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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Eine Reise durch's Jahr Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Wenn Poeten durch's Jahr reisen
gibt es immer was zu entdecken,
auch wenn du glaubst, du hast schon alles geseh'n,
"Neues will erkundet werden"
es ist wieder Zeit nach draußen zu geh'n.

Nach der Stille des Winters erwacht die Natur,
du erfreust dich an den Farben der Blütezeit.
Auf Sommerzeit stell'n wir im Frühjahr die Uhr,
aufgeweckt grüß' ich den neuen Tag
...
Genialität Käti Micka
Vorschautext:
*****
Genialität

Es gibt talentierte Leute
Die hören sogar das Gras wachsen
Immer
jeden Tag auch Heute
Solche Lauscher könnte man gut gebrauchen
Das Leben wäre noch spannender
Man könnte tiefer in die Welt eintauchen
Jedoch man kann ja nicht Alles haben
Bloß nicht noch mehr Sorgen aufladen
...
Der Kuss Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Der Kuss

Langsam beugt er den Kopf zu ihren Lippen,
Er weiß noch nicht, ob sie sich küssen lässt.
Dann spürt er ihr Strecken und Höherwippen,
Und plötzlich ist alles viel mehr als ein Test.

Sie hat den Kuss tatsächlich angenommen,
Sie ist vor ihm nicht mehr wie früher geflohen.
Da muss er nachfassen, sie halten, bekommen,
Dass beider Gefühle beginnen zu lohen.

...
Gut ist der Mensch Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Gut ist der Mensch

Gut ist der Mensch, der ebenbürtig
Auf Augenhöhe und menschwürdig
Global ohne Gewalt, Raub und Mord
In seinem Lebenslauf schreitet fort.

Der Tricksereien sind gar viele,
Verletzen Menschen und Gefühle:
Enttäuschung führt zur Aggression,
Verschärft doch nur Wort und Ton.

...
Ein Brief an meinen Ziehvater oder Angst und Mut zur Selbstständigkeit Benjamin Forester
Vorschautext:
Ich möchte Dir heute einen Brief schreiben. Mein lieber Ziehvater, auch ich habe Angst vor diesem Schritt in die Selbstständigkeit aber ich habe auch den Mut dazu. Du bist derjenige, der mir diesen Mut gegeben hat. Du und meine Schwester hattet mich aus meinen gescheiterten ersten Versuch heraus geholt. Da dieser erste Versuch schief gegangen ist, habe ich große Angst, das ich ein zweites Mal versage. Man sagt: "Ein jeder hat eine zweite Chance verdient" und Du hast mich auf diesem zweiten Mal sehr gut vorbereitet. Bei jedem Stolperer in den letzten 13 Jahren warst Du immer zur Stelle und hast mich wieder aufgerichtet. Trotz Deiner Krankheiten, die mit der Zeit immer schlimmer geworden sind, hast Du immer Dein Bestes gegeben. Deswegen habe ich den ganzen Mut zusammen gerafft, um diesen zweiten Versuch zu starten.
Ich kann Dir hoch und heilig versprechen, das ich alles unternehmen werde, das dieser Versuch klappen tut. Außerdem verspreche ich Dir, das ich weiterhin auch für Dich da sein werde. Viel zui viel habe ich Dir zu verdanken. Außerdem bist Du mir in den letzten 13 Jahren zu sehr an mein Herz gewachsen, das es für mich eine Ehre ist jetzt auch für Dich da zu sein. Zu jeder Zeit kannst Du mich anschreiben, wenn Du etwas brauchst, ich werde so schnell wie möglich dann bei Dir zu sein.
Und nein! Ich flüchte nicht vor Dir und Deinen Krankheiten! Auch wenn es so aussehen tut, ich werde für Dich auf Ewigkeit da sein. Hätte ich nömlich mir einen Vater aussuchen hätte können, meine Wahl würde auf Dich fallen. Ich sage es nicht sehr oft aber in diesem Brief muss ich es Dir einmal sagen. Mein lieber Ziehvater ich liebe Dich wirklich sehr und deswegen drücke ich Dir die Daumen, das es klappen tut mit Deinem Antrag in einem Seniorenheim aufgenommen zu werden.
Aber was hattest Du mir immer eingebläut: "Man muss sich immer Prioritäten setzen!" Ich versuche halt den Spagat zwischen dem, das ich weiterhin für Dich da bin und meinem Auszug und dem Einzug in die Selbstständigkeit.
Gut, Du hast auch noch Recht damit, das ich noch einige Schwächen habe, vor allem die Ordnung und das ich manchmal falsche Prioritäten gesetzt habe aber ich will es Dir beweisen, das ich es Dich schaffen kann.
Ich schätze mal, das hier wird mein einziger Brief an Dich sein, denn alles andere werde ich Dir immer direkt ins Gesicht sagen aber Du sagtest, das auch Du nicht über alles sprechen kannst aber im schriftlichen warst Du immer schon genial und konntest dabei aus Dir raus gehen. Deswegen habe ich mir gedacht, das ich es auch mal probiere. Das es am Ende so viel geworden ist, hätte ich nicht gedacht aber das Wichtigste noch einmal:

