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| Titel | Autor | |||
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| Elfchen | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Flockenzauber Weiße Schmetterlinge Fröhlich rodeln Kinder Bin begeistert, Schneemann lacht Winter |
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| ausschlafen | Katzenovia | |||
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Vorschautext: *** Der Morgen ist noch schrecklich müde und streckt sich in den neuen Tag, sein Spiegelbild ist grau und trübe, was er doch eigentlich nicht mag. Dann ist er einfach umgefallen, aufs Bett, wo er nun liegen bleibt, vom Kirchturm her die Glocken hallen, was unters Kissen ihn vertreibt. ... |
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| Warum | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Meine Seele runzelt leise auf eine unwohlsame Weise. Ich muss mich ständig neu besinnen, um dem Abgrund zu entrinnen. Ich muss so manche Träume schreddern, mich nicht in Trugbildern verheddern. Ich muss die Welt von Nahem seh’n, um auch das Gute zu versteh’n. Warum fehlt mir die Leichtigkeit in dieser mir geschenkten Zeit? |
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| Lied der Nachtigall zur dunklen Nacht | Peter Leitheim | |||
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Vorschautext: Früher erklangen noch ihre wunderschönen Lieder und wiegten die Menschen -in den traumreichen Schlaf. www.leiheim-gedichte.de Gedicht - Nr. 1313 von 1488 ---------------- Vor meinem Schlafraum, Fenster - klein da duftet Feld und blühend Flieder, es singt zum hellen Mond und seinem Schein die Nachtigall nun ihre Lieder. ----------------------------------- Und wenn ihr süßes Lied erhallt ist der Tag zur Ruh gegangen, ... |
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| Der Moloch- Stahlfabrik! | Peter Leitheim | |||
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Vorschautext: Lärm- Radau- Hitze - Maschinentakt - Tempo Gestank, Rauch, der die Kraft der Arbeiter aufsaugt wie ein nasser Schwamm. Industrie - Philosophie www.leitheim-gedichte.de Gedicht- Nr.1396 --------------------- Der Backsteinbau, rot, kahl und dreckig hoch und lang sehr breit, viereckig, steht im verarmten Vorort - Walzwerk - Fabrik aus Fenstern dröhnt Stahlblechmusik. ----------------------- Schornstein, Kamin, Schlote - Gebälk ... |
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| Dividieren | Meteor | |||
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Vorschautext: In Niedersachsens Grundschulen will man Kindern Teilen erleichtern, fürs "halbschriftliche" am buhlen: Das soll das Rechnen bereichern. Um 364 durch 7 zu dividieren, wird erst 350 und 14 aufgeschrieben, die 50 und 2 addiert sind 52 geblieben, so soll man es einfacher kapieren. Die 350 fallen vom Himmel, scheints? Oder steckt darin nicht das Gleiche, ... |
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| Ein Januar ohne Schnee | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Ein Januar ohne Schnee Ein Januar ohne Schnee Kennt meine Erinnerung nicht, An Schneebällen war nie zu sparen. Das tut mir im Herzen weh: Kein Kinderschlitten hier in Sicht, Immer mehr Hochnebel mit den Jahren. Heute tragen Menschen zwar Winterkleidung, Als würden sie am Nordpol leben müssen, Um sich in Winterträume zu begeben. ... |
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| Auf leisen Sohlen... Vorfrühlingsgedicht | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Der Frühling kommt auf leisen Sohlen, zögerlich, faßt heimlich schleicht sich der Vorfrühling heran. Winterlinge sind die ersten Boten, doch der Sonne fehlt noch Kraft, bevor Schneeglöckchen und Krokus erwachen kann. Man merkt schon, dass der Winter bald verschwindet, wärmer werden erste Sonnenstrahlen, die Tage länger und die Wiesen bunter. ... |
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| Manche meinen | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Manche meinen Manche meinen: Wenn man Wissenschaftler ruhigstellt, Wie man früher Propheten vernichtet, Wäre jedes Weltproblem behoben. Und den Kleinen? Denen gibt man Brot, Spiele und Geld, Damit sie dem Regenbogen verpflichtet Und sich auch keiner erhoben. ... |
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| Kreis aus Schatten | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Ich renne durch die Nacht, die Wege weich mir aus. Etwas hält mich in der Macht, kein Ort wird mir zu Haus. Ich suche still ein Licht, doch alles bleibt im Grau. Die Welt erkennt mich nicht und mir selbst noch kaum. Ein Fremder bleibt kurz steh´n, ich wende mich sofort. ... |
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| Wenn etwas wieder Wurzeln fasst | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Ich sitze bei einer Pflanze still, sie wirkt erschöpft, doch nicht verloren. Ich spüre, dass auch ich wachsen will, als wäre in mir ein Keim geboren. Die Pflanze und ich – ein Gleichgewicht, wir brauchen Wärme, Zeit und Licht. Und wenn uns jemand Pflege schenkt, dann blühen wir, ganz sacht und schlicht. Die alten Tränen trocknen sacht, der Schmerz war schwer, doch nicht für immer. ... |
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| Du hast es in der Hand | Käti Micka | |||
