Profil von Birgit Klingebeil

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Anzahl Gedichte: 266
Anzahl Kommentare: 421
Gedichte gelesen: 66.330 mal
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Titel
266 Mit Mut wird alles gut 05.09.26
Vorschautext:
Es knackt das Knie, der Rücken spannt,
oft ist der Brillenplatz dir unbekannt.
Was früher leicht zu händeln ging,
ist heute meist ein schweres Ding.

Die Jugend flieht, das Haar wird grau,
nicht alles weiß man mehr genau.
Doch wer verzagt, hat schon gefehlt,
weil jede Falte vom Leben erzählt.

Es braucht viel Mut, um jedes Jahr,
zu nehmen, wie's halt eben war.
...
265 Goldenes Herz 03.09.26
Vorschautext:
Sie wiegt nicht in Gold
und glänzt nicht im Schein,
lässt keinen im Schmerz
und im Zweifel allein.

Man bietet wohl Reichtum,
verlangt einen Preis
und misst, was die Welt
an Gewinn uns verheißt.

Doch bricht jeder Taler
und versinkt jede Zahl,
...
264 Erinnerung 03.09.26
Vorschautext:
– Das bewachte Gestern –

Im Garten der verblassten Zeit,
steht er im stillen, warmen Kleid.
Ein Geist, der niemals von da weicht
und uns so manches Mal erreicht.

Die Erinnerung, so stark und rein,
schließt unser ganzes Wesen ein.
Sie hält das Licht vergangner Tage,
gibt Antwort auf die stumme Frage.

...
263 Z u v e r s i c h t 30.08.26
Vorschautext:
Traurigkeit – sie drückt mich nieder;
ich hoff', bald scheint die Sonne wieder.
Doch noch fließen Tränen ab und an,
die ich zurück nicht halten kann.

Schatten legen sich aufs Herz,
und jeder Atemzug bringt Schmerz.
Die Stille hüllt mich lastend ein;
ich fühl' mich einsam und allein.

Graue Wolken zieh'n vorbei,
doch irgendwann da bin ich wieder frei.
...
262 In der Stille geborgen 30.08.26
Vorschautext:
Oma sollte ich bald wieder werden,
wie sehr hab' ich mich darüber gefreut.
Doch gibt's Unvorhersehbares auf Erden,
wenn das Schicksal seine Schatten streut.

Ein kleiner Stern berührte kurz das Leben,
bevor er leise in die Stille entschwand.
Was wir so gern an Liebe wollten geben,
hielt er nur für einen Moment in der Hand.

Nun blick’ ich nachts auf zum Himmelszelt
und suche dich in jedem hellen Licht.
...
261 Die Kunst, zu leben 29.08.26
Vorschautext:
Die Kunst, zu leben, liegt im Moment,
im stillen Licht, das sanft nur brennt.

Es ist kein Weg nach starrem Plan,
kein blindes Rennen in der Bahn.

Es heißt zu verweilen, hinzuschauen,
dem eigenen Rhythmus zu vertrauen.

Das Große oft im Kleinen sehen
und stürmische Zeiten überstehen.

...
260 Ein letzter Sommertag 29.08.26
Vorschautext:
Wie im Bilderbuch gemalt der Tag,
der Wind ein leiser, warmer Hauch.
Ein Glücksgefühl, das ein jeder mag,
denn Sonne brauchen wir ja auch.

Der Himmel strahlt im reinsten Blau,
das Gras steht hoch und duftet süß.
Die Welt vergisst ihr Alltagsgrau,
noch einmal öffnet sich das Paradies.

Wir fangen die Sonnenstrahlen ein
und halten die goldene Stunde fest.
...
259 Brücke zum Herzen 27.08.26
Vorschautext:
Herzlich lachen hält die Seele jung
und öffnet weit andere Herzen.
Schnell kommt man dann in Schwung
und ist auch aufgelegt zu Scherzen.

Ein heit’rer Sinn vertreibt die Sorgen
und bringt Leichtigkeit in jeden Tag.
Man sorgt sich weniger um Morgen,
weil Lachen Kraft zu geben vermag.

Es ist der schönste Gruß am Ort,
vertreibt die grauen Wolkenwände.
...
258 Stille Wunder 25.08.26
Vorschautext:
Ein leises Licht im Morgenstrahl,
ein Flüstern ohne Wort und Zahl.
Die Welt hält an für kurze Zeit,
in schweigender Geborgenheit.

Tautropfen funkeln im Morgenlicht,
wo die Sonne erst das Dunkel bricht.
Und geht der Atem tief und leicht,
die Hektik dann vom Herzen weicht.

Ein Knospenbrechen über Nacht,
das unbemerkt in der Welt erwacht.
...
257 Treue Wegbegleiter 25.08.26
Vorschautext:
Bücher sind wie ein stiller Freund,
der niemals weicht, der niemals geht.
Hab Tränen schon mit ihm geweint,
wenn stumm er mir zur Seite steht.

Wenn graue Wolken mich umhüllen,
schlagen sie ein neues Kapitel auf.
Um meine Sehnsucht still zu füllen,
nehmen sie mich mit im Lebenslauf.

Sie reisen mit durch Zeit und Raum,
schenken Trost in dunkler Nacht.
...
256 Im Schattenlicht 23.08.26
Vorschautext:
Ich stehe hier im grauen Licht,
wo auch der letzte Halt zerbricht.
Gefangen in des Zweifels Tanz,
verliert die Welt den hellen Glanz.

