Profil von Birgit Klingebeil

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Anzahl Gedichte: 162
Anzahl Kommentare: 233
Gedichte gelesen: 31.869 mal
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Titel
162 Ode an die Freundschaft 13.03.26
Vorschautext:
* Vierklang einer Kindheit *


Als Fremde betrat ich der Schule Raum,
kam neu in die Klasse, ein zaghafter Traum.
Doch aus dem „Ich“ wurde bald ein „Wir“,
drei Türen öffneten begeistert sich mir.

Wir teilten die Welt in gedruckten Seiten
und ließen den Alltag von Musik begleiten.
Im blauen Wasser, beim Bahnen ziehen,
fing unsere Zeit an, leuchtend zu blühen.
...
161 Frühlingswonnen 11.03.26
Vorschautext:
Das junge Laub am Lindenbaum,
erwacht aus seinem Wintertraum.
Ein milder Wind zieht durch das Tal,
geküsst vom ersten Sonnenstrahl.

Im Garten blüht der Flieder schwer,
ein Duft liegt über’m Blütenmeer.
Die Bienen summen ihre Lieder
und auch die Vögel singen wieder.

Der Himmel strahlt in hellem Blau,
vergangen ist das Morgengrau.
...
160 Die Gänsemagd 09.03.26
Vorschautext:
* Ein modernes Märchen *

Von früh bis spät schafft die Luise,
scheucht ihre Gänse auf die Wiese.
Obgleich sie das Getier nicht mag,
treibt sie es täglich aus dem Schlag.

Sie hetzt und quält die weiße Schar;
ihr Schnattern dünkt ihr wunderbar.
Obgleich sie jedes Tier verachtet,
sie gierig deren Zank betrachtet.

...
159 Sonderbar 09.03.26
Vorschautext:
Gerade noch Trubel und Heiterkeit,
macht sich die Stille nun wieder breit.
Kein helles Lachen, kein Wort, kein Klang.
Und auch kein Rufen den Flur entlang.

Es ist wie an allen anderen Tagen
und daher kaum ein Grund zum Klagen.
Dem Verstand ist dies natürlich klar;
doch nimmt das Herz es anders wahr.

Schwer fällt, auf unbestimmte Zeit,
die Leere und auch Einsamkeit.
...
158 Frühlingswehen 07.03.26
Vorschautext:
Wenn die Sonnenstrahlen wieder
herauskitzeln das zarte Grün
und Vögel trällern heitere Lieder,
werden bald auch Blumen blüh'n.

Kess recken sich auf den Wiesen
schon Krokusse ins Sonnenlicht
und an Zweigen der Salweide sprießen
die Weidenkätzchen - dicht an dicht.

Fleißig sammeln erste Bienen
den frischen "Trank der Götter" ein.
...
157 Sehnsucht nach Licht 05.03.26
Vorschautext:
Drückend sind die grauen Stunden,
der Tag nur farblos, kalt und leer.
Ich sehne mich nach Sonnenrunden,
brauche das goldene Licht so sehr.

Wieder soll der Wind mich streifen,
lind und weich die Haut berühren.
Ich will nach Sonnenstrahlen greifen,
den Frühling mit dem Herzen spüren.

So wart' ich auf den hellen Schein,
der alle Schatten von mir nimmt.
...
156 G e f u n d e n 04.03.26
Vorschautext:
Zwei Herzen fanden sich im Licht,
kein Zweifel, der dagegen spricht.
Sie schlagen nun im gleichen Takt,
ein fester Bund, ein Lebens-Pakt.

Vom ersten Blick zum festen Halt,
ob’s stürmisch ist, ob heiß, ob kalt.
Was leis' mal anfing, wird nun groß,
lasst euer Glück nur nicht mehr los.

Der Weg ist weit, das Ziel aber klar:
Zusammen - auf ewig - wunderbar.
...
155 B l ü t e n t a n z 03.03.26
Vorschautext:
* Tanka *


Ein zarter Wind streift
durch Wiesen, Wälder und Flur -
Frühlingserwachen.

Blüten öffnen sich dem Licht,
wiegen sich im sanften Hauch.



...
154 Unerschütterlich 28.02.26
Vorschautext:
Was immer auch passiert,
ich habe viele Leben.
Und selbst, wenn ich mal fall,
ich werde mich erheben.

Der Weg mag steinig werden,
doch ich bleib niemals stehn.
Ich werde durch die Dunkelheit
bis ganz nach vorne gehen.

Ich blicke nicht nach hinten,
was war ist längst vorbei.
...
153 Das letzte Gebot 25.02.26
Vorschautext:
Väterchen Frost trifft die Mutter Erde;
verneigt sich und sagt: „Nun, ich werde
mich bald schon zurückzieh'n dieser Tage,
damit der Mensch nicht weiter klage.

Für mich wird es Zeit, jetzt auszuruh'n,
soll nun der Frühling sein Werk hier tun.
Und Farbe schenken wieder deinem Kleid;
trag du es dann den Menschen zur Freud'."

