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Anzahl Gedichte: 3.350
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Gedichte gelesen: 749.760 mal
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Titel
3351 Lasst sie mir 27.10.21
Vorschautext:
Lasst sie mir

Lasst sie mir, die fruchtenden Blüten,
Die in der Dürre so wenig erscheinen!
Lasst sie mir von den Bienen behüten,
Die es mit unserer Zukunft gut meinen!

Lasst sie mir, die knospenden Bäume,
Dass auch sie noch reichlicher fruchten
Und die liebliche Natur es nicht versäume,
Wonach wir bereits als Kinder suchten.

...
3350 Meine geknechtete Vaterstadt 26.10.21
Vorschautext:
Meine geknechtete Vaterstadt
(Nördlingen, 1634)

Geschichte haben wir oftmals vergessen,
Vielleicht verdrängt auch, um Seelen zu heilen,
Sind da der Denkfaulheit gern aufgesessen,
Um in dem Eigenen möglichst bequem zu weilen.

Glaubenskriege sind nichts als reisend' Tod,
Das musste diese schöne Stadt ertragen,
Enteignet wurde ihre Zeit, ihr Fleiß, ihr Lot,
Denn niemand durfte Glaubensfreiheit wagen.
...
3349 Ach, Schwesterlein 26.10.21
Vorschautext:
Ach, Schwesterlein

Ach, Schwesterlein,
wie könnten BEIDE so selig sein,
hättest Du das Brüderlein verstanden,
seine Musen, die Wissensfreuden mitgetragen,
dann hätte dies Dir in weiterem Leben
aufbauende Würde und Edelmut
für all Deine Lebensregionen
verliehen.

So aber hast Du gemeint,
...
3348 Gnadengedächtnis 25.10.21
Vorschautext:
Gnadengedächtnis

Die Gnade ist ein Gottesgeschenk,
Erinnerlich mit eigenem Glauben,
Mit Gutem, das da eingedenk
Dem Menschenbild will weiter taugen.

Doch das setzt Glaubenskraft voraus
Und Wissen: Menschen leben ja die Güte,
Wodurch Mitmenschen frei heraus
Herbringen Nächstenlieb' zur Blüte.

...
3347 Zwei Kategorien Mensch 25.10.21
Vorschautext:
Zwei Kategorien Mensch

Es gab schon immer die Versuche,
Die Menschheit kategorisch einzuteilen
Auf weiterer Erkenntnissuche,
Um im Verstehen zu verweilen.

So gibt es auch zwei Kategorien,
Denen man sie zuordnen kann,
Wo je nachdem, wie sie sich mühen,
Verantwortung kein leerer Wahn.

...
3346 Wie können 24.10.21
Vorschautext:
Wie können

Du siehst doch,
Deine Tageswünsche dürften verfliegen,
würden dauerhaft die Pokerschlangen
unsere Politik bestimmen
und nur Kompromisskühe
dem heiligen Goldkalb anbetungsnah sein,
als Fruchtbarkeitsfanatiker Lebensheil einfordern.

Wie können
wir denn immerzu mutlos zusehen,
...
3345 RESPEKT gefordert! 24.10.21
Vorschautext:
RESPEKT gefordert!

Die Politik hat den RESPEKT als Wort entdeckt,
Um wegzugehen von dem Abgeschliffenen,
Damit man ideologisch scheinbar nicht aneckt,
Wenn man nun doch gehört zu Abgegriffenem.


Fast jeder wird den Reden gleich zustimmen,
Denn Unspezifisches ist manchmal gemütsbindend,
So dass soziale Lampenschirme wieder rot erglimmen,
Gewählte sich in ihren Denkverhauen wiederfinden.
...
3344 Ein Tempolimit muss her! 23.10.21
Vorschautext:
Ein Tempolimit muss her!

Einmal mehr haben wir es wieder erfahren,
Dass man vielfach kein Tempolimit haben will:
Die Argumente greift man an irrationalen Haaren,
Ist Temperaturreduktion denn noch wirkliches Ziel?

Dabei konnte ich mit dem E-Auto doch sehen,
Dass mit mehr als 70 Luft, Straße, Staus mich ergreifen,
Nur mit Rekuperation und langsamer ich muss gehen,
Wenn die Vernunft auch bei E-Fahrten noch reift.

...
3343 Geburtstag 23.10.21
Vorschautext:
Geburtstag

Und wieder ist ein Jahr rasend vorbei:
Im Alter gehen die Stunden schneller!
Gar viel wird mir dadurch zum Einerlei,
Die Tage werden leider auch nicht heller...

Doch muss man nicht für alles dankbar sein,
Wenn man noch Gedichte liest, Natur wahrnimmt,
Man aufsteh'n kann so ganz allein,
Ein Leben führt, recht selbstbestimmt?

...
3342 Meine hohe Kunst 22.10.21
Vorschautext:
Meine hohe Kunst

Ach, alle Dichtkunst liebe ich sehr,
Manches bereitet mir Sorge und Mühe,
Wenn sie allzu locker und gar unschwer
Verkleistert mir sonnige Frühe.

Hundertmal hat man Kritiken mir angetragen,
Die Meute – der vermeintlich besseren Dichter.
Mancher ging mir dabei schon an den Kragen,
Wurde Satan, Leibhaftiger – oder gar Richter!

