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Anzahl Gedichte: 1.218
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Gedichte gelesen: 97.448 mal
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Titel
1218 Was bleibt Dir? 14.11.18
Vorschautext:
Was bleibt Dir?

So mancher findet erst den Weg,
Wenn er sein Herz verloren hat.
Das ist für uns dann der Beleg,
Dass Lustwandeln der Herzen Tat.

Es siegt, weil es uns stärkend treibt
Und doch in großer Sicherheit
Der Vita in ihr Stammbuch schreibt:
Sei sehnend und allzeit bereit

...
1217 Novemberwetter 14.11.18
Vorschautext:
Novemberwetter

Den weltgewalt'gen Wettergott
Mit Wechselwirkungen bejagen
Und ihn bewerfen mit viel Spott,
Weil er nichts Sonniges kann tragen?

Wer solches ausheckt, hat kein Glück,
Denn der November will uns zeigen,
Dass er den Herbst eisern im Blick,
Weil sich das Jahr wird langsam neigen.

...
1216 Der Blick 13.11.18
Vorschautext:
Der Blick

Sie sah so jung zum Meer herüber,
Warf wild die Haare in den Nacken
Und alles war an ihr gediegen:

Die Kette mit den Glanzesperlen
Umschloss den edlen, langen Hals
Und durfte sich dort eng anschmiegen.

Ach, wie musste zu ihr ich sehen,
Ganz wunschbereit und voll Verlangen!
...
1215 Zeitfragen 13.11.18
Vorschautext:
Zeitfragen

Sind Faulheit und Feigheit denn nicht die Defizite
Unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit?
Führen wir denn noch nach eindringlicher Bitte
Hin zur Suchidee und zur Lösungsarbeit?

Sollten wir längst nicht wieder Arbeiten angehen,
Anstatt nur zu filmen und dauerzuberichten,
Womit doch nur wertvolle Tage vergehen,
Wir getrieben, ohne etwas auszurichten?

...
1214 Novemberlicht 12.11.18
Vorschautext:
Wenn morgens wieder einmal Licht
den Himmel blau erstrahlen lässt,
wird leichter mir die Arbeitspflicht,
weil der November Freuden lässt.

*
1213 Die Welt hol' ich zu mir herein 12.11.18
Vorschautext:
Die Welt hol' ich zu mir herein

Die Welt hol' ich zu mir herein,
Da les' ich immer nur noch Gutes.
Sie soll mir doch ein Labsal sein,
Vorbild – und immer guten Mutes!

Wer sagt denn, dass ein alter Mann
Nur Trübsal blasen muss?
Denn weil ich halt nicht anders kann
Warte ich hier auf den Musenkuss.

...
1212 Wegerichtungen 11.11.18
Vorschautext:
Wegerichtungen

Geh' ich nach Norden, wird es kalt,
Wo die Polarwinde mich treiben
Und Schneegestöber mit Gewalt
So manche Lebenslust entleiben.

Geh' ich nach Osten, drohen Sümpfe
Mit Fliegen in endloser Schwere,
Auch Wald und abgestorbene Stümpfe
Und Tundra in der Menschenleere.

...
1211 Quantität und Qualität 11.11.18
Vorschautext:
Quantität und Qualität

Ein Coach beriet die Dichterwelt,
Sie wäre sehr gut aufgestellt,
Brächte sie weniger ins Netz daher,
Denn weniger wär' wirklich mehr.

Würden Gedichte aufgeschrieben,
Die in der Seltenheit geblieben,
Wär' das gut für die Qualität
Und kein Zeichen von Quantität.

...
1210 Wer schreibt die schönsten Gedichte? 10.11.18
Vorschautext:
Wer schreibt die schönsten Gedichte?

Es gibt im Netz herrliche Gedichte
Von schöner Einfalt, stiller Größe,
Von sprachlich ganz famoser Dichte,
Abseits von allem Weltgetöse.

Dann gibt es da große Gedichte
Mit Grundbegehren und Verstand,
Gar manche von dem Weltgerichte,
Das hart bleibt, oft auch abgewandt.

...
1209 Ein Badezimmer - ganz für mich allein! 10.11.18
Vorschautext:
Ein Badezimmer -
für mich ganz allein!

Es war mir immer ein Vergnügen,
In Badewannen lang zu liegen,
Dort breit mein Schminkreich aufzubauen,
Wohlwollend in den Spiegel schauen.

