Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

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Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 81 Jahre

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Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv Wolf-Rüdiger Guthmann

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Anzahl Gedichte: 1.232
Anzahl Kommentare: 527
Gedichte gelesen: 2.351.229 mal
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Titel
612 Der Jahrmarktsteller
Vorschautext:
Unser Nachbar war einst reisender Schausteller,
mit dem rasenden glatten Jahrmarktsteller.
Das war eine Scheibe ganz spiegelglatt,
die keine Rille zum Festkrallen hat.
Die Fahrgäste setzten sich in die Mitte
und unser Nachbar rief: „Festhalten bitte!“
Als er den Schalter ruckweise nach vorne legte,
die Scheibe sich langsam drehend bewegte.

Der Schalter wurde in Stufen gebogen,
die Scheibe ist schneller losgezogen.
Schreie gellten durchs flimmernde Land,
...
611 Der Stein des Anstoßes (Variante 1)
Vorschautext:
Einen Stein ich einmal fand
in dem feuchten Ostseesand.
Er war glatt und ziemlich rund,
für mich ein schöner Urlaubsfund.
Ich nahm ihn heimlich mit nach Haus,
das zog mir fast die Hose aus.

Auf der Werkbank abgelegt
habe ich reibend ihn bewegt,
ihn in heißes Wachs gesenkt
und so für alle Zeit getränkt.
Mit maschinellem Gravur Stein
...
610 Der Stein des Anstoßes (Variante 2)
Vorschautext:
Einen Stein ich einmal fand
in dem feuchten Ostseesand.
Er war glatt und ziemlich rund,
für mich ein schöner Urlaubsfund.
Ich nahm ihn heimlich mit nach Haus,
das zog mir fast die Hose aus.

Auf der Werkbank abgelegt
habe ich reibend ihn bewegt,
ihn in heißes Wachs gesenkt
und so für alle Zeit getränkt.
Mit maschinellem Gravur Stein
...
609 Die Steine und die Liebe
Vorschautext:
Ist ein Pärchen frisch verliebt,
er sie mit zarter Sorgfalt umgibt:
"He Kleinchen, heb die Beinchen
es kommen Steinchen."

Ist die Liebe etwas älter,
klingt die Sorge etwas kälter:
"He Kleine, heb die Beine,
es kommen Steine."

Doch wenn das Paar sehr lange verliebt,
er nur noch den Hinweis gibt:
...
608 Verflixt und zugenähte Fantasien
Vorschautext:
Das Mädchen schielt,
der Junge hielt.

Die Mutter wüsst,
der Junge grüßt.

Die Mutter geht,
das Mädchen steht.

Der Junge quatscht,
das Mädchen klatscht.

...
607 Die Hände
Vorschautext:
Der Schöpfer gab dem Mann zwei Hände
damit er schaffend sie verwende.
Mir fällt im Augenblick dazu nichts ein,
doch er muss kein Rubens sein.
Kein Künstler der mit Pinsel und Palette,
alles sich erschafft, was er gerne hätte.

Und nicht jeder kann ein Maurer sein,
weil seine kleinen Hände zart und fein.
Bei Dürer waren die Hände gefaltet,
betend als Gruß und Wunsch gestaltet.
Die Hände sollen den Brotteig kneten,
...
606 Sonne, Sonne, Sonne
Vorschautext:
Die Sonne sticht, der Asphalt glüht,
es jeden in den Schatten zieht.
Selbst der Hund, trotz kurzer Mähne,
macht am Fressnapf lange Zähne.

Kreischende Kinder im Springbrunnen sitzen,
die Rettungswagen helfend flitzen.
Das Radio warnt vor Wetterkapriolen,
die Tauben schwärmen unverhohlen.

Der Wassertank sprüht letzte Tropfen,
einer zerdrückt die leere Büchse Hopfen.
...
605 Der Baum
Vorschautext:
Ein Eichelhäher machte Ehre seinem Namen
ich war damals noch ein Kind,
und brachte einen Eichensamen,
den man hier nur selten find.

Hier stehen Obstbäume und Hecken,
reihenweise Linden, Birken, Buchen.
Selbst Nussbäume kann man entdecken,
aber so eine Eiche müsste man suchen.

Der Eichelhäher an den Winter dachte,
das steckt ihm so im Blut,
...
604 Feierabend
Vorschautext:
Der Feierabend nach erfolgreichem Tag
war heute so wie ich ihn mag.
Leuchtend ging die Sonne unter,
hielt bis dahin alle munter.
Drei Ballone waren gezogen,
der Hund ängstlich geflogen.

Die letzten Wespen suchten uns heim,
naschten von dem Traubenseim.
Die Spatzen in des Daches Ritzen
genossen noch die Sonnenspitzen.
Im Radio war Hit auf Hit,
...
603 Tischchen rücken
Vorschautext:
Ich war einst mal zu Besuch
bei der Tante mit dem Buch.
Die Tante war ein Fräulein pur,
das Buch sah man von außen nur.

Sie legt den Kunden Patiencen,
meist über ihre Liebeschancen.
Oder über den Kurs der Bank
entwicklungsmäßig 10 Jahre lang.

