Profil von Jürgen Wagner

Typ: Autor
Registriert seit dem: 22.06.2013
Geburtsdatum: * 10.12.1957

Pinnwand


Meine Deutsch-Lehrerinnen und - Lehrer hatten es mir nicht leicht gemacht, die Poesie zu entdecken. Das kam erst Jahrzehnte später.

Geboren wurde ich 1957 in Neckarsulm, studierte Theologie und Philosophie in Tübingen, Hamburg und Jerusalem. Promovierte mit einer Dissertation 'Meditationen über Gelassenheit' zu Martin Heidegger und Meister Eckhart (1995, Verlag Dr. Kovac). Arbeitete etliche Jahre als ev. Pfarrer und Kursleiter.
Veröffentlichungen:
- Märchen aus aller Welt zum Schutz des Erdengartens (mit H.C. Heim), 2019
- Wunder in Märchen und biblischen Geschichten, mit H.C. Heim, Neuauflage 2019
- Weihnachtserzählungen ohne Krippe und Kind - 30 Geschichten mit vorchristlicher Tradition und Gedichten für die Rauhnächte mit H.C. Heim, 2018
- Kraftorte der Natur im Spiegel der Volksmärchen mit Heidi Christa Heim, 2014
- Volksmärchen und Schamanismus - Als die Menschen noch mit Tieren und Bäumen sprachen, 2018
- Märchen und biblische Geschichten, Neuauflage 2019
- Die Mystik und die Volksmärchen, 2019
- Frau Holle, Gedichte und Geschichten zur verhüllten Göttin, 2019
- Über den Umgang mit Kraftorten, Neuauflage 2019
- Die Würde der Tiere, Gedichte und Texte, 2015
- Mein Freund der Baum – Baumgedichte, 2017
- Issa – Haikus der Empathie, 2014
- Indian Spirit, 2014
- Geburtstagsgedichte zu den runden und besonderen Geburtstagen, NA 2019
- Odin und das versunkene spirituelle Erbe unserer Vorfahren, Eine dichterische Reise 2019
- Heut‘ ist der Tag und jetzt ist die Zeit! Gedichte und Aphorismen für eine bewahrte Zukunft, 2019

Kontakt Daten


E-Mail-Adresse:
jw.sleipnir@freenet.de

Homepage:
http://www.liederoase.de

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Anzahl Gedichte: 552
Anzahl Kommentare: 176
Gedichte gelesen: 650.595 mal
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Titel
152 Das Huhn 25.04.15
Vorschautext:
Früh steh ich auf
Der Hahn tut es kund
Geh Schritt für Schritt
Und stets auf den Punkt

Schnell muss man sein
Das Richtige seh‘n
Da gibt es noch and‘re
Dann ist es gescheh‘n

Ich lauf gern im Frei'n
Im Hof, auf der Wies
...
151 Die Eule 24.04.15
Vorschautext:
Sie sitzt in der Stille, geduldig und lang
Ohne Bewegung, ohn' einen Drang
So ist sie erhaben, in solch einer Macht
Die in sich ruht, mal schläfrig, mal wach

Sie jagt in der Nacht, schnell und geschickt
Hat einen unheimlich scharfen Blick
Sie hört das geringste Knacken im Wald
Erwischt ihre Beute meistens eiskalt

Sie sitzt auf dem Ast, hochkonzentriert
Wartet auf andere in dem Geviert
...
150 Buckelwale 23.04.15
Vorschautext:
Es war einmal ein Säugetier
Das ging zurück in das Plaisier
Des Wassers und des großen Meeres
Und nimmt ein Los, ein ziemlich schweres

Es tummelt sich im Element
Es schwimmt und gleitet und entbrennt
Vor Freude in des Wassers Armen
Und muss doch ständig hoch zum Atmen

Für eine gute Viertelstunde
Dreht er seine Wasserrunde
...
149 Wale 23.04.15
Vorschautext:
Millionen Jahre ist es her
Ganze 50 an der Zahl
Der Himalaya war noch nicht
Und es gab noch keinen Wal

Dieser lebte noch auf Land
Ging wie alle gern zu Fuß
4 Beine trugen ihn, 4 Zeh‘n
Doch er hatte auch Verdruss

Ob der großen Hitze Indiens
Blieb er lieber an den Seen
...
148 Der Elefant 22.04.15
Vorschautext:
Wuchtig und von großer Kraft
Respektgebietend er da stapft
Durch Savannen und durch Wälder
Manchmal auch durch schöne Felder

Die Männer müssen einzeln geh’n
Mit 12 Jahren ist’s gescheh’n
Dann geh‘n die Frauen mit den Kindern
Nur zur Paarung sie sich finden

Die Herden sind schon eine Macht
Eine Alte führt sie sacht
...
147 Beim Lesen einiger Tiergedichte 21.04.15
Vorschautext:
Witzig, lehrreich, karikierend
Klagend, kritisch, observierend
Wird geschrieben - Du gefällst
Kreist aber, Mensch, nur um dich selbst

Die Gans ist dumm, die Eule weise
Der Löwe König, Tiger leise
Der Fuchs verschlagen und sehr schlau
Der Hase ängstlich in dem Bau

Wer ist Dein Nächster, dieser ‚Affe‘?
Wer fühlt sich ein in die Giraffe?
...
146 Delphine und Menschen 17.04.15
Vorschautext:
Es war in einer frühen Zeit
Da ging ein Säugetier zurück
Begab sich wieder in das Meer
Fand langsam dort ein neues Glück

