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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Nur wenn ich Sabine Brauer
Vorschautext:
Nur wenn ich mich still verhalte,
fühle ich mich fast gesund.
Doch will ich den Feudel schwingen,
geht dann plötzlich nichts mehr rund.

Der Rücken mault,
der Bauch er drückt,
die Puste fehlt.
Es ist verrückt.

Auch Wauwi muss darunter leiden,
er möchte jetzt spazieren gehen.
...
Angriff der Alliierten 1945. Wahre Geschichte Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Weinend sitzt ein kleiner Junge in einem Trümmerfeld.
einer vor ein paar Stunden bombardierten Häuserreihe schwebt in der Luft, ab und zu hustet der Kleine.
Bei einem Bombenangriff der Alliierten, saß er ängstlich in einem der Luftschutzbunker, in den ihn seine Mutter geschickt hatte. Sie konnte nicht mitkommen, da eine Fußverletzung ihr zu schaffen machte.
Letzte Woche noch war der Bunker, nach einem Bombentreffer, nicht mehr zugänglich gewesen. Bürger der Stadt hatten die Treppe und den Eingang mühselig wieder freigelegt.
„Die Decke hat auch schon Risse“, sagte ein älterer Herr, der neben dem Jungen hockte. „Den nächsten Treffer wird sie nicht überstehen.“
Ein armamputierter Mann in Uniform meinte:
„Wer oder was wird diesen schrecklichen Krieg überhaupt überstehen?“
Die Fliegerstaffel der Alliierten war von der linken Rheinseite aus gestartet und ließ ihre Bombenteppiche auf das niederrheinische Städtchen Wesel fallen. Jedes mal, wenn der Bunker unter dem herabfallenden Tod erzitterte, schrie der Junge ängstlich und klammerte sich an den Alten. Der hielt ihn fest, streichelte ihm übers Haar und fluchte: „Scheiß Pack, soll euch der Teufel holen.“
Erst Stunden später gab es Entwarnung. Jemand öffnete die schwere Stahltüre. Ein paar Betontrümmer lagen auf der Treppe, waren aber kein großes Hindernis auf dem Weg in die „Freiheit“.
Nach diesem Angriff war die einst stolze Hansestadt mit ihrer Altstadt, der ehemaligen Mathenavorstadt, dem Schillviertel und fast sämtlichen Kirchen, nahezu vollständig zerstört. Die Bomben der Alliierten hatten ganze Arbeit geleistet.
Der Kleine wollte schnell nach Hause, zu seiner Mutter. In den Stunden die er im Bunker gesessen hatte, musste er immer an sie denken. Hoffentlich war ihr nichts passiert.
Ganze Straßenzüge standen in Flammen und ab und zu vernahm er das Toben explodierender Tanks. Schwer hingen Rauch und Staub in der Luft, erschwerten die Sicht und das Atmen. Er kletterte über Trümmer, trat manchmal auf Tote oder Verwundete, die überall herumlagen. Schließlich hatte er seine Straße gefunden. Ihr Haus stand noch, zumindest Teile davon. Von den angrenzenden Häusern schienen nur noch die Frontmauern und ein paar andere Wände zu existieren. Unter einem der Fenster lagen sein Freund Karl und dessen Oma oder besser das, was von ihnen übrig war.
...
Ort der Naturverbundenheit Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Schmetterlinge
tanzen in bunten Blumengärten,
drum bin ich gerne dort.
Die Natur wirkt sich positiv
auf meine Psyche aus
"Tiefenentspannung"
empfinde ich und Ruhe
am wertvollen
Rückzugsort.
In kleinem Simon Käßheimer
Vorschautext:
In kleinem Ding sei soviel Schönheit,
hier hiermit nun betont.
Einfach mal hinzusehen, wahrzunehmen;
beglückt und lohnt.

In kleinen Dingen Freude wirkt,
nutzt du der kleinen Freude Kraft,
die sie verinnerlicht, und in ihm birgt,
hast bald du große auch geschafft.
Kuss Meteor
Vorschautext:
Vier Augen blinzeln Ja!
Vier Lippen, je ein Paar,
ziehen sich sehnsüchtig an,
magnetisches Herzbalsam.

Zungenspitzen wollen flitzen,
drängeln sich durch den Spalt,
erst flüchtig sie sich kitzeln,
dann ineinander eingerollt.

Atemluft nur durch Nasen,
Lippen verpresst am Reiben,
...
Klänge aus alten Zeiten Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Wenn noch die Welt im Schlafe liegt,
zieht ein besonderer Duft,
durch den so frisch erwachten Tag,
den noch zuvor die Nacht verbarg,
erfüllt die klare Luft.

Der Bäcker hat, zu halber Nacht,
den Ofen schon erhitzt.
Das Brot, es glänzt so knusprig braun
und lustig ist es anzuschau´n,
der Lehrbub schnauft und schwitzt.

...
Eigentlich mag ich keinen Schmerz Uta Kinzel
Vorschautext:
Schmerz im Herzen ist der Schmerz
und das ist wirklich kein Scherz,
das ist wirklich der Schmerz, den ich liebe.
Was mich zu diesem Urteil triebe?

Nur so spüre ich das ich doch lieben kann.
Wenn ich nachtrauern kann nach einem Mann,
dann sehe ich, das ich wahrscheinlich einen Fehler gemacht habe.
Mein Ex-Mann hatte auch eine besondere Gabe.

Er nahm mich so wie ich wirklich bin.
Macht das für einen Mann überhaupt einen Sinn?
...
Die Nadel im Heuhaufen Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Single-Treff im Nachbarort,
dort gehen wir heut´ hin.
Nur selten gehe ich noch fort,
doch dieser Treff macht Sinn.
Ich schaue mich rasch um im Saal,
- ein abschätzender Blick.
In den Gesichtern, Pein und Qual,
die Suche nach dem Glück!

