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| 1980 | Frühnebel | |||
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Vorschautext: Frühnebel steht und nässt die Luft, durch-wirkt das Land, drängt in die Kluft, legt sich auf Wiesen, feucht und kalt, benetzt den ganzen Blätterwald, beißt sich sogar als Tropfenrest, an Hängen und an Moosen fest, senkt Schleier über Bach und Teich., wirbt Äcker für sein fahles Reich, bis endlich eine Wolke bricht und in der Sonne Morgenlicht, ein stolzes Blau den Himmel ziert, in dem sich jedes Grau verliert. ... |
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| 1979 | Ein Zehnwochenpaar | |||
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Vorschautext: Es ist ein bewundernswertes Paar, denn es verliebt sich jedes Jahr neu, kommt sich ab Mitte April sehr nah, bleibt sich dann gut zehn Wochen lang treu. Der Körper der Braut ist rund gebaut und prall gefüllt mit Stärke und Kraft, die gülden schimmernde zarte Haut, und die Grübchen gehören zur Tracht. Ihr Partner jedoch ist rank und schlank und auf ganzer Länge zerbrechlich, ... |
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| 1978 | Opfer der Nahrungskette | |||
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Vorschautext: Als Baby saugt man Muttermilch, schluckt Brei und Mus von Alete. solch Speisen kennt ein jeder Knilch, klein Fritz, Tom und auch die Käthe. Schon ab Vier isst man Currywurst und Pommes mit Mayonnaise, davon bekommt ein jeder Durst, ob daheim oder auf Reise. Ab Fünfzehn schlingt man alles rein, Schinken, Speck, auch fetten Braten, ... |
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| 1977 | Morgendliche Stille | |||
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Vorschautext: Es tasten sich Sonnenstrahlen, nur langsam durch das frühe Grau, wecken sanft den Tag und malen, so nach und nach den Himmel blau. Wiesen beginnen zu funkeln, Perlen glänzen wie Kristallglas, blitzen, schimmern auf dem dunklen, noch frühtaunassen Sommergras. Ein Weiher von Schilf umrandet, vor dem ein altes Wegkreuz steht, ... |
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| 1976 | Heute fang ich damit an | |||
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Vorschautext: Es wird gesagt, man sei erfahren, wenn sich das Leben dem Ende neigt, doch ich möchte vieles noch wagen, bevor sie mich holt, die Ewigkeit. Einiges hab ich nachzuholen, was bis heute versagt mir blieb, auch das, was alles war verboten, wahrscheinlich war ich immer zu lieb. So vieles gibt’s noch zu ergründen, bevor der Rest meiner Zeit verrinnt, ... |
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| 1975 | Meine Ideale | |||
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Vorschautext: Einst flog ich frei wie ein Albatros, im Heißluftballon namens “Leben“, übermütig und voller Genuss, wollt' ich in Richtung Sonne streben. Weite Strecken ging es steil hinauf, ein Flug von dem wohl viele träumen, ´ne Flasche Champagner trank ich drauf, wollte den Platz so schnell nicht räumen. Doch scharfe Winde wehten mich fort, ließen meine Vorsätze leiden, ... |
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| 1974 | Lebe jetzt | |||
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Vorschautext: Hast du viel durchgemacht im Leben, und denkst manchmal, es geht nicht mehr, sei stark, es wird noch vieles geben, denk immer dran, man liebt dich sehr. Verzweifle nicht in schweren Stunden, bleib dir stets treu, gib niemals auf, einst hat das Leben dich gefunden, wirf es nicht fort, mach deinen Lauf. Spreng alle Ketten und mach dich frei, das Leben ist dir lieb und teuer, ... |
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| 1973 | Hitze | |||
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Vorschautext: Diese Hitze macht mich nieder, Kopfschmerz plagt mich immer wieder, in allen Räumen Hitzestau, mir wird ganz schummrig und ganz flau. Der Sommer ist ´ne schöne Zeit, doch diese Hitze geht zu weit, würde gern mal draußen sitzen, einfach so, ganz ohne schwitzen. Sind zwar gut, die Sonnentage, nur die Hitze ist ´ne Plage, ... |
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| 1972 | Deutsche Demokratie | |||
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Vorschautext: Wir nennen es einfach Demokratie, doch absolut frei sein dürfen wir nie, auf Wort und Tat wird jeder kontrolliert, und mit steigenden Steuern schikaniert. Millionen werden ins Ausland verschenkt, und dort in die großen Banken gelenkt, hier spart man das Geld bei den Armen ein, und schiebt es den Scheinasylanten rein. Das freie Denken ist nur dem erlaubt, der an verlogene Politiker glaubt, ... |
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| 1971 | Sommerabend | |||
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Vorschautext: Ein Sommerabend still und klar, mit traumhaft süßem Blumenduft, die Sonne macht sich langsam rar, weil bald die Nacht zum Schlafe ruft. Leichter Wind bewegt die Äste, singt die Abendserenade, der Horizont in roter Weste, glänzt als Märchenlandfassade. Diese schönen Impressionen, die am Abend faszinieren, ... |
