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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Winterurlaub Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Der Heiner fragt den Roland,
den er lange nicht gesehen,
"wie war es im Winterurlaub?"
"Eigentlich sehr schön..."

"Von den verschneiten Hängen,
war ich total besessen.
Das Essen auf dem Sedler Hof,
war gar nicht angemessen...

Dem Sedler starben drei Hühner..."
"Oh, schlimm, wenn das passiert!"
...
Waldeinsamkeit Ingrid Bezold
Vorschautext:
Ich wandere nun stundenlang
über Felder, durch den Wald;
pausiere hier am Felsenhang
im Schatten. Es ist ziemlich kalt.

Der Stausee unter mir ruht still;
ganz anders als zur Sommerzeit.
Ein Eichelhäher stört mich schrill
in der Zurückgezogenheit.

Ich muss nicht reden, darf genießen
und die Gedanken kreisen lassen
...
Braut Christi Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Die junge, schöne Frau weckt Neugierde,
ist für Männer ein Objekt der Begierde
ihr Sex-Appeal bringt sie um den Verstand,
vergeblich bitte sie um ihre Hand,
denn sie möchte als Nonne Gott dienen,
so fleißig arbeiten wie die Bienen,
ihr Leben keusch im Kloster verbringen,
zum Herrn beten, Kirchenlieder singen –
jetzt wird sie verteufelt von den Kerlen,
von deren Lippen Schimpfwörter perlen,
doch mit Hilfe Gottes hält sie dem stand,
er hält über sie die schützende Hand.
Mors certa, hora incerta Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Des Todes sind gewiss – wir alle -
und sitzen bereits in der Falle,
denn wir sind in uns selbst gefangen,
um unser Leben wir oft bangen,
doch leider gibt es kein Entrinnen,
denn der Tod, der steckt in uns drinnen
und deshalb führt die Angst vor dem Tod
stets zur Flucht vor uns selbst, in der Not,
doch bei innerer Zerrissenheit
spüren wir erst recht seelisches Leid.


...
Phönix Meteor
Vorschautext:
Leben geboren aus dem Feuer
Funke bahnt sich Weg zur Flamme
Lichtbringer als auch Ungeheuer
Fasziniert züngelnde Schlange

Alles verzehrende Urzeitmagie
Heraufbeschworen als Asšistent
Zur Asche transformierte Euphemie
Schöpfung, die man Phönix nennt

© meteor 2026
Wenig ist oft Viel II Käti Micka
Vorschautext:
*****
Wenig ist oft Viel II

Wenig gibt oft schon
ein gutes Gefühl
Zeig ein Lächeln
sonst wirkt dein Gesicht so kühl
Ich hab’s gern
wenn du lachst
Du deiner Umgebung
eine große Freude damit machst
Wenn du dann auch noch singst
...
Du liebst Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Du liebst

Du liebst Distanz und weniger Nähe,
Bleibst verborgen in den Weiten des Internets,
Mir doch sehr fern und gar nicht sehr nah,
Während ich heimlich nach Dir spähe,
Stets ignorierend das Internetgehetz,
Weil als Stern ich nur Dich immer sah.

Schon lange bist Du Teil meiner Träume
Und aus meinen Nächten nicht wegzudenken,
Auch nicht aus meinen flutenden Gedanken.
...
Wenn ich chatte Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Wenn ich chatte

Wenn ich chatte
Fühle ich mich wie ein Jüngling,
Frei und alterslos.
Im Netz sehe ich manche Schöne, Nette,
Manche sogar mit Ring,
Die Präsentationen sind riesengroß.

Manches muss man auch übersehen,
Nicht jedes Video ist sattelfest,
Wenn um Orthographie es geht.
...
Unsere tägliche Bürde Käti Micka
Vorschautext:
*****
Unsere tägliche Bürde

Es sind fast nur Schauergeschichten
Von denen Sie täglich berichten
Der Mensch wird aufgeheizt
damit er um sich beißt
So geht es Tag für Tag
So wird man eingestimmt
Und man erträgt die große Plag
Das Beste wäre
man löst sich von diesem Übel
...
Was bleibt Benjamin K
Vorschautext:
Ich hörte einmal jemanden sagen,
Poesie soll man im Herzen tragen.