Es war zu einer and‘ren Zeit
Da richtete ein Tier sich auf
Begann zu denken und zu seh‘n
Und nahm so den erhab‘nen Lauf

Der Eine ist noch immer froh
Und hat ein schweres Los gewählt
...
145 Religion 17.04.15
Vorschautext:
Ein Geländer uns hilft
die Treppe hinauf
und sind wir dann oben
so schauen wir aus

Ein Boot, das uns trägt
flussabwärts den Weg
und sind wir dann dort
so steigen wir aus

Ein Pferch, der uns schützt
wir schlafen in Ruh
...
144 Zeitfluss 11.04.15
Vorschautext:
Wir hängen am Vergang’nen
und fürchten das, was kommt
Wir haben ein Verlangen,
das selten das bekommt

Wir sind wohl, was wir waren
Es kommt wohl, was wir sind
Wir mögen weiterfahren
präsent wie nur ein Kind
143 Israel 09.04.15
Vorschautext:
Israel - der Gottesstreiter
groß vertraut und groß gewagt
auf einen Bund sich eingelassen
bis einst der jüngste Tag sich naht

Israel - das heil'ge Land
heiß geliebt und heiß umkämpft
hier konnte man sich niederlassen
und wurde doch so sehr gedämpft

Israel - das Gottesvolk
das stetig hört und stets bedenkt
...
142 Felsengärten 09.04.15
Vorschautext:
Säulen, Türme, Pyramiden
Wände, Höhlen, Stalaktiten
Bizarre Klüfte, Felsennadeln
Orte wie aus alten Fabeln

Schluchten eng und immer schmäler
Höhen weit und tiefe Täler
Steile, viel umtobte Küsten
wo wir uns allzugerne wüssten

Man reist schon mal zum Kuckuckstein
Ist auch gern in Hessigheim
...
141 Balkongeflüster 07.04.15
Vorschautext:
In den Fugen
quadratisch gekieselter Steinplatten
wachsen zarte Frühlingsgräser
gegen ordnungsliebende Hausbewohner
140 Karfreitag 03.04.15
Vorschautext:
In dieser schönen Jahreszeit
wird uns der Leidenskelch gereicht
Das Eine ist nur mit dem And‘ren
und kann sich augenblicklich wandeln

Eine Tasse Sonnenschein
eine Träne, die ich wein
'Oh Haupt voll Blut und Wunden'
und das, was Dir mag munden

ein Busch Forsythien aufgeblüht
ein Stück, das man sich abgemüht
...
139 Ein Brief an den lieben Gott 31.03.15
Vorschautext:
In Neuss, da lebte eine Frau
in einer Welt, die eher grau
Ihr Haushalt war nicht gut bestellt,
mit einem Wort: da war kein Geld

Sie überlegte hin und her
woher denn Geld zu kriegen wär
Ihr kam ein Einfall, sapperlott
und schrieb sofort dem Herren Gott

'Lieber Gott, bin alt und arm
das Geld ist wenig, hab Erbarm
...
138 Dahin 31.03.15
Vorschautext:
Im schönsten Frühjahr
brach im Tosen des Sturmes
ein Kirschblütenzweig
137 Han-Shan 28.03.15
Vorschautext:
Ein leerer Korb kann leicht gefüllt werden
Ein voller wird schnell schwer
Ein offenes Herz wird leicht bewegt
Ein begehrendes schnell verwundet




"Die Vögel und ihr Gezwitscher überwältigen mich mit Gefühlen;
Zu solcher Zeit leg ich mich nieder in meiner Hütte.
Kirschen leuchten mit hochrotem Feuer;
Weiden ranken ihre schlanken Zweige.
...
136 Dem Andenken an Ryokan 26.03.15
Vorschautext:
Eine Wolke zieht durch den blauen Himmel
Ein Bächlein rinnt über bemoosten Stein
Ein Mann spielt mit den Dorfkindern Ball
Und pinselt am Herd ein paar Gedichte



"Über siebzig Jahre
müde des Schauens durch der Menschen Richtig und Falsch
Der Pfad draußen ist in tiefem Schnee vergraben.
Ein Räucherstäbchen unter dem alten Fenster"
(Ryokan)
...
135 Einbruch 26.03.15
Vorschautext:
Eine kleine Hütte am Fuße des Berges
Da lebte ein Meister in Stille und Ferne
Ein Dieb durchwühlte die wenigen Sachen,
Doch damit konnte er leider nichts machen

Der Meister kam heim - der Dieb wurd‘ ertappt
Er begrüßte ihn freundlich und das nicht zu knapp
Er gab ihm noch Kleider - und der nahm Reißaus
Der Mond schien hell in das ärmliche Haus

Geschähe das uns, wir wären erstarrt
Wir fühlten uns ängstlich und wohl auch genarrt
...
134 Carpe diem 25.03.15
Vorschautext:
Pflücke den Tag
und was Dir im Sinn
Hüte die Nacht
und gib Dich dahin




Ich muss heute dorthin gehen -
Morgen schon werden sie sich verstreuen,
Die Pflaumenblüten

...
133 Wo ich wohne 25.03.15
Vorschautext:
Ich wohn' Am Schafhof 18
du kannst die 1 und 8 seh'n
Der Hof, der ist vor meiner Tür
ich weiß nur nicht so ganz wofür
Die Schafe sind schon längst entschwunden
man trifft noch eins in manchen Stunden

Wie wär's denn mit dem Goetheweg
ich näh'm auch den Beethovensteg
Die Allee mit hohen Bäumen
die Gasse mit den kleinen Zäunen
Nun ja, man wohnt mit diesen Namen
...
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