Tannenbaum

Hier steh ich nun, in diesem Raum,
bunt geschmückt, einfach ein Traum,
der Mittelpunkt bei diesem Fest.

Unter meinen Ästen,
liegen Geschenke von den Gästen,
rund um meinen Stamm.

So viele Geschenke,
so viele Gaben,
wo wir doch eigentlich alles haben,
trotzdem „volles Programm“.

Deshalb halte ich mich zurück mit Geschenken,
bin etwas bedrückt,
wurde doch ein Geschenk vergessen,
ja, für mich sogar aus der Mitte gerückt.

Was kann ich dir geben?
Wohlgefühl und Tannenduft?
Ein Anblick so schön, mit all diesen Lichtern?
Das Licht jedoch vergessen.

Vermessen melde ich mich zu Wort.
Bald kommt die Zeit, dann bin ich fort.
Hinausgeschleift, mit kahlen Ästen,
dies Fest vorbei, keine Spur von Gästen.

Deshalb schreibe ich dir das folgende Gedicht.
Mit der Bitte "Vergiss den Geber nicht",
den Grund warum wir heute feiern.

***„Der HERR aller Herren!“ (Offb. 19, 16b)
ein Gedicht von deinem Tannenbaum ***

So steh ich nun hier, ich sag es erneut,
in diesem Raum, als Mittelpunkt,
ein Weihnachtsbaum.

Abgesägt und abgeschnitten,
doch reichlich geschmückt und schön anzusehen.
Der Schmerz, den ich litt um hier bei euch zu stehen,
für IHN trag ich ihn gern.

„Den HERRN aller Herren!“

Dem Brauch der Geschenke möchte ich mich nicht versperren.
Es soll sich über mich Keiner beschweren.
Doch mit was kann ich dich wohl bescheren?

Lass mich mal schauen.

Ich hab’s,
zu deinem Wohle,
schenke ich dir,
diese sieben Symbole.

Ich schenke dir HEU.
Das Gold des Armen.
Dies trockene Kraut
es hatte Erbarmen.

In die Krippe gedrückt, niedergebückt
empfing es IHN, mit offenen Armen.

„Den HERRN aller Herren!“

Ich schenke dir HOLZ.
Als Zeichen der Krippe.
Holz!
Zwei Balken, gekreuzt und erhöht,
sie stehen in der Mitte.

Holz -
es ist mein ganzer Stolz,
Kern meines Wesens,
mein Stamm!
Solches Holz trug einst
das Opferlamm.

„Den HERRN aller Herren!“

Ich schenke dir Farben,
Symbole der Weihnacht.

ROT, für das Blut und unsere Schuld.
ER trug sie am Kreuz, hat mit uns Geduld.

GRÜN, für das blühende Leben.
ER hat es erworben,
um es dir zu geben.
Das ewige, neue Leben
- mit IHM!

„Dem HERRN aller Herren!“

Ich schenke dir ein LEINENTUCH.
Als Symbol von Seinem leeren Grab.
Es ist wohl das mächtigste aller Zeichen.
So tief beugte Jesus sich für Dich herab.

Ich denke, das sollte reichen
als Zeichen seiner bedingungslosen Liebe.
Spätestens hier sollten alle Zweifel weichen.
Denn ER ist auferstanden.
"JA! JESUS ER LEBT!" und will mit DIR leben.

„Der HERR aller Herren!“

Doch, „Stopp!“, ein Symbol habe ich ganz vergessen.
Es wäre nicht angemessen dies zu unterschlagen.
ER nur allein hatte sie getragen,
DIE KRONE AUS DORNEN.
Ein König ist ER.

„Der HERR aller Herren!“

Und NÄGEL,
ja – Nägel!
Jetzt fallen sie mir ein.
Es geht mir durch Mark und Bein.

Sie hielten ihn fest,
zwangen ihn in die Knie,
bis ER zuletzt in Vollmacht schrie:
„Es ist vollbracht!“

„Der HERR aller Herren!“

Das ist mein Gedicht, für dich habe ich es geschrieben.

Ich frage mich,
"Was ist von der Weihnachtsbotschaft übriggeblieben?"

Was habt ihr euch,
in dieser Heiligen Nacht,
an Geschenken mitgebracht?

Ich frage dich,
„Sei ehrlich, hast du auch an IHN gedacht?“

Was hast du IHM,
dem Kind in der Krippe mitgebracht?
Was legst du IHM,
unter den Baum?

Du weißt es nicht?

Das ist schade.
Nichts desto trotz.
Auch DU musst es wissen,
was ER sich von dir wünscht.

DICH!

Es bist du selbst!
Ja, DU bist gemeint!

Deshalb ist JESUS erschienen.
Er will mit dir leben, dich lieben,
dir dienen mit all seinen Gaben.

„Der HERR aller Herren!“

Ich lade dich ein,
hier und heute,
und bitte dich sehr,
mach ihm in dir Raum,
und dann,
dann gib IHN nie mehr her!

Besorgt und in Liebe,

Dein Tannenbaum




(Gedicht läuft auch unter dem Pseudonym 'His Francis')
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Kling-Klang

Neulich las ich die fragende Beschwerde,
ob ich etwa alt und müßig werde?
Schließlich sei es des Poeten Pflicht
regelmäßig zu schreiben ein Gedicht.

Nach drei Tagen war ich soweit
und überdachte das Thema „Zeit“.
Geht in euch und denkt mal nach,
Zeit ist meist verbunden mit Krach.

Morgens schon in aller Frühe
gibt der Wecker sich sehr viel Mühe.
Dies Geschenk mit großen Glocken
würde ich gerne aus dem Fenster locken.

Der kleine elektronische Unruhezwerg
singt selbst unter einem Kissenberg.
Der Vogel in der Kuckucksuhr
schreit, weil er sehr einsam nur.

Unser hat schon ein Nest gebaut,
doch er findet einfach keine Braut.
Ich warnte, wenn die große Standuhr schlägt,
wird ihr Perpendikel abgesägt.

Geh ich ans offene Fenster ran,
fängt garantiert die Turmuhr an.
Und die Fahrgemeinschaft vor dem Haus
drückt die Zeit mit der Hupe aus.

Zwischendurch bei der Armbanduhr
meldet sich eine andere Alarmzeit stur.
Des Radios angenehme leise Melodien
werden von der Zeitansage überschrien.

Der Briefträger klingelt unten wie wild,
die Zeit vergeht, kein Namensschild.
Der Doktor riet mir mal zur Eierkur,
nun piept sehr oft die Eieruhr.

Aus der Tablettendose Reichlichkeit
schreit gern ein Hahn „Tablettenzeit.“
Hat der Herzinfarkt zugeschlagen
kommt in acht Minuten der Notarztwagen.

Er erzwingt sich weit und breit
mit der Sirene seine Zeit.
Dem Glücklichen schlägt keine Stunde,
doch irgendwann bin ich ihr Kunde.


Gehe ich dereinst zur ewigen Ruh
und man schraubt den Deckel zu,
endet meine Lebens- und Liebeszeit
mit großem Kirchenglocken Geleit.

14.12.2019 © Wolf-Rüdiger Guthmann
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