Profil von Farbensucher

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Anzahl Gedichte: 1.151
Anzahl Kommentare: 693
Gedichte gelesen: 668.997 mal
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Titel
1151 Versuch 15.05.26
Vorschautext:
den Fuß in Leichtes setzen

wenn hinter Gittern
der Lufthauch
der Farben liegt

ist ein Versuch ins Leben -

nicht wissen
was schwerer wiegt.
1150 Enkelkind - Tage 14.05.26
Vorschautext:
tage, mit nur einem enkelkind -
wenn es davon so viele sind,
sind augenhöhe, mittelpunkt von du,
ohne gefälle von erfahrung:
der augenblick ist kind.

*für Lisha, Nanika, Beninjo, Marlon, Luano und Denilo
1149 Liegenbleiber 13.05.26
Vorschautext:
Gedanken
auf Abwegen
simulieren
"Was wäre, wenn...?" -
Die vielen Möglichkeiten
enden
in ein "So ist es,
denn..."
1148 Eisheilige 13.05.26
Vorschautext:
frieren
an stillgelegten
Gehirnwindungen
keine Gedankenentwürfe
die zünden
am Summen in Blüten
die warten
wie ich
mit Zuversicht auf Wärme

jedoch

...
1147 Paradoxon 11.05.26
Vorschautext:
Abwesenheit
ist die intensivste Form
zu spüren,
wie sehr man liebt
gegen die Wand
aus Stille.
1146 die Sprache der Abwesenheit 11.05.26
Vorschautext:
Man lernt nicht
mit den gelebten Toden
weniger zu lieben
oder weniger zu vermissen,
aber man lernt
mit der Sprache der Abwesenheit
wieder und weiter
zu leben.


*Aphorismus
1145 Baustelle 11.05.26
Vorschautext:
sehr spät
doch irgendwann
schlichen Gedanken
sich im Kreis
und zogen eng sich
bis zum
Ich
das viele Nester
hat gebaut -
jetzt fehlt noch eins
für mich.
1144 Muttertag 10.05.26
Vorschautext:
Muttertag

Auf der Bühne stehn sie
die Mütter
wie Dekor für Geschenke
die den Kommerz in den Regalen
ziert -
sie hauchen ein Danke
gerührt

auch wenn sie
heimlich
...
1143 Meine KI-Orakel-Queen 06.05.26
Vorschautext:
Wenn ich sie frage,
scheint's,
als würde sie noch
...überlegen,

und manchmal,
als wäre
um eine Antwort sie
verlegen...

Doch dann spuckt sie aus
vollem Datensatz,
...
1142 unlesbar 06.05.26
Vorschautext:
gleichförmig tippen
meine Finger, was
aus ihnen
fließt

verfälscht ist meine
Schrift, in der mich
heute keiner
liest

ich übe

...
1141 digitale Münder 05.05.26
Vorschautext:
am Treibgut festhalten
in der Wortflut
aus digitalen Mündern -
eine Hand im Wort 'du'.
den Kopf in den Nacken werfen,
die flüchtigen Münder
in Schubladen packen -
mit Lippen
Worte
in Formen gießen.
1140 eine Handvoll Zuversicht 04.05.26
Vorschautext:
Während ich schlief,
wuchs still
das Grün,
das überall sich weitet
in jedem Halm,
den man sich selber überlässt.
Auch meine Himmel
tragen Grün -
und meine Seele
eine Hanndvoll Blau,
das zuversichtlich mich berührt,
wenn ich nach innen
...
1139 Abrieb 03.05.26
Vorschautext:
Um Mitternacht
noch an Gedanken hängen.
Nebenbei
das Rauschen der Autobahn.
Beides zieht vorbei.
Und doch bleibt
die Tiefe der Zeit
als Spur
und der Abrieb
jagender Reifen.
1138 Pusteblumensterne 02.05.26
Vorschautext:
Spielend
treibt der Wind
seit Äonen
Pusteblumensterne
richtungslos
ins nächste Blühen.
1137 Stillstand - Variationen 01.05.26
Vorschautext:
Sinnlose Tage
lärmen im Leeren,
straucheln an Tönen -
asynchron noch
im Dasein.

*

Snapsen,
trauminfiltriert,
lassen nach dem
Leuchten
...
1136 selbstgewählt fremdbestimmt 26.04.26
Vorschautext:
Man lernt,
zu seinem eignen Schutz,
ein immerzu
genaues Schauen.
Ich weiß, es ist
total absurd, und doch
lernt man auch
wegzuschauen.

Und irgendwann,
ganz nebenbei,
bleiben die Blicke
...
1135 Spiegelkabinett 17.04.26
Vorschautext:
Dem einen ist sein Haus Geborgenheit,
dem andern Käfig -
Was an Gemeinsamkeit dann bleibt,
ist einsam überleben.

Für's Haus wird Leben aufgespart -
es ist gefräßig.
Ein Leben darin aufgebahrt,
wird leicht der Wind fortfegen.
1134 Wortketten 17.04.26
Vorschautext:
Ich sprach schon lange
von dem Rest des Lebens,
bevor ich wusste,
was das heißt.
Jetzt spricht mit mir
das Leben,
und auch der Rest, der
mir noch bleibt.
1133 vom Halten 16.04.26
Vorschautext:
Die Hand, die manchmal vor dem Fallen hält,
die hält auch mich.
Und manchmal ist es meine,
die nicht fällt und hält – auch dich.

Doch manchmal war
die Hand gebunden,
die nicht von dir wich.
1132 Bruch 15.04.26
Vorschautext:
Ich wiege am Abend
den guten Tag
wie einen Traum -
Ich zähle die Zeit nicht mehr,
vermesse keinen Raum.

Ein Klirren
zerbricht mich -
und schon wieder zähle ich
Stunden.

Es kennt wohl jemand
...