| Titel | ||||
|---|---|---|---|---|
| 179 | Ein flüchtiges Gut | 12.04.26 | ||
|
Vorschautext: Noch keiner hielt sie jemals auf, sie nimmt das Gestern mit im Lauf. Und nur im Ticken einer alten Uhr hinterlässt sie leise eine zarte Spur. Dem Glücklichen enteilt sie schnell, im Dunkeln ist sie kaum noch hell. Sie ist der Bildhauer in uns’rer Welt, der alles wandelt, aber nichts behält. Und suchst du sie im Augenblick, schaut sie nicht mehr zu dir zurück. ... |
||||
| 178 | Macht besessen | 11.04.26 | ||
|
Vorschautext: Zwei Männer, von der Macht besessen, haben ihr Volk schon längst vergessen. Ihr starres Ego baut sich Wolkentürme, sie säen nur Hass und ernten Stürme. Die Freiheit wird zum Spielball bloß, ihr Hunger nach dem Land ist groß. Demokratie, sie ist ein schwaches Licht, das knirschend unterm Stiefel bricht. Sie rütteln am Bestand uns'rer Welt, bis dass die Freiheit in Scherben fällt. ... |
||||
| 177 | Gewebte Blindheit | 11.04.26 | ||
|
Vorschautext: Die Zeit verstummt, der Tag entflieht, ein leises Lied mit dem Winde zieht. Die Schatten weben ihr dunkles Kleid, vergessen ist die Hektik der Tageszeit. In Stunden, da Hände und Herzen ertasten, birgt diese Ruhe auch heimliche Lasten. Die Seele sucht Halt, wo das Auge nicht sieht, was fernab vom Lichte im Dunkeln geschieht. ... |
||||
| 176 | Grünes Schweigen | 09.04.26 | ||
|
Vorschautext: Zarte Stille fließt durch jeden Baum und Zeit verliert sich wie im Traum. Geb' mich dem Waldlicht gerne hin, hat grüner Atem doch tieferen Sinn. Wo Wind sanft durch die Äste zieht, rauscht in den Kronen ein altes Lied. Ich bade im Grün, lass los, lass sein und tauche tief in das Schweigen ein. Schritt für Schritt im Moos versinken, frische Kraft aus den Zweigen trinken. ... |
||||
| 175 | Der Magnolientraum | 07.04.26 | ||
|
Vorschautext: Vor leuchtendem Himmelsblau glüht ein zauberhafter Magnolientraum. In zarten Farben ist er erblüht, ein herrlich stolzer Frühlingsbaum. Noch ist kein Grün an ihm zu seh’n, nur Blütenkelche, rein und dicht, die in sanften Winden leise weh'n, und fangen ein das Sonnenlicht. Ihr Duft zieht sanft durch diese Zeit, die Magnolie, sie verzaubert mich. ... |
||||
| 174 | Knospenglück | 07.04.26 | ||
|
Vorschautext: Die Sonne schenkt ihr pures Gold, dem jungen Frühling sanft und hold. Sie streichelt zart das junge Grün, indes im Licht die Knospen glühn. Der Wald empfängt mit Tannenduft, ein Lied der Drossel füllt die Luft. Kein Eilen mehr, nur leichter Schritt, man nimmt den Frieden leise mit. Wenn dann der Tag zur Ruhe neigt, und sich das Abendrot verzweigt, ... |
||||
| 173 | O s t e r w u n d e r | 03.04.26 | ||
|
Vorschautext: Der Stein ist weg, das Grab ist leer, die dunkle Nacht ist nun nicht mehr. Was tot geglaubt, ist neu erwacht und ward ins Leben zurückgebracht. Nicht Eierglanz und die bunte Pracht sind's, die uns den Ostertag gemacht. Aus Dunkelheit wird ein helles Licht, die Hoffnung sich den Weg nun bricht. ~~~~~ ... |
||||
| 172 | H o p p e l p o s t | 03.04.26 | ||
|
Vorschautext: Ein kleiner Hase mit Knick im Ohr linst freundlich aus dem Busch hervor. Er hoppelt schnell, mal hier, mal dort, und versteckt ein Ei an jedem Ort. Doch saust er flink, wie er nur kann - davon, schaust du ihn dabei an. ... |
||||
| 171 | Stiller Begleiter | 01.04.26 | ||
|
Vorschautext: Silbern der Mond am Himmel steht; hell schimmert das Wolkenband. Wann immer er des Nachts aufgeht, reicht er den Menschen die Hand. Zieht mit seinem silbernen Glanz ein jedermann in seinen Bann. Funkelt zwischen der Sterne Tanz, freundlich, wie nur er es kann. *** ... |
||||
| 170 | Friedenslicht | 30.03.26 | ||
|
Vorschautext: Friedenslicht Kerzenschein strahlt in die Stille und die Gedanken eilen weit voraus. Der Frieden ist der Menschen Wille, den sie senden in die Welt hinaus. Es hallt der Ruf durch alle Gassen, wo Hand in Hand wir sicher steh'n. Groll und Neid, sie werden verblassen, da wir im Anderen uns selber seh'n. ... |
||||
| 169 | Die goldene Kür | 27.03.26 | ||
|
