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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Winterflüstern Claudia Behrndt
Vorschautext:
Der Schnee erzählt ganz leis im Chor,
der Wind klopft sacht an Eisentor.
Ein Lachen huscht durch kalte Zeit,
der Winter bleibt - doch Herzen weit.

Der Mond malt Silber auf den Grund,
die Nacht wird weich, die Zeit wird rund.
Im Frost erwacht ein stilles Glück,
der Winter nickt und lächelt zurück.

Und wenn der Morgen dann erwacht,
liegt Glitzer auf der weißen Pracht.
...
Schneeverwehen Lisa Nicolis
Vorschautext:
***

Im hellen Licht unsrer Laterne
verwirbeln sich Millionen Sterne
und landen windböenzerfetzt
am Erdboden, ganz dicht vernetzt.

Das leise Rieseln ist Geschichte,
als tobten tausend schlimme Wichte
hoch oben auf dem Himmelszelt
und schütteten weiß diese Welt.

...
Glaube mir ja Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Glaube mir ja

Glaube mir ja immer an das Glück,
Es ist frei von Minderwertigkeitskomplexen,
Trägt unser gemeinsames Lebensgeschick
Und wird auch nicht den Verstand verhexen.

Denn das Glück stabilisiert die Seele,
Macht uns freier und stark, relativiert
Den Alltag, dass er nicht ständig wähle,
Sondern uns gegen Anwürfe immunisiert.

...
Elektroglück Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Elektroglück

Jetzt fahren Elektroautos umher,
Heizen die Erde nicht mehr auf,
Sind frei von ekligen Abgasen.
Viel leiser rollt daher der Verkehr,
Sie sorgen für den ruhigeren Lauf,
Verhindern das wilde Rasen.

Endlich haben wir wieder Winter,
Wenn weniger Verbrenner aufheizen,
Was an Atmosphäre uns noch bleibt:
...
Kerzen wärmen auch im Januar Herzen Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Weihnachten ist längst vorbei,
doch unsere Pyramide, sie dreht sich immer noch.
Sie denkt gar nicht daran stille zu steh'n.
Bestückt ist sie mit kleinen Schneemännern,
die fröhlich ihre Runden dreh'n.

Januar... Jetzt hält der Winter Einzug,
knisterndes Kaminfeuer sorgt für Gemütlichkeit.
Schneeflöckchen tanzen, Eiskristalle zieren Fensterscheiben
und Kerzen wärmen auch im Januar Herzen,
...
Winterhaiku Farbensucher
Vorschautext:
*

Ein weißer Flaum wärmt
die erdige Einsamkeit
im Klang der Stille

           *

Eiskristallblüten
Ein Meer tausender Spiegel
des goldenen Lichts

...
Was kann ich noch über mich erzählen? Benjamin Forester
Vorschautext:
Manche sagen ich habe für das Handwerkliche ein Talent.
Das habe ich bis jetzt in meinem Leben total verpennt.
Ich sehe irgendwo ein Problem
und löse es völlig bequem.

Bei meinen eigenen Problemen bin ich nicht so umsichtig.
Ist es, zu sagen, erst die Anderen und dann erst ich, wirklich richtig?
Diese Frage höre ich in letzter Zeit immer öfters.
Bei meinen Problemen kann mir niemand helfen nicht einmal ein Schöpfer.

Na gut, an einen Gott glaube ich sowieso nicht.
Es hat mit noch niemand ihn zeigen können
...
Kinderreim für Erwachsene Marcel Strömer
Vorschautext:
Gegensätze hassen sich,
Ausgeliebt erträgt man nicht.
Hungrig treibt die Suche Keil,
Wut erklimmt, was noch so steil.

Hass und Liebe täuschen dich,
Wort und Sinn verdichten Licht,
Wind und Sonne, Kinderspiel –
Das Leben gibt, und nimmt nicht viel.


© Marcel Strömer
...
Gleichgewicht Marcel Strömer
Vorschautext:
Alter ohne Einsicht verfehlt den Sinn,
Wissen ohne Tat bleibt eine leere Stirn
Führung ohne Herz verliert das Volk,
Gesetz ohne Gerechtigkeit wirkt hohl.
Hoffnung ohne Grund trägt kein Licht,
Reichtum ohne Ehre bleibt nicht dicht.
Disziplin ohne Frucht ist leer,
Arbeit ohne Dank wiegt schwer.
Gemeinschaft ohne Zusammenhalt zerbricht –
wo dies regiert, verliert die Welt ihr Gleichgewicht.


...
Formung Marcel Strömer
Vorschautext:
Kannst du aus mir Strukturen weben,
so filigran, so fremd,
dass ich mich selbst kaum wiedererkenne?
Dann nimm, nimm noch mehr von mir,
reiße auf, forme neu,
jede Linie, jede Kante —
lass mich in deinem Entwurf verschwinden.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 10.01.2026]
Zwischen Hier und Jetzt Marcel Strömer
Vorschautext:
Zwischen Hier und Jetzt
flirrt alles,
das sein könnte
und das, was noch im Schatten lauert.