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| 1970 | Dein Leben | |||
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Vorschautext: Sieh doch Dein Leben wie Deinen Garten, wo Baum, Busch und Blumen auf Dich warten, so wie ein Gärtner musst Du es pflegen, viel Wert auch auf das Aussehen legen. Unkraut entfernen, doch stets mit Bedacht, so wie es der Gärtner im Garten macht, hegen und pflegen, von hinten bis vorn, es mit Freude tun und niemals mit Zorn. Lebe alle Zeit in des Gärtners Sinn, und gebe Dich niemals dem Gleichmut hin, ... |
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| 1969 | Parkinson | |||
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Vorschautext: Parkinson He Parkinson, nimm es nicht krumm, wenn man dich hasst im ganzen Land, du bist doch einfach nur strunz dumm, wird Zeit, dass man dich hier verbannt. Schnapp dir deine Siebensachen, verschwind auf Nimmerwiedersehen, du nimmst Menschen jedes Lachen, darum geh und bleib nicht stehen. ... |
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| 1968 | Ruhe am Abend | |||
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Vorschautext: Den letzten Blick zur Sonne, die am Horizont versinkt, genieße ich mit Wonne, weil ein Vogel dazu singt. Der Abend bringt die Stille, daheim im Ruhehafen, hernach ist es mein Wille, ganz tief und fest zu schlafen. Etwas Kraft tanken im Traum, dem Alltagstrott entrinnen, ... |
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| 1967 | Bauchgefühl | |||
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Vorschautext: Vertraue einfach deinem Bauch, er sagt die Wahrheit und hat recht, ihn kümmern weder Schall noch Rauch, denn sein Gespür ist gut und echt. Mischt sich mal hinein, dein Verstand, weil du ihm hast zu viel geglaubt, dann hast du dich wohl schwer verkannt, dein Bauch weiß besser was erlaubt. Vertrau tagtäglich deinem Bauch, denn er ist warm und mächtig schlau, ... |
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| 1966 | Spaziergang im Regen | |||
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Vorschautext: Gerne gehe ich im Regen spazieren, wenn nasse Fäden mir Umhänge stricken, mein Haupt mit Perlen als Spinnennetz zieren, kühle Tropfen meine Wangen erquicken. Wenn ich Wolken in den Pfützen betrachte, wie freche Winde ihr Spiegelbild kräuseln, die ich allerdings nur wenig beachte, weil sie versuchen mich einzusäuseln. Wenn Gräser in satten Grüntönen glänzen, Blumen ihre feuchtschweren Häupter neigen, ... |
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| 1965 | Ein Regenwürmchen | |||
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Vorschautext: Regen peitscht schon seit acht Tagen, durch Straßen, Wege und Gassen, so, dass Menschen es kaum wagen, ihre Häuser zu verlassen. Zwei Katzen in Nachbars Garten, lassen sich mit Fisch nicht locken, sie sitzen nur da und warten, dass es wärmer wird und trocken. Hinter fest verschloss´nen Türen, tagt der Krisenstab seit Stunden, ... |
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| 1964 | Einsam und obdachlos | |||
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Vorschautext: Hunger, Sehnsucht, beide sind groß, doch sein Gesicht bleibt ausdruckslos, bei ihm ging alles daneben, ihn kennzeichnete das Leben. Keinen Euro in der Tasche, bloß eine Alkoholflasche, sie ist sein Trost, bei Tag, bei Nacht, weil sie ihm etwas Wärme macht. Alle Freunde sind verschwunden, niemand fühlt sich ihm verbunden, ... |
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| 1963 | Abschied vom Oktober | |||
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Vorschautext: Nebelschwaden wollen nicht steigen, der Himmel kann sein Blau nicht zeigen, kleine Tröpfchen wirbeln durch die Luft, durch die Alleen strömt Moderduft. Nur noch kurz darf der Blick sich laben, an des Herbstes leuchtenden Farben, bald schon schwebt das Laub der Erde zu, Bäume rüsten sich zur Winterruh. Dort wo Kirchtürme weit aufragen, umhüllen sie die grauen Schwaden, ... |
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| 1962 | Andern mal recht geben | |||
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Vorschautext: Gebt andern Menschen auch mal recht, auch wenn ihr deren Wort nicht glaubt, fast jeder meint, er denkt nicht schlecht, doch manches Denken ist verstaubt. Die Gedanken sind nicht immer frei, Vertrauen ist ´ne Bindungsmacht, bei all zu wirrer Denkerei, wird das Ergebnis kaum bedacht. Ob was richtig ist oder nicht, entscheidet jeder subjektiv, ... |
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| 1961 | Hast Du alles vergessen ? | |||
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Vorschautext: Hast Du schon alles vergessen, was zwischen uns einmal war, unsre gleichen Interessen, wurden mehr und mehr, Jahr für Jahr. Die Träume schienen wahr zu sein, sie waren nicht nur Phantasie, nur Gutes kam zu uns herein, diese Zeit vergesse ich nie. Wir beide gingen Hand in Hand, überglücklich in Harmonie, ... |
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