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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Übermut Käti Micka
Vorschautext:
*****
Übermut

Draußen ist es trübe
Ich aber bin hellwach
bin gar nicht müde
Du
schleichst barfuß
durch den Flur
Ich sehe dich und lach`
Das Wetter
bringt mich niemals aus dem Takt
...
Wenn Ablenkung erstirbt jogdragoon
Vorschautext:
„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen,
die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen."
Albert Einstein (1879–1955)

*

Töne, Stimmen, Lichter, Farben,
alle Ablenkungen erstarben !

Mit der Stille
kam der Wille
zur reflektierten Erkenntnis des Seins
...
Regen bringt Segen Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Wie herrlich, dieser frische Regen,
erfreue mich am kühlen Nass.
Trete in die kleinen Pfützen,
schreite durch das feuchte Gras.

Plötzlich bin ich wieder Kind.
Wir hatten damals richtig Spaß.
Die Schuhe waren durchgeweicht,
die Hosenbeine pitschenass.

Niemand machte sich damals Sorgen.
Wasser war so selbstverständlich.
...
Morgenstunde Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
"Morgenstund hat Gold im Mund"
wer hat das nur gesagt?
Im Alter wird die frühe Stunde,
von jedermann beklagt.

Man kommt kaum aus dem Bett heraus,
die alten Glieder schmerzen.
Nichts lockt dich morgens aus dem Haus, -
niemand ist aufgelegt zu Scherzen.

Jeder hat mit sich zu tun,
läuft schweigsam hin und her,
...
Wie oft hat sie ihn Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Wie oft hat sie ihn

Wie oft hat sie ihn Schatz genannt
Und seine Intelligenz bewundert?
Er schien ihr wirklich interessant,
Doch war er recht verwundert,
Als sie ihm gar entflohen war,
Gestorben wäre er um ein Haar.

Scheinbar wurde ihr alles zu viel,
Weil er sie wiederholt um Hilfe bat
Und mit sehr viel Liebe und Gefühl
...
Ruhezone Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
In unserem kleinen Paradies
ist es gerade wunderschön.
Es blüht und duftet herrlich,
- das sind die Azaleen.

Hier habe ich meine Ruhe
und schöpfe neue Kraft.
Niemand kann mich sehen,
aus unserer Nachbarschaft.

Ich sitze auf der Gartenbank,
der Wasserfall plätschert leise.
...
Meine Biene ist mir Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Meine Biene ist mir

Meine Biene ist mir davongeflogen,
Obwohl sie auch durch mich erblühte,
Ist weiter in andere Räume gezogen,
Obgleich ich mich um sie bemühte.

Natürlich habe ich sie geherzt, geliebt,
Bin an der Trennung fast zerbrochen.
Wenn Amor mir keine Hoffnung zuschiebt,
Ist Sehnen aus meiner Seele gekrochen.

...
Der Glaube versetzt Berge Käti Micka
Vorschautext:
*****
Der Glaube versetzt Berge

Glaube mir
Allen ergeht es so wie dir
Erst himmelhochjauchzend
Dann zu Tode betrübt
Unser Innenleben
uns ständig Befehle gibt
Wir gehorchen
und widersprechen nicht
Der Verstand
...
Quertreiben Meteor
Vorschautext:
Wieso kam an egomane Querulanten
das wichtige "Querdenken" abhanden?
Das Einzige was sie dabei dachten,
wie sie mit Lügen Unfrieden machten.

"Quertreiber" trifft genau den Punkt,
auch Zunichtemacher und Aufhetzer.
Zerstörten absichtlich und ungesund,
wirkten als Wissenschaftszersetzer.

Kreative Freigeister denken "quer",
um Probleme zum Wohle aller zu lösen.
...
Kleines Gedicht über (m)eine große Liebe Thomas
Vorschautext:
Ich frag' erst mich, dann sie, wer sie wohl ist,
später haben wir mehr als nur geküsst,
doch dann hat sie sich vorm Frühstück verpisst...
-
...für "große Liebe" war's 'ne kurze Frist.

Big Love - weil sie mehr als zwei Meter misst
und ich bin jetzt der, der sie sehr vermisst,
das Leben wird jetzt wohl öde und trist...
-
Mist!

