Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

Typ: Autor
Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 75 Jahre

Pinnwand


Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv!" Wolf-Rüdiger Guthmann

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.075
Anzahl Kommentare: 417
Gedichte gelesen: 806.077 mal
Sortieren nach:
Titel
455 Es gibt (k)ein Paradies 14.11.15
Vorschautext:
Es gibt auf Erden kein wahres echtes Paradies,
doch der Teufel einst den Spreewald hinterließ.
Was er gepflügt mit seinem Ochsengespann
Ist ganz paradiesisch, dann und wann.
Die Handtuchflächen der Landwirtschaft
geben den Menschen seit Jahrhunderten Kraft.

Unzählige Wasserarme, auch Fließe genannt,
sind in allen Sprachen doch weltweit bekannt.
Jedes Gehöft nicht nur auf einer Kaupe steht
auch ohne eigenen Hafen Garnichts geht.
Man nennt Venedig eine Spreewald-Kopie,
...
454 Die Wellentheorie 13.11.15
Vorschautext:
Im Oasen-Gedichte-Gedränge
schrieb Karin von der Wellenlänge.
Mein Speicher hat gleich vernommen,
dass ich die Wellentheorie begonnen.
Die Wellenlänge, Gott sei Dank,
ist immer noch genau so lang,
wie der Wellenberg, der oben treibt
und das Wellental, das unten bleibt.

Die Wellenlänge, die ich sah,
war ein zerrissener BH.
Die obere Schale stand
...
453 Nicht genug 12.11.15
Vorschautext:
Im Urlaub war ich in Griechenland,
sah alte Ruinen, aalte mich am Strand.
Die Hitze an all den Stellen
ließ meinen Durst gewaltig quellen.

Drum trat ich in ein Wirtshaus ein
und bestellte einen Schoppen Wein.
Griechischer Wein ist eine Wonne,
denn er reift unter göttlicher Sonne.

Der Wirt ergriff ein kleines Glas,
und wollte damit an das Fass.
...
452 Die Grippeschutzimpfung 09.11.15
Vorschautext:
Wirft das Fieber dich darnieder
und du hustest immer wieder,
musst du oft die Nase schnäuzen
und vor Harndrang Beine kreuzen,
dann tust du mir wirklich leid,
denn es ist wieder Grippezeit.

Früher hatte ich den Schnupfen,
musste oft das Tüchlein zupfen,
holte aus der Apotheke Tabletten,
um mich vor Schlimmerem zu retten.
Doch heute ich beim Hausarzt sitze
...
451 Abenddämmerung 08.11.15
Vorschautext:
An jedem Tag der gleiche Lauf,
am Morgen geht die Sonne auf;
sie scheint am Tag so gut sie kann
und geht am Abend unter dann.

Dabei gibt es auch neuen Schwung
durch jede Abenddämmerung.
Wenn man interessiert hin sieht,
bemerkt man auch, was da geschieht.

Die Sonne sinkt, die Kühle zieht,
statt Arbeitskrach hört man ein Lied.
...
450 Wiedersehen 06.11.15
Vorschautext:
Seht und lest ihr lieben Leute,
und ich schreibe noch schnell heute,
hoffend, ihr habt mich auch vermisst,
damit mich so schnell keiner vergisst.

Selbst im Frieden und ohne Not
braucht der Poet sein tägliches Brot.
Nur sind das an diesen Orten,
nicht Backwaren und gerührte Torten.

Es sind Leser, die täglich man zählt,
die die eigenen Gedichte gewählt,
...
449 Der Glaube selbst 22.10.15
Vorschautext:
Der Glaube selbst ist Sonnenschein,
denn es kann nicht immer Sonne sein.
Das haben wir im Herbst erlebt,
als wir nach Schwiebus sind geschwebt.

Im Reisebus, schön warm und trocken,
machten wir uns symbolisch auf die Socken.
Von der neuen Pilgerstätte in Polen
wollten wir uns einen Eindruck holen.

Nur das Wetter war sehr ungelegen,
von früh bis spät nur Wind und Regen.
...
448 Fenstersicht 19.10.15
Vorschautext:
Seh ich morgens durch die Scheiben
auf den ewigen Regen,
möchte ich im Bett gleich bleiben
und mich nicht bewegen.

Es ist, als wenn die Seele leckt
in den großen Pfützen
und gute Laune sich versteckt
unter dichten Mützen.

Blickend auf die Pflasterei
sich Leute auf die Straße wagen.
...
447 Weder Haken noch Öse 17.10.15
Vorschautext:
Ein Bursche lernt ein Mädchen kennen
und möchte sie bald sein eigen nennen.
Das Mädchen mit der Sehnsucht kämpft
doch erst mal lose Spielchen dämpft.
Er sieht sie an, lässt die Hände spielen,
die bald auf Haken und Ösen zielen.

Das Mädel nickt und lächelt weise,
der junge Mann geht auf die Reise.
Irgendwo zwischen Schulterblättern
muss man doch zwei Teile fleddern.
Er zieht und zerrt, hoch und runter,
...
446 Nicht gut für den Rücken 17.10.15
Vorschautext:
Als junger Mann, ohne Leid und Weh,
hatte ich einst die Idee.
Im Garten war noch Platz und Raum,
drum pflanzte ich einen Walnussbaum.