...
3341 Das offene Schauen 22.10.21
Vorschautext:
Das offene Schauen

Ja, es ist gut, wenn man weiterhin linst,
Denn die Zukunft wird nicht automatisch gebaut.
Sei deshalb kein bewegungsloses Seidengespinst,
Manchem wurde die Zukunft aus dem Leben geklaut!

Was wäre der Alltag ohne Dein Gedicht
Mit den Themen in freiheitgebundener Welt?
Hätte diese denn noch wirklich ein Gesicht,
Wenn Augenmaß sich da nicht mehr einstellt?

...
3340 Vieles findet späte Freiheit 21.10.21
Vorschautext:
Vieles findet späte Freiheit

Wie war das noch vor dreißig Jahren,
Als alle jung und Vierzig waren,
Der Wunsch durft' Freiheiten erwecken
Und morgens konnt' der Ulk uns necken?

Das Alter ist ins Jahr gegangen,
Im Urlaub bleibt man jetzt befangen,
Sitzt essend, trinkend, still mit Tönen,
Genuss darf dabei schon verwöhnen.

...
3339 Algenkalk 21.10.21
Vorschautext:
Algenkalk

Da hatten sie viel Arbeit investiert:
Fast hundert Pflanzen in Kübeln!
Diese fein zum Blühen und Fruchten geführt,
Doch Braunfäule sollte alles verübeln!

Dabei hatten sie fast an alles gedacht:
Komposterde, Dünger wurde ausgebracht,
Die Tomaten täglich gut überwacht,
Nur Regenwasser an die Wurzeln gebracht.

...
3338 Veränderung im Rechtsverständnis 20.10.21
Vorschautext:
Veränderung im Rechtsverständnis

War etwa früher das Recht nicht gerechter,
Als der Werteverfall noch nicht fortgeschritten,
Man einhegte die bedrohenden Schlächter,
Dem Menschen ersparte, dass nicht gelitten?

Heute kann sich jeder mit jedem behängen,
Selbst mit Menschen, die beste Bürger sind,
Ihn vielleicht sogar ins Unrecht drängen:
Wahrheitsverschieber im Paragrafenwind!

...
3337 "Die Furzgrille und die Krampfhenne" 20.10.21
Vorschautext:
„D'Fuurzgrill' ond d'Krampfhenn'“
(„Die Furzgrille und die Krampfhenne“)

In Dialekten findet man manchmal Begriffe,
Die mitunter klare Verhaltensweisen benennen,
Damit man nicht weiterhin das umschiffe,
Was dienen kann dem Personenerkennen.

Was dabei dann als abwertend verstanden,
Das packt mitunter die Wahrheit beim Schopf
Und zeigt gerade auch bei Benanntem
Schlaglichtartig, was da viriliert im Kopf.
...
3336 Worunter wir leiden 19.10.21
Vorschautext:
Worunter wir leiden

Trennungen der Wolken
durch aufsteigende Berge,
aus dem Grauenden gewachsen
ins Auseinandergelebte.

Wie sollten wir da noch
unsere Tagnöte stemmen,
wenn Beziehungsnöte einmal mehr
den Horizont verdunkeln?

...
3335 Südgaben 19.10.21
Vorschautext:
Südgaben

Den lilafarbenen Knoblauch dort kaufen,
Wo die Pflanzen in der Sonne auflaufen,
Das macht unser Essen sehr charmant,
Dazu alles, was uns bisher unbekannt.

Olivenöl, direkt vom kleinen Bauern,
Dann müssen wir hinterher nichts bedauern,
Denn ungefiltert und ohne Schnickschnack
Entfaltet es einmaligen Geschmack.

...
3334 Vielen Hotels geht es schlecht 18.10.21
Vorschautext:
Vielen Hotels geht es schlecht

In Italiens Süden musste ich sehen,
Dass kaum noch Gäste urlaubend hingehen,
Sich sammeln, in den Frühstücksraum herkommen,
Um später viel Sonne am Pool zu bekommen.

Das Virus hat die Hotels schwer gepackt,
Die Situation ist dort wirklich vertrackt,
Weil der Gast sich lieber Sicherheit borgt
Und so mancher sich zu Hause versorgt.

...
3333 Abrüstung 18.10.21
Vorschautext:
Abrüstung

Sollen wir immer für alles bezahlen,
Für Schlappen nach verschleppten Wahlen,
Gefährden gar das Leben, den Leib,
Als wär' Demokratie nur Zeitvertreib?

Sind wir alle denn noch bei Sinnen,
Wenn wir gegen Hetzereien nicht stimmen,
Panzer und Kriegsgerät in Massen verkaufen,
Um das alles auf den Kriegsgott zu taufen?

...
3332 Ich wachse hinaus 17.10.21
Vorschautext:
Ich wachse hinaus

Ich wachse aus dem Leben hinaus,
Das mir immer noch so gut gefällt.
Ich will noch nicht aus dem Erdenhaus,
Denn das hier ist meine schönste Welt.

Man will ja im Alter niemanden belasten,
Weiß, dass die Erde sich weiterdreht:
Man lebt wohlständig und ohne Fasten,
Feiert, wenn der Mond über einem steht.

...
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