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| Stute Laisa sucht ihr Fohlen | Gudrun Nagel-Wiemer | |||
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Vorschautext: Stute Laisa sucht ihr Fohlen. Hat man es über Nacht gestohlen? Noch gestern standen alle beide, auf der ein gezäumten Weide. Sie wiehert laut, scharrt mit den Hufen, im Wind verhallen, Flehen, Rufen, ihre liebenswerte Gelassenheit, schlägt um in Wut und Traurigkeit. In der Ferne vernimmt sie einen Laut, das Wiehern ist ihr so vertraut, ... |
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| Hoch bei den Wolken | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Hoch bei den Wolken Meine Diva leuchtete als Mondglück mir, Nachdem ich sie nachts im Scheine sah Und meinte, der Mond würde mich verlachen. Das Mondglück leuchtete über Gebühr Und schien mir plötzlich so irdisch nah, Dass kein Schlaf sich konnte entfachen. Ein dünnes Wölkchen zog am Mond vorbei, An dieser, meiner gelbleuchtenden Diva, Verbarg wie durch einen Schleier den Stand. ... |
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| Die Angst vor der Liebe | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Die Angst vor der Liebe Mit einem Lover bleibt ein Frauenleben leicht: Er kommt, wenn er darf, und geht, wenn es reicht. Dazu gibt es dann auch nicht viel Aufhebens, Denn unverbindlich bleibt die Lust des Lebens. Doch mit einem reifen Mann sich verbinden, Der weiß, wie und wo zwei Seelen sich finden? Vielleicht kennt er gar noch all meine Zonen, In denen die feinen Liebesgeister wohnen…? ... |
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| Wie kann man nur so blöd sein? | Monika Kinzel | |||
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Vorschautext: Es ist doch das Einfachste der Welt und vor allem es kostet wirklich kein Geld. Doch habe ich großen Schiss mich mal bei ihn zu melden. Ich kann mich deswegen nur schelten. Ich hatte ihn wirklich sehr geliebt und trotzdem hatte ich ihn nach 25 Jahren Ehe ausgesiebt. Warum war ich nur so blöd, ist meine Frage heute. Er war doch damals meine fetteste Beute. Zwei herzensgute Kinder hatte er mir geschenkt. Unsere Geschicke hatte er immer sehr gut gelenkt. ... |
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| Mein Ziehsohn | Dieter Kinzel | |||
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Vorschautext: Und zack das hat gestochen. Er hat mir hoch und heilig versprochen, das unsere Verbindung nicht abbrechen wird. Da wo er jetzt hat er nur einen zu verdanken, nur mir. Dabei war dieser Weg nie frei von Hürden, er musste am Anfang abbauen einige Bürden. Er hatte wirklich einige Eigenarten an sich, die eigentlich nicht gut waren für mich. Da war als allererstes die Drogen und der Alkohol. Einen weiteren Alkoholiker zu mir zu holen war ziemlich hohl. ... |
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| Fühlbar bis ins Herz | Käti Micka | |||
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Vorschautext: ***** Fühlbar bis ins Herz Wärme verführt auf vielfältige Weise Weil man sie spürt bis ins Herz hinein Nicht nur durch puren Sonnenschein Ein Blick ein Wort genügen Um Kälte zu besiegen und Wärme tief zu fühlen Sogar Eis und Schnee ... |
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| Lebenswege | Wolfgang Scholmanns | |||
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Vorschautext: Tagerwachen, am Horizont knistert Morgenröte. Leises Quellrauschen, hin zum Getöse. Abschiedsnoten warten, öffnen Mündungsschranken. Kurz nur zu Gast, doch viel verpasst. Dem Ruf der Stille folgte Hast. |
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| [Ich habe keinen zum Reden hier] | Der Tod ist ein Meis | |||
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Vorschautext: Ich habe keinen zum Reden hier, such’ einen, der mich hören will, nicht nur Papier — kein Steuereintreiber, kalt und stur, und keine römische Kohorte auf weiter Flur, so lang wie ein halber Werstweg nur. In meiner Seele wuchern Disteln noch immer weiter, manchmal auch Blutsauger — stumme Begleiter, oder Würmer, verborgen und leis, die mich schwächen auf ihre eig’ne Weis, doch tragen sie keine Kapuzen — welch ein Beweis :D ... |
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| Der Natz | Katzenovia | |||
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Vorschautext: *** Es ringelt ein Natz sich im Seerosenteich, vergnüglich, besinnlich, an Worten so reich, dann hüpft er vom Blatt in den Schlamm nebenan, in dem er genüsslich herumwühlen kann. So mancherlei bringt er daraus an den Tag, nur, dass einer Obrigkeit nicht daran lag, man hat ihn gemieden, es gab ein Verbot, gar heftig geriet seine Welt aus dem Lot. ... |
