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| Titel | Autor | |||
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| Unterwegs | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Zu verreisen macht mich froh. Die Qualität des Anderswo durchbricht des Alltags Immerhier. Zu verreisen lob’ ich mir. Seinen engen Horizont erweitert, wer verreist, gekonnt. Die Perspektive zu verändern fällt leicht beim durch-die-Lande-schlendern. |
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| Friedensdorf im Hinterland | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Hinter etwa sechs Bergen ganz abgeschieden gibt es noch Idylle und Frieden. Nomen est omen, das merke dir wohl! Friedensdorf heißt dieser Ruhepol. Es handelt sich nicht um den Nabel der Welt. Das ist es, was mir so gut gefällt. Überwältigend wenig bis gar nichts ist los. Da plätschert die Dautphe durch Gras und Moos. In Baumwipfeln säuselt ein sanfter Hauch. Da kennt man im Nu jeden einzelnen Strauch ... |
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| Alle Wetter! | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Der Wetterfrosch hielt sein Versprechen nicht. Der sonnige Himmel blieb nicht lange dicht. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit an diesem Tag ging über in zaghaften Niederschlag. Das Maximum war noch lang nicht erreicht. Am Anfang tröpfelte es nur leicht. Sprühregen fiel auf Schirme und Mützen und bildete nach und nach erste Pfützen. ... |
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| Einzigartig | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Wer nicht Fotoshop nutzt, hat's womöglich begriffen: Wir sind ungehobelt und ungeschliffen. Wer aber wagt, zu sich selbst zu stehen, schafft auch, in einen Spiegel zu sehen. Und wer nicht, vermeint vielleicht, für ihn spräche die retouchierte Oberfläche. Doch Ecken und Kanten sind nicht zu tadeln, sie und die Falten sind’s doch, die uns adeln. Durch sie offenbart sich im Laufe der Zeit unsere Einzigartigkeit. |
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| Frosch-Schicksal | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Das Leben von Fröschen hat einen Haken: Sie können nicht sprechen, sondern nur quaken. Ihr Lebensraum, ihr ganzes Reich ist nur ein kalter, nasser Teich. Außerdem riecht der durch und durch nach Entengrütze und nach Lurch. Sie können nicht über ihr Schicksal reden, und darum interessiert es nicht jeden. |
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| Wasserscheu | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Das Meer sei eigens zum Baden gemacht, hatte ich ursprünglich gedacht. Doch riskier’n will ich nichts, denn mir deucht, das Meer ist heute womöglich feucht. Ich bevorzuge, beim Baden trocken zu bleiben und auf dem Badetuch hocken zu bleiben. |
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| Lebenskünstler | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Das Tier, das - obgleich es ständig was tut - wie kein anderes in sich ruht, will meistens just deinen Platz besetzen, und mitunter nur seine Krallen dran wetzen. Mal will es dir stumm um die Beine streichen, mal miaut es zum Steinerweichen und verlangt so mit Nachdruck, Filet zu speisen. Mal zieht’s vor, sich wälzend das Dasein zu preisen. Oftmals stellt sich das Tier ganz und gar in den Mittelpunkt und ist dann plötzlich unsichtbar. Was es auch tut, tut’s in aller Ruhe ganz frei von Gehabe und ohne Getue. ... |
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| Das Schicksal der gelben Himbeere | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Die gelbe Gartenhimbeere grämt, dass sie nicht frei durch Wälder düst. Sie wurde eingezäunt und gezähmt und hat ihren gesunden Teint eingebüßt. Nur ihre Form gleicht noch der ihrer Oma. Man hat mit ihrer Zucht bezweckt, dass die Farbe verblich und mit ihr das Aroma, weshalb sie vergilbt aussieht und schmeckt. |
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| Vom Licht vertrieben | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Einst gab es ihrer am Himmel viel. Doch heute? Keine Sternchen mehr über Kiel. Sie scheinen unsere Stadt zu meiden, denn sie mögen das Licht nicht leiden. Sterne verschwenden nicht gern ihr Funkeln im Hellen. Sie strahlen lieber im Dunkeln. Ich gäbe die Stadtbeleuchtung gern her für ein prächtiges Sternenmeer. |
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| Vielversprechend | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Die imposanten Wolkengebilde führen womöglich etwas im Schilde. Sollte durch sie das Wetter sich wenden? Werden sie ergiebigen Niederschlag spenden? Als Vorhut vor dunklen Wolkentürmen sind Böen dabei, das Land zu erstürmen. Die Wolken schließen sich zu Bergen zusammen. Gleich steht hier der Himmel in zackigen Flammen. |
