Profil von Birgit Klingebeil

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Anzahl Gedichte: 153
Anzahl Kommentare: 210
Gedichte gelesen: 29.246 mal
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Titel
153 Das letzte Gebot 25.02.26
Vorschautext:
Väterchen Frost trifft die Mutter Erde;
verneigt sich und sagt: „Nun, ich werde
mich bald schon zurückzieh'n dieser Tage,
damit der Mensch nicht weiter klage.

Für mich wird es Zeit, jetzt auszuruh'n,
soll nun der Frühling sein Werk hier tun.
Und Farbe schenken wieder deinem Kleid;
trag du es dann den Menschen zur Freud'."

*****

...
152 Winterblues 22.02.26
Vorschautext:
Der Tage sind so grau und lang,
ich sehne mich nach hellem Licht.
Nach des Windes leisem Gesang
und Sonne, die den Winter bricht.

Ich freue mich auf frisches Grün,
das bald schon Knospen treibt.
Warte auf Farben, die erblüh’n,
dass der Frühling Lyrik schreibt.



...
151 Der bissige Poet 22.02.26
Vorschautext:
* Eine Limerick- Kette *


Ein Wolf, der im tiefsten Wald lebte,
sich eifrig selbst Märchen webte.
Er schrieb sie im Gehen,
beim Heulen und Stehen,
bis die Erde vor Ehrfurcht bebte.

Er hielt sie auch selbst für charmant
und ist gleich zu den Schafen gerannt.
Diese machten nur Mäh,
...
150 Bilder, die man malt 20.02.26
Vorschautext:
* Der Freiheit Grenzen *


Die Welt der Fantasie ist reich und bunt,
in Versen kommt sie aus Poeten-Mund.
Da soll sie mahnen oder Freude bringen,
weshalb hier auch wir um Worte ringen.

Die Grimm Brüder nutzten sie weidlich aus,
in ihren Märchen gaben sie ihr ein Zuhaus'.
Ebenso die Geschichten aus 1001 Nacht;
aus brillanter Fantasie sind sie gemacht.
...
149 Verwebt 17.02.26
Vorschautext:
Ein Augenblick, der eben war,
verfliegt und wird Vergangen.
Die Zeit verwebt im Unsichtbar,
was kaum erst angefangen.

Ein Schatten, der vorüberzieht,
in der Hast der weiten Welt.
Ein leises Echo, das verglüht,
noch ehe ganz der Abend fällt.

So reiht sich flüchtig Tag an Tag,
kein Wort bannt das Geschwind.
...
148 Das Echo der Masken 13.02.26
Vorschautext:
Herrscht tief in uns nur bange Not,
weil uns die Einsamkeit bedroht,
bauen wir Masken, kalt und schön,
um vor der Welt als groß zu steh’n.

Wir jagen blind dem Glanze nach;
das Echo laut, die Seele schwach.
Ein kurzes Glück, ein fremdes Wort,
das weht wie Staub im Winde fort.

Doch wer den eignen Wert erkennt,
sich mutig von der Maske trennt.
...
147 Ich kann 13.02.26
Vorschautext:
Wieso will man
stets im Mittelpunkt stehen?
Ist es die Angst, man wird übersehen?
Warum tut man sich diesen Stress bloß an?
Ständig zu rufen: „Schaut her, was ich kann!“

Schwer zu begreifen, der Drang in das Licht,
von dem man sich nur Beachtung verspricht.
Am Ende wird jeder als Spieler verlieren,
der versucht, so die eigene Leere
zu kaschieren.

...
146 L i c h t b l i c k 12.02.26
Vorschautext:
Ein grauer Tag, die Stimmung sinkt,
kein Leuchten, das mir heute winkt.
Die Wolkenwand hängt tief und dicht,
gestohlen scheint das Sonnenlicht.

Der Regen klopft ans Fensterglas,
die Welt wirkt farblos, kühl und blass.
Bei jedem Schritt fühlt man sich matt
und hat die dunklen Stunden satt.

Doch in die Schwere - ganz geheim,
zieht bald ein kleiner Lichtblick ein:
...
145 Der Thron aus Luft 06.02.26
Vorschautext:
Toxischer Anspruch

Kein Abschluss und auch keine Lehre,
kein Meisterstück hat er je vollbracht.
Das Leben - eine Last der Schwere,
hat er allein doch die Welt erdacht.

Arbeiten gehen war ihm stets zu viel,
wenn Pflichten rufen, weicht er aus.
Verantwortung – kein Teil vom Spiel,
still schleicht zur Hintertür er hinaus.

...
144 Die Macht des Winters 05.02.26
Vorschautext:
Es zeigt sich die Natur noch kühl,
doch tief im Boden, still und sacht,
ist trotz des Frostes Morgenspiel,
das neue Leben schon erwacht.

Der Himmel übt schon zartes Blau,
man hört die ersten Amseln singen.
Verschwunden fast das müde Grau,
doch Lenz ist nur Hoffnungsklingen.

