Profil von Birgit Klingebeil

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Anzahl Gedichte: 256
Anzahl Kommentare: 402
Gedichte gelesen: 62.049 mal
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Titel
256 Im Schattenlicht 23.08.26
Vorschautext:
Ich stehe hier im grauen Licht,
wo auch der letzte Halt zerbricht.
Gefangen in des Zweifels Tanz,
verliert die Welt den hellen Glanz.

Der Mensch ein Abbild, kalt und rau,
ein Zerrbild nur, man weiß genau:
Wo früher Wärme war und Glut,
herrscht heute nur noch Eisesmut.

Die Traurigkeit ist schwer und dicht,
ein Schleier liegt auf dem Gesicht.
...
255 Das Gift im Heute 23.08.26
Vorschautext:
Du brichst das Fundament in Stücke,
das uns durch uns're Jahre trug.
Und jede einst geschlagene Brücke
wird nachträglich zu Lug und Trug.

Was schön war, wird von dir vergiftet,
weil du das Heute grausam färbst.
Und Bilder, die du neu gestiftet,
sind Dolche, die du mir vererbst.

Ich schau' zurück und zweifel leise:
War einstmals alles nur ein Schein?
...
254 Zu nah am Wasser 22.08.26
Vorschautext:
Manchmal kann ein Wort genügen,
dass eine Träne aus den Augen fließt
Ich kann die Gefühle nicht betrügen,
wenn sich die Welt in mir ergießt.

Man sagt, ich sei zu nah am Wasser,
gebaut auf weichem, nassen Grund.
Die Farben ringsum werden blasser,
erbebt das Herz zu jeder Stund'.

Jedoch schenkt Wasser Leben Klarheit
und wäscht Staub von einem Schmerz.
...
253 Ohne Panzer 22.08.26
Vorschautext:
Was gestern noch wie Nebel war,
wird heute brennend, greifbar nah.
Man spürt die Welt viel zu genau,
den harten Rand, das matte Grau.

Ein Lächeln kämpft mit alter Not,
das Herz ist eng, die Seele tot.
Erinnerung wie schwerer Stein,
will immerfort geladen sein.

Es fehlt der Schutz, das Ich liegt bloß,
die Furcht ist laut, die Last zu groß.
...
252 Der Mann im Mond 16.08.26
Vorschautext:
Der Mann im Mond sitzt ganz allein
und schaut in unser Zimmer rein.
Er hat kein Bett, er hat kein Kissen
und wird dies auch nie vermissen.

Er knabbert gern am Sternenkeks,
lacht mit den Schnuppen unterwegs,
tanzt mit dem Großen Bären wild,
der funkelnd seine Sehnsucht stillt.

Er hüllt sich ein in Sternenstaub,
den er den Feen hat geraubt.
...
251 Auf Sternenpfaden 16.08.26
Vorschautext:
Wo der Mond durch Wipfel bricht,
erwacht ein funkelnd Zauberlicht.
Ein Pfad aus purem Sternenstaub
führt leis’ durch silberblaues Laub.

In diesem zarten, feinen Feenland 
tanzen hier Elfen – Hand in Hand.
Sie weben Träume aus der Nacht,
bis hell der Morgenstern erwacht.

Auch ein Einhorn sieht man ziehen
und ein Wasserfall singt Melodien.
...
250 Ohne Vorbehalte 14.08.26
Vorschautext:
Erwartungsvoll schau’ ich nach dir aus
und mein Herz beginnt freudig zu beben.
Kommst du dann endlich gleich nach Haus,
wird es, wie immer, viel Frohsinn geben.

Auf „Wolke Sieben“ mit dir schweben,
wie du es einst mir hast versprochen.
Ich darf das nun in Wahrheit erleben,
auch Streiten hat uns nicht gebrochen.

Abends mit dir durch die Stadt flanieren,
und wenn du mich dann noch innig küsst,
...
249 Im scheinbaren Nichts 14.08.26
Vorschautext:
Ziellos nur spazierte sie so dahin,
am Himmel glomm die 'Blaue Stunde'.
Nach Ruhe und Stille stand ihr der Sinn,
darum ging sie auf diese Abendrunde.

Der schmale Streifen rot-goldenen Lichts,
vom Auge nur flüchtig wahrgenommen,
flammte leuchtend im scheinbaren Nichts;
versprach Einsamkeit, die ihr willkommen.

Dort an des Stromes stahlblauem Band
versank sie sinnend für einen Moment.
...
248 L e b e n s g l ü c k 13.08.26
Vorschautext:
Höhen und Tiefen wird stets es geben,
jedoch ist dies kein Grund zum Klagen.
Auch Widrigkeiten gehören zum Leben;
wichtig ist nur, daran nicht zu verzagen.

Das ist zwar leichter gesagt als getan;
manche Last ist in der Tat eine Bürde.
Dennoch kommt man ja niemals voran,
kapituliert man gleich vor jeder Hürde.

Nicht endlos ist der Weg uns’res Lebens;
darum fülle jeden Schritt mit tiefem Sinn.
...
247 Liebe ist ... 13.08.26
Vorschautext:
Liebe ist wahrhaft fair und tolerant.
Liebe verlangt kein Unterpfand.
Auch ist Liebe niemals ein Spiel
und doch viel mehr als ein Gefühl.

