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Anzahl Gedichte: 1.690
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Titel
1690 Zwischen Reben 23.07.19
Vorschautext:
Zwischen Reben

Gewendelte Ranken,
die im Winde wanken,
gewundene Reben,
die nach oben streben –
so zeigt sich das Weinland
mit dem heurigen Segen,
um sich auf die Augen
genussvoll zu legen.

Des Winzers Freude
...
1689 Gospelchor 23.07.19
Vorschautext:
Gospelchor

In der Kirche wieder mal hören,
Was die Jugend einstmals durchlebt,
Auf den Geist des Glaubens schwören,
Womit manche Seele bebt.

So sitzen wir hier in der Bank
Und hören vertraute Klänge,
Die an den Schöpfer den Dank
Ausbreiten in voller Länge.

...
1688 Weißt Du? 22.07.19
Vorschautext:
Weißt Du?

Weißt Du, ich hab' Dich nicht verstanden,
Wenn jemand nur noch dauernd säuft
Und auch tagsüber nicht mehr läuft –
Nicht mal zu Freunden und Verwandten!

Harmlos hatte alles begonnen
Als Frühschoppen mit Ritual,
Bei kleinem Durst, die Börse schmal,
Doch recht gediegen und besonnen.

...
1687 Du, Blumenkind 22.07.19
Vorschautext:
Du, Blumenkind

Du gibst mir immer wieder Zeichen,
Wie wir möglichst Höhe erreichen
Und am Feld mit den Sonnenblumen
Kurz innehalten – hier im Lumen
Die Einsamkeit nur müssen suchen
Und keine teuren Reisen buchen.

Du gehst durch Dick und Dünn mit mir,
Hast dazu Dein weiblich' Gespür
Für Edles, das der Liebe Zeuge,
...
1686 Eigentherapie 21.07.19
Vorschautext:
Eigentherapie

Auf dem blanken Boden liegen
Mit dem Blick zur Zimmerdecke,
Ohne Bett, ohne Zudecke,
Um so Schmerzen zu besiegen?

Alte Knochen brauchen oft
Ganz bestimmtes Schlafgelege,
Um mit einer harten Pflege
Schmerzfrei werden – wie erhofft.

...
1685 Landregen 21.07.19
Vorschautext:
Landregen

Und wieder kommt zur rechten Zeit
Der wunderbare Regen,
Hilft Pflanzen, unserer Lebenszeit
Und bringt den neuen Segen.

Die Regenfässer liegen leer,
Ozongeschädigt stehen
Zucchinistauden, hatten's schwer
Fruchtbar ins Land zu gehen

...
1684 Selbstkonditionierung 20.07.19
Vorschautext:
Selbstkonditionierung

Dereinst hatte ich große Schmerzen,
Die kamen von 'nem Bauchtumor
Und zogen sich bis hin zum Herzen,
Bewusstsein ich da fast verlor.

Als dann ins Klinikum gekommen
Und man den Tumor operiert,
Hatte ich Schmerzmittel bekommen –
Und doch noch immer Schmerz gespürt.

...
1683 Lob moderner Medizin 20.07.19
Vorschautext:
Lob moderner Medizin

Man hört es leider immer wieder:
Die schöne, gute, alte Zeit
War wunderbar, problemlos, bieder,
Es gab damals so wenig Leid!

Doch was gab es schon an Narkosen,
Wie groß die Messer und die Narben?
Arzneien gab`s in großen Dosen –
Und Kranke mussten schrecklich darben.

...
1682 Die Welt verstanden? 19.07.19
Vorschautext:
Die Welt verstanden?

Wer könnte schon sagen,
er wäre in der Welt zuhause,
hätte ihre Höhen und Abgründe
alle gesehen und ergründet,
wenn er die meist aufbereitete
Wirklichkeit nur als Firnis kennt
und die dahinterstehenden
Bedeutungen nicht wirklich
verinnerlicht hat?

...
1681 Die/Der Andere 19.07.19
Vorschautext:
Die/Der Andere

Auch in den besten Paarbeziehungen
liebt eine/einer immer mehr, als die/der Andere.

Mit den Jahren aber spürt die/der Andere,
dass sie/er dem Glück hinterherläuft.
Und sie/er wird so langsam erkennen,
dass viele gutgemeinten Energien
nicht wirklich seligmachend sind.

Da Lust und Liebe auf Dauer
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1680 Wegwarten 18.07.19
Vorschautext:
Wegwarten

Zu Tausenden am Straßenrand
Stehen Wegwarten, hell und blau,
Reichen uns des Herbstes Hand
Und mildern so das Alltagsgrau.