Vertraue nicht dem milden Schein,
noch ruht der Keim im kalten Schoß.
...
143 F a d e n r i s s 03.02.26
Vorschautext:
Nein, ich bin keine Marionette von dir,
werde nicht nach deinem Willen tanzen.
Mein Leben, das gehört allein nur mir
und du bist kein Teil von diesem Ganzen.

Die Bühne ist leer, das Spiel ist vorbei,
die Marionette hat die Fäden zerrissen.
Ich atme nun endlich, ich fühle mich frei
und werde dich sicher niemals vermissen.

Ich beuge mein Knie vor dir nie wieder,
für mich beginnt hier nun eine neue Zeit.
...
142 Bachgeflüster 03.02.26
Vorschautext:
Ein Tanz aus Tropfen, hell und klar,
der Bach erzählt, was gestern war.
Er hüpft über Kiesel und Gestein
und lädt dich zum Verweilen ein.

Leis’ gurgelnd sein Lachen erschallt
als fröhliches Echo im stillen Wald.
Funkelnd bricht er Schweigen auf,
während er eilt in stetigem Lauf.

Sein Wasser, das ist kühlend und rein,
es wäscht aus dem Herzen alle Pein.
...
141 Der sanfte Schein 01.02.26
Vorschautext:
Ein Schleier, weich wie Abendrot,
der sanft vertreibt die trübe Not.
Und - verliebt in jeden Augenblick,
wird tiefe Sehnsucht so zum Glück.

Schatten weichen, Sorgen fliehen,
wenn rosarot die Farben glühen.
Kein Fehler stört, kein Makel brennt,
wenn das Gemüt nur Gutes nennt.

Was einmal trist und grau gewesen,
ist in diesem sanften Licht genesen.
...
140 Winterwunderland 31.01.26
Vorschautext:
Zur großen Freude aller Kinder,
ist jetzt endlich richtig Winter.
Flink stürmen sie aus dem Haus
und toben im Schnee sich aus.

Möhrennase, Stock und Hut
stehen ihrem Schneemann gut.
Der aus seinen Kohleaugen lacht
und Hof und Garten nun bewacht.

Die weiße Pracht ist wunderbar,
macht frohe Kinderträume wahr.
...
139 K i n d e r l a c h e n 27.01.26
Vorschautext:
Ein Kinderlachen, hell und klar;
das bringt jedes Herz zum Klingen.
So heiter, froh und unbeschwert,
wie die Vög'lein lustig singen.

Doch, um zu lachen, unbefangen,
braucht es den Frieden in der Welt.
Damit den Kindern nichts geschieht,
was dann ihr Glück in Frage stellt.

Schnell verstummt ein Kinderlachen,
wenn Angst allein das Sein bestimmt.
...
138 Ein sanfter Schlummer 27.01.26
Vorschautext:
Das Land wiegt sich im Takt der Ewigkeit,
in der Natur scheint still zu steh’n die Zeit.
Frost webt Decken aus Glanz und Kristallen,
derweil sanft die weißen Flocken fallen.

Der Wald trägt nun Kleider aus silbernem Licht,
wenn ein Sonnenstrahl durch die Wolken bricht.
Gefroren sind Blüten, die Wiesen, der Bach
und Schneehauben zieren der Häuser Dach.

Die Erde hat sich dem Schlaf hingegeben,
nur im Verborgenen ruht noch das Leben.
...
137 Schnabel- Glück 25.01.26
Vorschautext:
Eine Romanze im Schilf

Eine von vielen Entendamen
lebte im Schilf, ganz ohne Namen.
Sie dümpelte meist nur vor sich hin,
sah im Parlieren ihren Lebenssinn.

So schwätzte sie in einem fort
und hatte auch stets das letzte Wort.
Das Schnattern, das war ihre Welt,
denn das Leben hat es ihr erhellt.

...
136 Hoffnungsschimmer 23.01.26
Vorschautext:
* Tanka *

Goldener Schimmer
der die kalte Nacht vertreibt
tief im Herzensgrund.

Wo die Hoffnung leise blüht,
findet die Seele den Weg.



© Birgit Klingebeil
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135 Lebenswege 23.01.26
Vorschautext:
Mancher Lebensweg, das wird man sehen,
lässt sich ganz leicht und mühelos gehen.
Man muss keine neuen Brücken mehr bauen,
kann fest auf das Wissen anderer vertrauen.

Auf diffusen Strecken ist es oft schwerer,
die Wege sind einsam, die Abstände leerer.
Dann ist man froh um die helfende Hand
oder hat seinen Irrtum doch selbst erkannt.

Ganz anders auf steinigen, steilen Bahnen,
wo sich noch kein festes Ziel lässt erahnen.
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134 Stille Nacht 21.01.26
Vorschautext:
Silberglanz auf stillen Wegen,
sanft umhüllt die Dunkelheit.
In des Mondes bleichem Segen
suche ich nach Sicherheit.

Tiefes Schweigen, helles Blinken;
fern der Lärm, der Geist wird weit.
Will in dieser Nacht versinken,
Ruhe finden in Unendlichkeit.



...