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Anzahl Gedichte: 6.376
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Titel
6378 Das Tollhaus beschritt 05.02.26
Vorschautext:
Das Tollhaus beschritt

Das Tollhaus beschritt die Welt,
Als den Menschen es wirklich gab,
Er zum Narrenschiff ward bestellt
Mit dem schwirrenden Herrscherstab,
Mit dem von Anfang an er regieren wollte,
Weil ihn ständig der Machtwille einholte?

Wie könnte er noch vernünftig sprechen,
Wenn das Durcheinander überall real?
Wie ließen sich Dummheiten brechen,
...
6377 Geistgleich 05.02.26
Vorschautext:
Geistgleich

Es gab sie immer schon,
Die auf derselben Wellenlänge
Und mit freundlichem Ton,
Gemeinsam umfahrend die Zwänge.

Noch seltener gibt es diese auch:
ZWEI, die ganz ohne Vereinbarung
Übereinkommen, dass, wie’s ohne Brauch,
Seelensichernd in liebender Bewahrung.

...
6376 Jane Austens Befreiung 04.02.26
Vorschautext:
Jane Austens Befreiung

Sie wusste, dass Denken und Fühlen
Nicht eins sind bei den Geschlechtern,
Gar Vernunft mit den tiefen Gefühlen
Wenig ausrichtete bei Konventionswächtern.

Was eine Frau annehmen kann und geben will,
Kann bei wahrer Liebe nicht Machtgegenstand sein,
Wenn tatsächlich BEIDER Glückseligkeit das Ziel:
Ehrliche Bereitschaft allein zur Liebeswelt sollte sein.

...
6375 Ein Akt der Liebe 04.02.26
Vorschautext:
Ein Akt der Liebe

Ein Akt der Liebe kann wie eine Droge sein:
Unablässig ruft er nach Wiederholung.
Ist in den Nachzeiten dann allgemein,
Dass über Lust die Seele in Erholung?

Das ist auch wie bei einer Droge:
Man weiß nie, ob in jedem Fall
Der Nachhall tröstet wie die Glocke,
Erwirkt den Freudenschall.

...
6374 Und während man mir sagte 03.02.26
Vorschautext:
Und während man mir sagte

Und während man mir sagte,
Die Welt wäre nur grausam und roh,
Sah ich wieder zur Krippe hin,
Wo nichts meine Seligkeit plagte.
Das Kind lag auf frischem Stroh,
Gedieh für menschnahen Lebenssinn,
Welcher uns Frieden bringen konnte,
Weil der Stern das Kind besonnte.

©Hans Hartmut Karg
...
6373 Menschliches Leben 03.02.26
Vorschautext:
Menschliches Leben

Menschliches Leben spielt sich in engen Grenzen ab,
Schon leichtes Fieber bringt den Organismus auf Trab.
Auch wenn Luftdruckverhältnisse sich ändern,
Gehören sie zu Befindlichkeitsschändern.

Dabei versuchen wir immer hinauszuschieben
Die Grenzen von Möglichkeiten, unsere Vorlieben,
Uns allen gehören doch die lebendigen Zeiten,
So lasst uns denn liebevoll Gegenwärtiges bereiten.

...
6372 Da wird nicht viel bleiben 02.02.26
Vorschautext:
Da wird nicht viel bleiben

Da wird nicht viel bleiben,
Wenn wir einmal weggehen,
Denn wir sind ein Staubkorn nur,
Während Wichtigtuereien hochtreiben,
Nur auf die eigene Reputation sehen,
Sich erheben, gegen Endlichkeit stur.

Gar manche meinen,
Dass sie unsterblich wären,
So führen sie sich auch auf.
...
6371 Natürlich 02.02.26
Vorschautext:
Natürlich

Natürlich folgt das Alter den Jahren
Und nichts wird bleiben, wie es ist.
Dem Sensenmann kann keiner wegfahren,
Sehr eng und unwissend bleibt unsere Frist.

Natürlich ist es die Endlichkeit,
Hängt über uns wie ein Damoklesschwert
Und schreckt manche Glückseligkeit,
Unseren Lebenslauf, unseren Seelenwert.

...
6370 Mehr müssen wir wieder 01.02.26
Vorschautext:
Mehr müssen wir wieder

Mehr müssen wir wieder
In Kulturwelten eintauchen,
Denn Europas Lieder,
Die werden wir brauchen.

Das ist doch unser Pfund,
Wuchern wir also damit,
Dass im weiten Erdenrund
Wir sittlich halten Schritt.

...
6369 Was ist denn alles Geld? 01.02.26
Vorschautext:
Was ist denn alles Geld?

Was ist denn alles Geld?
Nur Machtfaktor, Tauschmittel,
Oftmals auf Gier gestellt
Für hortende Geizbüttel?

Gibt es nicht Freiheit und Natur,
Um Leben weiterhin zu schützen,
Dazu viel Kunst, Musik, Kultur,
Welche der Menschheit nützen?

