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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Neid AepfelundBirnen
Vorschautext:
Wer glücklich ist oder reich und zufrieden
oder auch nur eine nette Frau hat,
dem wird manchmal das Leben vermiest,
er wird von manchen gemieden,
weil anderen das alles fehlt.
Jede(r) ist neidisch, also mein Lebensrat:
Dass man sich, sein eig'nes Leben mag, ist was zählt,
und wenn man hat, was man will,
zur Vermeidung von Eifersuchtsgefühl
soll man sich klein machen
und nicht protzen mit dem, was andre nicht haben, für Sachen...

...
Jeden Tag die gleiche Leier... Gaby Geng
Vorschautext:
Jeden Tag die gleiche Leier,
Frühstück mal mit und ohne Eier,
immerzu derselbe Trott,
will mehr vom Leben, und zwar flott.

Irgendetwas muss geschehen,
denn so kann es nicht weitergehen,
mir fällt spontan noch so viel ein,
das kann doch nicht alles gewesen sein.

Würde so gerne Unsinn machen,
über banales Tränen lachen,
...
Parkinson und Ich... Gaby Geng
Vorschautext:
Parkinson hat heute das sagen,
wollte eigentlich nicht darüber klagen,
doch heute macht er was er will,
bin unruhig und sitze nicht still.

Auch das Laufen fällt mir schwer,
positives Denken klappt nicht mehr,
niemand weiß wie es einem ergeht,
es ist, als wenn man neben sich steht.

Meine Augen füllen sich mit Tränen,
werde mich dafür auch nicht schämen,
...
Die Endzeit Marcel Strömer
Vorschautext:
Simulation Atemstillstand
Frühlingserwachen am Morgen
Bei Sonnenuntergang Herbst

- im Innern -
Noch versteckt die gequälte Erde
aggregiert ihre aufgewölbten Wehen

Uralte Wasserberge aber
spucken vorgetäuschte Unschuld
aus den verblutenden Lebensquellen
hoch zum Himmelssaum
...
Welche Kindheit Marcel Strömer
Vorschautext:
Sie werden wohl längst in Vergessenheit geraten sein, diejenigen, die in Angst getauft, die von Geburt an Betrogenen, augenscheinlich auch Erdenkinder wie wir. Lebenslänglich aber blieben ihre zarten Hände heimatlos und unberührt. Beinahe überlebten sie das kaltherzige Echo geschwärzter Jahre. Sie erkennen sehr wohl die Dunkelziffer der kleingeredeten Alltagstode, den beißenden Rauch aus Spott und Häme des schmerzfordernden Teufelskreises, vor denen sich unsere Frohsinnsaugen nur allzugern verschließen möchten.

Im Vernichtungslager, hinter vergitterten Silhouetten gestaucht - statt Ballspiele und Lebenlust - empfanden sie blanke Wut auf das Leben, ihr Schicksal das einherging mit dem rachelüstigen Herzschlag der bezeugenden Blutengel. Sie warfen stattdessen die gebläuten Nägel des Dornenkönigs millionenfach an die gotteslästernde Lagerwand. Sie hatten die klägliche Einbahnstrasse unter strenger Bewachung in falscher Richtung verlassen müssen - kein Exodus sondern Holocaust - am Herz vorbei zur Sickergrube. Sie waren Kinder wie du und ich!

Der Judasstern stürzte damals sang- und klanglos von ihrem geliebten Himmel ins vergiftete Schattenmeer, überall begegnete man ihnen mit Härte und Kälte. Im Ghetto schleppten sich sinnlos ihre klagende Schritte. Zu Tode geängstigt - verdammte Jünglinge und Jungfrauen - von Stacheldraht und Stahlhelm gefangen. Sie wussten längst um die unerbittlich klaffende Klippe, den hässlichen Abgrund. Sie kannten diesen teuflischen Plan, der sie ins Gas führen sollte. Deportierte Blutwege - Zug um Zug - die aus ihren zarten Kinderadern verzweifelt um Hilfe schrien. Niemand konnte oder wollte sie retten. Samen und Keim, Stammbäume im Mörderstaub einfach zu Tode erstickt, der Kindeskinder beraubt, vernichtet für alle Zeiten. Was blieb sind heute Wolkenberge, Trümmermeere, Tränengassen und Atrappen aus Sternschnuppen.