"Mein Ziehvater, ich liebe Dich sehr!"
Da ist der Wurm drin... Ingrid Bezold
Vorschautext:
Dieser HolzWURM in der Truhe
raubt seit Tagen mir die Ruhe.
Er mag ganz besonders Fichten.
Gern sitzt er auch in Gedichten -
frisst sich ein in manches Wort
und den Sinn zugleich mit fort.

*
(C) Ingrid Bezold
[Morgen ruft erneut die Pflicht] Der Tod ist ein Meis
Vorschautext:
Morgen ruft erneut die Pflicht,
in der der Mensch sich selbst vergisst,
ja, vielleicht sich verlieren soll,
wenn ihn keine Schuld erfasst.

Dort wird der Mensch auch mal belohnt,
zuweilen streng zur Ordnung ermahnt,
doch sie schenkt ihm stille Zufriedenheit
und weckt Gefühle ganz eigener Art.

Der Tod ist ein Meister
Ein flüchtiges Gut Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Noch keiner hielt sie jemals auf,
sie nimmt das Gestern mit im Lauf.
Und nur im Ticken einer alten Uhr
hinterlässt sie leise eine zarte Spur.

Dem Glücklichen enteilt sie schnell,
im Dunkeln ist sie kaum noch hell.
Sie ist der Bildhauer in uns’rer Welt,
der alles wandelt, aber nichts behält.

Und suchst du sie im Augenblick,
schaut sie nicht mehr zu dir zurück.
...
Gefangen werden, oder Gefangen sein Frank Dörfl
Vorschautext:
Gefangen werden und gefangen sein .? Ist beides unangenehm, aber nicht das Gleiche.
Der Grund ist, der, wenn man gefangen ist , Dan in seine Gedanken oder Handlungen. Den dann verpasst man Möglichkeiten, die spontan entstehen . Und diese dann man nicht mitbekommt, wen man auf seinen gefangen weg .
Weiter läuft und diese vielleicht ein guttun würden. Gefangen werden ist fast das gleiche, aber mit der Konferenz mit einer Strafe . Wen man den falschen Gedanken und Information folgt. Aber jeder hat es selber in der Hand, gefangen zu werden oder gefangen zu sein.
Den in Grunde ist jeder für sich verantwortlich.
In den was er macht , und lässt.
Abfärbende Blaue Blume
Vorschautext:
Trauer
Malt die Blüten um mich schwarz
Das Mitgefühl
Der Menschen ist brutal

Abfärbende Gedanken
Soll‘n die Welt ein wenig
Bunter gestalten
Soll die Dunkelheit
Mich ewig halten?

Abfärbende Freude
...
Als es noch da war Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Man denkt immer, Glück müsse sich groß anfühlen.
Aber es hat nichts Feierliches:
Kein Licht, das plötzlich auf alles fällt.
Keine Stimme, die sagt:
Das ist der Augenblick,
an den du später zurückdenken wirst.

Meistens kommt es unscheinbar.
Nicht als Ausnahmezustand, sondern als Alltag,
als Tage, die keinen Beweis brauchen,
als jemand, der noch da ist,
als das Gefühl, nicht erklären zu müssen, wer man ist.
...
Spuren verwehen Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Leis weht der Wind durch Lichtgespenster, sanft zitternd winkt der Spinne Kunst,
ein letzter Schatten streift das Fenster,
im Abschied liegt der Sonne Gunst.

