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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Der fremde Geigenspieler * Horst Hesche
Vorschautext:
Da stand am Bahnhofseingang jener junge Mann,
für alle fremd, mit langen krausen Haaren.
Doch als er zu spielen dann begann,
hat mancher eine Überraschung bald erfahren.

Die sanften Töne schwebten in der Halle
auch leichte Wehmut lag darin,
dazu noch Melancholie von Fall zu Falle.
Auch flog das Leid der Einsamkeit dahin.

Die Passagiere eilten in der Halle hin und her,
zum Zug, zum Ausgang und so weiter.
...
Das letzte Gedicht Sven Stroh
Vorschautext:
Nur einmal noch dieses weiße Papier
Unsichtbares Schlummern, unweit vom Hier.
So makellos schön, elegant unbefleckt
Schon bald übermannt, von Tinte bedeckt.

Nur einmal noch dieses eine Gefühl
Geformt aus dem Herzen im wilden Gewühl.
So klar und bedeutsam, still und durchtrieben
Im Ganzen gefasst, und stumm aufgeschrieben.

Nur einmal noch diese Botschaft vom Leben
Vom Glück und vom Leiden, nehmen und geben.
...
Im Wirtshaus Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Im Wirtshaus tagt die Herrenrunde,
- an der Bar sitzt Kunigunde.
„Was für ein Weib!“, flüstert ein Mann,
schaut euch die kesse Blonde an.

Auch Eduard verdreht den Hals,
und wundert sich nun ebenfalls.
„Die habe ich hier noch nie gesehen.
Das Prachtweib ist ja wunderschön!“

"Am Busenansatz prangt ein Tattoo.
Und schaut doch mal auf ihre Schuh.
...
Graue Mäuse haben es schwer... Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Britta ist nie lange alleine,
die Männer lieben ihre Beine.
Gut geformt und gertenschlank,
grazil und aufreizend ihr Gang.

Ob das an den Stilettos liegt?
Wie sie ihre Hüften wiegt...
Sie ist schon eine Klassefrau.
Attraktiv und äußerst schlau.

Beruflich geht es stets bergauf,
ein bemerkenswerter Lebenslauf.
...
Am Meer... Bernd Tunn
Vorschautext:
Am Meer...

Bin gedanklich gern am Meer.
Ich mag die Bilder immer mehr.

Sehe gern wie Wolken gleiten.
Die meine Blicke gern verleiten.

Mag die Wellen die sich brüsten.
Auch die Winde die sich rüsten.

Ich ahne Weiten ohne Ende.
...
ich wohne Peter Szneckneck
Vorschautext:
ich wohne unter dem Himmelszelt
mit all den schrägen Menschen
dessen Säulen im Schlamm vesanken
bei uns hat alles Grenzen

ich wohne in einer dunklen Stadt
wo alle Lichter leuchten klein
hier schauen Träume zum Fenster raus
und Wut schaut in sie hinein

ich wohne in einem kleinen Haus
das ist aus altem Stein gebaut
...
Die Uhren werden umgestellt Doris Grevesmühl
Vorschautext:
Und wieder ist es soweit,
es beginnt die Sommerzeit,
weil nach einem Beschluss
es so sein muss,

die Uhren werden dazu vorgestellt,
was schon längst nicht mehr allen gefällt,
doch was man einst eingerichtet hat,
wird nicht so schnell wieder abgeschafft,

erst wird darüber abgestimmt,
und nur, wenn sich alle einig sind,
...
Vielleicht raubt man ihm den Nerv Käti Micka
Vorschautext:
*****
Vielleicht raubt man ihm den Nerv

Was macht man mit dem Buckelwal
Er möcht` wohl gerne bleiben
Er befindet sich im Schicksalstal
Lasst ihn doch
selbst entscheiden
Warum
ist er hier angekommen
Wem
ist er hinterher geschwommen
...
An guten Tagen... Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Der Morgen zeigt sich trübe,
der Himmel ist leicht grau.
Heute bleibe ich zuhause,
da ich dem Wettergott nicht trau.

Es ist feucht und windig,
kein schönes Wochenende,
ich mache es mir gemütlich,
genieße unsere vier Wände.

Musik ertönt im Radio,
sogar mein Lieblingshit.
...
So oder so Ingrid Bezold
Vorschautext:
Die flackernde Laterne
spiegelt sich im dampfenden Asphalt
der regennassen Strasse.
Heute wird sie ihn treffen.
Zum ersten Mal,
nach Zeiten der Verbundenheit,
der Ängste, des Sehnens

Schritte hallen im Dunkel.
Nähern sich, entfernen sich wieder.
Ihr Herz pocht schneller.
Vertraut – oder fremd,
...
Eine Stunde vor Claudia Behrndt
Vorschautext:
Im späten März, ein leises Ziehn,
die Nacht wird schmal, der Morgen weit.
Durch Gärten, die im Dämmern blühn,
trägt leis der Himmel neues Kleid.

