Profil von Wolf-Rüdiger Guthmann

Typ: Autor
Registriert seit dem: 28.09.2012
Alter: 75 Jahre

Pinnwand


Ich grüße alle Poeten, Schreiber, Leser, Freunde, Verwandten, aber auch die eigenen Familienmitglieder und die Unbekannten, bei denen ich persönlich Werbung für unsere Gedichte gemacht habe. Ich grüße aber auch die Organisatoren von Veranstaltungen, Flyern, Internetseiten oder Festen und Feiern, die legal oder illegal unsere Gedichte nutzen, um anderen Menschen Freude zu bereiten oder ihnen die Langeweile zu vertreiben. Nicht alle Werke sind gut oder schlecht. Sie geben oft Emotionen wieder,sollen zum Nachdenken und Nachmachen anregen. Und deshalb wünsche ich mir, dass öfter jemand einen kurzen Kommentar, Anregungen oder berechtigte Kritiken verfasst. Das können auch Bergmänner oder Landfrauen sein. Ich kann nur sagen: "Werdet aktiv!" Wolf-Rüdiger Guthmann

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.062
Anzahl Kommentare: 407
Gedichte gelesen: 791.326 mal
Sortieren nach:
Titel
102 Dein, mein, unser Haus 15.12.13
Vorschautext:
Viele rufen gedankenlos aus:
„Ich hab nur ne Hütte, ein Haus!“
Meist denken und reden sie verkehrt,
denn sie meinen finanziellen Wert.
Doch ein Haus, auch noch so klein,
ist für dich und mich ein Hort allein.

Dort hin zieht man sich zurück,
nach des Tages Müh und Glück,
macht hinter sich die Haustür zu
und hat nun endlich seine Ruh.
Man kann dort seine Hobbys pflegen,
...
101 Die Raupenstory 14.12.13
Vorschautext:
Am Fließ auf einer fetten Kaupe
saß eine kleine nette Raupe.
Sie streckte sich und zeigte sogar,
dass ihr Leben einfach wunderbar.
Ihr Körper zeigte jedes Profil
als wäre sie schon beim Liebesspiel.
In dem ausgespülten Wurzelraum
schlug sie sogar einen Purzelbaum.

Am anderen Ufer sah sie dann
einen gut gebauten Raupenmann.
Auch er sich streckte, drehte, beugte,
...
100 Lieber guter Nikolaus 06.12.13
Vorschautext:
Lieber guter Nikolaus
verzeih die Stiefel vor dem Haus.
Aus die Nacht, vorbei die Stunden,
da uns Tief „Xaver“ hat geschunden.
Die Feuerwehr kann schlafen gehen
und wir die Schäden uns besehen.

Nikolaus, mach nicht viel Wind,
weil viele Stiefel schmutzig sind.
Meist die, der Männer und Frauen,
die sich fürs Gemeinwohl trauen,
Brände löschen, Bäume sägen,
...
99 Ich lebe 05.12.13
Vorschautext:
Ich lebe doch,
weiß nicht, wie lange noch.

Ich sterbe dann,
weiß aber nicht wann.

Ich lese stumm,
weiß aber nicht warum.

Ich schreibe gedichtet,
weiß nicht wer es sichtet.

...
98 Die letzte Birne 04.12.13
Vorschautext:
Auf unserer kleinen Mischobstwiese
steht ein Birnbaum, die „Gute Luise“.
Vor Jahrzehnten in gute Erde gesteckt,
haben seine Äste sich munter gereckt.
Er ragt weit über den spitzen Zaun,
für Kinder gut zum „Birnen klaun“.

Das Wetter günstig, der Regen gut,
was dem Wachstum Wunder tut.
Und tatsächlich vor der üblichen Zeit
waren die Früchte zur Ernte bereit.
Langsam runzelten wir die Stirnen,
...
97 Der letzte Apfel 03.12.13
Vorschautext:
Der Apfelbaum in diesem Jahr
blühte einfach wunderbar.
Einst gut gepfropft und okuliert
hat er sich dies Mal nicht geniert,
hat uns seine große Sortenpracht
schon in der Blüte nah gebracht.

