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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Im Gesetz des Echos Max Vödisch
Vorschautext:
Du wirst lernen, dass es einen Schnitt gibt im Licht,
eine feine Narbe zwischen dem,
was du schützt und dem, was du brichst.

Sieh hin: Jemand feuert ins Offene,
ohne Ziel und ohne Gesicht.
Die Luft merkt sich alles,
auch wenn die Stille verspricht,
dass nichts geschah.

Glaub nicht, du seist frei,
nur weil das Blei dich bisher mied.
...
Ausweglosigkeit Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

Er ängstigt sich vor seinem Leben,
fürchtet aber zugleich seinen Tod,
welchen Ausweg kann, s für ihn geben,
der seelisches Chaos bringt ins Lot?
Hin- und her gerissen fühlt er sich,
hätte am liebsten nie existiert,
Zustand ist für ihn unerträglich,
ein Sein, in dem sich sein Ich verliert.
Der Irrwisch Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Zu meiner Verwunderung
setzt Kater Max an zum Sprung,
hechtet über Tisch und Stuhl
schlägt Salto mortale ganz cool,
schießt wie ein Pfeil so schnell
hin und her von Stelle zu Stell,
hüpft wie ein Floh auf den Schrank,
springt herunter auf die Bank
und in dem ganzen „Heckmeck“
fliegt er noch über mich hinweg-
ich zieh den Kopf ein ganz schnell,
über mein Haar streicht sein Fell
...
Im Schweigen des Waldes Claudia Behrndt
Vorschautext:
Im Schnee versammelt, leis und nah,
der Wald hält kurz den Atem an.
Kein Ruf nach Gold, kein lautes "Ja",
nur Raum, wo Leben wohnen kann.

Die Pfote ruht, das Auge wacht,
ein Schild spricht sanft von stiller Zeit.
Die Erde hört in dieser Nacht,
den Wunsch nach Platz und Friedlichkeit.

Wo Fuchs und Reh im Dunkel zieh´n,
bewahrt der Wald ihr leises Recht.
...
Der Topmanager Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

-1-
Er versieht seinen Job als rechte Hand des Bosses
mit jener Unbeirrbarkeit eines Streitrosses
und lässt sich weder durch Drohungen noch durch Tränen
abbringen von seinen marktwirtschaftlichen Plänen.
-2-
Er ist der Stützpfeiler des Maschinenbetriebes,
die produktionssteigernde Schmiere des Getriebes
und der Vordenker im elitären Management,
der alle Schach- und Klimmzüge des Wettbewerbs kennt.
...
Mutters Hein! Bernd Tunn
Vorschautext:
Mutters Hein!

Kerze brennt.
Komm doch heim.
Leuchtet raus für Mutters Hein.

Seemannslos.
Wird vermisst.
Doch die Flagge bleibt gehisst.

Gang zur Mole.
Raues Meer.
...
Père Lachaise – Garten der Namen Max Vödisch
Vorschautext:
Père Lachaise, ein Garten vieler Zeiten,
wo Wege durch Erinnerungen gleiten.
Ein Stolz der Stadt, von Dämmerung umwogen,
wo Stein und Moos die Zeit ins Heute zogen.

Ich trat zu Morrison, suchte sein Schweigen,
ließ mir von Max Ernst den stillen Umweg zeigen,
durch Schatten, Kunst und ruhiges Verwehen,
wo alte Bäume ihre Mythen säen.

Die Gräber – Formen, hingehaucht ins Licht
und jedes ist ein stummes Gedicht.
...
KAalt ist die Distanz Schornsteinfeger
Vorschautext:
Sternenwiese blüht im dunklen Raum
Hebe an: den alten Saum deines Kleid‘s
Manchmal ist mein Herz wie im Traum
Ich küsste deine Schenkel: holde Maid!

Über uns der große Wagen, zeige
Mir jeden Stern davon!
In deinem Herzen erklang die Geige
Die man mir in die Wiege lag!