...
Das Leben schaukelt weiter Claudia Behrndt
Vorschautext:
Wie auf der Schaukel zieht die Zeit,
mal still, mal wild im Sonnenlicht,
sie trägt uns fort durch Dunkelheit
und schenkt uns doch erneut Zuversicht.

Mal hebt das Leben hoch hinauf,
dann fällt der Mut beinah entzwei,
doch jeder Sturm hört wieder auf
und hinter Wolken wird es Mai.

Wenn deine Kraft zu schwinden droht
und jeder Schritt zu schwer dir scheint,
...
Auf gewundenen Straßen Helga
Vorschautext:
Die Koffer sind schon längst gepackt,
mein Fernweh hat mich aufgebracht,
ich ziehe voller Hoffnung fort
zu einem unbekannten Ort.

Zum Glücklichsein braucht`s nicht sehr viel,
nur Mut und stets ein fernes Ziel,
Grenzen will ich überschreiten
und blicken in die endlos Weiten.

Könnt Bäume aus der Erde reißen
und alle schwere Last wegschmeissen,
...
Schweigende Endlichkeit Birgit Klingebeil
Vorschautext:
- Traumbilder - 

Ein Hauch von Glas auf dunklem Grund,
Worte, die kommen aus fernem Mund.
Sie blühen nur kurz im schweigenden Licht,
bevor der helle Tag dann die Schwärze bricht.

Wie stille Nebel, die den See verlassen,
wollen sie nicht, dass Hände sie fassen.
Kaum streift ein Wachsein ihren Saum,
entgleiten sie schon im tiefsten Raum.

...
Nachtgedanken Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Die Sonne versinkt hinter fernen Hügeln,
das laute Getöse des Tages verhallt,
wenn sich auf unsichtbar dunklen Flügeln
die Ruhe legt über das Feld und den Wald.

Die Nacht streut den Sand ins Weltgetriebe,
sobald sie mit Schwärze die Stille erfüllt.
Und was uns an Unrast und Sorgen noch bliebe,
wird sanft in den Mantel des Schlafs eingehüllt.

Wenn Himmel und Erde zum Kuss sich einen,
verblassen die Grenzen von Raum und von Zeit.
...
Junge Meisen... Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Es dringt ein leises Zirpen
aus unserem Meisen Kasten.
Die Meise fliegt hin und her,
hat keine Zeit zum Rasten.

Ich lausche ganz gespannt,
ob sich drinnen etwas regt.
Die Kleinen haben Hunger,
und piepsen unentwegt.

Die Meise schaut heraus,
doch nur ein kleines Stück.
...
Paradoxon Farbensucher
Vorschautext:
Abwesenheit
ist die intensivste Form
zu spüren,
wie sehr man liebt
gegen die Wand
aus Stille.
die Sprache der Abwesenheit Farbensucher
Vorschautext:
Man lernt nicht
mit den gelebten Toden
weniger zu lieben
oder weniger zu vermissen,
aber man lernt
mit der Sprache der Abwesenheit
wieder und weiter
zu leben.


*Aphorismus
Baustelle Farbensucher
Vorschautext:
sehr spät
doch irgendwann
schlichen Gedanken
sich im Kreis
und zogen eng sich
bis zum
Ich
das viele Nester
hat gebaut -
jetzt fehlt noch eins
für mich.
Briefmarken / Langweilige Dauerserien Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Standardbriefmarken der Deutschen Post
könnten manchmal bunter und vielfältiger sein.
Über lange Zeit langweilen trostlose Motive
und laden nicht unbedingt jeden Schreiber ein.

Die Post muß wieder bunter denken.
Marken wie einst, mit herrlichen Blumen und Tieren
schmückten viele Briefe und Karten.
Lange müssen wir oft auf interessante Neuheiten warten.
Nach Regen folgt Sonnenschein Horst Rehmann
Vorschautext:
Ein Starksturm treibt sein Tropfenheer,
mit dunklen Wolken übers Land,
er biegt die Bäume, peitscht das Meer,
doch plötzlich regt sich Widerstand.

Die Sonne schickt den ersten Strahl,
im Nu verwandelt sich die Welt,
bunte Farben, die früh noch fahl,
blicken ins zarte Himmelszelt.

Frech schaut ein nächster Strahl durchs Grau,
ganze Bündel folgen behend,
...