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Vorschautext: ***** Du hast es in der Hand Lehn ‘dich zurück Und genieße Dein Glück Suche Eintracht dass dir das Herze lacht Jeder Tag wird dir zur Freude Sei gut zu dir Achte auf dich Halte dir Jederzeit ... |
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| Das Erbe kann warten.. [Teil 8] | Marcel Strömer | |||
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Vorschautext: Frau Scherz und die Welt im Minusbereich Frau Scherz schüttelt sich den Frost aus den Gliedern. So kann man sich irren, denkt sie. Der Winter ist dieses Jahr kälter als gedacht. Es hat ordentlich geschneit, mehr als gewöhnlich für ihre heimischen Gefilde. Eine dünne, aber geschlossene Schneedecke liegt über dem Land, fast so, als hätte sich die Welt selbst zugedeckt, um nicht ständig auf die eigenen Wunden schauen zu müssen. Vielleicht, sinniert Frau Scherz, häufen wir Menschen uns solche Decken über Herz und Verstand, um den weltpolitischen Themen nicht psychologisch oder seelisch zum Opfer zu fallen. Denn lustig ist das alles nicht. Ihr Humor ist bekanntlich leise. Fast lautlos. Nur hin und wieder kichert sie in sich hinein, wenn das Leben wieder einmal diese urkomischen Alltagsmomente produziert, die beweisen, dass Realität oft absurder ist als jede Satire. Doch was der amtierende US-Präsident Donald Trump aktuell mit seinem Anspruch auf Grönland veranstaltet, ist selbst für geübte Ironikerinnen schwer verdaulich. Territorialansprüche, wirtschaftlicher Druck, Strafzölle gegen europäische Staaten, die es wagen, sicherheitspolitisch Präsenz zu zeigen, all das wirkt auf Frau Scherz weniger wie strategische Außenpolitik als wie ein Streit um den roten Plastikbagger im Sandkasten. Ihr erster Gedanke: Kindergarten. Nicht kindlich, das wäre harmlos. Sondern kindergartenhaft: impulsiv, besitzfixiert, laut. Sie ist nicht enttäuscht von Donald Trump, dafür ist sie zu realistisch. Sie ist genervt. Genervt von dieser banalen Art zu regieren, die komplexe geopolitische Zusammenhänge auf Schlagworte wie „America First“ reduziert, als ließe sich die Welt wie ein Supermarktparkplatz verwalten. ... |
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| Am Rand der Erholung | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Im Januar fahre ich endlich ans Meer, die Zeit nach der Krankheit drückt mich sehr. Der Krebs ist vorbei, doch Müdigkeit schwer, die Fatigue begleitet mich immer mehr. Ich gehe zur Reha, Schritt für Schritt, will lernen, was Kraft mir geben kann. Die Tage lehren mich, achtsam mit mir zu sein und finde Ruhe, wo ich nur langsam gehen kann. Am Ende hoffe ich, ein Stück zu mir zurück, die Müdigkeit nicht zu bekämpfen, nur zu lenken. ... |
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| Dem Praxiteles | Lena Engelbrecht | |||
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Vorschautext: Im Marmor-Tal begegnen sich Erinnerungen, wandern der Vergangenheit entlang, sehen Skulpturen in den Küstenfelsen unter der orangen Sonne strahlen, Seewellen und die Welten nacheinander fallen und entstehen, Pinien und Zypressen in der Weite. © Lena Engelbrecht |
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| ein so netter Tag | Katzenovia | |||
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Vorschautext: *** S'ist so ein Tag, an dem die Bäume hudeln, dir Schneegestöber um die Ohren saust, verdrießlich dir die Eisblumen beschaust, um Pflanzentöpfe Gartenzwerge trudeln. Du möchtest dich im Winterschlaf verbuddeln, weil du dich heute nicht nach draußen traust, nur träge an der Tintenfeder kaust, wenn Hirngespinste Zwiegesänge dudeln. ... |
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| Nie. | Isaew Magomed | |||
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Vorschautext: Einen Frosch man kann das Fliegen lehren,aber er wird nicht aufhören zu quaken. |
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| Wider der Turbologik | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Ich steigere mein Tempo nicht für Leistungskennzahlen. Ich beschleunige nicht für Produktionszyklen. Ich erhöhe meinen Takt nicht für das Bearbeitungsvolumen. Ich optimiere nicht meine Aufmerksamkeitsspanne. Ich lasse Zeit entstehen. Das ist kein Rückzug. Das ist Widerstand gegen eine Ordnung, ... |
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| Dreister Fischdieb | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Ein Pelikan, der daher des Weges kam, war mir aus unerfindlichen Gründen gram klapperte nervös mit dem Schnabel und schrie, ich war so perplex, litt unter Aphasie. Dieses „Happening“ mir die Sprache verschlug, ein Netz voller Heringe ich mit mir trug auf dem Fischmarkt hatte ich sie erstanden, bald sollten sie in meiner Pfanne landen. Der Pelikan, der baute sich vor mir auf, klapperte mit dem Schnabel, riss ihn weit auf, zerrte an dem Heringsnetz mit aller Kraft schon versank es im Schnabel, ich war geschafft. |
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| Alte Liebe | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Die Liebe hat das Lodern verlernt, doch die Glut wärmt genau richtig. Die Jahre haben das Reden abgeschliffen wie Kiesel im Fluss, doch wir treiben im gleichen Wasser. Die Luft ist uns dünn geworden, doch wir atmen im gleichen Rhythmus. Die Erde nimmt uns langsam zurück, doch wir halten uns verbunden in Innigkeit. |
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