Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

Typ: Autor
Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 82 Jahre

Pinnwand


Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv Wolf-Rüdiger Guthmann

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.232
Anzahl Kommentare: 530
Gedichte gelesen: 2.403.081 mal
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Titel
592 Die Klage des Weihnachtsmannes
Vorschautext:
Gestern kam vom Weihnachtsmann ein Schreiben,
in dem hat er mich gefragt,
wo denn die Wunschzettel bleiben,
die jährlich ihn ab Juli geplagt.

Kaum hatte ich das gelesen,
habe ich ihm die Antwort gesandt,
die Kinder seien jetzt digitale Wesen
und hätten ein Handy zur Hand.

Eben kam neue Post von dem Alten,
er sei ja auch nicht unmodern.
...
591 Seelenfrieden
Vorschautext:
Leute, seid nur froh und munter,
schluckt den Ärger schnell herunter.
Habt ihr euch mit Schuld beladen,
müsst ihr nicht noch Spott ertragen.
Habt ihr Glück gehabt, gibt es leider
immer irgendwelche Neider.
Schert euch nicht um diese und jene,
dann versiegt die letzte Träne.
Gelingt das, ist euch beschieden
auf Erden schon der Seelenfrieden.

17.06.2014 © Wolf-Rüdiger Guthmann
590 Kundendienst
Vorschautext:
Ob für die Liebe oder die Maut,
die Technik ist stabil gebaut.
Das Handy kann man ruhig stauchen
oder in das Bierglas tauchen,
trocknet man es mit dem Föhn,
kann bald man wieder alles sehn.

Verreist waren wir für viele Wochen,
doch heute hieß es selber kochen.
Kartoffelbrei ward eingerührt,
der Spinat war extra fein püriert.
Die Spiegeleier waren zerschlagen
...
589 Mit dem Flirt begann' s
Vorschautext:
Schon als ich dich das erste Mal sah,
in Herz und Hirn etwas geschah.
Im Vorbeigehen auf voller Straße
sah ich weder Größe noch Maße.
Doch die Stimme hat mich angeregt,
dass ich die Augen zu dir bewegt.

Ganz neutral war erst dein Blick,
dein Kopf flog keck in das Genick.
Die Brust ward dafür rausgestreckt
der Bauch gezogen, bis er versteckt.
Dabei muss beides gar nicht sein,
...
588 Drei Frösche
Vorschautext:
Drei Frösche saßen einst im Graben
um an den Mücken sich zu laben.
Doch diese Straßenseite konnte nicht locken,
für Mücken war es hier viel zu trocken.

Da beschlossen quakend die Drei,
dass der andere Graben erfolgreicher sei.
Und schon sprangen sie los,
d.h. zwei sprangen bloß.

Während die angestrengt schwitzen,
blieb der Dritte einfach sitzen.
...
587 Mein Liebesbrief
Vorschautext:
Wegen der Sehnsucht nach der Lieben
habe ich einen Brief geschrieben.
Ich kam mir vor wie vom andern Stern,
denn sowas ist nicht mehr modern.

Ich nahm nicht einfach ein Papier
und schrieb gewohnte Worte ihr,
ich suchte selbst im Nachbarland
bis ich das Richtige, Einmalige fand.

Handgeschöpftes, feines rosa Bütten,
nur gerissen, nicht geschnitten.
...
586 Jetzt ist Ruh
Vorschautext:
Im Zoo das Nilpferd war sehr faul,
es lag im Sand mit off ‘nem Maul.
Vögel, die mir nicht bekannt,
sind auf seiner Zunge gerannt.
Sie pickten hier und kratzten dort,
und irgendwann flogen sie fort.

Eine Fliege, die das von weitem sah,
kam dabei einem Frosch sehr nah.
Der Bursche stellte sich auch faul
und öffnete sein breites Maul.
Neugierig, wie Fliegen nun mal sind,
...
585 Toleranz und Ignoranz
Vorschautext:
Ein Gedicht sollte es werden,
das die Menschheit überlebt auf Erden.
Ich schrieb von Leben, Liebe, Zeit und Geld,
dem Guten und Bösen auf der Welt.

Ehe ich den Schluss ersann,
gab ich es frei für jedermann.
Ich erwartete, dass jeder emsig bleibt,
und dazu Kommentare schreibt.

Kaum konnte man es lesen und fragen,
sind die Wogen hochgeschlagen.
...
584 Schwanger
Vorschautext:
Die Schule hat uns aufgeklärt,
wie man mit dem Besen kehrt.
Doch viele finden diese Sachen
in ihrem Alter noch zum Lachen.
Statt weiterbildend nachzufragen
wollen sie wie die Kumpels jagen.

Manche können‘ s kaum erwarten,
mit 16 Jahren durchzustarten.
Der Körper noch nicht ausgereift,
manche Regel auch nicht greift.
Für den Schutz fehlt oftmals schon
...
583 Ein Platz bleibt leer
Vorschautext:
Ein Platz zwischen uns bleibt leer,
die dort saß, sie kommt nicht mehr.
Wir können es selbst kaum fassen,
eine gute Freundin hat uns verlassen.

Sie war der Quellborn zu dem Bach,
der sich schlängelt krumm und flach.
Der mit anderen sich vereinigt
und so manches Kerbholz reinigt.

