Weihnachtsfrieden

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Weihnachten, ein Kranz mit Kerzen,
warmes Licht strahlt in die Herzen.
Grüne Zweige, Tannenduft,
Weihnachtsstimmung in der Luft.

Elektrolicht wird nicht gemocht,
nur Stearin mit Kerzendocht.
Vier Kerzen knisternd brennen,
Wachstropfen lautlos rennen.

Jeder denkt, der Weihnachtsfrieden
wäre endlich uns beschieden.
Das Telefon Partner aufdrängelt,
der Hund schon an der Türe schlängelt.

Hände und Sinne sind abgelenkt,
der Docht sich mit der Flamme senkt.
Plötzlich Licht und Brandgeräusche,
jeder denkt, dass er sich täusche.

Der Kranz an allen Enden bebt,
die Flamme sich zur Lohe hebt.
Nur einer sich zur Jacke reckt
und sie auf das Feuer deckt.

Viele Hände langen zu
und das Feuer gibt nun Ruh.
Weißer Qualm folgt schwarzem Ruß,
der die Decke schwärzen muss.

Aufregung und Schuldgesuche,
Friedensstimmung folgen Fluche.
Es reicht die Stimmung nicht allein,
wer Frieden sucht, muss wachsam sein.

27.12.2016 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Weihnachtsfrieden

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08.01.2017
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