Doch jahrelang waren die Männer
Im Bade – selten Frauenkenner...
Darauf wollte ich nicht mehr stehen,
Sie dort ein- und ausgeh'n zu sehen.
...
1208 Großmuttertrauma 09.11.18
Vorschautext:
Großmuttertrauma

Kränkungen gibt es überall,
Man muss nicht danach fragen,
Auch Frustrationen ohne Zahl
Lassen nur wenig wagen.

Verstehen sich die Menschen nicht,
Weil sie nur Macht ausüben?
Sind wir nicht souverän und schlicht,
Um Mitmenschen zu lieben?

...
1207 Storchenleben 09.11.18
Vorschautext:
Storchenleben

Storch, Storch, Guter,
Bring mir einen Bruder,
Storch, Storch, Bester,
Bring mir eine Schwester!

Der Storch stolziert im Sumpf grazil
Und hat dabei nur dieses Ziel:
Hoch über allen roten Dächern
Den Jungen Frischluft zuzufächern
Und Frösche, Kleintier auszuwürgen,
...
1206 Mundrund 08.11.18
Vorschautext:
Mundrund

Steintröge, verstreut in den Bergen,
Langstege schon ewig am Meer:
Lass' Dir, Liebes, nichts anmerken,
Ein Urlaub hilft uns da nicht sehr.

Die Ferne wird uns erst zur Nähe,
Wenn Du auch wirklich bei mir,
Wenn Dein feines Lächeln ich sehe,
Dein Mundrund ganz im Hier,

...
1205 Regennot 08.11.18
Vorschautext:
Regennot

Vierzig, sechzig, achtzig Prozent
Gemeldete Regenwahrscheinlichkeit.
Doch wer inzwischen das Wetter kennt,
Dem wird das nur noch zur Peinlichkeit:
Es will und will bei uns einfach nicht regnen!
Alles wartet – kein Niesel will sprühen!
Will uns der Himmel denn nicht mehr segnen,
Weil wir uns nicht mehr um ihn bemühen?


...
1204 Spättage 07.11.18
Vorschautext:
Spättage

Die Spättage bringen Zeit,
Die zuvor sehr gebunden
Und nicht zum Freiöffnen bereit
Langsam kam über die Runden.

Das geht, wenn der Ruhestand
Zeit bringt wieder ganz zu mir:
Der Alltag fasst mich an der Hand,
Führt mich zum Tanze, zum Klavier.

...
1203 Lenzhoffnung 07.11.18
Vorschautext:
Lenzhoffnung

Der Frühling steht schon balde auf
Und trägt das Licht in unsere Herzen.
Er hat dann wieder seinen Lauf,
Um mit den Blumen frei zu scherzen.

Noch müssen wir uns sehr gedulden,
Wenn dieses Jahr zur Neige geht
Und alles dieser Kälte schulden,
Die lange noch nicht von uns geht.

...
1202 Die Brandhochzeit 06.11.18
Vorschautext:
Die Brandhochzeit

Bestaunt von ihren vielen Gästen
Zieht sie mit ihrem Liebsten ein.
Sie will am Tag ja wirklich festen,
Die Hochzeit soll besonders sein!

So hatte sie sich's vorgestellt,
Denn alles, was der Mensch so braucht,
Ist immer seine Hoffnungswelt,
Die dann so manches Mal verraucht...

...
1201 Wäre der alte Methusalem 06.11.18
Vorschautext:
Wäre der alte Methusalem


Wäre der alte Methusalem
In unsere Tage hin geboren,
Wär' er Fiktion von dem Herrn Lem
Und uns nur als Fiktion erkoren,

Käme nicht weiter als bis China,
Wo er den Cixin heiter träfe,
Vergäße Frauen, auch die Mina,
Den Überlebenskampf in Hefe,
...
1200 Steigende Drachen 05.11.18
Vorschautext:
Steigende Drachen

Getragen von hellem Silberlachen,
Wo Mädchenaugen turtelnd schauen,
Lassen sie aufsteigen ihre Drachen,
Um Wetten mit Jungen zu bauen.

Voll Spott, weil sie die besseren Lenker,
Sehen sie Mädchen als Staffage
Und lasssen manchen Witzeschlenker,
Mit dem die Mädchen leicht in Rage.

...
1199 Grauer Herbst 05.11.18
Vorschautext:
Grauer Herbst

In den grünen Hecken hängen
Späte Vögel, die auch bleiben,
Sich in leere Nester zwängen,
Wo schon Nebel drüber treiben.

Alle Bläue scheint vertrieben,
Feuchte netzt die kühlen Auen,
Wo die Sonne wir doch lieben,
Sehnsüchtg zum Himmel schauen.

...
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