Doch ist es nicht die Poesie,
welch so traurige Ironie,
die mir immer wieder zeigt,
dass mein Kopf zur Vergesslichkeit neigt?

Die Angst, irgendwann zu vergessen,
was ich geschrieben habe, und stattdessen
mit leerem Blick dahinzuschwinden,
es ist schwer, sich wiederzufinden.
...
Die Eine Sven Stroh
Vorschautext:
Die Eine umarmt
Mit Händen so zart
Aufrichtiger Art
Ihre Schönheit gerahmt.

Die Eine erzählt
Warme Worte grazil
Im Inhalt subtil
Gehaltvoll gewählt.

Die Eine hört zu
Empfindet und spürt
...
Die Träume, die wir zurückließen Sam De Wenah
Vorschautext:
Auftakt des Gedichtzyklus


Es gab eine Zeit,

da lagen unsere Träume
auf dem Tisch der Zukunft
wie Karten
einer unentdeckten Welt.

Jeder Weg
war offen.
...
Schwarze Engel Sam De Wenah
Vorschautext:
Die Tage
tragen kein Licht mehr.

Sie liegen
wie nasse Erde
auf meiner Brust.

Gedanken
ziehen durch die Nacht
wie Rauch
aus verbrannten Jahren.

...
Das Gewicht der Tage Sam De Wenah
Vorschautext:
Die Wohnung klingt anders.
Als hätte jemand
die Stille neu eingerichtet.

Man spricht manchmal noch laut.
Nur um festzustellen,
dass niemand mehr antwortet.

Die Dinge stehen noch da.
Tasse. Mantel.
Ein Stuhl am Tisch,
der zu viel Platz hat.
...
Hass oder Leben Sam De Wenah
Vorschautext:
Ein Knall.
Und wieder brennt der Himmel.

Bomben über Städten.
Sirenen im Morgengrauen.

Die einen feuern Raketen.
Die anderen schlagen zurück.

Und irgendwo dazwischen
zerreißt es Familien.

...
Ich war bereit - Zwischen Sehnsucht und Würde Sam De Wenah
Vorschautext:
Ich war bereit!

Hört ihr das?

Nicht halb.
Nicht vielleicht.
Nicht irgendwann.

Ich war bereit,
mein Fleisch zu öffnen,
mein Blut zu teilen,
mein Leben hinzugeben
...
Tränen Sam De Wenah
Vorschautext:
Tränen sind das letzte Licht
über dem Grab unserer Illusionen.

Sie sind das letzte Gespräch
mit jemandem,
der nicht mehr antwortet.

Tränen der Trauer messen,
was verloren ging.

Sie erlauben,
dass das Herz sich beugt –
...
Lass los, um zu leben Sam De Wenah
Vorschautext:
Es war der Moment,
in dem die Welt still stand,
der Blick auf dich selbst gerichtet,
während alles in ihr brannte.

Was du loslässt, ist niemals mehr,
als das, was dich zum Leben führt.
Die Ängste, die du trägst,
die Stimmen, die dich beklemmen,
verwehen im Wind,
wenn du dich selbst beginnst zu verstehen.

...
Für dich, Töffl Sam De Wenah
Vorschautext:
Ich sterbe nicht.
Ich verabschiede mich.

Immer wieder.
Ordentlich.
Unauffällig.

Von Menschen.
Von Dingen.
Von dem, was mich getragen hat,
während ich gelitten habe.

...
Getragen Sam De Wenah
Vorschautext:
Im Innern glimmt ein leises Licht.
Es fragt nicht nach der Nacht.
Es verweilt.

Hoffnung geht mit langsamem Schritt.
Sie stolpert,
doch sie wendet sich nicht ab.
Sie atmet weiter.

Die Luft trägt sanften Frieden.
Kaum spürbar.
Doch da.
...