Der plätschernd sich durchs Leben windet
und lautlos dann im Meer verschwindet.
...
582 Der Warteraum
Vorschautext:
In jedem Ort in Berg und Tal
gibt es ein Haus mit Wartesaal.
Meist ist das doch bei den Doktoren,
die messen, klopfen oder bohren.
Doch ehe wir ängstlich schwitzen
müssen wir im Wartezimmer sitzen.

Doch auch Banken, Ämter und sehr spät
oftmals auch die Pietät,
mischen häufig erst die Karten
und lassen ihre Kunden warten.
Nicht immer ist es ein großer Raum,
...
581 Hund, Katze, Maus
Vorschautext:
Der Herbst ist eine bunte Zeit,
Laub und Heu nur weit und breit.
Um die Beet Ordnung zu schaffen,
ging ich im Garten Halme raffen.
Links am Steindamm saß die Katze,
rechts im Gras der Hund mit Fratze.
Plötzlich rannte eine kleine Maus,
wahrscheinlich in ihr Mäusehaus.
Auch wenn Hund und Katze pennen,
diese Maus sahen sie rennen.
Im Nu kamen beide angesprungen,
haben um das Vorrecht gerungen.
...
580 Der Mond
Vorschautext:
Der Lehrer vor der Klasse thront:
„Wer erzählt mir bitte was vom Mond?
Aber bitte etwas Neues mit Fantasie,
was die Welt vernahm noch nie.“

Karl meint: „Wir brauchen sein Licht,
die Sonne scheint des Nachts doch nicht.
Ich gehe meist erst dann zur Ruh,
wenn er kneift die Augen zu.“

Fritz sagt: „Würden wir dort leben,
würde es nur geistige Nahrung geben.
...
579 Der Australientraum
Vorschautext:
Einst wollte ich der lauten Welt entfliehen,
mit dir und wenig Geld nach Australien ziehen.
Wollte auf Leichhardts Spuren wandeln,
ebenfalls dort mit der Natur anbandeln.
Im Traum lief ich mit Kängurus Rennen
und sah das verdörrte Gras verbrennen.
Im River tränkte ich die edlen Pferde,
die ich ausgesucht aus riesiger Herde.

Ich fing die Rinder und baute lange Zäune,
bevorratete Heu und Stroh in einer Scheune.
Wenn ein Fleck auf meiner Kleidung harrte,
...
578 Der Reformationstag
Vorschautext:
„Sobald das Geld im Kasten klingt,
die Seele in den Himmel springt.“
hieß es einst bei Ablass und Buße,
gegen Geld gab es dann Muße.

Die Bibel als Wort Gottes allein,
gab es damals nur in Latein.
Wer wie alle nur in der Schule gewesen,
konnte sie trotzdem nicht lesen.

Gott und Kirche gingen nicht konform,
drum forderten viele eine Reform.
...
577 Raum für Gedanken
Vorschautext:
Heute war ich in der schrumpfenden Stadt,
wo es immer noch reichlich Menschen hat.
Viele Beamte und Arbeiter und Studiose,
dazu Angestellte, Rentner und, Arbeitslose.
So habe ich mich statistisch stets beeilt
und die Menschengruppen eingeteilt.

Doch heute vor unserem Rathaus stand,
ein Häuschen, das ich schon seltsam fand.
Es war ohne Tür und ohne Schranken,
nur ein Schild „Raum für Gedanken“.
Neugierig bin ich so eigentlich nicht,
...
576 Singe, wem Gesang gegeben
Vorschautext:
Singe doch, wem Gesang gegeben,
heißt des Notenschreibers Streben.
Und die Männer sind gemeint,
wo manch schöne Stimme weint.
Und so dichtet er zum Text
eine Melodie die uns verhext.

Sie soll singend uns verwandeln,
lässt uns mit den Mädchen bandeln.
Lässt uns auf die Schönheit singen,
Sehnsüchte zum Ausdruck bringen.
Angefangen mit den Augen,
...
575 Leichhardt kehrt zurück
Vorschautext:
In der Zeitung steht, er kommt zurück,
Meile für Meile, jedoch Bit für Bit.
Die Leichhardt-Freunde haben nicht gepennt
und sein Denkmal in Sydney gescannt.
Er ließ sich nicht vom Sockel trennen,
man konnte nicht den Rücken scannen.

Doch Modeschöpfer mittendrin,
kriegen das bestimmt noch hin.
Der Computer hat dreidimensional gedacht
und einen virtuellen Leichhardt gemacht.
Und er kann schrumpfen oder wachsen,
...
574 Beim Tierarzt
Vorschautext:
Wau, wau, miau, manch seltnen Ton
hörte ich beim Eintritt schon,
als ich kam mit meinem kranken Krieger,
einem schwarz-weiß-rotem Stubentiger.
Er hat nicht nur um eine Katze gebuhlt,
sondern sich mit den Rivalen gesuhlt.
Jetzt muss er den Schmerz verstecken
und sich seine Wunden lecken.
Meine Nachbarinnen bedauern seine Leiden,
aber viel mehr die Katze beneiden.

29.10.2014 © Wolf-Rüdiger Guthmann
573 Eifersucht
Vorschautext:
Bekommt der andere, was man sucht,
nennt man es gern Eifersucht.
Ich hab da niemals mitgemischt,
weil es mich selber nicht erwischt.
So dachte ich bei Tag und Nacht,
denn ich war ständig auf der Wacht.

Doch Alter schützt vor Torheit nicht,
sodass man auch Gewohnheit bricht.
Täglich treffe ich viele Frauen,
die verstohlen auf mich schauen.
Man grüßt und hebt den Schopf
...