...
6368 Liebende 2 31.01.26
Vorschautext:
Liebende 2

Ihre Hand streichelt die Wange,
Stirn an Stirn, Nase an Nase,
Zart die Aura SIE bespiele.
Beide stehen so recht lange
Abseits vom Trubel Ihrer Straße,
Damit nur Nähe SIE umhülle.

©Hans Hartmut Karg
2026

...
6367 Liebende 1 31.01.26
Vorschautext:
Liebende 1

Sonne bescheint Ihre Freuden,
Ganz sind BEIDE sich ergeben,
Sehen nur Ihrer Augen Nähe
Fern von diesen vielen Leuten:
Amor bringt Sie in sanftes Beben,
Das niemals von Ihnen gehe.

©Hans Hartmut Karg
2026

...
6366 Liegende 2 30.01.26
Vorschautext:
Liegende 2

Lang liegt sie vor ihm hingestreckt,
Geheimnisvoll und doch vertraut,
Den Kopf gelegt auf ihre Hand.
Was hat sie für heut‘ ausgeheckt,
Wenn sie so keck zu ihm hinschaut?
Bringt sie ihn gar um den Verstand?

©Hans Hartmut Karg
2026

...
6365 Liegende 1 30.01.26
Vorschautext:
Liegende 1

Gestützt auf ihren schlanken Arm
Liegt sie mit diesem sanften, roten Mund
Erwartungsvoll, die Augen fern,
Doch zeigt sie damit ganzen Charme
Und gibt mit ihrer Schönheit kund:
„Komm‘ her, ich hab‘ Dich wirklich gern.“

©Hans Hartmut Karg
2026

...
6364 Nur wer sein Lachen nicht verlernt 29.01.26
Vorschautext:
Nur wer sein Lachen nicht verlernt

Nur wer sein Lachen nicht verlernt,
Der kann im Alter triumphieren,
Denn er bleibt dann seelenbesternt,
Wenn ich die Sonnenstrahlen führen,
Darf auf Enkelbesuche hoffen
Und bleibt zur Welt hin offen.

Er denkt nicht auf das Ende hin,
Sondern entdeckt für sich aufs Neue,
Dass Menschennähe Lebenssinn,
...
6363 Verzweiflung 29.01.26
Vorschautext:
Verzweiflung

Im Alter nagt die Einsamkeit
Und beißt sich in die dumpfe Seele.
Oft gibt es keine Zweisamkeit,
Womit man Nähe sich erwähle.

Das beißt sich fester ins Gemüt,
Wo weiterhin auch Ängste winken,
Die Stunde langsam vorüberzieht
Und Hoffnungen täglich versinken.

...
6362 So oft sie will 28.01.26
Vorschautext:
So oft sie will

So oft sie will und soweit er kann
Bleibt er für sie ein lebendiger Mann.
Erst wenn Bedürfnisse sich entschärfen,
Er sich nicht mehr liebend will hinwerfen,
Denkt sie: Was ist wohl mit dem guten Hahn?

Das alles geht zwangsläufig automatisch
Und manches bleibt dabei recht emphatisch,
Wenn mit dem neuen, aufbrechenden Jahr
Die Blühende signalisiert: S‘wär‘ wunderbar,
...
6361 Was sind das für Sachen? 28.01.26
Vorschautext:
Was sind das für Sachen?

Hat sie sich erfüllt und geliebt gefühlt,
Muss sie immer zum Shoppen gehen?
Wird dieses Bedürfnis niemals gestillt,
Kann sie sich nicht inhäusig sehen?

Offenbar gibt es unterschiedliches Erleben,
Wenn Zwei mit persönlichen Bedürfnissen behaftet,
Ein jeder nach eigener Erfüllung muss streben
Und man des Anderen Wünsche verkraftet.

...
6360 Hätte der Traum 27.01.26
Vorschautext:
Hätte der Traum

Hätte der Traum mir nur enttarnt,
Was ich an Unglaublichem geträumt,
Hätte er mich wenigstens gewarnt,
Was das Gewissen längst ausgeräumt,
Dann wäre die Nacht mir selig geblieben,
So aber wurde sie Opfer von Dieben!

Manche Träume stehlen die Nacht,
Wenn sie alles nur drohend andeuten
Und dennoch mit unanständiger Macht
...
6359 Wo sich die Nacht 27.01.26
Vorschautext:
Wo sich die Nacht

Wo sich die Nacht zum Morgen windet,
Bleibt Ruhezeit, das Chillen mir.
Wenn Amors Wille sich dann kündet,
Lockt Dämmerlicht, ich folg‘ ihm hier.

Noch sieht man schemenhaft Konturen
Im ersten Schein, nichts höre ich,
Doch bleichen meine Traumfiguren,
Sie gehen ab, verbergen sich.

...