Die Zeiger heben sacht den Schritt,
ein Sprung nach vorn, so federleicht.
Als nähmen sie den Frühling mit,
wo Dunkel sanft dem Lichte weicht.

Die Stunde, die im Traum verweht,
liegt nun im Gold noch in der Luft.
...
Vorwärts ins Licht Claudia Behrndt
Vorschautext:
Die Nacht verliert ein Stück der Zeit,
der Morgen blüht in hellem Schein.
Ein Zeiger springt und trägt uns weit,
als lud der Tag uns neu hinein.

Ein Traum verweht im Dämmergrau,
doch hell erklingt der Amsel Lied.
Der Himmel strahlt im Frühlingsblau,
weil leis die Zeit nach vorne zieht.

Wir blinzeln noch vom Schlaf beschwert,
doch sanft erwacht das Morgenlicht.
...
Sie ist die Besondere Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Sie ist die Besondere

Als junger Mann sich Hörner abstoßen,
Viele junge Frauen kennen- und liebenlernen,
Auf Distanz bleiben zu allen Neurosen,
Denn nur die Liebe darf besternen.

Doch der junge Mann merkt bald:
Liebe von Dauer kann so nicht gedeihen.
So manche Beziehung wird rasch kalt,
Wodurch sich zwei Menschen rasch entzweien.

...
Ein Mann ist Mann, bleibt Mann Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Ein Mann ist Mann, bleibt Mann

MeToo ist zurecht entstanden,
Vergewaltigung bleibt ein Verbrechen!
Nur wer Liebe wirklich verstanden,
Der muss mit Übergriffigkeit brechen!

Es geht doch nicht, dass alten Böcken
Junge Mädchen zugeführt werden,
Damit sie die Geilheit sie noch mehr wecken,
Mädchen an Körper und Seele versehrten!

...
Am offenen Sarg Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Deine Wangen noch so rosig,
im Samt des letzten Bettes.
Dreimal lief ich zur Abschiedsstunde,
sah deiner Schönheit Antlitz.
Im Toresschluss winkt Vergehen,
im Samsara der Klang leiser Noten.
Lebt der Moment auch vom Klagelied,
wächst zart, was bald schon neu erblüht.
Gestohlene Zeit Käti Micka
Vorschautext:
*****
Gestohlene Zeit

Es ist erst halbsechs
Und doch schon halbsieben
Es ist heute Sonntag
Da bleibt man gern liegen
Doch die Zeit sie drängt
Man wird von außen gelenkt
Man hat uns eine Stunde gestohlen
Ganz unverhohlen
Nun muss man jonglieren
...
Der Spiegel Isaew Magomed
Vorschautext:
Du hast im Spiegel( uber sich)
Das Lob gehort?
Aber nur Schein von Feindes Rustung
die Wahrheit kann entdecken .

Ты в зеркале услышал похвалу?
Но лишь врага зерцало истину откроет.
Die Ballade vom zerbrochenen Glück Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Es kam einst ein braver Wandersmann,
in ein fernes Städtchen gezogen.
Eine Kunde, von der man noch heut´ erzählt,
wo die Liebe hat ihn bis zum Tod gequält,
ihn schon bald ausgelacht und betrogen.

Ein Mädchen, so zart wie der Morgentau,
mit wallendem Haar, wie aus Golde,
und mit Augen so schön, wie des Himmels Blau,
trug die Anmut und Schönheit kokett zur Schau,
dass die Männerwelt ihr nur sei holde.

...
Sturm über den Auen Robert Späth
Vorschautext:
Fließend der Fluss, der alles davon trägt,
meine Schritte, meine Stimme,
meine leisen, trüben Gedanken.

Regen schlägt gegen mein Gesicht
wie Worte, die ich nie ausgesprochen habe.
Weiden biegen sich,
und ich bücke mich,
als könnte ich ihre Last teilen.

Fluss zerstört die Auen
spüre, wie er auch mich zu verschlingen sucht.
...
[Du kehrst nun niemals wieder] Der Tod ist ein Meis
Vorschautext:
Du kehrst nun niemals wieder,
dem Tag die Nacht nicht wiederbringst,
die Erinnerungen nicht zurückgewinnst.
Es ist alles schon vergangen,
versunken ist meine Lilienblüte

Der Tod ist ein Meister