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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Is Wurscht Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Das frage ich mich sehr oft,
ist es denn wirklich jedes Wort?
Etwa sogar überall und nirgends
oder doch an jedem Ort?

Es gibt doch Wörter,
die haben einen tiefen Sinn.
Werden diese aber falsch sortiert,
da denkste schon, dass ist Wurscht,
der Bürger wird so schnell irritiert.

In unserer Wohlstandsgesellschaft
...
Ich mag Jesus... Bernd Tunn
Vorschautext:
Ich mag Jesus...

Ich mag Jesus.
Bedenkenlos?
Träge treibt mein Glaubensfloss.

Fühl` den Druck.
Und die Andern?
Ehrlich die im Glauben wandern?

Kann so nicht.
Glaubenspein.
...
Man fegt dich samt der Geisteshabe Dmitry Garanin
Vorschautext:
Man fegt dich samt der Geisteshabe
wie Krumen fort vom blanken Tisch,
und was dir schien wie Wundergabe,
wird alter Kram und längst nicht frisch.
Und ging es nicht auf Wunderwegen
durch deine Lebensfrist dahin,
nur schwankend, ungleich, ohne Segen,
und brachte keinerlei Gewinn,
dann gib dich hin und lass die Ziele,
du vor der großen letzten Ruh,
und saug dir aus den Fingern Spiele
und blas den Rauch dem Himmel zu,
...
Der Gabentisch Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Ein neuer Tag beginnt nun,
als kleines, feines Glück.
Er bringt uns neue Stunden
und holt den Mut zurück.

Das Leben ist ein Wunder,
wenn man die Augen lenkt
auf all die kleinen Gaben,
die uns der Himmel schenkt.

Ein Lächeln, das uns tröstet,
ein Vogel, der laut singt
...
"Blattgold" Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Wind an den Zweigen rüttelt,
Blattgold herunter schüttelt,
das sich in Haaren verfängt,
oder in die Tiefe drängt,
um Wanderwege im Wald
zu vergolden, möglichst bald.
Geisterhäuser Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion -

-1-
Uralte, unbewohnte Häuser,
stehen im Dorf wie verloren da,
im Inneren gähnende Leere,
wie es anfänglich den Anschein hat.
-2-
Weit gefehlt, die Häuser sind belebt,
Tiere haben sich Zugang verschafft,
Spinnen, Käfer und Nagetiere
haben sich überall einquartiert.
...
Vorbei! Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Innerlich wie abgestorben,
ist die Lebensfreude dahin,
plötzlich macht, s Dasein keinen Sinn
es gibt kein Heute, kein Morgen.
Dichtkunst eines Zahnarztes (Fiktion) Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Geglückt oder missglückt? -

-1-
Der Poet füllt Zeilen mit Füllwörtern
wie Löcher im Zahn mit Amalgam
packt Reimprobleme bei der Wurzel,
richtet, was arg schief geraten ist,
auch den Rhythmus mit Klappereffekt,
wie aufeinander klappende Zähne.
-2-
Die psychologische Tiefenbohrung
praktiziert der Dichter mit Inbrunst
...
Wenn du mir Wärme reichst Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Der Herbst legt Blätterglut auf unsre Wege,
der Abend kommt ein wenig früh.
Du streifst ein Blatt von meinem Mantel.
Für mich ist das schon Poesie.

Wir gehen langsam durch den Regen,
du rückst ein Stück zu mir heran.
Es gibt so vieles noch zu sagen,
doch nichts, das nicht auch warten kann.

Zu Hause stehen unsre Tassen,
am Fenster zieht die Kälte ein.
...
Wo bleibt die Gerechtigkeit?" Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
- Wahr oder unwahr?-

Das Versprechen von Gerechtigkeit
zeigt sich im betrügerischen „Kleid“,
gut getarnt als Manipulation,
mit dem Label „Kooperation“.

Gerechtigkeit bleibt ein Wunschdenken,
Potentaten Macht stets so lenken,
dass sie eigene Pfründe sichern,
über die Blauäugigen kichern.

...
Steinpilze und Pfifferlinge Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Gestern waren wir Pilze pflücken,
heute schmerzt mir noch der Rücken.
Ich kenne mich nicht mit Pilzen aus,
aber mein Ehemann, - der Klaus.

„Klausi“, sag ich, „steck`s Pilzbuch ein,
wir müssen uns ganz sicher sein,
denn was hier wächst in der Natur,
sind ja nicht „die Guten“ - nur.“

Kurz vor Lüneburg, im Heidewald,
machen wir in einem Waldweg Halt.
...
Gar nicht cool! (Cyberangriff auf Kühlanlagen im Supermarkt) Grünschön
Vorschautext:
Bist du ein Narr? Are you a fool?
Dein Verhalten ist gar nicht cool.