Von zartem weiß bis dunkelrot
er alle seine Nuancen bot.
Viel Sonne und mäßig Regen
kamen dem Wachstum entgegen.
Des Baumes viele kleine Perlen
...
96 Die Brücke 01.12.13
Vorschautext:
Zum Jahresende las alle Welt,
die Stadtkasse hätte noch das Geld.
Geld für eine Fußgängerbrücke,
um zu schließen die eine Lücke.

Ein Block Wohnungen war demontiert,
für den sich niemand interessiert.
Keiner nahm oder wollte haben,
deshalb verblieb dort so ein Graben.

Die Vorschrift sagt in dieser Lage
kommt eine Brücke nur in Frage.
...
95 Wünsche einer 14-Jährigen 30.11.13
Vorschautext:
Die Schulnoten sind schlecht,
die Einträge bunter,
das Zeugnis sich bald rächt,
o Welt, geh doch unter!

Die kleine Sanduhr liegt,
der feine Sand ruht dann,
die Zeit ist nun besiegt,
o Welt, halt doch an!

Der Vati demenzkrank,
keiner kann wie er will,
...
94 Der Druckversuch 26.11.13
Vorschautext:
Lange habe ich gedichtet,
knüllend viel Papier vernichtet.
Heute wollte ich es drucken,
doch der Drucker hatte Mucken.
Es gab die Farben Blau und Rot,
doch das Gelb war einfach tot.

Blau und gelb ergeben Grün,
doch die Wiese blau erschien.
Weil der Drucker nicht so wollte,
schimpft ich, dass das R so rollte.
Meine Frau rief nur ganz nett:
...
93 Totensonntag 24.11.13
Vorschautext:
Unsere Zwillinge fragten beim Brötchen ritzen,
warum wir einen Totensonntag besitzen.
Wir würden sowieso auf den Friedhof gehen
und dort stets nach dem Rechten sehen.
Ich hatte gleich keine passende Antwort parat,
aber wir fuhren sowieso in unsere Heimatstadt.

Dort suchten wir den großen Friedhof auf,
wo geendet einst der Vorfahren Lebenslauf.
Ich unterdrückte ein leises unpassendes Fluchen,
denn wir mussten die Grabstelle erst suchen.
Anschließend wir auch den Platz betraten,
...
92 Halbe-Halbe 20.11.13
Vorschautext:
„Männe, komm mal schnell und schau!“
rief im Nachbarzimmer meine Frau.
Da sie meinen Kosenamen nannte,
ich schnell in ihre Richtung rannte.

Sie war gerade dabei sich anzuziehen
und ich hoffte, ich könnte sie mühen.
Sie stand dicht am Fenster, oben ohne,
als wenn es für den Nachbarn lohne.

Ich dachte, sie will mit mir tändeln
und begann sofort mit ihr zu händeln.
...
91 Willst du... 16.11.13
Vorschautext:
Willst du arm werden – spiele.

Willst du reich werden – betrüge.

Willst du berühmt werden – lüge.

Willst du selig werden – arbeite.

Willst du rechthaberisch werden – leite.

Willst du gehasst werden – liebe.

...
90 Nichts los? 15.11.13
Vorschautext:
Die ersten kalten Winde wehen,
am Himmel bunte Drachen stehen.
Der Regen sucht sich Zeit und Ort
und spült die Sommerreste fort.
Dafür begraben alle Bäume
ihre letzten Blätterträume.

Durch Vogelfreunde wird nun aufgelistet,
wo die Tiere einst genistet.
Nach Süden sind sie längst samt Brut
fühlen sich in der Wärme gut.
Die letzte Ernte wird geborgen,
...
89 Der Hirschkäfer Theobald 14.11.13
Vorschautext:
„Du hast so schöne große Zangen!“,
so hat es vor Jahren angefangen.
Der Käfermann dies gerne hörte,
dass es diese Frau nicht störte.
Drum hat er sie gleich begattet,
bis beide vom Erfolg ermattet.