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| Das Elfenbeinhaus | Max Vödisch | |||
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Vorschautext: Ein Aufstieg, kühl wie polierter Marmor, kein Atem der Fabel, kein Herzschlag aus Traum. Ein gläserner Fahrstuhl zieht lautlos hinauf, ein Schuss durch die Etagen der Stille, während Seile aus Schuld in der Tiefe beben und tragen, was keiner mehr sehen will: Leben. Dort oben erheben sich Türme aus Glas, Säle, gedehnt wie vergessene Zeit. Masken lächeln – glatt, geschliffen, leer –, ihr Glanz: nur Hülle für innere Kargheit. Und Stimmen klingen wie Münzen im Schacht, ... |
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| Humorvolles | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Hammer zum Daumen: "Schön, dich mal wieder zu treffen !" |
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| So fern und doch so nah... | Thomas | |||
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Vorschautext: Lebensmut und Lebensmüd' liegen so dicht beisammen, denn wenn Lebensmut verblüht kann Lebensmüd' entflammen. Thomas |
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| Morgenkuss - nicht immer ein Genuss - | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Ein feuchter Kuss am frühen Morgen vertreibt nicht immer Kummer, Sorgen, denn ist dieser nicht ganz atemfrisch, stinkt vielleicht sogar nach faulem Fisch oder streng nach Zwiebeln und Knoblauch verursacht er Rumoren im Bauch, der als Gegenwehr viel Luft ablässt, „Kussmund“ damit über Gebühr stresst, der sich zurückzieht mit einem Schmatz, Liebesbekundung war für die Katz. |
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| Der Sinn des Lebens | Frank Dörfl | |||
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Vorschautext: Der Sinn des Lebens muss eigentlich das Leben einen Sinn haben. Es ist nicht verkehrt , aber was ist nun der Sinn? Es ist eher etwas Individuelles, den jeder hat andere Vorstellungen davon. Den der Sinn, nach den wir alle suchen, den braucht man nicht zu suchen. Den wen man auf seine Wahrnehmung, und sein Vertrauen in sich setzt. Hatte jeder seinen eigenen Sinn des Lebens gefunden. |
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| Konjugieren | Isaew Magomed | |||
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Vorschautext: Man soll die Worte:wißen,glauben,wollen,müßen..- konjugieren in erste Linie. Слова:знаю,верю,хочу,должен...нужно проспрягать в первую очередь. |
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| AKTIVIEREN | Gritt Scheida | |||
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Vorschautext: Es gibt etwas in jedem Menschen, das immer da ist. Klar, still, unberührt von dem was im Äußeren geschieht, es muß nicht gefunden werden, nur aktiviert. |
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| Vom Getragensein | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Je älter ich werde, desto leiser wird der Irrtum, ich hätte hier das Sagen. Ich habe Pläne gemacht, aber das Leben trat nie durch die Tür, die ich ihm offenhielt. Es kam ungefragt. Es nahm Platz. Es liebte mich für eine Weile. ... |
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| Dichter zapft eigene Weisheitsquelle an | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Sorgen kräuseln seine gefurchte Stirn, fieberhaft arbeitet aufgewühltes Hirn, verzweifelt der Poet zur Feder greift muss alles aufschreiben, was er nicht begreift, dichtet enigmatisch die ganze Nacht Poesie die Kreativität entfacht, im Handumdrehen er Gedichte schreibt, beim Schreibprozess er kein „Nichtwissender“ bleibt, durchdringt dunkle Geheimnisse gekonnt, Geist erhebt sich überm engen Horizont, fördert tiefe Weisheiten zutage, beantwortet dem Dichter jede Frage. |
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| Leiterunfall | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Aluleiter findet kaum Halt, lehnt sich an, am schmalen Dachspalt, rutscht beim Hochsteigen hin und her, da nützt auch keine Gegenwehr beim nächsten Tritt sie sich verdreht, als die Schrecksekunde vergeht fällt Leiter rückwärts mitsamt Mann, der seitdem nur noch humpeln kann. |
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| Spiegelkabinett | Farbensucher | |||
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Vorschautext: Dem einen ist sein Haus Geborgenheit, dem andern Käfig - Was an Gesamkeit dann bleibt, ist einsam überleben. Für's Haus wird Leben aufgespart - es ist gefräßig. Ein Leben darin aufgebahrt, wird leicht der Wind fortfegen. |
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