Das entblätterte Traumbild verwandelt, vom Spiegel- zum Schreckensbild - die Tragik ihrer Ahnen wiederholte sich, doch dieses Mal millionfach brutaler! Hasserfüllt warf man sie blindlings in die Sehnsuchtslabyrinthe, entledigte sich ihrer in Massengräbern - jene Gräber ohne Namen. Ermordet, zertreten und ihre Asche noch nicht mal in die Winde verstreut. Weit entfernt liegen sie noch heute von jedweder Heimat, zwischen Schutzpatron, Sandkasten und Schneckenhäuser - in den schweigenden Steinbrüchen da selbst die Ewigkeit einen Platz gar ungern finden möchte - im Tal der gesammelten Leere. Auf ihren Gedenktafeln steht: "Zerrissene Seelen, arm wie Flughunde, ihres Flügelschlags beraubt!"

Nichts - aber auch rein gar nichts kann je diese Lücken füllen, weder die unentwegte Liebe der Göttinnen der Milde, noch die vielbesungene Heilkraft der Natur, noch der Trost eines Wortes, der aufrichtig gemeinten Vergebungsangebote.

Aber wehe dem, der die Blumen der heiligen Kindheit vom Grabe stiehlt!

...
Näive Marcel Strömer
Vorschautext:
Erzähl mir bitte mehr!
Die Erde ist wieder eine Scheibe..

Menschen sieht man vielerorts die Wege entlangschleifen.
Hinwegtäuschen soll überzüchtetes Bunt und Vielfalt, der eingekaufte aber doch recht freiwildernde Wille, Weltmächte am Herd, in den klimatisierten Fitnesscenter wird tüchtig therapiert. Das Wertewandelkarussell nimmt endlich Fahrt auf. Schluss mit dem hin- und hergezerrten Ich! Jetzt heißt es: Demokratie der Gefühle! Und auch ich stecke mir den Bindebast ins Haar und spraye etwas biologisches Rosenblütenwasser darauf, bin bereit für den Kampf der Veredelung.

Wartest du etwa auch noch auf den richtigen Zeitpunkt, ich darf dich vertrösten. Es ist nur eine Frage der Zeit! Denn die grossartige Botschaft lautet - noch glimmt in jedem von uns ein, zwei, drei Funken untergehendes Empfinden unseres wahren Selbst! Die moderne Devise: "Zuallererst retten wir die Welt, dann uns - leichtgemacht". "Was uns krank macht, macht uns gesund!" Also schütte ich einfach mal wieder grosszügiger Milch und Honig, Zimt und Zucker in den Frühstückskaffee. Ich beobachte mich, wie ich mir ganz heimlich verschmitzt ins gebügelte Karo, ins Stofftaschentuch aus alten Zeiten flüstere: "Wir meinen es nur gut mit dir! So schlecht ist die Welt auch wieder nicht! Man muss nur wollen!"

So gönne ich mir endlich auch wieder mehr Lebensfreude! Zum Beispiel flüchte mich jetzt gezielt und bewusst euphorisch in die Supermärkte der Kultur- und Bildungshöllen, auf der Suche nach echten Schnäppchen und Preisfehlern, die Naturschutzgebiete für Menschen, oder besser noch, die wahren Wunsch(t)räume eines jeden Volkes. Trotz einiger entsetzten Gesichtern, die alltagsentzaubert zu sein scheinen, zutätowiert im Lächeln, Verlierer für die Ewigkeit, so denke ich - dennoch und gerade deswegen mache ich mich hoffnungsfrömmelnd ans Werk. Ich schaffe das - wir schaffen das! Wir sind das Volk!

