| Titel | ||||
|---|---|---|---|---|
| 275 | Z u f l u c h t | 13.09.26 | ||
|
Vorschautext: Wenn manchmal kalte Winde wehen und graue Schatten einsam zieh'n, kann ich in mir nur Schwärze sehen und will dem Frost der Welt entflieh'n. Ich sehne mich nach hellem Licht, nach einem Ort, der mich umfängt, wo keine harte Stimme spricht und niemand meine Schritte lenkt. Ein stiller Hafen, weich und warm, der jede Kälte von mir treibt; ... |
||||
| 274 | Gratwanderung | 13.09.26 | ||
|
Vorschautext: Der Morgen küsst die grünen Matten, wir wandern durch den Lärchenhain. Die Bäume spenden sanften Schatten, sonst liegt der Weg im Sonnenschein. Der frische Duft von Harz und Nadeln umweht uns auf dem schmalen Pfad, wenn sacht die linden Winde adeln die Stille - und ihren leisen Rat. Dann plötzlich, es ist wie ein Wunder, öffnet sich uns ein Blick in das Tal; ... |
||||
| 273 | Wie gewonnen - so zerronnen | 12.09.26 | ||
|
Vorschautext: Ein Netz aus Worten, fein gewebt, doch Gift ist das, was darin lebt. Die Wahrheit wird zum Zerrbild bloß, der Hochmut macht die Lüge groß. Wer Falschheit sät in seiner Spur, will kränken und verletzen nur. Er lenkt den Blick, er führt in Not, sein Wort bricht er wie trocken Brot. Doch Masken fallen, Stück für Stück, kein Trug bringt wirklich wahres Glück. ... |
||||
| 272 | Ein starkes Ich | 12.09.26 | ||
|
Vorschautext: Der Sturm mag heulen, wild und laut, der Wind an deinen Mauern zerren, doch wer auf seine Stärke vertraut, den können keine Ängste sperren. Es bricht das Holz, das starr und alt, es reißt das Seil unter der Last, doch deine Seele sucht sich Halt, in dem, was du im Herzen hast. Du bist wie Schilf im tiefen Moor, das sich im harten Winde biegt, ... |
||||
| 271 | Eine goldene Zeit | 10.09.26 | ||
|
Vorschautext: An jedem Spalier reift schon der Wein, denn jubelnd zieht der Herbst nun ein. Schnell nimmt den Pinsel er zur Hand und bemalt im Nu das ganze Land. Aus Grün wird jetzt ein Sonnengelb, das strahlt hinauf zum Himmelszelt. Ein sattes Rot, ein warmes Braun, schau'n froh über den Gartenzaun! Der Wind, er pfeift ein freches Lied, das über Stoppelfelder singend zieht. ... |
||||
| 270 | Knackiger Ruhestand | 10.09.26 | ||
|
Vorschautext: Wie sehr hab’ ich mich auf die Rente gefreut, auf Freiheit von Zwängen und Endlosigkeit! Ein neuer Abschnitt, so dacht’ ich mir froh, mit Zeit für die Lieben, viel Schönes und so. Doch ist diese Umstellung wirklich enorm, der Körper gerät völlig und ganz aus der Form. Was früher mal flink und mal eben gelang, wird heute zum mühsamen Hindernisgang. Im Rücken da zwickt es, die Knie spielen verrückt, vom Bücken bin ich nicht gerade beglückt. ... |
||||
| 269 | Entflammtes Firmament | 08.09.26 | ||
|
Vorschautext: Ein mildes Licht zieht durch die Nacht, der Horizont ist sanft und still erwacht. Ein erster Strahl, noch zart und bleich, berührt leis' das dunkle Schattenreich. Doch plötzlich bricht die Stille auf, ein Flammenmeer nimmt seinen Lauf. Die Morgenröte eilt geschwind herbei, durchdringt das nächtliche Einerlei. Im Meer aus Glut, das stolz und frei, schmilzt die Nacht im Morgenschrei. ... |
||||
| 268 | Im Traumreich | 08.09.26 | ||
|
Vorschautext: Die Welt da draußen lärmt und eilt, sie fordert Zeit, sie fordert Schritt. Doch wer im Reich der Träume weilt, nimmt diese laute Welt nicht mit. Ein zarter Vorhang fällt aus Licht, die graue Pflicht verblasst im Nu. Was gestern war, das zählt hier nicht, ich schließ' nur sanft die Augen zu. Der Geist entflieht dem engen Raum, kein Seil, kein Netz, das ihn noch hält. ... |
||||
| 267 | Ein warmer Abschied | 07.09.26 | ||
|
Vorschautext: Der Wind zieht leise durch das Tal und flüstert von vergang’nen Tagen, das Sonnenlicht wird langsam schmal, die Schwalben weite Reisen wagen. Ein letzter Strahl aus purem Gold liegt weich auf müden Wiesen. Der Sommer hat sein Glück gezollt, dies durften wir genießen. Ein erstes Blatt am großen Baum färbt leuchtend sich in sanftem Rot, ... |
||||
| 266 | Mit Mut wird alles gut | 05.09.26 | ||
|
Vorschautext: Es knackt das Knie, der Rücken spannt, oft ist der Brillenplatz dir unbekannt. Was früher leicht zu händeln ging, ist heute meist ein schweres Ding. Die Jugend flieht, das Haar wird grau, nicht alles weiß man mehr genau. Doch wer verzagt, hat schon gefehlt, weil jede Falte vom Leben erzählt. Es braucht viel Mut, um jedes Jahr, zu nehmen, wie's halt eben war. ... |
