Weihnachtsrückblick

Ein Gedicht von Wolf-Rüdiger Guthmann
Weihnachten wär um ein Haar
beinahe ausgefallen dieses Jahr.
Dabei ließ sich alles so gut an,
die Märkte lockten jeden Mann.
Überall der Weihnachtsbaum
leuchtete den Friedenstraum.

Wer sollte uns was Böses tun,
wo in Deutschland alle Waffen ruh ‘n.
Aus Solidarität und Anteilnahmen
viele Ausländer zu uns kamen.
Sie meldeten gleich in alle Welt,
hier gibt s ohne Arbeit Geld.

Wegen unterschiedlichen Quartieren
braucht sich keiner zu blamieren.
Vergessen die Kölner Silvesternacht,
die viel Wind statt Kind gemacht.
Friedlich alles spaziert oder rennt
in den kühlen Tagen des 4.Advent.

Wurst und Glühwein schmecken gütlich
und die Kleidung ist gemütlich.
Da…Da…Da bleibt fast das Herze steh‘ n,
in Berlin ist furchtbares gescheh‘ n.
Was in Nizza am National Feiertag rollte,
sich auf dem Weihnachtsmarkt wiederholte.

Wie sollte es nach diesem Geschehen
in deutschen Orten weiter gehen?
Nicht nur Flagge auf Halbmast,
auch die Schweigeminute hat gepasst.
Nur keine unnötige Panik machen,
lieber etwas verhaltener lachen.

Die Musik zur Weihnachtszeit
wird dezenter eine Kleinigkeit.
Und auch der stille Heilige Abend
wurde beschenkend und labend.
Die Kinder, die die Zukunft sind,
sind gegen Gewalt nicht blind.

Deshalb sollten wir dazu neigen,
den Kindern Frieden nur zu zeigen.
Die Berliner Trauer geht weiter,
das Blumenfeld wird immer breiter.
Die Bomben ticken nur im Kopf,
sagte doch ein politischer Schopf.

Gelangt ihr Wort in Gottes Ohr,
kommt so etwas vielleicht nicht vor.

27.12.2016 © W.R.Guthmann

Informationen zum Gedicht: Weihnachtsrückblick

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25.12.2016
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