*****

...
152 Winterblues 22.02.26
Vorschautext:
Der Tage sind so grau und lang,
ich sehne mich nach hellem Licht.
Nach des Windes leisem Gesang
und Sonne, die den Winter bricht.

Ich freue mich auf frisches Grün,
das bald schon Knospen treibt.
Warte auf Farben, die erblüh’n,
dass der Frühling Lyrik schreibt.



...
151 Der bissige Poet 22.02.26
Vorschautext:
* Eine Limerick- Kette *


Ein Wolf, der im tiefsten Wald lebte,
sich eifrig selbst Märchen webte.
Er schrieb sie im Gehen,
beim Heulen und Stehen,
bis die Erde vor Ehrfurcht bebte.

Er hielt sie auch selbst für charmant
und ist gleich zu den Schafen gerannt.
Diese machten nur Mäh,
...
150 Bilder, die man malt 20.02.26
Vorschautext:
* Der Freiheit Grenzen *


Die Welt der Fantasie ist reich und bunt,
in Versen kommt sie aus Poeten-Mund.
Da soll sie mahnen oder Freude bringen,
weshalb hier auch wir um Worte ringen.

Die Grimm Brüder nutzten sie weidlich aus,
in ihren Märchen gaben sie ihr ein Zuhaus'.
Ebenso die Geschichten aus 1001 Nacht;
aus brillanter Fantasie sind sie gemacht.
...
149 V e r w e b t 17.02.26
Vorschautext:
Ein Augenblick, der eben war,
verfliegt und wird Vergangen.
Die Zeit verwebt im Unsichtbar,
was kaum erst angefangen.

Ein Schatten, der vorüberzieht,
in der Hast der weiten Welt.
Ein leises Echo, das verglüht,
noch ehe ganz der Abend fällt.

So reiht sich flüchtig Tag an Tag,
kein Wort bannt das Geschwind.
...
148 Das Echo der Masken 13.02.26
Vorschautext:
Herrscht tief in uns nur bange Not,
weil uns die Einsamkeit bedroht,
bauen wir Masken, kalt und schön,
um vor der Welt als groß zu steh’n.

Wir jagen blind dem Glanze nach;
das Echo laut, die Seele schwach.
Ein kurzes Glück, ein fremdes Wort,
das weht wie Staub im Winde fort.

Doch wer den eignen Wert erkennt,
sich mutig von der Maske trennt.
...
147 Ich kann 13.02.26
Vorschautext:
Wieso will man
stets im Mittelpunkt stehen?
Ist es die Angst, man wird übersehen?
Warum tut man sich diesen Stress bloß an?
Ständig zu rufen: „Schaut her, was ich kann!“

Schwer zu begreifen, der Drang in das Licht,
von dem man sich nur Beachtung verspricht.
Am Ende wird jeder als Spieler verlieren,
der versucht, so die eigene Leere
zu kaschieren.

...
146 L i c h t b l i c k 12.02.26
Vorschautext:
Ein grauer Tag, die Stimmung sinkt,
kein Leuchten, das mir heute winkt.
Die Wolkenwand hängt tief und dicht,
gestohlen scheint das Sonnenlicht.

Der Regen klopft ans Fensterglas,
die Welt wirkt farblos, kühl und blass.
Bei jedem Schritt fühlt man sich matt
und hat die dunklen Stunden satt.

Doch in die Schwere - ganz geheim,
zieht bald ein kleiner Lichtblick ein:
...
145 Der Thron aus Luft 06.02.26
Vorschautext:
Toxischer Anspruch

Kein Abschluss und auch keine Lehre,
kein Meisterstück hat er je vollbracht.
Das Leben - eine Last der Schwere,
hat er allein doch die Welt erdacht.

Arbeiten gehen war ihm stets zu viel,
wenn Pflichten rufen, weicht er aus.
Verantwortung – kein Teil vom Spiel,
still schleicht zur Hintertür er hinaus.

...
144 Die Macht des Winters 05.02.26
Vorschautext:
Es zeigt sich die Natur noch kühl,
doch tief im Boden, still und sacht,
ist trotz des Frostes Morgenspiel,
das neue Leben schon erwacht.

Der Himmel übt schon zartes Blau,
man hört die ersten Amseln singen.
Verschwunden fast das müde Grau,
doch Lenz ist nur Hoffnungsklingen.

Vertraue nicht dem milden Schein,
noch ruht der Keim im kalten Schoß.
...
143 F a d e n r i s s 03.02.26
Vorschautext:
Nein, ich bin keine Marionette von dir,
werde nicht nach deinem Willen tanzen.
Mein Leben, das gehört allein nur mir
und du bist kein Teil von diesem Ganzen.

Die Bühne ist leer, das Spiel ist vorbei,
die Marionette hat die Fäden zerrissen.
Ich atme nun endlich, ich fühle mich frei
und werde dich sicher niemals vermissen.

Ich beuge mein Knie vor dir nie wieder,
für mich beginnt hier nun eine neue Zeit.
...