||||
| 265 | Goldenes Herz | 03.09.26 | ||
|
Vorschautext: Sie wiegt nicht in Gold und glänzt nicht im Schein, lässt keinen im Schmerz und im Zweifel allein. Man bietet wohl Reichtum, verlangt einen Preis und misst, was die Welt an Gewinn uns verheißt. Doch bricht jeder Taler und versinkt jede Zahl, ... |
||||
| 264 | Das bewachte Gestern | 03.09.26 | ||
|
Vorschautext: – Die Erinnerung – Im Garten der verblassten Zeit, steht er im stillen, warmen Kleid. Ein Geist, der niemals von da weicht und uns so manches Mal erreicht. Die Erinnerung, so stark und rein, schließt unser ganzes Wesen ein. Sie hält das Licht vergangner Tage, gibt Antwort auf die stumme Frage. ... |
||||
| 263 | Z u v e r s i c h t | 30.08.26 | ||
|
Vorschautext: Traurigkeit – sie drückt mich nieder; ich hoff', bald scheint die Sonne wieder. Doch noch fließen Tränen ab und an, die ich zurück nicht halten kann. Schatten legen sich aufs Herz, und jeder Atemzug bringt Schmerz. Die Stille hüllt mich lastend ein; ich fühl' mich einsam und allein. Graue Wolken zieh'n vorbei, doch irgendwann da bin ich wieder frei. ... |
||||
| 262 | In der Stille geborgen | 30.08.26 | ||
|
Vorschautext: Oma sollte ich bald wieder werden, wie sehr hab' ich mich darüber gefreut. Doch gibt's Unvorhersehbares auf Erden, wenn das Schicksal seine Schatten streut. Ein kleiner Stern berührte kurz das Leben, bevor er leise in die Stille entschwand. Was wir so gern an Liebe wollten geben, hielt er nur für einen Moment in der Hand. Nun blick’ ich nachts auf zum Himmelszelt und suche dich in jedem hellen Licht. ... |
||||
| 261 | Die Kunst, zu leben | 29.08.26 | ||
|
Vorschautext: Die Kunst, zu leben, liegt im Moment, im stillen Licht, das sanft nur brennt. Es ist kein Weg nach starrem Plan, kein blindes Rennen in der Bahn. Es heißt zu verweilen, hinzuschauen, dem eigenen Rhythmus zu vertrauen. Das Große oft im Kleinen sehen und stürmische Zeiten überstehen. ... |
||||
| 260 | Ein letzter Sommertag | 29.08.26 | ||
|
Vorschautext: Wie im Bilderbuch gemalt der Tag, der Wind ein leiser, warmer Hauch. Ein Glücksgefühl, das ein jeder mag, denn Sonne brauchen wir ja auch. Der Himmel strahlt im reinsten Blau, das Gras steht hoch und duftet süß. Die Welt vergisst ihr Alltagsgrau, noch einmal öffnet sich das Paradies. Wir fangen die Sonnenstrahlen ein und halten die goldene Stunde fest. ... |
||||
| 259 | Brücke zum Herzen | 27.08.26 | ||
|
Vorschautext: Herzlich lachen hält die Seele jung und öffnet weit andere Herzen. Schnell kommt man dann in Schwung und ist auch aufgelegt zu Scherzen. Ein heit’rer Sinn vertreibt die Sorgen und bringt Leichtigkeit in jeden Tag. Man sorgt sich weniger um Morgen, weil Lachen Kraft zu geben vermag. Es ist der schönste Gruß am Ort, vertreibt die grauen Wolkenwände. ... |
||||
| 258 | Stille Wunder | 25.08.26 | ||
|
Vorschautext: Ein leises Licht im Morgenstrahl, ein Flüstern ohne Wort und Zahl. Die Welt hält an für kurze Zeit, in schweigender Geborgenheit. Tautropfen funkeln im Morgenlicht, wo die Sonne erst das Dunkel bricht. Und geht der Atem tief und leicht, die Hektik dann vom Herzen weicht. Ein Knospenbrechen über Nacht, das unbemerkt in der Welt erwacht. ... |
||||
| 257 | Treue Wegbegleiter | 25.08.26 | ||
|
Vorschautext: Bücher sind wie ein stiller Freund, der niemals weicht, der niemals geht. Hab Tränen schon mit ihm geweint, wenn stumm er mir zur Seite steht. Wenn graue Wolken mich umhüllen, schlagen sie ein neues Kapitel auf. Um meine Sehnsucht still zu füllen, nehmen sie mich mit im Lebenslauf. Sie reisen mit durch Zeit und Raum, schenken Trost in dunkler Nacht. ... |
||||
| 256 | Im Schattenlicht | 23.08.26 | ||
|
Vorschautext: Ich stehe hier im grauen Licht, wo auch der letzte Halt zerbricht. Gefangen in des Zweifels Tanz, verliert die Welt den hellen Glanz. Der Mensch ein Abbild, kalt und rau, ein Zerrbild nur, man weiß genau: Wo früher Wärme war und Glut, herrscht heute nur noch Eisesmut. Die Traurigkeit ist schwer und dicht, ein Schleier liegt auf dem Gesicht. ... |
||||