Der Mensch ein Abbild, kalt und rau,
ein Zerrbild nur, man weiß genau:
Wo früher Wärme war und Glut,
herrscht heute nur noch Eisesmut.

Die Traurigkeit ist schwer und dicht,
ein Schleier liegt auf dem Gesicht.
...
255 Das Gift im Heute 23.08.26
Vorschautext:
Du brichst das Fundament in Stücke,
das uns durch uns're Jahre trug.
Und jede einst geschlagene Brücke
wird nachträglich zu Lug und Trug.

Was schön war, wird von dir vergiftet,
weil du das Heute grausam färbst.
Und Bilder, die du neu gestiftet,
sind Dolche, die du mir vererbst.

Ich schau' zurück und zweifel leise:
War einstmals alles nur ein Schein?
...
254 Zu nah am Wasser 22.08.26
Vorschautext:
Manchmal kann ein Wort genügen,
dass eine Träne aus den Augen fließt
Ich kann die Gefühle nicht betrügen,
wenn sich die Welt in mir ergießt.

Man sagt, ich sei zu nah am Wasser,
gebaut auf weichem, nassen Grund.
Die Farben ringsum werden blasser,
erbebt das Herz zu jeder Stund'.

Jedoch schenkt Wasser Leben Klarheit
und wäscht Staub von einem Schmerz.
...
253 Ohne Panzer 22.08.26
Vorschautext:
Was gestern noch wie Nebel war,
wird heute brennend, greifbar nah.
Man spürt die Welt viel zu genau,
den harten Rand, das matte Grau.

Ein Lächeln kämpft mit alter Not,
das Herz ist eng, die Seele tot.
Erinnerung wie schwerer Stein,
will immerfort geladen sein.

Es fehlt der Schutz, das Ich liegt bloß,
die Furcht ist laut, die Last zu groß.
...
252 Der Mann im Mond 16.08.26
Vorschautext:
Der Mann im Mond sitzt ganz allein
und schaut in unser Zimmer rein.
Er hat kein Bett, er hat kein Kissen
und wird dies auch nie vermissen.

Er knabbert gern am Sternenkeks,
lacht mit den Schnuppen unterwegs,
tanzt mit dem Großen Bären wild,
der funkelnd seine Sehnsucht stillt.

Er hüllt sich ein in Sternenstaub,
den er den Feen hat geraubt.
...
251 Auf Sternenpfaden 16.08.26
Vorschautext:
Wo der Mond durch Wipfel bricht,
erwacht ein funkelnd Zauberlicht.
Ein Pfad aus purem Sternenstaub
führt leis’ durch silberblaues Laub.

In diesem zarten, feinen Feenland 
tanzen hier Elfen – Hand in Hand.
Sie weben Träume aus der Nacht,
bis hell der Morgenstern erwacht.

Auch ein Einhorn sieht man ziehen
und ein Wasserfall singt Melodien.
...
250 Ohne Vorbehalte 14.08.26
Vorschautext:
Erwartungsvoll schau’ ich nach dir aus
und mein Herz beginnt freudig zu beben.
Kommst du dann endlich gleich nach Haus,
wird es, wie immer, viel Frohsinn geben.

Auf „Wolke Sieben“ mit dir schweben,
wie du es einst mir hast versprochen.
Ich darf das nun in Wahrheit erleben,
auch Streiten hat uns nicht gebrochen.

Abends mit dir durch die Stadt flanieren,
und wenn du mich dann noch innig küsst,
...
249 Im scheinbaren Nichts 14.08.26
Vorschautext:
Ziellos nur spazierte sie so dahin,
am Himmel glomm die 'Blaue Stunde'.
Nach Ruhe und Stille stand ihr der Sinn,
darum ging sie auf diese Abendrunde.

Der schmale Streifen rot-goldenen Lichts,
vom Auge nur flüchtig wahrgenommen,
flammte leuchtend im scheinbaren Nichts;
versprach Einsamkeit, die ihr willkommen.

Dort an des Stromes stahlblauem Band
versank sie sinnend für einen Moment.
...
248 L e b e n s g l ü c k 13.08.26
Vorschautext:
Höhen und Tiefen wird stets es geben,
jedoch ist dies kein Grund zum Klagen.
Auch Widrigkeiten gehören zum Leben;
wichtig ist nur, daran nicht zu verzagen.

Das ist zwar leichter gesagt als getan;
manche Last ist in der Tat eine Bürde.
Dennoch kommt man ja niemals voran,
kapituliert man gleich vor jeder Hürde.

Nicht endlos ist der Weg uns’res Lebens;
darum fülle jeden Schritt mit tiefem Sinn.
...
247 Liebe ist ... 13.08.26
Vorschautext:
Liebe ist wahrhaft fair und tolerant.
Liebe verlangt kein Unterpfand.
Auch ist Liebe niemals ein Spiel
und doch viel mehr als ein Gefühl.

Liebe ist das Licht in der Dunkelheit.
Liebe sprengt die Ketten der Einsamkeit.
Liebe brennt tief sich in die Seele ein.
Liebe ist beieinander geborgen sein.

Liebe ist, auf Augenhöhe stehen.
Den anderen, wie er ist, zu sehen.
...