Zwischen Traum und Realität
glimmen vergessene Farben,
und zwischen Dir und mir
webt ein weises Wort
aus Atem und Sturm.

Zwischen den Zeilen
...
Zwischen Nacht und Morgen Marcel Strömer
Vorschautext:
Am äußersten Rand
liegt das Ende wie ein fernes Raunen.
Und doch erzittert das Leben,
wenn es seinen Namen hört.

Es sieht die Hand im Dunkel,
nicht den Becher aus Licht,
der ihm hingereicht wird.

So scheut das Herz die Nähe,
als stünde es vor dem Einsturz.
Denn wo Liebe aufwacht,
...
Mitternacht Meteor
Vorschautext:
- Mitternacht -
ruhelose Gedanken hindern mich daran
wie Schranken versperren sie den Zugang
zum Treffpunkt im Land meiner Fantasie
der Träume von Sehnsucht und Euphorie

will den Lohn für den überstandenen Tag
überlebte ihn, was nicht jeder vermag
rette mich vom Leben müde zur Nacht
flieh in den Schlaf, mein Geist erwacht

das Schließen meiner aufgeregten Augen
...
eingewebt Peter Szneckneck
Vorschautext:
Leg mich auf Gelegenheiten
fliege soweit ich es kann
Sanft geführte Finger gleiten
im Takt zum Lied vom Neuanfang

In meinen Worten Liebe schwebt
Erwartung keine Kreise zieht
Vergangenheit erst untergeht
wenn´s Herz sie wirklich nicht mehr sieht

Mancher schaut was da noch liegt
von dem was einst sein Traum wohl war
...
Mein Gedicht Salix
Vorschautext:
Mein Gedicht ist frei,
ohne Handlung, ohne Strang.

Mein Gedicht ist kurz,
kein überflüssiges Wort.

Mein Gedicht ist rund,
es hat Rhythmus, es hat Klang.

Mein Gedicht ist stark,
reißt deine Gedanken fort.
Ich liebe dich Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Ich liebe dich mein Leben,
natürlich dich, du meine Ernestine.
Egal, ob du hast Pickel im Gesicht,
du bist meine flotte Biene.

Ich liebe deine grauen Haare,
mag deinen klugen Verstand,
dazu deine reizende frauliche Figur,
das liebliche Streicheln deiner Hand.

Ich liebe wohl alles an dir,
besonders deine magische Kraft,
...
Leviten lesen Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Am Tag als im deutschen Bundestag
die Brandmauer fiel,(29.01.2025)
saß ich auf der Besuchertribüne.
In letzten Zuckungen Reh gierten
da noch
Ampel - Rote, Gelbe und Grüne.

Die Partei, die mich im Wahlkampf
eingeladen hatte,
bekleckste sich an diesem Tag
mit braunem Gedankengut.
Bei uns, als geladene Zuschauer,
...
Staub der Jahre Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Wintertage tragen Staub in ihren Taschen,
von Wegen, die man ging und nicht mehr geht.
Erinnerungen an dich sacht verblassen
wie dein Name, der ganz leis‘ im Schnee verweht.
Du warst das Maß, das alles andere überragte.
Du warst Verderben mir im Übermaß.
Du warst Beweis dafür, dass ich Vertrauen wagte.
Du warst der Grund für Tränen, die ich längst vergaß.
Du bist nunmehr ein grauer Wintermantel,
der nicht mal mehr nach wahrer Wärme riecht.
Du bist ein Frostgewand, vom Lauf der Zeit verschandelt,
aus dem der Staub der Jahre unablässig kriecht.
...
Smartphone-Falle am Bürgersteig :-) Claudia Behrndt
Vorschautext:
Die Oma lächelt, Stock in der Hand,
sie kennt hier jeden Stein am Rand.
Der Junge starrt aufs Display klein,
die Welt passt grad ins Handy rein.

„Komm ich führ dich, pass gut auf!“
ruft sie heiter mitten im Lauf.
Er wischt noch schnell den letzten Chat,
vergisst, das Bordstein Kanten hat.

So geht’s durch Leben, Schritt für Schritt:
Mal führt die Jugend, mal geht sie mit.
...
Zwischen Türen und Gewitter Claudia Behrndt
Vorschautext:
Siebzehn Jahre, schwere Zeit,
Chaos, Lärm und Widrigkeit.
Zwischen Höhen, tiefem Fall,
sag ich leise: Was für eine Qual.

Mutter taumelt, kämpft um Ruh,
sagt sich ständig: Weiter du.
Jeder Tag ein leiser Krieg,
selten Freude, selten Sieg.

Wann hört all das Chaos endlich auf?
Wann nimmt diese Zeit den Lauf?
...
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