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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Der Weihnachtskrieg Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Ich habe ihn erlebt 1991,
zwei Tage vor Heiligabend,
nach Schichtschluss in einem
dunklen Flur.
Der Dreck immer noch
an meiner Familie klebt.
Habe ein durch Hass und Rassismus
geprägtes politisches Berufsverbot
im öffentlichen Dienst erhalten,
nach 20 Jahren als Lehrer in der DDR.

Unterschrieben war es von
...
Märzenbecher Meteor
Vorschautext:
Der März leert all seine Becher,
kopfüber hängt er sie ins Grün'.
Zeitlose weiße Glockendächer,
darunter Frühlingsknoten blühn.

Wie auch die Schneeglöckchen,
unfern wohnen sie benachbart,
Erinnernung an Sommerröckchen,
Gefühle kehren ein warm und zart.

Später Frühlingsschnee im März,
der Boden unter ihm noch hart,
...
Der Unterschied zwischen Ost und West Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Im Osten konnte man schon immer die falschen Fragen zur Förderung der Arbeiter- und Bauernklasse unter Berücksichtigung der kommunistischen Grundidee fundiert richtig stellen.
Dafür wurden im Westen Fragen zur Gleichstellung der Frau unter dem Schirm westlicher Besatzungsmächte schon immer die richtigen Antworten falsch wiedergegeben.

Höchste Expertenkreise im Westen haben festgestellt, dass die Menschen, in der von den Alliierten besetzten Zone, der sogenannten BRD, mehr Lametta am Weihnachtsbaum hatten, als die Proletarier im Osten
und auch reicher waren, als die Kuhhirten im sozialistischen China.
Nach Aussagen eines der 3 Millionen Arbeitslosen, hat sich die Lage aber drastisch geändert. Es gibt jetzt offensichtlich zu wenig Lametta in den
Supermärkten, aber dafür die höchste Verschuldung sei der Geburt der
Schlümpfe.


(c) Ernestine Freifrau von Mollwitz
1 Feb. 2026
...
Genuss ohne Reue Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

Ihr Lächeln verscheucht seine Sorgen,
was kümmert ihn noch das Morgen
er gibt sich ihrer Zärtlichkeit hin,
sie massiert ihn von Fuß bis Kinn
sorgt sich liebevoll um den Alten,
küsst weg seine Kummerfalten,
vertreibt aus getrübten Gedanken
alles, was ihn lässt erkranken,
seine Hirngespinste vergehen,
endlich kann er klarer sehen
...
Der Kreis um Dich Claudia Behrndt
Vorschautext:
Du siehst die Welt nur klein und nah,
dein Blick bleibt meist bei dir allein.
Was andere fühlen, bleibt dir fern,
denn wichtig scheint nur dein Gewinn.

Du hörst die Stimmen um dich kaum,
dein Spiegel zeigt nur dein Gesicht.
Dein Herz bleibt wie ein enger Raum,
für fremde Sorgen öffnet´s nicht.

Doch wenn dein Blick nach draußen lenkt
Und du das Wir doch im Herzen trägst.
...
Schritte zum Ziel Claudia Behrndt
Vorschautext:
Wie viele Schritte muss ich gehen um ein Kilo zu verlieren?
Zehntausend täglich sind mein Ziel, oft wirkt´s zu viel.
Ich zähle jeden Weg genau, um endlich zu triumphieren
Und hoffe, der kleine Fortschritt zeigt: Der Wille führt ans Ziel.

Ich nehme lieber Stufen, statt Rolltreppe hinauf,
die Beine tragen still die Last und treiben mich voran.
Die Uhr am Handgelenk zählt leise jeden Schritt im Lauf
Und zeigt mir, wie viel Energie mein Weg verbrennen kann.

Mit jedem Schritt verlier ich mehr als nur ein wenig Gewicht,
Geduld wächst mit dem Atemzug auf meinen stillen Pfad.
...
Der Schein trügt Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Die Mensa verflucht, den Kaffee geehrt,
sich immer nur von der Bestechung ernährt.
Vom Prof verachtet, vom Assi gehasst,
Belege gekupfert, die Vorlesung verpasst.

Von Gott verlassen, vom Teufel geliebt,
Klausuren gemeistert, doch die Prüfung versiebt.
Das Skript ungelesen, die Theorie war ein Graus,
doch am Ende spuckt ihn die Uni dann aus.

Mit dem Abschluss in Händen, im Herzen ein Loch,
er lernte nicht viel – aber geschafft hat er's doch!
...
Goldener Abschied Claudia Behrndt
Vorschautext:
Die Sonne sinkt in stiller Pracht
Und taucht die Stadt in warmes Licht.
Der Tag verneigt sich leis zur Nacht,
ein letzter Strahl durch Zweige bricht.

Die Dächer glühen rot und sacht,
der Himmel malt sein Abendgedicht.
Die Welt hält kurz in sanfter Macht,
bis langsam alles Dunkel spricht.

Ein Flüstern zieht durch Baum und Zeit,
der Abend atmet ruhig und sacht.
...
Moralpredigten Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion -

Seine Moralpredigten
sie psychisch erledigten,
sie fraßen sich in ihr Herz
breiteten sich aus kopfwärts,
sie um den Verstand brachten,
Geister, die sie auslachten,
in ihrem Kopf polterten,
ihre Seele folterten.
Heute stehe ich in der Küche Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Heute schreibe ich mal kein Gedicht,
denn dazu fehlt mir wirklich die Zeit.
Ich stehe nämlich in der Küche,
die Kochschürze liegt schon bereit.

