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Gedichte über Schmetterlinge

Hier finden sie schöne Tiergedichte, unter anderem auch Gedichte zu Schmetterlingen.
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Der Schmetterling - Ein Kreislauf des Lebens

Inmitten einem kleinen Feld
Ein Salat steht, wie bestellt
Klein, fest und saftig gruen , erhabend
Was feines fuer zwischendurch, zum Abend
Er steht dort , waechst, gedeiht
Eine vegetarische Delikatesse, allein so weit und breit

Unter einem Blatt, ein einzelnes Ei dort klebt
In diesem rumort es. Da drinnen etwas lebt
Die Eischale bricht, es borht sich aus
Dem Ei ein Wurm heraus
Der Wurm ist klein und weiss
Wird wohl spaeter langsam braun, weil die Sonne brennt gar heiss

So kommt der Wuermerling daher
Interessiert sich fuer diese Art Gemuese doch sehr
Und weil der kleine Wurm solchen Hunger hat
Er kann nicht wiederstehen, er probiert vom Blatt
Werkzeug braucht er nicht, der Wuermermann
Weil er doch soooo gut gut knabbern kann

Der Wurm findet Geschmack und merkt es nicht
Wie er immer fetter wird, der kleine Wicht
Er schlingt Blatt fuer Blatt so in sich rein
Sieht am Mund aus, wie ein Schwe..... Ferkel
Eigentlich schon satt, aber von Aufgeben keine Spur
Das einzige was zaehlt, ist „Fressen“ nur

Der Salat derweil, der tut dem Betrachter leid
Wo er doch der einzige gewesen war, so weit und breit
Es sind nun nurmehr faserige Stuecke
Sehen aus wie vegetarische Gerippe
Er, der Salat, wird auch langsam braun
Nun nicht mehrso huebsch anzuschau’n


Der Wurm, er arbeitet sich so stetig vor
Das Herz des des Salat’s erschliesst sich, wie ein Tor
Zu einer anderen Welt
Das Herz ist das Letzte, was jetzt noch fehlt
Genau dies braucht er zum Gluecklichsein
Schliesst die Augen, beisst hinein

Der Salat indes hat sich schon aufgegeben
Das habe man nun vegetarischen Leben
Verspricht so viel Gesundheit
Bis sich ein Wurm machte sich hier breit
Zwischen den Etagen
Wie konnte er, der Wurm, es wagen

So war er da und aufgetaucht
Und wie er erschien, der Salat sein Dasein aushaucht
Obwohl das Gemueseueber viele Vitamine verfuegte
Das jedoch nicht lang entgegen dem Frass genuegte
Und nach Stund um Stund
War der einst so gruene Sproessling nicht mehr rund

In der Job-Beschreibung stand nicht drin
„Gib dich einem Wurme hin“
Dieses wurde einfach ignoriert
Das irgendjemand kam und ihn verspeiste, ungeniert
Und dank des Wurmes enstandene letzte Wunde
Neicht sich das praechtige Salatleben nun dem Ende

Dem Wurm jedoch hat’s gut getan
Man sieht’s ihm sogar an
Vorher war doch gerafft
Nun sichtlich fein gestrafft
Keine Falten mehr zu sehen
Hat auch Muehe schon beim gehen

Wie noch nie, er fuehlt sich gluecklich
Fettsein findet er nun schlicklich

Als er kam, da war er klein, schmal, mickrig
Die keinen Haare sind jetzt Borsten, picklig
Und was andere meinen ist doch schnuppe
Wird sentimental, haengt sich auf und wird zur Puppe

Nicht weit weg von der Salates Leiche
Steht ‚ne junge kleine Eiche
Zehn Blaetter sind schon an dem Baum
Wie ebei einem Juengling, eher ein Flaum
Der in der Zukunft mal zum Barte wird
Und der Spross spaeter mal als Eiche den Garten ziert

An eben diesem kleinen Baum ein Ast
Und an ihm haengend die Puppe macht hier Rast
Im Wind, sie schwebt so her und hin
Nach Schaukeln seht dem Wurme nicht der Sinn
Er wartet, bis der Wind laesst ihn in Ruh
Am liebsten rumhaengen, das gehoert dazu