Eine Sternschnuppe verirrte sich
Sprang‘ in das Funkeln der Pupille
...
An den lieben Mond Peter Leitheim
Vorschautext:
An den lieben Mond
www.leitheim-gedichte.de
Gedicht - Nr.1262
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Voll Freundlichkeit dein Antlitz
du Sohn des Himmelszelts,
unhörbar deine Schritte
in deiner nächtlich` Welt.
---------------------------
Du holder Nachtgefährte
erquickend, lieblich sanft,
gleich Worte eines Trostes
...
Das Mädchen am Bach Peter Leitheim
Vorschautext:
Gedicht - Nr. 1257
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Ein Mädchen sitzt an einem Bach
sie schaut den Wellen fragend nach,
die sprudeln und sich teilen
im stetig vorwärts eilen.
---------------------
Wohin sein Lauf wohin dein Gang
Ist kurz sein Weg oder gar lag,
in welchen Fluss er mündet ein
wird er zuletzt im Meer dann sein?
------------------
...
Der lächelnde Mond Peter Leitheim
Vorschautext:
www.leitheim-Gedichte.de
Gedicht Nr. 1255
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Ein lächelnd` Mond am Himmel wacht
ummantelt er von Sternenmacht,
durch dunkle Wolkenfülle
zieht er die Bahn in Stille.
-----------------
Der Tag verlassen hat das Tal
vom Schlaf erwacht die Nachtigall,
voll` Sehnsucht ist ihr Singen
zum Herz die Töne dringen.
...
Meine Glücksformel Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Meine Glücksformel

Menschen werden Glücksformeln suchen
Und jeder wird welche für sich ausmachen,
Vielleicht ein entsprechendes Coaching suchen,
Denn Glück gehört zu den wünschenswerten Sachen.

Für mich selbst kann ich immer wieder erkennen,
Dass etwa 20 Prozent aus der Kindheit gekommen:
Großeltern, Paten und weitere Verwandte können
Glück mitgeben, auch von Eltern habe ich es bekommen.

...
Zwischen Schatten und Morgenlicht Claudia Behrndt
Vorschautext:
Manchmal sitze ich still allein
und will ganz bei mir selbst sein.
Doch merke ich: Es braucht noch Kraft,
bis Neues in mir Ordnung schafft.

Ich sehe mich oft noch fehlerhaft,
nicht nur dort, wo Herkunft schafft.
Ich trag so vieles, viel zu schwer,
wünsche mir, ich wäre leichter mehr.

In mir war lange Zeit viel Wut,
sie trieb mir jeden Mut kaputt.
...
Spuren im Schnee Doris Grevesmühl
Vorschautext:
Eine Spur im Schnee verrät
wohin jemand geht,
sie verraten auch mir
war es Mensch oder Tier,

doch welches Tier da entlang schlich
verraten sie mir nicht,
denn da ich kein Jäger bin,
weiß ich nicht, wer die Verursacher sind.
Schneetief "Elli" Claudia Behrndt
Vorschautext:
Zwei Flocken fallen, leis und klein,
fragt eine: "Wo willst du denn sein?"
"Am Nordpol, ruhig, eisig und still."
"Ich? Nach Berlin, mit viel und lauten Geschrill."

Warnstufe hoch, die Schulen zu,
doch Elli zieht im Bogen, im Nu.
Kein Sturm, kein Schnee, nur nasses Grau -
doch Panik? Die war ganz genau.

Berlin schaut hoch, der Himmel lacht,
der große Sturm war über Nacht entfacht.
...
Seit acht Jahren nur elektrisch Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Seit acht Jahren nur elektrisch

Während man damals diskutierte
Und immer nur Nachteile aufspürte,
Ergriff ich bei den Hörnern den Stier,
Sagte Adieu den Verbrennern hier,
Lud den Strom vom eigenen Dach,
Ersparte der Natur viel Ungemach.

Elektronen treiben mein Auto an:
Das Elektroauto, welches so viel kann,
Enkel fahren, uns transportieren,
...
Zwei Flocken im Sturzflug Claudia Behrndt
Vorschautext:
Zwei Schneeflocken schweben leis,
vom Himmel runter, klirrend weiß.
Fragt die eine, ganz geschniegelt:
"Na, wohin wirst du gesegelt?"