Ach, wäre ich nur zu haus geblieben,
hätte ich doch „nein“ gesagt.
Könnte ich einen dieser Herren lieben?,
...
Der Abschied Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Der Abschied

Eigentlich wollte sie ihn immer begleiten,
Doch schon bald bemerkte sie,
Dass sie es bequemer haben kann.
Sich von der Himmelsmacht zu leiten,
Einbringen allzeit so viel Fantasie,
Das ist ihr zu viel Nähe, zu viel Mann.

Also musste sie sich ausklinken,
Auch kam sie sich darin zu wenig vor
Und spürte: Ich wurde hineingezogen,
...
Alte Liebe rostet nicht Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Du warst zu verrückt für mich,
doch irgendwie auch heiß,
ein cooler Typ, ich wollte dich,
- doch nicht um jeden Preis.

Ach, wie wäre es gewesen,
hätten wir mehr Mut gehabt.
Ich habe so viel von dir gelesen,
du warst schlau und sprachbegabt.

Wie mag es dir heute ergehen?
Man sagte mir, du warst sehr krank.
...
Ich weiß nicht Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Ich weiß nicht

Ich weiß nicht, ob Du mir gram bist,
Was hab‘ ich denn falsch gemacht?
Weil Du mir die ferne Liebste bist,
Hast Du in mir Freuden entfacht.

Du hast mich einfach verlassen,
Dich ausgeklinkt aus unserem Heil.
Ich kann es bis heute nicht fassen:
Diente ich Dir denn nur als Kurzweil?

...
Wegweiser, haha Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Wehmut, Klage,
sie verwehen,
Freude, „Glück“,
ein Gaukeltanz.
Leben zeigt uns,
im Vergehen,
Narretei und Mummenschanz.
Der Magnolientraum Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Vor leuchtendem Himmelsblau glüht
ein zauberhafter Magnolientraum.
In zarten Farben ist er erblüht,
ein herrlich stolzer Frühlingsbaum.

Noch ist kein Grün an ihm zu seh’n,
nur Blütenkelche, rein und dicht,
die in sanften Winden leise weh'n,
und fangen ein das Sonnenlicht.

Ihr Duft zieht sanft durch diese Zeit,
die Magnolie, sie verzaubert mich.
...
Letzte Runde Helga
Vorschautext:
In der Taverne, im roten Licht,
da saß ich lange und rührte mich nicht,
der Whisky brannte, der Abend war schwer,
und bald schon sah ich die Sterne umher.

Ich thronte an der Bar, das Licht wurde fahl,
ich hielt mich für klug und erschien mir doch schal,
ein König im Schatten, ein Narr ohne Thron,
mit leerem Beutel und müdem Hohn.

Die Schenkin, sie lachte, ihr Blick war wie Glut,
so dünn wie ein Zweig, doch von feurigem Mut,
...
Knospenglück Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Die Sonne schenkt ihr pures Gold,
dem jungen Frühling sanft und hold.
Sie streichelt zart das junge Grün,
indes im Licht die Knospen glühn.

Der Wald empfängt mit Tannenduft,
ein Lied der Drossel füllt die Luft.
Kein Eilen mehr, nur leichter Schritt,
man nimmt den Frieden leise mit.

Wenn dann der Tag zur Ruhe neigt,
und sich das Abendrot verzweigt,
...
Im Namen der Macht Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Sie reden von Ordnung
und meinen Unterwerfung.
Sie reden von Glauben
und meinen Kontrolle.
Sie reden vom Volk
und meinen sich selbst.

Die Demokratie fällt nicht auf einmal.
Sie wird ausgehöhlt
durch Angst, Gehorsam und Lüge.

Machtzirkel bauen keine Zukunft.
...
Oster-Renner-Ei Claudia Behrndt
Vorschautext:
Die Eier liegen in den Ecken,
der Hase will sie dort verstecken.
Doch plötzlich kam er vom Wege ab,
ein Fuchs, der brachte ihn auf Trab.

Er jagte ihn durch Wald und Feld,
der Hase keuchte in der Welt.
Im Körpchen trug er bunte Eier,
blau-weiße, denn er war ein Bayer.

Er wollte sie den Kindern bringen
und dabei froh ein Liedchen singen.
...
Frühlingstage Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Frühlingstage
in vollen Zügen genießen,
ein Muss ?
Nicht mit mir,
ich nehm den Bus.
Es ist eigentlich nicht wirklich schlecht Simon Käßheimer
Vorschautext:
Es ist eigentlich nicht wirklich schlecht,
wenn ich sowas schon höre, über’s schöne Wetter, aber echt.
Manch einer ist auch stetes unzufrieden
und oder unentschieden.

Dabei kann einfach schön der Tag doch sein,
im besten Fall zu zweit oder so – allein.
Oha; das ja jetzt auch eher unentschieden,
nun ja man war mit and’rem auch wohl zufrieden.

Setzt es einfach auch die Rechnung,
auf die Liste von die Brechung.
...
Worte wie Waffen Max Vödisch
Vorschautext:
Wenn Worte wie Waffen durchs Netz sich verbreiten
und Lügen als Wahrheit uns blindlings begleiten,
wenn Stimmen sich heben, doch niemand mehr hört,
weil jeder den anderen im Eifer zerstört –

dann sucht man den Ort, der noch Menschlichkeit kennt,
ein Gesicht ohne Maske, ein Wort, das nicht brennt,
ein Blick, der dich hält, wenn die Welt um dich bricht,
ein Auge, das sieht – und verurteilt dich nicht.

Doch wenn selbst die letzten Hoffnungen versagen,
wenn Zweifel sich mehren in Herzen und Tagen,
...