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Anzahl Gedichte: 288
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Gedichte gelesen: 73.951 mal
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Titel
288 Herbststunden 29.09.26
Vorschautext:
Golden tanzen Baumkronen im Wind,
wenn die bunten Herbststunden beginnen,
und färben sich rot dann ganz geschwind,
während die Tage leise verrinnen.

Ein Teppich aus Kastanien und aus Moos,
lädt uns ein zum Verweilen und Gehen.
Im milden Licht, so weich und so groß,
bleibt die Welt für Sekunden kurz stehen.

Der Wind singt ein Lied von Abschied und Zeit
und raschelt laut in dem bunten Kleide.
...
287 Zeit für uns 29.09.26
Vorschautext:
Mein Enkelsohn, der Herzensdieb,
hat seine Omi wirklich lieb.
Oftmals fragt er bei mir an,
ob er hier übernachten kann.

Auch ich hab’ ihn sehr gern bei mir
und wünschte, er wär' öfter hier.
Doch Job und Schule ließen kaum Zeit,
für Spiel, Spaß und Gemeinsamkeit.

Da Omi jetzt aber im Ruhestand,
reiche ich dir, Schatz, meine Hand.
...
286 Der eigene Sinn 27.09.26
Vorschautext:
Meide die Stimmen, die dich lenken
und dir ein fremdes Leben schenken.
In deinem Herzen brennt das Licht,
das nur für deine Träume spricht.

Was andere denken, was sie sagen,
darf niemals deine Kraft zernagen.
Denn ihre Pfade sind nicht deine,
du gehst dein Leben ganz alleine.

Halte inne und schau in dich rein,
da liegt, was einst dein Erbe soll sein.
...
285 Folgerichtig 27.09.26
Vorschautext:
Du redest und redest in einer Tour,
das Wort Schweigen scheint dir fremd.
Kannst du nicht wenigstens einmal nur
Ruhe geben - für den Moment.

Unablässig musst du weiter bohren,
kannst ein "Nein" wohl nicht akzeptier'n.
Vertrauen hab ich doch längst verloren
und so wird auch mein Herz erfrier'n.

Spar’ dir die Mühe, spar’ die Worte,
mir ist es gleich, was du noch sagst.
...
284 Ein Jahr mehr Leben 26.09.26
Vorschautext:
Ein Blick im Spiegel, ganz in Ruh’,
ein neues Jahr kommt sanft hinzu.
Man zählt die Tage, zählt die Wochen,
hat sich von Plänen viel versprochen.

Und eh man sich’s versieht, wie wahr,
ist man wieder älter – um ein Jahr.
Die Jugend weicht, das Tempo sinkt,
wenn uns das Leben leiser winkt.

Doch graue Haare und Fältchenspur,
das sind keine Fehler der Natur.
...
283 W o l k e n t r a u m 23.09.26
Vorschautext:
Ich liege still im weichen Gras
und die laute Welt wird blass.
Sinnend blick' ich in die Höh',
wo ich die weißen Riesen seh’.

Sie ziehen wie ein lautlos' Band
durch ein unendlich blaues Land.
Kein Ziel hat dieser leichte Lauf,
sie fangen meine Sorgen auf.

Ich schließe sanft die Augenlider
und sink' tief in das Kissen nieder,
...
282 Unser Hausbaum 23.09.26
Vorschautext:
Im Garten steht er, stolz und breit,
ein treuer Freund im Lauf der Zeit.
Mit silberner Rinde, stark und alt,
der Sommer gibt ihm sanft Gestalt.

Sein dichtes Blätterdach, so grün,
lässt Schatten unter sich erblühn.
Auch hält er uns die Mücken fern,
darum haben wir ihn alle gern.

Wenn der Herbst ins Land einzieht,
verwandelt sich sein grünes Lied.
...
281 Der Herbst im Rebenmeer 21.09.26
Vorschautext:
Gespeist vom tiefen, warmen Grund,
steht Stock an Stock im Morgenlicht.
Die Trauben hängen schwer und rund,
in diesen Reihen, dicht an dicht.

Ein Klicken schallt durch’s Rebenmeer,
die Scheren schneiden flink und leis’.
Die Körbe füll'n sich mehr und mehr,
das ist der Lohn für Fleiß und Schweiß.

Der Sommer war den Trauben hold,
der Erde Saft ward uns gebracht.
...
280 Waldesruh' 21.09.26
Vorschautext:
In grünen Wänden, sanft gelassen,
der Lärm der Welt wird leise, fern,
da kann ich ganz den Alltag lassen;
im Reich des Waldes ruh' ich gern.

Duft von Harz auf weichen Wegen,
jeder Atemzug schenkt neue Kraft
Moos wird mir zum sanften Segen.
den Mutter Natur für uns erschafft.

Die Blätter flüstern leise Grüße,
und Sorgen lässt der Wald nun los.
...
279 Im Lebensschatten 19.09.26
Vorschautext:
Ein stilles Schweigen zieht ins Land,
zerbrechlich wird das lose Band.
Die Furcht greift leise nach dem Sinn:
Wo will ich sein? Wo bin ich hin?

Ist denn mein Name längst verweht,
weil man plötzlich ganz alleine steht?
Die Freunde schweigen, fern und still,
als ob man nicht mehr kommen will.