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| Heilung eines gebrochenen Herzens | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: -Fiktion - Mit dem Herzen war er nicht bei der Sache, bewältigte mechanisch monotonen Alltag. In einengenden Gedankenschleifen gefangen, war er Automatismen hilflos ausgeliefert. Er fühlte sich wie ein humanoider Roboter, fremdgesteuert, auf Höchstleistung programmiert. Doch bar jeglicher emotionaler Regungen sich selbst und anderen gegenüber handelte er unreflektiert und „herzlos“. Seine Seele versteinerte nach all dem Leid ... |
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| Essen fassen (eine wahre Geschichte) | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Ins Joghurt habe ich Früchte geschnitten und wäre schon fast zur Tat geschritten, es gleich zu Hause zu verspeisen, doch die Idee, an den Strand zu reisen, ist mir gerade noch gekommen. Mein Fruchtjoghurt habe ich mitgenommen. Am Strand habe ich meinen Claim abgesteckt und darin meine Picknicktafel gedeckt. Kaum hab’ ich bei meinem Joghurt gesessen, kam mir in den Sinn es aufzuessen. Doch wie wird man von Joghurt satt, ... |
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| Wetterfühlig | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Das Wetter findet’s heut’ draußen nicht toll und weiß nicht, wohin es mit sich soll. Verständlich! Wer hat schon bei Bindfadenregen Lust, sich außer Haus zu bewegen. Wer einfühlsam ist, hat fürs Wetter Gespür und jagt solchen Tages es nicht vor die Tür. Seinem Verweilen im Haus hab’ ich zugestimmt, solang’ es sich drinnen gut benimmt. So befleißigen wir uns im Stubenhocken und haben’s behaglich, warm und trocken. |
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| Der kleine Landschaftsarchitekt | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Der kleine Landschaftsarchitekt Auch er liebt, wie ich, die Landschaftsform des Mittelgebirges ganz enorm. In ihre liebevolle Gestaltung steckt er viel Mühe, der kleine Landschaftsarchitekt. Reise ich ins Gebirge, bleibt er standorttreu und gestaltet sich das Flachland neu. Seine Kunst beherrscht der Maulwurf nicht schlecht, ... |
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| Warum Sturmmöwen auf Dächern brüten | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Am Strand, wo Möwen einst Nester bauten, liegen heutzutage die vielen lauten Touristen, eine jeder auf seinem Tuch. Das steht so in keinem Vogelbuch. Die wollen da in der Sonne braten. Den Sturmmöwen schien es drum angeraten, an einen ruhigeren Ort zu entfliehen, um dort ihre Kinder aufzuziehen. Da ihr gemütliches Leben am Strand nun vorbei war, nahmen sie eben den Platz, der noch frei war. und wählten als müden Ersatz die tristen Flachdächer der Stadt, um auf ihnen zu nisten. ... |
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| Lauer Sommertag am Meer | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Endlich ist mir die Übersetzung gelungen. Folgendes hatte die Möwe gesungen: "An lauen Sommertagen wie diesen sei mir das Matjesbrötchen gepriesen, und ein paniertes Stück Backfisch im Bauch als Hauptspeise behagt mir durchaus auch. Zum wohlverdienten Nachtisch fräse ich mich durch Krabben in Majonäse. Vor Lachen hab’ ich mich fasst bepisst, du unerfahrener doofer Tourist, doch zahl' ich stattdessen die Wegeszehrung wie üblich in weicher weißer Währung.“ |
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| Mein kleinstes Buch | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Säggs'sch.. Fasst vergessen (10 cm x 6,5 cm) Kurzweilig, ist im Regal mein kleinstes Buch, in dem Gunther Böhnke, ein ostdeutscher Kabarettist, den Geheimnissen der sächsischen Sprache nachspürt. Lustig klingt's, wenn er uns an Hand von Beispielen in die Vergangenheit der sächsischen Sprache entführt. Der sächsische Wortschatz und der sächsische Dialekt, einst eher unbeliebt, hat längst wieder Interesse geweckt. ... |
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| Sehnsucht | Florian | |||
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Vorschautext: Einfach Frieden ohne Intrigen Einfach lieben nicht siegen Einfach leben dabei vergeben mit Gottes Segen auf allen Wegen |
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| Juno | Meteor | |||
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Vorschautext: Über Grenzen von Wasser und Land, breitet Juno ihre Arme offen und weit, zarter Blütenreiz begehrlich entflammt, Blick verschmilzt ins natürliche Kleid. Eifrige Liebeslüste verbieten Aufschub, diese Zeit ist Sommerfreuden zu weihen, sanftere Sorgen füllen jeden Atemzug, irdische Leidenschaft verlangt Gedeihen. Adern wollen wohliges Feuer empfangen, bezaubernde Szenen der Liebe erfüllen, ... |
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| Einstmals dachte ich | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Einstmals dachte ich Einstmals dachte ich, Meine Muse würde ihre Kräfte verlieren, Mit denen sie eigene Talente fördert, Um höher zu tragen mich, Gar in den Zenit mich hinführen, Wo alles vollendet, nichts mehr erörtert. Deshalb bleibt mir Als Freund meiner Muse das Verlangen, Ihr ja immer liebend nahe zu sein. ... |
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