"Zum Nordpol flieg ich, ganz entspannt,
bleib liegen dort im ewigen Land.
Kein Streß, kein Funk, kein Warnsystem -
nur Eis, nur Ruhe, so angenehm."

Die andere lacht mit frechen Blick:
"Ich hab da einen anderen Trick.
...
Bild-Zeitung mal anders Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Manchmal wünschte ich mir sehr,
dass die BILD mal anders wär;
na gut, vielleicht ein kleines bisschen Sport,
okay, noch Werbung da und dort.

Vom Fußball gäb's was zu berichten,
zum Schmunzeln was und Stargeschichten,
Lokales, Wetter, Börse, Lottozahlen...
Ergebnisse der Landtagswahlen.

...
Verräterin Schornsteinfeger
Vorschautext:
Blauschimmernde Sterne umkreisen
Vergissmeinnicht
Herzen soll‘n uns die Richtung weisen
Aber Selbst sind wir das Licht!

Nimm‘ die Angst und schmeiß sie weg
Hier im niedergebrannten Dorf liegt
Sie abgecheckt im Dreck!
Ja ein fremder Blick er biegt

Macht dich Selbst zum blinden Fleck
Hör‘ nicht auf die Verräter
...
Das Erbe kann warten.. [Teil 7] Marcel Strömer
Vorschautext:
Frau Scherz und die allgemeine Weltlage 2026

Frau Scherz richtet sich allmählich ein im Jahr 2026.
Die Zahl wirkt stabiler als 2025, das ihr persönlich eher wie ein scharfkantiger Kiesel im Schuh vorkam, mit ständigen Aufs und Abs, zuletzt begleitet von einer zähen Krankheit, die ihr den Jahresabschluss ordentlich vermiest hat. Doch der Spuk scheint vorbei, sie richtet ihre imaginäre Krone neu aus und nimmt die Herausforderungen dieser neuen Zeit mit jener Mischung aus Gelassenheit und klarem Blick in Angriff, die ihr so eigen ist.

Vom warmen Fensterplatz aus verfolgt sie täglich die weltpolitische Lage und staunt manchmal, als habe sie den Horizont versehentlich mit einem Kaleidoskop verwechselt. Das globale Lagebild liest sich wie ein Lehrbuch der internationalen Beziehungen, nur ohne klare Kapitelüberschriften.

Ganz oben auf ihrer mentalen Weltkarte steht derzeit ein Konflikt, der so viele Schlagzeilen erzeugt hat, dass man meinen könnte, ganze Zeitungsseiten seien direkt von ihm finanziert worden: der militärische Angriff auf Venezuela. Anfang Januar 2026 führten US-Spezialkräfte einen Luftschlag und eine marinebasierte Operation gegen Caracas durch, bei der der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen und angeblich nach New York gebracht wurde unter dem Vorwurf von Drogenterrorismus und Schmuggel, was breite internationale Reaktionen auslöste.

Parallel dazu hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump eine maritime Blockade venezolanischer Ölanlieferungen durchgesetzt und mehrere Öltanker beschlagnahmt darunter Schiffe unter russischer Flagge, was die transatlantischen Spannungen weiter verschärft. Die Maßnahme, die offiziell als Durchsetzung von Sanktionen präsentiert wird, wirft schwerwiegende völker- und seerechtliche Fragen auf, weil Sanktionen völkerrechtlich sensibel sind und ihr Einsatz über den bloßen Wirtschaftsbereich hinaus oft als aggressive Durchsetzung nationaler Interessen interpretiert wird.

Frau Scherz runzelt die Stirn, wenn sie an die „Donroe-Doktrin“ denkt, jene moderne Anspielung auf die alte Monroe-Doktrin, mit der Trump den Westen für quasi exklusive US-Einflussnahme im westlichen Hemisphäre beansprucht. Auch europäische Stimmen kritisieren diese Eskalation: Sie sehen darin einen möglichen Bruch des „rules-based international order“, also der auf internationalen Normen und dem Völkerrecht beruhenden Ordnung, die nach 1945 aufgebaut wurde.
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