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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Regenwetter Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Es regnet Bindfäden,
nass sind Fensterläden
matschig die Waldwege,
auch die Wildgehege,
durchnässt sind Hut, Kleider,
triefnass ist, s Haar, leider,
klatschnass sind die Mützen,
Straßen voller Pfützen,
es wird nur noch krasser,
die Füße im Wasser
schmatzen bei jedem Schritt,
die Gesundheit nimmt, s mit.
Haar Simon Käßheimer
Vorschautext:
Haar, harre, haar und gedeihe,
wachse ins Freie!
Haarlang und Haargenau,
stellt’s sich’s teils – und teil’s auch zur Schau.

Haar, teils kurz noch oder schon lang,
sei mir um dich nur nicht bang.
Haar hat nicht jeder, ist nicht gerecht;
und ohne dich ist es einfach auch eben schlecht.
Schmetterling Jens Gottschall
Vorschautext:
*****
Elfchen

Schmetterling
Bezaubernde Naturschönheit
Mit hoher Symbolkraft
Berührt Herz, schenkt Lebensfreude
Seelentänzer
Sie muss den Mund halten Käti Micka
Vorschautext:
*****
Sie muss den Mund halten

Sie hatte immer schon einen großen Mund
Klappe
sagt man im Volksmund
Optisch aber kaum zu sehen
Plötzlich kam ihr in den Sinn
Es muss etwas geschehen
Ihre Lippen will sie vergrößern lassen
und zwar ungefähr bis zum Kinn
Wo fängt man da an
...
Gratwanderung Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Zum letzten Mal
spüre ich deinen
warmen Händedruck,
bevor das Leben
sich aus dir zurückzieht.
Zum ersten Mal
spüre ich deine
eiskalten Hände
in der Umklammerung
des Todes.
Und mir wird bewusster
als je zuvor, wie
...
Im Spiegel Claudia Behrndt
Vorschautext:
Wer ist im Spiegel die Frau?
Sie wirkt wie Haut und Knochen nur.
Mit Grauen sehe ich sie genau,
als hungere sie schon Wochen pur.

Ich weiß, obwohl sie nicht mehr spricht,
dass sie ihr Essen wieder erbricht.
Dazu noch Mittel nimmt, verstohlen –
Ihr Körper ist ihr fremd, befohlen.

Ihr Denken kreist in engem Raum,
nur um Gewicht und Körperform.
...
Deiner Seele Flügel Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Der Tod hat dich ins Abseits geleitet,
uns zerschlagene Hoffnungen bereitet
es gibt für uns keine Zukunft zu zweit,
mir tut das von Herzen so unendlich Leid,
doch mein dir treues Herz ist jetzt bereit,
es mit der Freude zu füllen, statt mit Leid,
genieße die gewonnene „Freiheit“,
spanne auf deiner Seele Flügel, ganz weit,
fliege himmelwärts in die Ewigkeit,
dort, wo du befreit bist von jeglichem Leid.
Der neckische Mond Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-1-
Der Vollmond plustert sich auf,
wächst über sich selbst hinaus
ändert der Gestirne Lauf,
bringt Chaos ins Himmelhaus.
-2-
Der Vollmond sich amüsiert
über tollen Schabernack,
setzt noch eins drauf und mutiert
zum Mond, bemalt mit Schwarzlack.
-3-
Der Vollmond ganz verschwindet,
...
"Brain Fog" Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

Seine Lust ist geknebelt,
Sinne sind vernebelt,
Verstand geht ihm flöten,
seelisch steckt er in Nöten.
Sein Geist dämmert vor sich hin,
im Herzen steckt ein Pin,
Seelenschmerz bereitet
ihn zu Missmut verleitet.
Lust und Frust der Studenten Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-1-
Steinharte Bänke im Hörsaal
sind für Sitzfleisch die reinste Qual,
das gewiss nicht nur ein- zweimal,
und längerer Verzicht aufs Mahl
steigert die erleidende Qual,
auch diese nicht nur ein-zweimal.
-2-
Das Loch im hungernden Magen
erzeugt Frust und Unbehagen
und man beginnt, sich zu fragen:
„Wer hat m Hörsaal das Sagen?
...
Bürde des Alters Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

