Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

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Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 81 Jahre

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Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv Wolf-Rüdiger Guthmann

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Anzahl Gedichte: 1.232
Anzahl Kommentare: 525
Gedichte gelesen: 2.326.219 mal
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Titel
1072 Die Mittagsstunde
Vorschautext:
Des Nachbarn Frau, die Kunigunde,
sprach zum Mann mit vollem Munde:
So wie Ziege , Kuh und Schaf
halten wir heut Mittagsschlaf.
Und falls dich ein Lüstlein packt,
ruhen wir gleich splitternackt.

Der Mann nur den Abwasch meidet
und zum Waschen sich entkleidet.
Als die Frau ins Bad enteilt,
der Mann bereits im Bettchen weilt.
Sie naht wogend froh und munter,
...
1071 Die Reformation
Vorschautext:
Es läuten die Glocken der Reformation,
sie rufen die Eltern, die Tochter, den Sohn.
Sie erinnern die Nachbarn an die Religion,
nicht nur an Hochzeit und Konfirmation.
Sie verkünden mit heiligem Klang,
der Glaube hält ewig, ein Leben lang.
Wir können ihn sprechen, lesen und schreiben,
deshalb wird er immer im Herzen bleiben.

31.10.2019 © Wolf-Rüdiger Guthmann
1070 Wer erfand nur das Unterhemd
Vorschautext:
Wer erfand nur das Unterhemd,
jenes Stück Stoff, das stetig klemmt?
Will ich beim Arzt die Brust frei machen,
flutscht das auch bei allen Sachen,
doch was am Ende klemmt,
ist das verflixte Unterhemd.

Damals als ich noch Windeln trug,
der Möhrenbrei manchmal durchschlug.
Eine neue sollte mich umschlingen
und wieder frische Düfte bringen.
Doch oftmals war das gar nicht toll,
...
1069 Die gespendete Bank
Vorschautext:
In der Chronik las ich neulich
eine Geschichte, die erfreulich.
Ein älteres Paar, Frau und Mann,
kamen jährlich irgendwann,
aus Sehnsucht und Gedächtnissport
immer an den gleichen Ort.
Sie sahen stehend in die Ferne,
bis den Tag verdeckten Sterne.

Sie hielten sich bei den Händen
oder fassten des andern Lenden.
Der Blick in das geliebte Tal
...
1068 Poesie im Garten 2
Vorschautext:
Geregnet hat es zwischendurch
mein Poetenheft war nass,
die Blumen haben sich erholt
und gefüllt ist unser Fass.

Oleander braucht viel Wasser,
dazu noch saure Erden,
damit er wächst in Einsamkeit
und viele Blüten werden.

Das Schönste ohne großes Mühen,
sind immer noch im Gartenland,
...
1067 Abendstimmung
Vorschautext:
Die Sonne war fast am Untergehen,
kein Mensch konnte sie halten,
bald würde man sie nicht mehr sehen.
die Wände nur noch Hitze strahlten,

Es war zu schön, um ins Haus zu gehen,
selbst Fliegen und Käfer sich noch wärmten
und statt die Technik aufzudrehen,
alle vom Sommer schwärmten.

Jetzt ließ die Natur sich hören,
selbst von der Bäume höchsten Spitzen.
...
1066 Unsere Jugendliebe
Vorschautext:
Wir haben beide schon gespielt,
als wir noch Kinder waren.
Ich habe scheu zum Haus geschielt
nach deinen blonden Haaren.

Ich war ein kleiner Junge,
die Haare ohne Schnitt,
man hörte meine laute Zunge,
als wären wir zu dritt.

Du warst des Nachbars Töchterlein,
bei allen doch sehr beliebt,
...
1065 Unser Nussknacker hat geweint
Vorschautext:
Gestern war ich auf dem Boden
und habe schrecklich geflucht,
bis ich ihn fand zwischen alten Loden,
den Nussknacker, den ich gesucht.

Ich holte ihn aus seiner Ecke
und habe dann gemeint,
weil Farbe hing wie Tränensäcke,
der Nussknacker hätte geweint.

Als ich ihn vom Staub befreit,
blickte er ernst und stumm.
...
1064 Asyl-gestern, heute, morgen
Vorschautext:
Als Deutschland braun war, weit und breit,
und Lager drohten jederzeit,
da mussten viele ihre Reichsmärker zählen
und eine neue Heimat wählen.
Angekommen am meist Schweizer Ziel
riefen sie einfach nur: „Asyl“.

Heute ist Deutschland demokratisch
und andere Staaten sind fanatisch.
Mit Waffen, die noch für D-Mark gekauft,
wird jetzt dort gestritten und gerauft.
Vielen ist das grenzüberschreitend zu viel,
...
1063 Positiv und Negativ
Vorschautext:
Im Vertiko im zerknitterten Brief
lag ein altes Foto samt Negativ.
Schwarz auf weiß konnte man sehen,
was in der Vergangenheit geschehen.
Alle lobten den fotografischen Abzug
und sagten, das war praktisch klug.