Du entscheidest ganz nutzlos und stur,
dass du regelst hoch, die Temperatur,
in den Kühlanlagen im Supermarkt,
statt 5 waren es dort plötzlich 50 Grad,
und das war ziemlich unnötig und hart.

Warum bist wie die Lebensmittel verdorben?
Was ist in dir kaputt? Was in dir gestorben?
Viele Lebensmittel wurden entsorgt,
...
Danke, dass du mir ALDO Kraas
Vorschautext:
Danke, dass du mir
Eine weitere Chance gibst
Ich hoffe, dich öfter zu sehen
In der Nähe
Du bist mein Hafen
Meine Träume von morgen
Ich bin deine Sonne
Die Sonne ist so stark, dass sie mich fast
Blendt
Ich trage meine Sonnenbrille
Ich will nicht einsam sein
Ohne dich nicht mehr
...
Theorien Klaus Lutz
Vorschautext:
Die Zeit hat keine Ecken.
Sie ist auch nicht rund. Die
aktuellste Ansicht ist: Die Zeit
ist jeden Tag anders. Nur eben
nicht eckig. Und auch nicht
rund. Die neueste Theorie ist,
dass die Zeit einfach da ist.
Und jeden Tag das ist, was sie
sein will. Und die Forschung rät
deswegen dem Mensch: „Sei wie
die Zeit! Sei, was Du sein willst!“

...
Entscheidungen Klaus Lutz
Vorschautext:
Ich nehme meine letzte Kraft. Und lasse
das Herz reden. Setze mich in eine stille
Ecke. Und lasse das Leben spielen. Und
wenn das Leben einen Sänger will. Dann
lass ich die Leiter eine Reise sein Und
wenn der Mond ein Spieler sein will. Dann
lasse ich die Burg eine Höhle sein. Und
wenn die Geige ein Tänzer sein will. Dann
lasse ich den Denker ein Mönch sein. Ich
bin alles für das Leben. Wenn es meine
Liebe wieder weckt!

...
Aufstehen Florian
Vorschautext:
Glück und Ansehen will ich finden,
mich dem bösen Schicksal entwinden.
Weitergehen, kämpfen, auf Gott vertrauen,
auch an kleinen Erfolgen mich erbauen.

Einfordern, das Recht auf Leben,
neues Seelenheil erstreben.
Genugtuung finden, doch niemals Rache,
so dient alles Streben einer edlen Sache.

Diese Welt sie wird nicht triumphieren,
in welcher so viele nur nach Opfern gieren.
...
Für mich Sommer Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
In meinen Träumen bade ich in Sonnenstrahlen.
Der Himmel über mir ist blau und weit.
Ich lasse mir den Sommer auf die Lider malen
und nehme mir zum Glücklichfühlen Zeit.

Dort draußen tropft November von den kahlen Zweigen.
Der Nebel schluckt die Häuser. Farben sind verblasst.
Hier darf ein Duft von Heu aus warmen Wiesen steigen,
und unter einem Apfelbaum bin ich vergnügt zu Gast.

Mag draußen auch der Regen an die Scheiben schlagen,
ich bleibe noch ein Weilchen hier im Sonnenschein.
...
Wie wenig Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Ein Streifen Sonne
auf dem Boden.
Meine Füße darin.

So saß ich,
ohne auf etwas zu warten.

Ich hatte aufgehört,
den Tag zu tragen.

Nichts in mir
griff nach dem nächsten Augenblick.
...
SKLEROTISCHES SONETT Dmitry Garanin
Vorschautext:
Mein Denken zieht ins weite Nichts davon
und lässt die Quelle fern am andern Rand.
Was ich in meinen Zeilen einst empfand,
entschwindet neuerdings mir, Ton um Ton.

So fremd der Musen stummer, kalter Hohn,
und im Gedächtnisfluss, der halb verschwand,
geht mir am dünnen Haar kein Fisch ans Land,
die Plötzen meiner Reime, längst entflohn.

Sklerose, gib der Fantasie die Macht
und lass des Könnens leeren Flitter stieben!
...
Etwas dichten Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Ein Dichter dichtet ein Gedicht,
man fragt, wer ist drauf erpicht?

Worüber könnte er heute schreiben,
vielleicht über rötliche Scheiben?

Er schreibt nun von seinen Sorgen,
meistens schon sehr früh am Morgen.

In seiner aller tiefsten Trauer,
berichtet er von der Klagemauer.

...