Der Gärtner, der ihn mir verkauft,
hat die Haare sich gerauft:
„Ich sag es Ihnen aus freien Stücken,
Nüsse sind nicht gut für den Rücken!“

Der Nachbar kam gerade angerannt
und hat die Baumart gleich erkannt.
...
445 Fluch oder Besuch 14.10.15
Vorschautext:
Es war ein heller, warmer Tag,
so wie ich ihn gerne mag.
Die Sonne schien froh und munter,
aber irgendwann ging sie dann unter.
Also ward von irgendwo geschrien,
wir sollen doch am Rollo zieh‘ n.

Ein kräftiger Ruck am Band,
schon halt ich‘s Ende in der Hand.
Und weil ich es nicht fest gebunden,
ist der Rest auch schnell verschwunden.
Das hätte nicht sein gesollt,
...
444 Das Aufsatzgedicht 14.10.15
Vorschautext:
In der Schule, möchte ich berichten,
schreibt als Aufsatz man Geschichten.
Meist nach der langen Ferienzeit
ist das schönste Erlebnis so weit.
Da wird geschwindelt und gelogen,
so mancher Stab zur Spirale gebogen.
Nur das was uns wichtig geblieben
wird geflissentlich verschwiegen.

Unser Lehrer war auch mal jung
und schwelgte in der Erinnerung.
Deshalb verlangte er als Ferienbericht
...
443 Gesicherte Zukunft 05.10.15
Vorschautext:
Lärmen die Spatzen auf dem Dach,
hört die Katze diesen Krach.
Und ganz sanft kommt sie geschlichen,
jedem Hindernis wird ausgewichen.
Erst einmal um die Ecke sehen,
„Was ist los? Was ist geschehen?
Stürzte jemand in den Tod
und wird jetzt mein Abendbrot?“
Die Spätzin lässt sich vom Spatz besiegen
und freut sich, dass die Federn fliegen.
Die Katze aber heimlich kichert:
„So wird meine Zukunft gesichert!“
...
442 Positiv und Negativ 03.10.15
Vorschautext:
Im Vertiko im zerknitterten Brief
lag ein altes Foto samt Negativ.
Schwarz auf weiß konnte man sehen,
was in der Vergangenheit geschehen.
Alle lobten den fotografischen Abzug
und sagten, das war praktisch klug.

„Du bist doch aber nur meine Kopie“
von unten da das Negativ schrie.
„Du nennst dich zwar das Positiv,
aber irgendetwas läuft hier schief.
Drum werde ich dir mal erklären,
...
441 Schätze en gros 02.10.15
Vorschautext:
Wer früher ward verarmter Adel
und bekam kein Lob, nur Tadel,
hat sich in die Welt begeben,
um einen großen Schatz zu heben.

Denn es gibt es Schätze jeder Art,
schwer und leicht und grob und zart.
Manchmal war es Gold und Geld,
doch meistens nur ein Blech als Held.

Man konnte als Graf von Monte Christo tauchen
als Olsen-Bande kalte Zigarren rauchen,
...
440 Zeitungsschau 01.10.15
Vorschautext:
Ob die Wolken schwarz, weiß oder grau,
ich mache täglich meine Zeitungsschau.
Da wird Druckerschwärze nicht nur überflogen,
da wird richtig Bilanz gezogen.
Nur der Poet macht das ganz leise
und auf seine ureigene Weise.

In der Gemeinde Wiesengrund
geht man der Wiese auf den Grund.
Dabei schafft eine Bergbaumannschaft
für alle eine Bergbaulandschaft.
Aus den alten Fehlerquellen
...
439 Die Nietenhose 30.09.15
Vorschautext:
Ich kaufte eine Nietenhose
bei der sind alle Nieten lose.
Wenn ich mich in der Hose bücke,
sieht man in eine bloße Lücke.
Drum ziehe ich nach Schottland
wo ich den Rock so flott fand.
Dort ist das weiter keine Chose,
ich gehe wieder ohne Hose.

30.09.2015 © Wolf-Rüdiger Guthmann
438 Majestäten 29.09.15
Vorschautext:
„Liebe Kaiser steigt hernieder
und regieret Preußen wieder!“
möchte man in diesen Tagen
zu Berlins Standbildern sagen.
Die Kanzlerin hat nur zwei Hände,
die machen unsrer Not kein Ende.

Was früher die Parademärsche
war BER für so manche Ärsche.
Nichts mit Glanz und Gloria,
weil jeder nur sein Eignes sah.
Keine Kontrolle hat sich getraut,
...
437 Die Tomate 27.09.15
Vorschautext:
Einst las ich im Gartenjahresbericht:
„Vergesst nur die Tomate nicht!“
Die Tomate kann man je nach Willen
kochen, backen, braten, grillen.
Sie lässt sich mit Gehacktem füllen,
um viele Mäuler so zu stillen.
Man kann sie züchten, pflanzen, von Geizen befreien,
stundenlang kochen und durch Tücher seihen.

Sie lässt sich sammeln, sortieren und vermessen,
man kann sie aber auch einfach essen.
Sie kleckert sofort auf Blusen und Hemden,
...
436 Asyl-gestern, heute, morgen 25.09.15
Vorschautext:
Als Deutschland braun war, weit und breit,
und Lager drohten jederzeit,
da mussten viele ihre Reichsmärker zählen
und eine neue Heimat wählen.
Angekommen am meist Schweizer Ziel
riefen sie einfach nur: „Asyl“.

Heute ist Deutschland demokratisch
und andere Staaten sind fanatisch.
Mit Waffen, die noch für D-Mark gekauft,
wird jetzt dort gestritten und gerauft.
Vielen ist das grenzüberschreitend zu viel,
...
Anzeige