In Gelenken zwickt, zwackt es,
Gehen schmerzt, verursacht Stress
Gedächtnis lässt ihn im Stich,
zu oft irrt und täuscht er sich.
Grauer Star trübt sein Sehen,
Er kann nicht aufrecht stehen,
Ohren stellen sich taub,
die Haut ist trocken wie Staub.
Sein Herz ist von Schwermut schwer,
seine Seele, schwarz wie Teer,
...
Erbschleicher * Limerick* Ingrid Bezold
Vorschautext:
Der Onkel lag schwer krank in Euten
worüber die Erben sich freuten
Sie buchten zumZiele
Santiago de Chile
doch dann erbten die Therapeuten

(C) Ingrid Bezold
Genug für ein Morgen Robert Späth
Vorschautext:
Ich trage dich in mir wie ein Versprechen,
Ein Versprechen, das nie gesprochen wurde,
welches doch lauter klingt
als alles, was je gesagt werden konnte.

Mein Herz übertreibt dich,
zeichnet dich größer als die Welt,
macht aus deinem Schweigen ein Orchester,
aus deiner Abwesenheit eine endlose Weite.

Ich weiß, es ist zu viel —
dieses Hoffen ohne Grund,
...
Stille Genießer Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Schweigend sitzen sie am Tisch
in einer großen Runde.
Man genießt das Essen,
zur späten Abendstunde.

Max möchte etwas sagen
ist aufgeregt und drängelt,
weil sich auf Vaters Brot,
ein kleines Tierchen schlängelt.

Sein Vater unterbricht ihn:
"Beim Essen spricht man nicht."
...
Das Landcafe öffnet die Pforten Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Das Land Café öffnet die Pforten,
ich freue mich schon auf die Torten.
Im Sommer sitze ich gern im Garten.
Warum, will ich euch gern verraten.

In ländlicher Idylle, zwischen Rosen,
Lavendel, Margeriten und Mimosen,
fühlte ich mich gut aufgehoben.
Die Atmosphäre muss man loben.

Dort sitze ich gern mit meinem Gatten,
unter den Bäumen, im Habschatten,
...
Es gibt sie Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Es gibt sie

Es gibt sie:
Die Destruktiven und die Konstruktiven.

Destruktive sehen immer nur sich,
Oft in Minderwertigkeit und Egomanie gefangen,
Übergehen und/oder nerven Dich,
Weil alles nur untertan ihrem eigenen Verlangen.

Konstruktive sehen immer das Gesamtsystem
Und wie sie dieses nachbessern können,
...
Liebende haben schon Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Liebende haben schon

Liebende haben schon immer verstanden,
Dass Glücksbestände den Wohlwollenden hold.
Liebe kommt dagegen jenen abhanden,
Die immer nur streben nach Silber und Gold.

Es bleibt das Geheimnis tiefer Minne,
Mit Leib, Seele und Geist aufzutrumpfen,
Wenn sie erfasst des Menschen Sinne,
Verhindert so des Lebens Abstumpfen.

...
Du schaffst das ! Jens Gottschall
Vorschautext:
*****
Du schaffst das !

Die größte Freude
ist immer schon,
wenn man Dinge schafft,
bei denen andere sagen:
Das geht nicht !
Wir brauchen eine Politik "für Alle" Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Was die Leute wirklich bewegt im Land,
ist ihnen scheinbar nur bedingt bekannt.
Unbeirrt gehen sie ihren Weg
ohne zu hinterfragen,
welche Sorgen die Menschen plagen.
Sie agieren planlos, treffen Entscheidungen "alleine",
verkünden strahlend ihre Erfolge...
Doch zählbare Ergebnisse gibt's keine !!!
Wetterkapriolen / Ein Sommergedicht Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Endlich mal wieder leichter Regen
und die Hitze hält sich im Zaum.
Gewitter ist angesagt, was für ein Segen,
man macht alles auf, durchlüftet den Raum.

Man fühlt sich viel wohler, traut sich wieder raus,
eine kühle Brise zieht durch's Haus.
Das Herz fängt wieder an zu schlagen,
es wird alles zur Plage an tropischen Tagen.