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Anzahl Gedichte: 2.402
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Titel
2402 Es lockern sich die Bindungen 11.07.20
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Es lockern sich die Bindungen

Da seh' ich in den jungen Tag,
Die Sonne leuchtet mir entgegen,
Und weil die Stunde Daddeln mag,
Lassen sich Bilder frei zulegen.

Der eine eilt, weil WhatsApp lockt,
Zu seinen viel zu vielen Bildern:
Das junge Fleisch, das da verlockt,
Lässt Sinne dann abseitig wildern.

...
2401 Zeiteile 11.07.20
Vorschautext:
Zeiteile

Wieder einmal fegt die Zeit
Die Minuten schnell herunter
Und verursacht denen Leid,
Die in Langsamem erst munter.

Doch die Zeit bleibt stets rasant,
Mit sich selber still und leise
Als des Lebens schwindend' Pfand,
Weil fliehend die Lebensreise.

...
2400 Meine Bitte 10.07.20
Vorschautext:
Meine Bitte

Bleib' mir, meine Göttin,
auch in dunklen Tagen nahe,
an denen kein Gnadenhauch
von Freundlichkeit mir weht.

Der tiefe Grundmorast
von einsamen Flegeltrommlern
hat sich als Zeitgeist eingenistet
und giert nach Kumpaneien.

...
2399 War es denn so? 10.07.20
Vorschautext:
War es denn so?

Unfähig zur Rettung von globalem Leben,
Nur an Geld und Macht interessiert?
Hofft die Menschheit deshalb dann vergebens,
Dass sie nicht mehr gottgeführt?

Experimentiert man etwa am Zellkern herum,
Damit dieser leichter mutieren kann?
Geht es gar den dreisten Forschern darum,
Dass sie sich wähnen im Gotteswahn?

...
2398 Morgenlust 09.07.20
Vorschautext:
Morgenlust

Es hellt der Tag,
er hofft auf Liebe
und ohne Frag',
ob sie dabliebe,
mir immer noch
gewogen sei
oder ich ihr
nur einerlei.

So plätschert leis'
...
2397 Dort 09.07.20
Vorschautext:
Dort

Wo wir jetzt Rosen blühen sehen
Mit Wildkakteen um die Wette,
Wird neues Leben bald entstehen,
Wie es der Gärtner gerne hätte.

Stecklinge sind schon im Winter
Herangezogen als Großpflanzen.
Sie blühen länger und geschwinder,
Wo Schwebfliegen tagtäglich tanzen.

...
2396 An geländegängigen Sommertagen 08.07.20
Vorschautext:
An geländegängigen Sommertagen

Wundertage sind es,
die uns immer noch leben lassen,
uferlos im Sandstochern,
als wäre die Zeit uns gelassen.

Sie hat es uns noch angetan,
wie sollte sie auch anders,
denn nur auf Wanderschaft
fliehen wir ihrer Übermacht.

...
2395 Läge nur Fliehendes 08.07.20
Vorschautext:
Läge nur Fliehendes

Läge nur Fliehendes
in der Natur des Menschen,
wie könnte er dann
seine Überlebenswünsche
noch einlösen?

Denn der Fluchtplan
entsteht doch bei jenen,
die nicht mehr in der Lage sind,
eigens gestaltetes Sosein
...
2394 Befreit uns, Winde 07.07.20
Vorschautext:
Befreit uns, Winde

Befreit uns, Winde
von enger, stickiger Luft
und gebt uns frei
für ein lebensfrohes Atmen!

Seid dem Hermes gleich,
wenn sehnende Blicke
zur Nymphe gehen,
unsere Träume belecken.

...
2393 Die Ahnen leben 07.07.20
Vorschautext:
Die Ahnen leben

Die Gräber der Ahnen – längst aufgelassen,
Die der Großeltern, der Väter und Mütter.
Ich kann solches bis heute nicht fassen,
Dass die Zeit ein Lebensverschütter.

Es ruhen schon Fremde auf ihren Gebeinen,
Die mir einst ihr eigenes Blut anvertraut.
Als Kind durfte ich noch mit ihnen weinen,
Alle haben so gut auf mein Herze geschaut.

...
2392 Das Unbehagen bleibt uns 06.07.20
Vorschautext:
Das Unbehagen bleibt uns
„Das Unbehagen in der Kultur“ wird 90!

Nur selten gab es eine solche Schrift,
Die ehrlicher, wirkmächtiger, vielschichtiger geschrieben,
Von Sigmund Freuds Analystenstift
Verfasst, die Menschheit auf dem Teppichflor geblieben.

