Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

Typ: Autor
Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 75 Jahre

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Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv!" Wolf-Rüdiger Guthmann

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.062
Anzahl Kommentare: 407
Gedichte gelesen: 791.387 mal
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Titel
302 Heut ist Schlachte Fest 11.11.14
Vorschautext:
Wenn das Schwein sich hingesetzt,
der Metzger seine Messer wetzt,
der jüngste Sohn die Kessel heizt,
die Hausfrau mit der Flasche geizt,
die Mädels mit den Pfannen fluchen,
die Nachbarn ihre Kannen suchen,
der Vater dicke Schenkel fühlt,
die arme Zenzi sich verkühlt,
die Jugend schmutzige Lieder singt,
der Bus stets neue Gäste bringt
und Hunde warten auf den Rest,
dann ist wieder Schlachte Fest.
...
301 Herbsttag 11.11.14
Vorschautext:
Hui, es weht ein scharfer Wind,
wenn ich aus dem Fenster schau.
Wo ist nur die Sonne hin
und das Himmelsblau?

Selbst die schöne Nachbarsfrau,
die sonst viel offenbart,
macht heut nicht die große Schau,
hat auch mit Kleidung nicht gespart.

Die Kinder schon am Morgen lärmen,
mit ihren Taschengeldkassen,
...
300 Der Schlüssel zum Glück 09.11.14
Vorschautext:
Dort an der alten Schuppentür
brach neulich ab der Schlüssel mir.
Der Schlüssel, nicht besonders zart,
drehte sich plötzlich ohne Bart.
Ich habe drei Bretter abgenommen,
um in den Schuppen erst zu kommen.

Dort wurde das Schloss abgeschraubt,
weil es ja den Bart geraubt.
Ohne Schloss ist es kein Problem,
da bleibt die Tür halt offen steh’ n.
Ich hab das Schloss entrostet,
...
299 Was man versprochen 09.11.14
Vorschautext:
Wo sie heut nur alle bleiben,
die die Dichter gern beschreiben,
Sonne, Licht und heiße Pflastersteine,
kurze Röcke und schöne Beine?
Soweit ich heute sehen kann,
keine Frau, kein Kind, kein Mann.

Ich will euch die Lösung geben,
dichter Nebel versteckt das Leben.
Der erste Nebel in diesem Jahr
wieder überraschend für uns war.
Unfälle sind vorprogrammiert,
...
298 Der kippelnde Tisch 06.11.14
Vorschautext:
Der neue Tisch in der Küche kippelte,
ständig von links nach rechts trippelte.
Der heiße Kaffee zeigte Wellen,
die Tischdecke wies braune Stellen.
Als dann noch die Vase fiel,
war’s für den Heimwerker zu viel.

Und so holte ich in aller Eile
eine scharfe Säge und die Feile.
Sowas macht man gleich vor Ort,
das erspart doch den Transport.
Gemessen mit der Schneiderelle
...
297 Beim Tierarzt 06.11.14
Vorschautext:
Wau, wau, miau, manch seltnen Ton
hörte ich beim Eintritt schon,
als ich kam mit meinem kranken Krieger,
einem schwarz-weiß-rotem Stubentiger.
Er hat nicht nur um eine Katze gebuhlt,
sondern sich mit den Rivalen gesuhlt.
Jetzt muss er den Schmerz verstecken
und sich seine Wunden lecken.
Meine Nachbarinnen bedauern seine Leiden,
aber viel mehr die Katze beneiden.

29.10.2014 © Wolf-Rüdiger Guthmann
296 Leichhardt kehrt zurück 06.11.14
Vorschautext:
In der Zeitung steht, er kommt zurück,
Meile für Meile, jedoch Bit für Bit.
Die Leichhardt-Freunde haben nicht gepennt
und sein Denkmal in Sydney gescannt.
Er ließ sich nicht vom Sockel trennen,
man konnte nicht den Rücken scannen.

Doch Modeschöpfer mittendrin,
kriegen das bestimmt noch hin.
Der Computer hat dreidimensional gedacht
und einen virtuellen Leichhardt gemacht.
Und er kann schrumpfen oder wachsen,
...
295 Singe, wem Gesang gegeben 06.11.14
Vorschautext:
Singe doch, wem Gesang gegeben,
heißt des Notenschreibers Streben.
Und die Männer sind gemeint,
wo manch schöne Stimme weint.
Und so dichtet er zum Text
eine Melodie die uns verhext.

Sie soll singend uns verwandeln,
lässt uns mit den Mädchen bandeln.
Lässt uns auf die Schönheit singen,
Sehnsüchte zum Ausdruck bringen.
Angefangen mit den Augen,
...
294 Raum für Gedanken 05.11.14
Vorschautext:
Heute war ich in der schrumpfenden Stadt,
wo es immer noch reichlich Menschen hat.
Viele Beamte und Arbeiter und Studiose,
dazu Angestellte, Rentner und, Arbeitslose.
So habe ich mich statistisch stets beeilt
und die Menschengruppen eingeteilt.

Doch heute vor unserem Rathaus stand,
ein Häuschen, das ich schon seltsam fand.
Es war ohne Tür und ohne Schranken,
nur ein Schild „Raum für Gedanken“.
Neugierig bin ich so eigentlich nicht,
...
293 Halloween 01.11.14
Vorschautext:
Schlägt man den Kalender auf,
sieht man Feiertage zu Hauf.
Die werden fraglos mitgenommen,
in der Masse mitgeschwommen.

Doch am letzten Oktobertag
kommt einer den jeder mag.
Der besteht aus Lug und Trug,
Hexenküssen und Bettbezug.