Wie die Zeit auch wandelt
Sich die Puppe in einen Kokon sich verwandelt
Bei dem Wetter, welches trocken und auch heiss
Der Kokon wird braun, auch er ward weiss
Und es dauerete nicht lange
Der Haltefaden wird zur Stange

Wer glaubt, es tut sich nicht wirkliches
Der irrt, passiert hier doch fantastisches
Ein echtes Wunder der Natur
Das gibt’s nur hier, und das auch pur
Und was dabei rauskommt wird wunderschoen
Wart’s nur ab, du wirs schon sehn

Nach ein paar Tagen ist es nun soweit
Die Wohnung zu eng, der Einwohner zu breit
So ungefaehr in der Mitte
Platzt der Kokon, faellt zu Boden und in Stuecke

Es haengt jedoch, zwar nicht sehr lange
Der obere Teil des Kokons an seiner Stange

Und an eben diesen, dass sieht man wohl
In oberen Teil des Kokons staeckt was drin, es ist nicht hohl
Langsam kommt’s heraus
In diesem Moment sieht’s wie ein Monster von Godzilla aus

Dieses Bild ist doch nicht sehr lang
Verwandelt hat sich der Wuermermann
Zwei gewaltige Fluegel entfalten sich hier in Minuten
Ein Kraftakt, kaum zu zumuten

Die Fluegel ausgebreitet, er ist jetzt ganz still
Sieht aus, als wenn er sie in der Sonne trocknen will
Es rollt sich aus ein Saugeschlauch
Er faehrt ihn wieder ein, ja das funktioniert auch
Oeffnet seine Spannweite, gibt frei den Blick
Auf seine Fluegelfarben
Das Weibchen soll sich daran laben

Mit der naechsten Sekunde, die Luft wird knapp
Der erste Fluegelschlag und es geht ab
Der Schmetterling laesst ab vom Heim
Fliegt ueber die Wiese und in sie hinein
Sein Appetit hat sich nun umgestellt
Von Salat auf Nektar, wie bestellt

Und doch, es wird ihm auch recht bang
Seine innere Uhr sagt ihm:“Dein Leben ist nicht lang.“
Diesem Hinweis hat zu folgen er
Die Suche auf ein Weibchen erweist sich als recht schwer
So fliegt er hier und flattert dort
Um zu finden die Richtige, am richtigen Ort

Der Schmettermann seine Frau bald findet
Sie umflattert und in Liebe an sich bindet
Es folgt er Hochzeitsflug und eine Reise
In einen nahen Wald mit einer Schneise
Am Ende dieser Schneise eine Wiese liegt
Beide zusammen, sie sind verliebt

Doch die Schmetterlingsehe ist recht kurz
Nach der Trennung geht’s von dannen, der Partner ist dem anderen schnurz
Die Schmetterfrau, sie findet einen schoenen Platz und legt ein einzig Ei
Danach fliegt sie los uns aus dem Blick und es ist

Der Anfang
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Unzählige Lieder wurden zu Schmetterlingen geschrieben, unzählige Gedichte beschäftigen sich mit diesen Tieren. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Schmetterlinge uns immer einen Hauch von Leichtigkeit ins Herz zaubern. Wenn die Schmetterlinge flattern, sind wir verliebt. Verliebt sein ist ein so schönes Gefühl, dass es uns Lebensfreude schenkt. Flatternde Schmetterlinge verbinden wir mit dem Frühling oder mit dem Sommer, mit Sonnenschein und grünen Wiesen. Und all diese wunderschönen Eindrücke verbinden wir mit der Liebe.
Schon im alten Ägypten waren Schmetterlinge das Zeichen für die menschliche Seele, für die Leichtigkeit des Daseins. Die alten Griechen sahen im Schmetterling immer die Symbolik der Seele, die von der Liebe ergriffen wurde. Der Schmetterling steht aber in seiner mystischen Bedeutung auch für die Auferstehung, den Neubeginn.
Gedichte über Schmetterlinge bewegen sich deswegen wohl fast immer um Themen wie Liebe und Neubeginn. Das Erwachen der Seele nach einem langen, kalten Winter, das uns immer wieder möglich ist, wollen wir sie nur sehen – die Schmetterlinge.