Zur guten Letzt ist es auch jedem seine ganz eigene, persönliche Klimakatastrophe - oder etwa nicht? Es geht uns jedenfalls alle an - Verschwörungstheorie und Weltpolitik? Und die täglichen Nachrichten? Ich mache mir eigentlich nix draus. Wir haben ein Recht auf Glückseligkeit! Auch der Mond trägt manchmal schwarz, bei zunehmeden Sorgenfalten! Schlummert nicht in jedem von uns ein übeschüttetes Übergangskindheitstrauma?

...
Schneidern Klaus Lutz
Vorschautext:
Ich sitze so am Schreibtisch. Und beobachte, in
der Tasse, einige Heringe. Und bei den Notizen.
ein paar Zwerge. Und über der Tastatur unzählige
Luftballons. Und denke mir: "Jetzt noch ein
eckiges Wort! Und eine blaue Idee! Und eine
spielende Sekunde! Und ich erschaffe die neue
Welt!"

Ich sitze so am Schreibtisch. Und beobachte, an
der Wand, ein paar Berge. Und auf dem Tisch die
Strände. Und neben der Lampe einige Wälder. Und
ich weiß: "Jetzt noch ein rundes Auto! Und eine
...
Lautes Schweigen Torsten Bischoff
Vorschautext:
Manchmal würd ich gerne schweigen,
doch schweigen schon so furchtbar viel.
Die meisten ohne Sinn und Ziel.
Welch seltsam dummer Reigen.

Woanders wollt ich dringend schreien,
doch tönen and're schon so laut.
twittern, dass es einen graut,
feiern sich mit höchsten Weihen.

So bin ich zu laut und zu leise
und liebe den falschen Moment.
...
Mit DIR!!!! Claudia Kriegel
Vorschautext:
Mit Dir- habe ich meine dunkelsten Gedanken geteilt.
Mit Dir- machten Ereignisse auf einmal Sinn die ich vorher nicht verstand.
Mit Dir- habe ich `KEINE` Selbstgespraeche mehr gefuehrt.
Mit Dir- habe ich diesselbe Sprache gesprochen.
Mit Dir- war fuer einen Moment die Verlogenheit und Falschheit aus dieser Welt verflogen.
Mit Dir- hat es Spass gemacht Wolkenbilder zu entraetseln.
Mit Dir- sah ich wieder die Natur mit wachsameren Augen.
Mit Dir- betrachtete ich das erste Mal den Mond von Nahem.
Mit Dir- wollte ich wahrhaftig erstmals "richtig" Motorrad fahren.
Mit Dir- hatte ich meinen ersten Strandsonnenuntergang.
Mit Dir- an meiner Seite konnte ich endlich beginnen alte Geister loszulassen.
Mit Dir- gibt es noch so unendlich viel zu reden.
...
Sechs Fuß tief DaniSmile79
Vorschautext:
Wozu bin ich geboren
ich bin doch nur einer von Milliarden,
eigentlich hab ich hier nichts verloren
was soll ich schon vom Leben erwarten.

Irgendwann wars mal schön
doch ich bin nicht mehr im Kindergarten,
denn ich bin dem Schicksal in die Hände geraten und es quält mich auf verschiedene Arten.

Psychisch krank und das seit Jahren
Depressionen die mich plagen,
manchmal würd ich lieber in die Hölle fahren
...
Der Gesang des Sperlings Ewald Patz
Vorschautext:
Im Singen hat er eine fünf,
Der Sperling auf dem Dache,
Melodische Gesänge sind
So gar nicht seine Sache.

Die Drossel singt im Abendlicht
Die schönsten Melodien;
Der kleine Sperling kann das nicht,
Mag er sich auch bemühen.

Es kommt nichts als ein kurzes Tschiep,
Mehr hat er nicht zu bieten.
...
Das Leuchten deiner Augen Sabine Volkmar
Vorschautext:
Ich konnte es nicht glauben,
doch es ist geschehen,
ich habe dich,
im Traum gesehen.