Die Kinder wollen Süßes laben,
da sie sonst nur Unsinn haben.
...
292 Der Reformationstag 30.10.14
Vorschautext:
„Sobald das Geld im Kasten klingt,
die Seele in den Himmel springt.“
hieß es einst bei Ablass und Buße,
gegen Geld gab es dann Muße.

Die Bibel als Wort Gottes allein,
gab es damals nur in Latein.
Wer wie alle nur in der Schule gewesen,
konnte sie trotzdem nicht lesen.

Gott und Kirche gingen nicht konform,
drum forderten viele eine Reform.
...
291 Ein Platz bleibt leer 30.10.14
Vorschautext:
Ein Platz zwischen uns bleibt leer,
die dort saß, sie kommt nicht mehr.
Wir können es selbst kaum fassen,
eine gute Freundin hat uns verlassen.

Sie war der Quellborn zu dem Bach,
der sich schlängelt krumm und flach.
Der mit anderen sich vereinigt
und so manches Kerbholz reinigt.

Der plätschernd sich durchs Leben windet
und lautlos dann im Meer verschwindet.
...
290 Der Australientraum 30.10.14
Vorschautext:
Einst wollte ich der lauten Welt entfliehen,
mit dir und wenig Geld nach Australien ziehen.
Wollte auf Leichhardts Spuren wandeln,
ebenfalls dort mit der Natur anbandeln.
Im Traum lief ich mit Kängurus Rennen
und sah das verdörrte Gras verbrennen.
Im River tränkte ich die edlen Pferde,
die ich ausgesucht aus riesiger Herde.

Ich fing die Rinder und baute lange Zäune,
bevorratete Heu und Stroh in einer Scheune.
Wenn ein Fleck auf meiner Kleidung harrte,
...
289 Wär ich Souffleur im Bundestag 27.10.14
Vorschautext:
Wär ich Souffleur im Bundestag
wär das der Hit und Paukenschlag.
Ich würde mich wie Luther trau‘ n,
und dem Volk aufs Maul nur schau‘ n.

Am nächsten Tag das Manuskript
hätt in die Toilette ich gekippt.
Ne neue Rede meiner Ehe-Lieben
würd ich dem Redner unterschieben.

Die Kanzlerin würde es zwar merken,
doch würde es ihre Meinung stärken.
...
288 Der Mond 27.10.14
Vorschautext:
Der Lehrer vor der Klasse thront:
„Wer erzählt mir bitte was vom Mond?
Aber bitte etwas Neues mit Fantasie,
was die Welt vernahm noch nie.“

Karl meint: „Wir brauchen sein Licht,
die Sonne scheint des Nachts doch nicht.
Ich gehe meist erst dann zur Ruh,
wenn er kneift die Augen zu.“

Fritz sagt: „Würden wir dort leben,
würde es nur geistige Nahrung geben.
...
287 Hund, Katze, Maus 27.10.14
Vorschautext:
Der Herbst ist eine bunte Zeit,
Laub und Heu nur weit und breit.
Um die Beet Ordnung zu schaffen,
ging ich im Garten Halme raffen.
Links am Steindamm saß die Katze,
rechts im Gras der Hund mit Fratze.
Plötzlich rannte eine kleine Maus,
wahrscheinlich in ihr Mäusehaus.
Auch wenn Hund und Katze pennen,
diese Maus sahen sie rennen.
Im Nu kamen beide angesprungen,
haben um das Vorrecht gerungen.
...
286 Vergammelt 25.10.14
Vorschautext:
Gerade habe ich nachgedacht,
was ich noch mache diese Nacht.
Millionen Menschen werden Zeiger anhalten,
um die Winterzeit zu gestalten.
Politiker, die uns in Brüssel lenken,
uns heute eine Stunde schenken.

Doch was macht man mit der Stunde,
dreht man noch ne Kneipenrunde,
soll man sich auf Arbeit beugen
oder schnell Zwillinge zeugen?
Man könnte neue Autos bauen,
...
285 Der Straßenbahnflirt 24.10.14
Vorschautext:
Ein junger Mann in besten Jahren
ist mit der Straßenbahn gefahren.
Der einzige Platz in der Linie blau
war der neben einer jungen Frau.
Sie las ein Buch, er schielte zur Seite,
normale Figur und gute Oberweite.

Beim Umblättern sah er ihre Finger,
zwei Ringe, doch nur silberne Dinger.
Er räkelte sich wohlig und bequem,
beim Lesen war das nicht genehm.
Sie sah ihm kurz nur ins Gesicht,
...
284 Die Heinzelmännchen zu... 19.10.14
Vorschautext:
Die Heinzelmännchen zu Köln am Rhein
lade ich stets zur Geburtstagsfeier ein.
Denn das sind Gäste, die gern man sieht,
weil jeder andere die Arbeit flieht.

Sie backen Kuchen und rühren Torte,
sie singen dabei, statt großer Worte.
Sie keltern den Wein und brauen das Bier,
dann stechen sie Plätzchen auf Backpapier.

Sie putzen die Löffel und decken den Tisch,
sie knacken die Austern und braten den Fisch.
...
283 Gedanken 19.10.14
Vorschautext:
Ständig Trübsal blasen ist nicht gut,
es spült das Stresshormon ins Blut.
Cortisol heißt dieser aufregende Stoff,
macht dem Druck und Kreislauf Zoff.
Mancher fragt beim Mückenstich:
„Warum denn gerade ich?“


Glückliche Menschen haben positive Gedanken
und freuen sich auch an geschlossenen Schranken.
Sie grübeln nicht, das ist ja klar
und finden auch Kleinigkeiten wunderbar.
...
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