Vorschautext: Kein Wecker klingelt, keine Eile mehr, Das Leben ist ruhig jetzt und sehr leer. Leer von Pflichten, Terminen und Last, Ein sanfter Fluss ist's, ganz ohne Hast. Manchmal geht's raus, ins Kino, ins Licht, in die neuesten Filme, über die man spricht. Auch in der Natur beweg' ich mich gern und bin unterwegs in Nah und in Fern. Der Duft von Kaffee, ein langer Bericht, das Alter, es hat ein sanftes Gesicht. ... |
||||
| 168 | Der Atem der Natur | 26.03.26 | ||
|
Vorschautext: Der Winter haucht in weißem Licht einen Duft, der nur von Stille spricht. Kristallene Klarheit, frisch und rein; sie lädt uns zum Verstummen ein. Doch wenn das Eis im Graben bricht, zeigt die Luft uns ein neues Gesicht. Im Frühling riecht's nach Aufbruch nun, nach nasser Erde und fleißigem Tun. Der Sommer steht in voller Pracht, die Aktivität hat er uns gebracht. ... |
||||
| 167 | Narbengewebe der Zeit | 25.03.26 | ||
|
Vorschautext: - Ein Diptychon - I. Melancholie Nun sind die alten Wege also leer und Gestern zählt heute nicht mehr. Drum schenk' ich dir noch einen Blick und schau dann nimmer mehr zurück. Doch eine Frage noch zu guter Letzt: Wem gehört denn deine Treue jetzt? ... |
||||
| 166 | Im Lenz | 22.03.26 | ||
|
Vorschautext: Hell die Frühlingssonne lacht, die Luft ist sanft und mild. Der Frühling ist für die gemacht, die sich erfreu'n an diesem Bild. Die ersten Knospen öffnen sich, ein zartes Grün am Zweige hängt. Es wandelt sich das Erdreich frisch, und Freude wird ins Herz gesenkt. Ein Blütenduft zieht durch das Tal, die Vögel singen hell ihr Lied. ... |
||||
| 165 | Abend-Choreografie | 20.03.26 | ||
|
Vorschautext: An einem Frühlingsabend ist der Duft frisch und mild, es riecht nach erwachendem Leben, verzaubert der Nacht stilles Bild, dem Glanz neuer Träume ergeben. Der Wind flüstert leise durch blühendes Grün, die Schatten der Bäume sind weich. Wo Sterne am samtenen Himmel erblühn, wird jede Sekunde, jeder Tag reich. ... |
||||
| 164 | Vergänglichkeit | 19.03.26 | ||
|
Vorschautext: Der Sand rieselt leise, auf seiner langen Reise. Kein Halten, kein Zagen und die Stunden jagen. Die Blüten verblühen, und Schatten entfliehen. Der Moment ist zwar da, doch kaum noch uns nah. Wolken ziehen sehr schnell, sind mal dunkel, dann hell. ... |
||||
| 163 | Der Schein trügt | 16.03.26 | ||
|
Vorschautext: Die Mensa verflucht, den Kaffee geehrt, sich immer nur von der Bestechung ernährt. Vom Prof verachtet, vom Assi gehasst, Belege gekupfert, die Vorlesung verpasst. Von Gott verlassen, vom Teufel geliebt, Klausuren gemeistert, doch die Prüfung versiebt. Das Skript ungelesen, die Theorie war ein Graus, doch am Ende spuckt ihn die Uni dann aus. Mit dem Abschluss in Händen, im Herzen ein Loch, er lernte nicht viel – aber geschafft hat er's doch! ... |
||||
| 162 | Ode an die Freundschaft | 13.03.26 | ||
|
Vorschautext: * Vierklang einer Kindheit * Als Fremde betrat ich der Schule Raum, kam neu in die Klasse, ein zaghafter Traum. Doch aus dem „Ich“ wurde bald ein „Wir“, drei Türen öffneten begeistert sich mir. Wir teilten die Welt in gedruckten Seiten und ließen den Alltag von Musik begleiten. Im blauen Wasser, beim Bahnen ziehen, fing unsere Zeit an, leuchtend zu blühen. ... |
||||
| 161 | Frühlingswonnen | 11.03.26 | ||
|
Vorschautext: Das junge Laub am Lindenbaum, erwacht aus seinem Wintertraum. Ein milder Wind zieht durch das Tal, geküsst vom ersten Sonnenstrahl. Im Garten blüht der Flieder schwer, ein Duft liegt über’m Blütenmeer. Die Bienen summen ihre Lieder und auch die Vögel singen wieder. Der Himmel strahlt in hellem Blau, vergangen ist das Morgengrau. ... |
||||
| 160 | Die Gänsemagd | 09.03.26 | ||
|
Vorschautext: * Ein modernes Märchen * Von früh bis spät schafft die Luise, scheucht ihre Gänse auf die Wiese. Obgleich sie das Getier nicht mag, treibt sie es täglich aus dem Schlag. Sie hetzt und quält die weiße Schar; ihr Schnattern dünkt ihr wunderbar. Obgleich sie jedes Tier verachtet, sie gierig deren Zank betrachtet. ... |
||||