Du warst mir lange,
nicht mehr so nah,
wie in diesem Traum,
wo ich dich sah.

Wir konnten Reden,
uns in die Augen sehen,
...
Führungskraft AepfelundBirnen
Vorschautext:
Ich beneide Euch nicht, Ihr Chefs und Chefinnen-
tagelang seht Ihr Besprechungsräume von innen.
Eure Woche ist durchtaktet, verläuft nach Plan-
was Ihr nicht sein dürft, das ist: spontan-
Nicht so sehr groß ist Euer Entscheidungsspielraum-
Chef zu sein, ist nicht (mehr) mein Traum!


Simon Marius
AUS VERZWEIFLUNG Ulrich Lang
Vorschautext:
Ich finde nirgends eine Frau,
doch ich will nicht mehr einsam sein,
wer macht mich denn mit wem bekannt,
der sich demnächst lässt mit mir ein?

Ich nehme alles, dick und dünn,
braun oder schwarz, gestreift, kariert,
das ist belanglos, aus Verzweiflung
sowas mich nicht int´ressiert!

Auch wär das Alter mir egal -
sagt, wer da draußen ist bereit,
...
Die Waage kann es Luisa Sonnenschein
Vorschautext:
Heute kam sie mit der Post.
Meine Frau schon neidisch schaute,
was sich im Paket zusammenbraute.
Es ist mein ganzer Stolz.
Eine Waage mit ner App.
Die Meinung meiner Frau:
Das braucht kein Depp.

Muskelmasse, Gewicht und App.
Die neue Körperfettwaage super nett.
Endlich mal am Handy sehen,
wie die Pfunde verloren gehen.
...
Allein die Sterne war‘n geladen Jürgen Wagner
Vorschautext:
Allein die Sterne war‘n geladen,
als Himmel und Erd' das Leben gebaren
Sie hielten Hochzeit im heißen Gewühl
Da formte sich etwas - bekam Gefühl

Das Wasser hat es alles getragen,
die sich verbanden, wortlos versprachen
im Brodeln der Kräfte ekstatisch erregt
zu fester Gestalt - und immer bewegt

Es hörte nie auf mit Mühen und Plagen,
entwickelte sich hoch durch viele Lagen
...
Ausgewogen Torsten Bischoff
Vorschautext:
Geliebte, gelobte, gelebte Extreme,
ich sehe sie, warum fürcht' ich mich nicht ?
Ich weiß, ich lieb den Komfort, das Bequeme.
Das Böse sehe ich kaum oder nicht !

Dabei beschleunigen beide Pole.
Das Klima, Rassismus und jedweder Wahn.
Drüber hinaus vermiss ich Idole
und unter mir brodelt ein heißer Vulkan.

Wie schön ist die Welt und wie gut geht es mir
- noch !
...
"Reset"-Knopf für das Leben Anita Namer
Vorschautext:
Kennst du den „Reset“- Knopf für das Leben?
Unvoreingenommen auf alles zu-zu- gehen,
alles was wir heut erleben,
mit den Augen eines Neugebor`nen sehen.

Kennst du den Reset- Knopf für die Liebe?
Zu den Menschen, zur Natur, zu dir
weißt du noch – warum du hier bist?
Dann beginne - jetzt und hier.

Kennst du den Reset-Knopf für dein Denken?
Suche Antworten – stimmig für dich.
...
Sinnwerdung Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Sinnwerdung

©Hans Hartmut Karg
2018

Hatte sie mir nicht geholfen,
die Himmelstage als Geschenk
zur Erde mir zu tragen?

Wundergewächse, Fremdräume,
die mir zu Blumen wurden,
bunten Taglichtern gleich,
...
Ich kann nicht klagen Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Ich kann nicht klagen

©Hans Hartmut Karg
2018

Mit Vierzig ging es mir sehr schlecht,
Mit sechzig noch viel schlechter.
Mir war damals doch alles recht,
Doktores wurden Wächter.

Nicht rauchen, keinen Alkohol,
Dazu viel Obst und viel Salate:
...
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