Liebe ist das Licht in der Dunkelheit.
Liebe sprengt die Ketten der Einsamkeit.
Liebe brennt tief sich in die Seele ein.
Liebe ist beieinander geborgen sein.

Liebe ist, auf Augenhöhe stehen.
Den anderen, wie er ist, zu sehen.
...
246 In der Seele unzertrennlich 13.08.26
Vorschautext:
Wir sagten uns leis' Auf-Wiedersehen,
weil der Alltag uns zu fest umfängt.
Ohne dich muss ich nun weitergehen,
obwohl mein Herz noch an dir hängt.

Doch nichts löscht deine Spuren aus,
du bist der Traum vom tiefen Glück.
In meiner Seele da bist du zu Haus,
führt uns auch nie ein Weg zurück.

Es wird immer stille Stunden geben,
dann sind die Gedanken grenzenlos.
...
245 Strandromantik 12.08.26
Vorschautext:
Das Meer glänzt still im Abendlicht,
sein Funkeln spiegelt das Gesicht.
Das Wasser perlt, die Haut ist warm,
der Sommer nimmt uns in den Arm.

Das kühlen Nass hat uns berauscht,
froh haben wir den Wellen gelauscht.
Nun knistert leise schon das Holz
und Flammen tanzen, rot und stolz.

Der Himmel zeigt sein Sternenzelt,
über dem Feuer, das die Nacht erhellt.
...
244 Den Sommer feiern 12.08.26
Vorschautext:
Vom blauen Himmel die Sonne lacht,
die Tage zeigen sich in voller Pracht.
Im Grase zu liegen, gefällt uns sehr,
doch eher noch zieht's uns ans Meer.

Ein goldener Glanz liegt über der Welt,
zu dem sich rasch die Freude gesellt. 
Wiesen duften, sind bunt und schwer
und die Falter tanzen kreuz und quer.

Wir genießen die Wärme und das Licht,
vergessen den Alltag und jede Pflicht.
...
243 Augenblick der Ruhe 08.08.26
Vorschautext:
Wattewölkchen den Himmel schönen,
wollen uns mit ihrem Anblick verwöhnen.
Samtig weich, wie ein Sommergedicht;
etwas Schöneres sah man länger nicht.

Leise ziehen sie mit dem lauem Wind,
so frei, wie wir Menschen selten sind.
Ein Augenblick, der uns Ruhe schenkt,
bevor der Tag sich zum Abend senkt.


© Birgit Klingebeil
...
242 L i e b e s z i n s 08.08.26
Vorschautext:
Wenn wir einst grau sind,
das Gesicht voller Falten,
wolltest du bis zuletzt
noch meine Hand halten.

Ich schenkte dir Glauben,
habe den Worten vertraut
und war bei der Hochzeit
die glücklichste Braut.

Ich zweifelte nicht;
glaubte fest an uns zwei.
...
241 Ausnahmezustand 02.08.26
Vorschautext:
*Haut an Haut in Elbflorenz*


Nur eine "Affäre" sollte es werden,
doch nun ist es schon das Zwanzigste Jahr,
dass als "fünftes Element" auf Erden
in Elbflorenz bejubelt wird ein Star.

"Das Beste am Leben", ist es für viele;
sie kommen von nah und fern,
um "Haut an Haut" im gigantischen Stile
ihren Roland zu feiern; den haben sie gern.
...
240 Im Silberstrom 25.07.26
Vorschautext:
Das Land liegt still im Samtkleid da,
der Himmel zeigt sich träumend fern,
da wird der Ruf des Mondes wahr,
begleitet auch vom ersten Stern.

Silberglanz bricht durch die Nacht
und weckt im Herzen sanft die Glut,
die meine Sehnsucht neu entfacht,
zu baden in der Strahlen Flut.

Sacht fällt das helle Band zur Erde
und tief tauch' ich ins Licht hinein,
...
239 Die hohle Zier 25.07.26
Vorschautext:
– Fabelhaftes –


Ein großer Löwe mit prächtiger Mähne
bewunderte voller Stolz seine Zähne.
Die anderen Tiere schauten gebannt,
nur der Hase hat sich an ihn gewandt.

Der Löwe brüllte: „Was fällt dir nur ein?
Ich bin der König und du viel zu klein!
Willst du gar in meinem Magen landen?
Hast du das Wort Respekt nicht verstanden?“
...
238 Die Jagd nach dem Krönchen 25.07.26
Vorschautext:
Ein pinker Bus rollt durch die Stadt,
bis jede der Frauen ihr Outfit hat.
Nach einem Motto, das fest steht;
mal sehen, wohin die Reise geht.

Vier Stunden Zeit, dann muss es steh'n,
so richtig mit Pfiff – man kann es seh'n. 
Sie suchen Schnäppchen hier und dort,
doch die Zeit rennt ihnen ständig fort.

Vom Schuhregal eilt man zum Nagellack;
gekauft wird gleich oft der ganze Sack.
...
237 K o s t b a r e s 22.07.26
Vorschautext:
In unserem Leben, das oft rast,
gibt es viel Sorgen und auch Last.
Doch auch ein Band, so fest und klar,
das uns umschlingt ganz wunderbar.

Ein Band, das ohne Worte spricht,
und selbst im Sturme niemals bricht.
Es fordert nichts, es schenkt sich her,
macht Tage leicht und noch viel mehr.

Man kennt sich blind und schätzt sich sehr,
braucht darum kaum der Worte mehr.
...