Nudelsalat steht auf dem Speiseplan,
den habe ich schon oft selber gemacht.
Ja... Das können auch wir Männer
und schmecken tut's auch, wäre doch gelacht !

...
Einhalt gebieten Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
- Fiktion -

Er zupft an ihrer Schillerlock,
greift ihr schamlos unter den Rock
pflückt von ihrer Bluse Flusen
grapscht dabei an ihren Busen,
zieht ihr aus die Schuhe, Söckchen,
dazu noch ihr Tellerröckchen,
aber viel weiter kommt er nicht,
der Freund des Mädchens ihn verdrischt.
"Vom anderen Ufer" Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion -

Mit enormer Stoßkraft pflügt er durchs Wasser,
imponiert am Uferrand den Frauen,
doch leider ist der Mann ein „Frauenhasser“,
keine kann auf seine Liebe bauen.
Das Spiel seiner Muskeln löst Erstaunen aus,
die Frauen haben nur Augen für ihn,
Adonis winkt, steigt aus dem Wasser heraus,
geht auf nen Mann zu, umarmt, küsst Erwin.
Die Konkurrentin Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion -

Sie strampelt sich ab im Job
ist beruflich immer top,
arbeitet rund um die Uhr
von Müdigkeit keine Spur,
doch egal, wie viel sie tut,
für den Boss ist, s nie gut,
der um den Chefsessel bangt,
weil sie viel sich abverlangt
und er kaum mithalten kann,
als Niete fühlt sich der Mann.
Ja, ich war der Zerstörer unserer Liebe Monika Kinzel
Vorschautext:
Heute würde ich wirklich vieles anders machen.
Nicht nur mit ihm gemeinsam lachen.
Nein, auch ihn richtig zu zuhören,
denn das war es, was mich am meisten tat sehr stören.

Ich hatte mich nicht um seinen Problemen zu lauschen.
Dabei hätte ich mit wollen seine Kindheit tauschen.
Ich wusste, er hatte es niemals leicht
aber was konkret passiert war, hatte er mir nie gebeicht.

Ich hätte da dran bleiben sollen
und nicht nach über 30 Jahren mich zu trollen.
...
Himmlischer Empfang Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Traugott legt sich sterbend darnieder,
es umweht ihn ein Duft von Flieder
ein Flügelpaar wirft Schatten auf ihn,
über ihn beugt sich ein Cherubin,
trägt Traugott in den Himmel empor,
zu Gottes Thron öffnet sich ein Tor,
dort wird seine Seele empfangen,
wird ewiges Leben erlangen.
Wird der Einzug im Seniorenheim ein Erfolg? Dieter Kinzel
Vorschautext:
Bei meinem Pech in der letzten Zeit,
kann ich nicht daran glauben, dazu bin ich noch nicht bereit.
Bei meinen Schwierigkeiten Kontakte zu knüpfen,
kann ich nur mein dortiges Zimmer lüften.

Nach dem bisherigen Pech verlor ich mein Vertrauen.
Durch meine miese Gesundheit kann ich mir auch nichts neues aufbauen.
Ich persönlich habe den Glauben an gute Menschen verloren.
Ich wünschte mir manchmal, ich wäre neu geboren.

Aber mit dem Wissen von heute.
Dann kann ich richtig unterscheiden die unterschiedlichsten Leute.
...
Eduard, ach, Eduard Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Mein lieber Nachbar Eduard,
hat sein Leben lang gespart.
Er war knausrig, hat gegeizt,
und seine Ruth damit gereizt.

Ruth konnte Eddi nun bewegen,
sein Geld mal anders anzulegen,
er gab es jetzt für Feinskost aus,
gönnte sich manch Gaumenschmaus.

Er machte sich seinen Alltag fein,
jeden Tag ein Fläschchen Wein,
...
Dies war die richtige Entscheidung Benjamin Forester
Vorschautext:
Ich treffe jetzt selbst Entscheidungen und das ist richtig!
Manche können falsch sein aber trotzdem sehr wichtig.
Nur so kann man wirklich selbstständig werden
und das ist doch das Wichtigste im Leben.

Den Rat meines Ziehvaters werde ich trotzdem suchen,
vielleicht kann ich so ein Ticket zu meinem eigenen Glück buchen.
Er wird für mein Leben weiterhin sehr wichtig sein.
Meine Entscheidung selbstständig zu werden macht mein Herz rein.

Ich lasse deswegen meinen Ziehvater nicht im Stich.
Dazu war er viel zu wichtig für mich.
...
Winterurlaub Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Der Heiner fragt den Roland,
den er lange nicht gesehen,
"wie war es im Winterurlaub?"
"Eigentlich sehr schön..."

"Von den verschneiten Hängen,
war ich total besessen.
Das Essen auf dem Sedler Hof,
war gar nicht angemessen...

Dem Sedler starben drei Hühner..."
"Oh, schlimm, wenn das passiert!"
...
Waldeinsamkeit Ingrid Bezold
Vorschautext:
Ich wandere nun stundenlang
über Felder, durch den Wald;
pausiere hier am Felsenhang
im Schatten. Es ist ziemlich kalt.

Der Stausee unter mir ruht still;
ganz anders als zur Sommerzeit.
Ein Eichelhäher stört mich schrill
in der Zurückgezogenheit.

Ich muss nicht reden, darf genießen
und die Gedanken kreisen lassen
...