Stummer Griff nach den Abendstunden,
das Sichelbild des Mondes lacht.
Fuchs und auch Dachs auf Beuterunden,
des Todes Atem ist erwacht.

So liegt in Stunden die vergehen,
zur Nacht manch letzter Augenblick.
Des Raubtier's Spur wird bald verwehen,
...
Der Ängstliche jogdragoon
Vorschautext:
Der Ängstliche ist stets auf der Suche,
nach dem Unglück, das da kommen mag !

Doch ungewiss ist diese Sache,
ungewiss ist dieser Tag !

So nimmt es seinen Lauf
und es fressen Stück für Stück,
böse Gedanken sein Glück nun auf !

Auch zieht er an der Sorge Kleid.
Elend ist oft vor dem Leid
...
Horizont Meteor
Vorschautext:
Morgenröte verdrängt die Nacht,
der Horizont neigt sich nach vorn,
die Dunkelhälfte umhüllte ihn sacht,
wie Morpheus im Traumsandkorn.

Mit dem Auftritt der güldenen Sonne
fällt der Schleier im Erdschattenbogen.
Mit der Sichtweite flüchten Phantome,
auf der Himmelslinie Zukunftsboten.

Im ewigen Umlauf des Erdplaneten
kreisen Gedanken im lange Ungewissen.
...
Was wir so tun Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
,,Die Zukunft hängt davon ab,
was wir heute tun.“
Mahatma Gandhi

Wir jammern.
Wir vernachlässigen die Bildung.
Wir leben über unsere Verhältnisse.
Häufen überdimensional Schulden an.
Wir tolerieren eine zwei Klassengesellschaft.
Schaffen bewusst soziale Spannungen.
Wir dulden Missbrauch von Frauen und Kinder.
Wir verschwenden sinnlos Steuergelder,
...
Was uns verbindet Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Ist es der Tod,
dem wir gemeinsam entgegenstreben?
Sind es die Nachrichten dieser Welt,
die in uns innerlich beben?
Schaffen etwa Naturkatastrophen
neue internationale Bindungen?
Welche Rolle spielen für uns,
die neuen, globalen Erfindungen?

Kann man denn darauf wetten,
dass wir die Menschheit mit KI retten?
Gemeinsam haben wir auf der Erde
...
Ich putz! (irgendwie) Claudia Behrndt
Vorschautext:
Ich habs beschlossen, heute früh:
Ich putz die Wohnung - welche Müh!
Ich schnapp den Lappen, voll von Mut
und mach erstmal Kaffee. Der ist gut.

Der Staubsauger brummt, ich seufze laut,
weil mir der Lärm den Tag versaut.
Ich schieb ihn hin, ich schieb ihn her -
der Staub liegt danach genauso schwer.

Das Sofa rück ich kurz beiseit´,
was drunter liegt, erschreckt mich weit:
...
Feststellung Käti Micka
Vorschautext:
*****
Feststellung

Ich erinnere mich
Als Kind war ich oft überrascht
über das Verhalten der Erwachsenen
Sie benutzten Ausreden
die sich wie Märchen anhörten
Es war fürchterlich
Sie wussten nicht
Kinder haben auch schon früh Verstand
Sie haben es nicht erkannt
...
Marzipan aus Lübeck Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Meine Marzipan-Mitbringsel,
habe ich bisher nicht angerührt.
Ich konnte mich beherrschen,
- heute wurde ich verführt.

Ich habe sie seit Wochen,
nur aus der Ferne angeschaut.
Die Schweine waren so niedlich,
mit ihrer rosafarbenen Haut.

Ich habe mit mir gekämpft,
und diesen Kampf verloren.
...
Zum Lusamgärtlein Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Zum Lusamgärtlein

In Träumen empfing ich sie
Am Bahnsteig, umarmte und küsste sie,
Wir verschmolzen zum Monolithen.
Unbeweglich stand sie,
Weil sie mir ihre Nähe lieh,
Selig fanden wir uns, hatten ausgelitten.

Doch beim genauen Hinschauen
Konnte ich meinen Augen nicht trauen,
Denn sie war nicht ausgestiegen.
...