Sie drehte meine Handfläche nach oben,
um meine Lebenslinien zu loben.
...
602 Der Papierreiche
Vorschautext:
Vor vielen, vielen Jahren, unser Nachbar war schon alt,
da kamen zu ihm gefahren, ein Notar mit Rechtsanwalt.

Sie konnten ihm nur berichten, ihr Klient war lange tot,
unglaubliche Geschichten, vom Reichtum nach der Not.

Unseres Nachbarn Vater war, das wusste er selber nicht,
im Kriege verschollen zwar, doch verstorben war er nicht.

Gefangen als Kriegsmariner, weil er die Enigma gekannt,
blieb er im Land der Sieger, vergaß sein Heimatland.

...
601 Mädchen
Vorschautext:
Weil es typisch ist für Mädchen,
tanztest du durch unser Städtchen,
sangest dabei von Spule und Fädchen,
die sich bewegen durch das Rädchen.

Dich lockte doch das kleine Lädchen
mit dem frechen Sohne Fredchen.
An der Türe schwang das Drähtchen
und klingelte herbei das Gretchen.

Ihr platzte schnell ein Nähtchen.

...
600 Jungen
Vorschautext:
Weil es typisch ist für Jungen,
bin ich durch den Park gesprungen,
habe laut und falsch gesungen,
dass es schrecklich hat geklungen.

Als ich das Taschentuch ausgewrungen,
ist mir ein Käfer auf den Kopf gedrungen.
Ich habe ein Blatt vom Baum gerungen
Und ihn auf dieses Schiff gezwungen.

Als ihm jedoch die Flucht gelungen,
hat ihn ein großer Fisch verschlungen.
...
599 Der Adventskalender
Vorschautext:
Klappt auf die Fensterläden
das Tor am Schluss macht weit,
doch Vorsicht, keine Schäden,
es ist wieder Adventskalenderzeit.

Der gute Christ als Vorspann sieht,
was in der Christnacht so geschieht.
Alle Tiere kann man sehen,
die in und um Bethlehems Stall stehen.

Der Gastwirt, Bauern und Hirten
drinnen das heilige Paar bewirten.
...
598 Die Klage des Weihnachtsmannes
Vorschautext:
Gestern kam vom Weihnachtsmann ein Schreiben,
in dem hat er mich gefragt,
wo denn die Wunschzettel bleiben,
die jährlich ihn ab Juli geplagt.

Kaum hatte ich das gelesen,
habe ich ihm die Antwort gesandt,
die Kinder seien jetzt digitale Wesen
und hätten ein Handy zur Hand.

Eben kam neue Post von dem Alten,
er sei ja auch nicht unmodern.
...
597 Seelenfrieden
Vorschautext:
Leute, seid nur froh und munter,
schluckt den Ärger schnell herunter.
Habt ihr euch mit Schuld beladen,
müsst ihr nicht noch Spott ertragen.
Habt ihr Glück gehabt, gibt es leider
immer irgendwelche Neider.
Schert euch nicht um diese und jene,
dann versiegt die letzte Träne.
Gelingt das, ist euch beschieden
auf Erden schon der Seelenfrieden.

17.06.2014 © Wolf-Rüdiger Guthmann
596 Kundendienst
Vorschautext:
Ob für die Liebe oder die Maut,
die Technik ist stabil gebaut.
Das Handy kann man ruhig stauchen
oder in das Bierglas tauchen,
trocknet man es mit dem Föhn,
kann bald man wieder alles sehn.

Verreist waren wir für viele Wochen,
doch heute hieß es selber kochen.
Kartoffelbrei ward eingerührt,
der Spinat war extra fein püriert.
Die Spiegeleier waren zerschlagen
...
595 Mit dem Flirt begann' s
Vorschautext:
Schon als ich dich das erste Mal sah,
in Herz und Hirn etwas geschah.
Im Vorbeigehen auf voller Straße
sah ich weder Größe noch Maße.
Doch die Stimme hat mich angeregt,
dass ich die Augen zu dir bewegt.

Ganz neutral war erst dein Blick,
dein Kopf flog keck in das Genick.
Die Brust ward dafür rausgestreckt
der Bauch gezogen, bis er versteckt.
Dabei muss beides gar nicht sein,
...
594 Drei Frösche
Vorschautext:
Drei Frösche saßen einst im Graben
um an den Mücken sich zu laben.
Doch diese Straßenseite konnte nicht locken,
für Mücken war es hier viel zu trocken.

Da beschlossen quakend die Drei,
dass der andere Graben erfolgreicher sei.
Und schon sprangen sie los,
d.h. zwei sprangen bloß.

Während die angestrengt schwitzen,
blieb der Dritte einfach sitzen.
...
593 Mein Liebesbrief
Vorschautext:
Wegen der Sehnsucht nach der Lieben
habe ich einen Brief geschrieben.
Ich kam mir vor wie vom andern Stern,
denn sowas ist nicht mehr modern.

Ich nahm nicht einfach ein Papier
und schrieb gewohnte Worte ihr,
ich suchte selbst im Nachbarland
bis ich das Richtige, Einmalige fand.

Handgeschöpftes, feines rosa Bütten,
nur gerissen, nicht geschnitten.
...