Ich steh' am Rand und schau' nur zu,
kein ladend Wort bringt Herzensruh'.
...
278 Zögerndes Glück 19.09.26
Vorschautext:
"Verzeih!", sagt er, und "Ich liebe dich."
Das hat sie ersehnt - stets inniglich.
Auch geträumt davon so manches Jahr,
und gehofft darauf, der Traum wird wahr.

Mit warmen Blicken schaut er sie an,
zieht sie wieder wie einst in den Bann.
Doch kann es wirklich so einfach gehen,
sich einander noch mal zu verstehen?

Dem Glück erneut die Hände reichen?
Vergangenes aus dem Herzen streichen?
...
277 Zeit der Reife 18.09.26
Vorschautext:
– In Vollendung –

Der Herbst kommt, der Sommer geht,
ein kühler Wind über die Hügel weht.
In dieser Zeit wird die Natur ganz still,
zeigt uns, was sie uns schenken will.

Wo leuchtend rot der Apfel lacht,
biegen sich Äste unter der Pracht.
Die Ähren stehen dicht an dicht
und Reben brennen im Abendlicht.

...
276 Reise durch das Leben 18.09.26
Vorschautext:
Das Leben ist ein weiter Weg,
ein Pfad aus Licht und Schatten,
führt über manchen engen Steg
und durch verblühte Matten.

Wir packen uns'ren Koffer schwer
mit Träumen, Mut und Sorgen.
Wir wandern durch ein Zeitenmeer
ins Ungewiss von morgen.

Mal stürmt es, mal erstrahlt die Sonne,
dann wieder bleibt man suchend steh’n.
...
275 Z u f l u c h t 13.09.26
Vorschautext:
Wenn manchmal kalte Winde wehen
und graue Schatten einsam zieh'n,
kann ich in mir nur Schwärze sehen
und will dem Frost der Welt entflieh'n.

Ich sehne mich nach hellem Licht,
nach einem Ort, der mich umfängt,
wo keine harte Stimme spricht
und niemand meine Schritte lenkt.

Ein stiller Hafen, weich und warm,
der jede Kälte von mir treibt;
...
274 Gratwanderung 13.09.26
Vorschautext:
Der Morgen küsst die grünen Matten,
wir wandern durch den Lärchenhain.
Die Bäume spenden sanften Schatten,
sonst liegt der Weg im Sonnenschein.

Der frische Duft von Harz und Nadeln
umweht uns auf dem schmalen Pfad,
wenn sacht die linden Winde adeln
die Stille - und ihren leisen Rat.

Dann plötzlich, es ist wie ein Wunder,
öffnet sich uns ein Blick in das Tal;
...
273 Wie gewonnen - so zerronnen 12.09.26
Vorschautext:
Ein Netz aus Worten, fein gewebt,
doch Gift ist das, was darin lebt.
Die Wahrheit wird zum Zerrbild bloß,
der Hochmut macht die Lüge groß.

Wer Falschheit sät in seiner Spur,
will kränken und verletzen nur.
Er lenkt den Blick, er führt in Not,
sein Wort bricht er wie trocken Brot.

Doch Masken fallen, Stück für Stück,
kein Trug bringt wirklich wahres Glück.
...
272 Ein starkes Ich 12.09.26
Vorschautext:
Der Sturm mag heulen, wild und laut,
der Wind an deinen Mauern zerren,
doch wer auf seine Stärke vertraut,
den können keine Ängste sperren.

Es bricht das Holz, das starr und alt,
es reißt das Seil unter der Last,
doch deine Seele sucht sich Halt,
in dem, was du im Herzen hast.

Du bist wie Schilf im tiefen Moor,
das sich im harten Winde biegt,
...
271 Eine goldene Zeit 10.09.26
Vorschautext:
An jedem Spalier reift schon der Wein,
denn jubelnd zieht der Herbst nun ein.
Schnell nimmt den Pinsel er zur Hand
und bemalt im Nu das ganze Land.

Aus Grün wird jetzt ein Sonnengelb,
das strahlt hinauf zum Himmelszelt.
Ein sattes Rot, ein warmes Braun,
schau'n froh über den Gartenzaun!

Der Wind, er pfeift ein freches Lied,
das über Stoppelfelder singend zieht.
...
270 Knackiger Ruhestand 10.09.26
Vorschautext:
Wie sehr hab’ ich mich auf die Rente gefreut,
auf Freiheit von Zwängen und Endlosigkeit!
Ein neuer Abschnitt, so dacht’ ich mir froh,
mit Zeit für die Lieben, viel Schönes und so.

Doch ist diese Umstellung wirklich enorm,
der Körper gerät völlig und ganz aus der Form.
Was früher mal flink und mal eben gelang,
wird heute zum mühsamen Hindernisgang.

Im Rücken da zwickt es, die Knie spielen verrückt,
vom Bücken bin ich nicht gerade beglückt.
...
269 Entflammtes Firmament 08.09.26
Vorschautext:
Ein mildes Licht zieht durch die Nacht,
der Horizont ist sanft und still erwacht.
Ein erster Strahl, noch zart und bleich,
berührt leis' das dunkle Schattenreich.

Doch plötzlich bricht die Stille auf,
ein Flammenmeer nimmt seinen Lauf.
Die Morgenröte eilt geschwind herbei,
durchdringt das nächtliche Einerlei.

Im Meer aus Glut, das stolz und frei,
schmilzt die Nacht im Morgenschrei.
...