Zu früh im Jahr, im Sonnenschein
Stehen sie, um auf uns zu warten.
So sind wir nicht mehr ganz allein,
Wo sie auf die Straße beharrten.

...
1679 Tumore wachsen wieder 18.07.19
Vorschautext:
Tumore wachsen wieder

Da habe ich inständig gehofft,
Dass endlich sie mir Ruhe geben,
Von Chemikalien bestofft
Verlängerten mein schönes Leben.

Doch wieder wachsen die Tumore –
Und ja, wen interessiert das schon?
Sie breiten aus sich mit Furore
Als strahlaktiver Erdenlohn.

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1678 Schwarze Johannisbeeren 17.07.19
Vorschautext:
Schwarze Johannisbeeren

Gemischt mit Joghurt und mit Sahne
Schmecken uns die Johannisbeeren:
Verfeinert mit reifer Banane –
So müsste man den Kosmos mehren!

Reich an den vielen Vitaminen,
Flavanoiden und Aroma,
Gepflückt im Sonnenflug der Bienen,
Weckt das sogar Opa und Oma!

...
1677 Im Dialog 17.07.19
Vorschautext:
Im Dialog

Hat je ein suchend' Herz
Das Wohlsinnen verlassen
Und nur im lauten Scherz
Erfunden Straßen, Gassen,
Um Günste dort zu animieren
Und Edles aufbauend zu führen?

Die Gunst der Stunde braucht ja Freude,
Mit der auch Frohsinn aktiv wird,
Denn nur im Strome vieler Leute,
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1676 Seelenbestände 16.07.19
Vorschautext:
Seelenbestände

Dem Kranich gleich schwebt über allen Landen
Die hohe Seele und erfasst die Erde,
Niemals allein, wo Freunde sind vorhanden,
Im Aufwind, denn der trägt das Werde.

Der Zaunkönig flieht quirlig hin und her,
Denn er fühlt sich bedroht, bleibt wachsam.
Als kleine Seele hat er es ja schwer
Zu retten sich, auf jeder Lauer, furchtsam.

...
1675 Sei meine Magd und ich Dein Knecht 16.07.19
Vorschautext:
Sei meine Magd und ich Dein Knecht

Immer wollte ich sie freien,
Fuhr durchs ganze Bayernland,
Und vom Winter bis zum Maien
Sann darauf nur mein Verstand.

So anders und so gegensätzlich
Kamen wir doch aus gleichem Stall.
So wurde sie mir unersetzlich,
Denn ohne sie ward alles Qual.

...
1674 Was macht Freundschaft nicht? 15.07.19
Vorschautext:
Was macht Freundschaft nicht?

Freundschaft will nichts von Dir wissen,
Was Du freiwillig nicht wirst geben,
Horcht nicht aus mit Judasküssen,
Will nach Deinem Besten streben.

Freundschaft neidet nicht Erfolge,
Redet Leistungen nicht nieder:
Nähe bleibt ein Wert und Folge,
Dass man freundlich trifft sich wieder.

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1673 Haben wir es nötig? 15.07.19
Vorschautext:
Haben wir es nötig?

Hätten Menschen Kunst im Leib,
Würde Neid nicht separieren,
Instrument zum Zeitvertreib
Ging nicht vorurteilshausieren,
Sähen stets den Edelmann,
Der über seinen Schatten springt,
Weil er Menschen lieben kann
Und nicht um Ansehen ringt.

So bleibt Kunst wohl außen vor,
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1672 Nach dem Trubel 14.07.19
Vorschautext:
Nach dem Trubel

Nach Tagen weltgierigen Trubels
Endlich wieder mit eigenem Willen
Fern des nervstörenden Jubels
Lange und ausgiebig chillen.

Da merkt man erst, was brach gelegen,
Wie sehr im wirklich prallen Leben
Der Mensch dürstet nach sanften Wegen,
Die endlich wieder Ruhe geben.

...
1671 Die gleichen Frisuren 14.07.19
Vorschautext:
Die gleichen Frisuren

Zur Feier kommt die kleine Frau
Und weiß vorher schon ganz genau,
Dass sie den Hund mitbringen will,
Zu Hause hat er kein Asyl.

Als nun zur Tür sie kommt herein
Und steht dabei in grellem Schein,
Sieht mancher sie verwundert an,
Obgleich – sie hat ja nichts getan...

...
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