„Du bist doch aber nur meine Kopie“
von unten da das Negativ schrie.
„Du nennst dich zwar das Positiv,
aber irgendetwas läuft hier schief.
Drum werde ich dir mal erklären,
...
1062 Gesicherte Zukunft
Vorschautext:
Lärmen die Spatzen auf dem Dach,
hört die Katze diesen Krach.
Und ganz sanft kommt sie geschlichen,
jedem Hindernis wird ausgewichen.
Erst einmal um die Ecke sehen,
„Was ist los? Was ist geschehen?
Stürzte jemand in den Tod
und wird jetzt mein Abendbrot?“
Die Spätzin lässt sich vom Spatz besiegen
und freut sich, dass die Federn fliegen.
Die Katze aber heimlich kichert:
„So wird meine Zukunft gesichert!“
...
1061 Das Aufsatzgedicht
Vorschautext:
In der Schule, möchte ich berichten,
schreibt als Aufsatz man Geschichten.
Meist nach der langen Ferienzeit
ist das schönste Erlebnis so weit.
Da wird geschwindelt und gelogen,
so mancher Stab zur Spirale gebogen.
Nur das was uns wichtig geblieben
wird geflissentlich verschwiegen.

Unser Lehrer war auch mal jung
und schwelgte in der Erinnerung.
Deshalb verlangte er als Ferienbericht
...
1060 Fluch oder Besuch
Vorschautext:
Es war ein heller, warmer Tag,
so wie ich ihn gerne mag.
Die Sonne schien froh und munter,
aber irgendwann ging sie dann unter.
Also ward von irgendwo geschrien,
wir sollen doch am Rollo zieh‘ n.

Ein kräftiger Ruck am Band,
schon halt ich‘s Ende in der Hand.
Und weil ich es nicht fest gebunden,
ist der Rest auch schnell verschwunden.
Das hätte nicht sein gesollt,
...
1059 Schwere Sprache
Vorschautext:
Bei der Geburt der erste Schrei
schon ein kleiner Hinweis sei,
wenn die Lunge ist gesund,
gibt es bald den Kindermund.

Wenn die Kinder Sprechen lernen,
zwischen Sonne, Mond und Sternen
lassen sie ihre Zunge drehen,
das Mundwerk darf nicht stille stehen.

Was sie sehen wird laut erfragt,
dem kleinsten Tier wird nachgejagt.
...
1058 Weder Haken noch Öse
Vorschautext:
Ein Bursche lernt ein Mädchen kennen
und möchte sie bald sein eigen nennen.
Das Mädchen mit der Sehnsucht kämpft
doch erst mal lose Spielchen dämpft.
Er sieht sie an, lässt die Hände spielen,
die bald auf Haken und Ösen zielen.

Das Mädel nickt und lächelt weise,
der junge Mann geht auf die Reise.
Irgendwo zwischen Schulterblättern
muss man doch zwei Teile fleddern.
Er zieht und zerrt, hoch und runter,
...
1057 Der Glaube selbst
Vorschautext:
Der Glaube selbst ist Sonnenschein,
denn es kann nicht immer Sonne sein.
Das haben wir im Herbst erlebt,
als wir nach Schwiebus sind geschwebt.

Im Reisebus, schön warm und trocken,
machten wir uns symbolisch auf die Socken.
Von der neuen Pilgerstätte in Polen
wollten wir uns einen Eindruck holen.

Nur das Wetter war sehr ungelegen,
von früh bis spät nur Wind und Regen.
...
1056 Abenddämmerung
Vorschautext:
An jedem Tag der gleiche Lauf,
am Morgen geht die Sonne auf;
sie scheint am Tag so gut sie kann
und geht am Abend unter dann.

Dabei gibt es auch neuen Schwung
durch jede Abenddämmerung.
Wenn man interessiert hin sieht,
bemerkt man auch, was da geschieht.

Die Sonne sinkt, die Kühle zieht,
statt Arbeitskrach hört man ein Lied.
...
1055 Steine wachsen
Vorschautext:
Ob in Bayern, Preußen oder Sachsen,
wenn man auf dem Lande wohnt,
hört man, dass die Steine wachsen,
weil ein Steinbeißer dort thront.

Wer früher Landwirt war gewesen,
kennt das noch aus seiner Zeit,
man musste ständig Steine lesen,
das war schwere Feldarbeit.

Nach dem Pflügen und dem Eggen
konnte man das Wachstum sehen,
...
1054 Dieses Sudoku
Vorschautext:
Sie hat an mich gedacht,
mir eine Zeitschrift mitgebracht.
Stehend, mit dem Blatt in der Hand
ich darinnen ein Sudoku fand.
Gleich nahm ich den Bleistift her
und tüftelte so kreuz und quer.

Dieses Sudoku macht mich irr,
denn seine Ziffern sind ganz wirr.
Weder Zeilen noch die Spalten
jemals einen Sinn enthalten.
Und betrachte ich jeden Block,
...
1053 Weihnachtstreffen im Spreewald
Vorschautext:
Heute habt ihr Langeweile
und lest darum jede Zeile.
Deshalb wird euch nun präsentiert,
was mir im Sommer ist passiert.

Das Alter lässt sich nicht vermeiden,
auch wenn man beim Geburtsjahr schwindelt,
doch habe ich noch keine Leiden
für die man mich im Altersheim windelt.

Weil ich neulich etwas sah,
wobei ich heut noch zitter,
...