Der Käfermann sich kaum bewegte,
die Käferfrau 19 kleine Eier ablegte.
Voller Intuition und Mutterstolz
versteckte sie sie im toten Holz.
Das alles war die Vergangenheit,
...
88 Der Reim-Automat 04.11.13
Vorschautext:
Das Dichten, Reimen, Formulieren
muss im Innersten passieren.
Innen in der größten Seelentiefe
sprudelt’ s frei, als ob man es riefe.
Emotionen, Erlebnisse, Gedanken
ruhen dort ganz ohne Schranken.

Erinnerungen aus Jahrzehnten
bruchstückhaft versteckt sich wähnten.
Oft genügt ein Wort, ein Satz
und es bildet sich ein Schatz.
Ein Wortschatz, den man längst vergaß,
...
87 Der Spieltrieb 03.11.13
Vorschautext:
Ist der Mensch auch längst erwachsen
und verdient sein eigenes Geld,
sieht man seine Träume wachsen,
oft zum reichsten Mann unsrer Welt.
Mancher fährt dann in jene Stadt,
die auch ein Spielcasino hat.

An der Kasse Euro tauschen
später nur der Plastik lauschen.
Er nimmt als Gewinnversprecher
einen großen Plastikbecher.
Seine Chips hineingestrichen,
...
86 Der Herbstwinddrachentraum 02.11.13
Vorschautext:
Das Drachenfest war dieses Jahr
ne Pleite, weil kein Wetter war.
Als der Wind drei Tage blies,
das Wochenende gute Chancen verhieß.
Doch hab ich den Wind in Verdacht,
dass er für jemand Werbung macht.

Die Kinder im Spielzeugladen bettelten
und fast eine Revolte anzettelten.
Die Väter kauften Leisten, Leim, Papier,
die Schnur lag noch von früher hier.
Dann wurde geschnitten, geleimt, gesägt
...
85 Der Elfenreigen Nr.3 01.11.13
Vorschautext:
„Wir winden dir den Jungfernkranz…“
klingt es im Mondenschein beim Elfentanz.
Ein Mädchen nach der schönsten Nacht,
vom Freund verlassen, noch nicht erwacht,
ruht auf blutroten Kissen wie eine Fee
in einem schaukelnden Kahn mitten im See.

Sie träumt bestimmt vom kurzen Schmerz,
als sie mit Liebe gab ihr ganzes Herz.
Er war sicher schön und er war auch reich,
drum öffnete sie ihm ihr Himmelreich.
Erst nur Gespielin, jetzt auch gleich Frau,
...
84 Wetterstimmung 31.10.13
Vorschautext:
Ist der Himmel morgens grau,
knurren Frauchen und Wauwau.
Herrchen kann zur Arbeit gehen
und in die Neon-Sonnen sehen.

Je mehr sich die Sonne zeigt,
desto mehr die Stimmung steigt.
Frauchen zeigt die eigne Haut,
jeder staunt, wie sie gebaut.

Pluto mit der dicken Pelle
sucht im Schatten sich ne Stelle.
...
83 Die Reformation 31.10.13
Vorschautext:
In der Zeitung stand geschrieben,
das EU-Auto-Klima-Gesetz sei so geblieben.
Große Automarken würden mit den Jahren
so, trotz Feinstaub, enorme Kosten sparen.
Aber nebenbei, der Partei zum Dank,
wanderte eine Spende von Bank zu Bank.

„Sobald das Geld im Kasten klingt,
die Seele in den Himmel springt.“
So hieß es einst beim Ablass-Handel,
bevor dann kam der große Wandel.
Ein Plakat mit 95 Thesen
...
Anzeige