Wie alle menschverfassten Denksysteme
Strebt auch Kultur Globalisierung an,
Damit sie mächtiger und einflussreicher käme
Und Aggression als Schuldgefühl auch wirken kann.
...
2391 Soll denn 06.07.20
Vorschautext:
Soll denn

Soll denn die Pandemie
zum Erdbeweger werden,
als wären wir nur Opfer,
blind dem Täter ausgesetzt
und nicht mehr Herr der Sinne,
die wir beherrschen wollten?

Wo bleibt denn jenes Genie,
das uns befreit von Beschwerden,
wir ablegen die Rolle, die der Opfer,
...
2390 Was wäre denn gewonnen? 05.07.20
Vorschautext:
Was wäre denn gewonnen?

Aus der Geschichte wissen wir,
Was bald geschieht, wenn Fürsten man erschlägt,
Die Reichen bringt um Glanz, Geld und Panier,
Weil Neid den Reichtum nicht erträgt.

Schwinden nicht dann die Synergieeffekte,
Welche Armut und Reichtum haben können,
Wenn man sich gegenseitig nur ein wenig deckte,
Um sich doch miteinander auszusöhnen?

...
2389 Ein' jede Neugier 05.07.20
Vorschautext:
Ein' jede Neugier

Ein' jede Neugier holt sich ihren Traum,
Die besten Stücke für die Eigenwerbung,
Erspielt mitunter dadurch sich den freien Raum,
Der mehr scheint, als banale Selbstverderbung.

Die Neugier nimmt das stete Fragen auf
Und stellt sich damit nicht in eine stille Ecke,
Hat oftmals nervend ihren langen Dauerlauf,
Womit sie dann auch fürderhin anecke.

...
2388 Wie der Junikäfer entstand 04.07.20
Vorschautext:
Wie der Junikäfer entstand

Da wuchsen viele Punkte zu,
Als ER Marienkäfer schuf.
Doch damit hatt' ER keine Ruh':
ER hatte ja den Schöpferruf!

Manchmal ging ER zu einem Schäfer,
Der auch gern Tierchen haben wollte.
Da schuf ER ihm den Maienkäfer,
Der ihm Freude bereiten sollte.

...
2387 Gib mir 04.07.20
Vorschautext:
Gib mir

Gib mir, bitte, ein wenig Zeit,
Nicht kommen kann ich jetzt zu Dir,
Bin fern, zur Nähe nicht bereit,
Doch bleibe und vertraue mir.

Gib mir nur künftig Deine Hand,
Den Blick liebender, freier Nähe
Und bleibe mir dann zugewandt,
Wenn ich mit Dir nach Sternen sehe.

...
2386 Unten am kleinen Fluss 03.07.20
Vorschautext:
Unten am kleinen Fluss

Unten am kleinen Fluss
fischt früh ein Kranich,
der mich nicht sieht,
weil augengefangen
er im Wasser geht.

Mit viel Genuss
sättigt er sich,
ist sehr bemüht
beim Fischefangen,
...
2385 Das Amselpaar 03.07.20
Vorschautext:
Das Amselpaar

Und jeden Abend, wenn ich zum Gießen gehe,
Begleiten mich Amselvater und –mutter,
Suchen nach Würmchen und meiner Nähe,
Denn dann gibt es immer reichlich Futter.

Seit Jahren sind wir miteinander bekannt,
Sie wissen, dass ich sie nicht störe:
Am Abend der Sänger auf dem Firste stand,
Damit ich seinen Lobgesang erhöre.

...
2384 Der aufgeblasene Lampion 02.07.20
Vorschautext:
Der aufgeblasene Lampion

Der aufgeblasene Lampion
Sucht immer nur nach Seinesgleichen,
Denn er braucht seinen Höllenlohn –
Und dafür geht er über Leichen.

Ja, er verbreitet schummrig' Licht,
Wühlt ständig im Beziehungssumpf,
Merkt nicht, dass er ein kleiner Wicht,
Dort siecht, wo alles Dasein dumpf.

...
2383 Seitdem 02.07.20
Vorschautext:
Seitdem

Seitdem in der Garage
ein Elektroauto steht,
stinkt es dort nicht mehr.

Seitdem, global bedingt,
weniger gefahren wird,
ist es nicht mehr so laut.

Seitdem wir inhäusiger leben,
im Homeoffice arbeiten,
...
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