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| Titel | Autor | |||
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| Wohnungsnot | Gudrun Nagel-Wiemer | |||
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Vorschautext: Das ist wirklich schon ein Jammer, sie wohnt in einer kleiner Kammer, weil sie in dieser großen Stadt, nichts bezahlbares gefunden hat. Müde steht sie an der Bahn, möchte gleich zur Uni fahr´n, da spricht sie ein junger Mann, plötzlich von der Seite an. "Ich habe dich schon oft gesehen, du musst hier zur Uni zu gehen, ... |
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| Fiasko im Bett | Robert Späth | |||
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Vorschautext: Ich lieg im Bett und schaue stur, auf meine Fitness-Armband-Uhr. Die Uhr sagt: „Lauf! Beweg dich, nun!“ Mein Körper aber bleibt dagegen immun.. Die linke Socke liegt im Eck, deren Motivation ist völlig weg. Ich müsste putzen, bügeln, saugen, doch halte ich geschlossen meine Augen. „Du musst noch Steuern machen!“ Das ist echt nicht zum lachen. ... |
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| Tanka 1 und Tanka 2 | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Ich blicke hinab Unter mir fließt das Wasser Es lockt mich zu sich Schaumkronen küssen mich sanft Tunken mich in schwaches Licht Ich sehe Fratzen Ich höre die Angst rufen Etwas zieht mich fort Eine vertraute Stimme Führt mich auf den Weg des Licht's |
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| Buchstabenreise | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Regen prasselt auf die Steine, Darin tanzen Buchstaben, welche ergeben Reime. Sie tanzen her, sie tanzen hin, Überall kommen sie einem in den Sinn. Ob durch Musik, Bilder oder Gedanken, Buchstaben kennen keine Schranken. Goldene Buchstaben tanzen, Zwischen Blättern und Pflanzen. Weh'n durch das Fenster hinein, Wollen endlich auf Papier – Zuhause sein. Es führt den Stift des Menschen Hand, ... |
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| Europäischer Nerz | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Ein Marder mit überwiegend dunklem Fell, Im Sommer wird es jedoch hell. Das Kinn und die Oberlippe sind weiß, Er lauert nahe des Wassers – wo seine Beute plätschert leis'. Fröhlich tappst der Marder zum kühlen Blau, Sieht Insekten darüber schwirren und auf den Blättern Tau. Der Marder lässt sich nun friedlich auf dem Wasser treiben, Die Anderen können ihm heut' gestohlen bleiben. Lässt sich treiben ganz weit fort, An einen uns unbekannten Ort. |
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| Tasmanischer Beutelwolf | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Der tasmanische Beutelwolf streift nachts durch die Wälder, Erblickt in der Ferne ein Dorf und ringsum weitreichende Felder. Vorsichtig und leise, Zieht er schnüffelnd seine Kreise. Am Himmel fliegt ein Schmetterling, Zwischen den Flügeln trägt er einen goldenen Ring. Der Ring fällt in das tierische Fell, Er beginnt zu leuchten im Mondlicht ganz hell. Wo Fell war ist nun Haut, Eine Stimme fragt: „Was bin ich? Wo ist meine tierische Haut?“ |
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| Trompetenfisch | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Der Trompetenfisch treibt friedlich im Fliedersee, Sieht am Ufer grasen ein kleines Reh. Es spielt mit seinem Spiegelbild, plätschert mit den Hufen wild. „Hey, hallo du! Pass doch auf! Sonst trittst du noch auf mich drauf!“ „Oh entschuldige, das tut mir leid! Ich wollte noch etwas spielen, bevor es schneit!“ „Kleines Reh, dafür ist die Zeit zu knapp „Schau! Die Flocken fallen herab!“ . |
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| Meeresschildkröte | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Majestätisch zieht sie ihre Kreise, Nimmt euch mit auf eine Reise. Es begrüßen euch Meerjungfrauen, Seepferdchen und Delfine, Das Meer erblüht durch ihren Gesang und ihre Liebe. Verstreut zu seh'n Rosen, Flieder, bemooste Steine, Wenn euch der Panzer heranträgt seht ihr Tiere – große und kleine. Der Mittelpunkt ist ein goldener Palast, In welchem ihr heute seid zu Gast. Mit eurer gepanzerten Gefährtin tanzt ihr bis in die Nacht, Bis ihr am Morgen neben eurer Plüsch-Schildkröte erwacht. |
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| Daheim | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Daheim – ist wo Buchstaben mir flüstern, Mal fordernd, mal schüchtern. Daheim – ist wo Stift trifft auf Papier Und ich nicht sagen kann, ob ich dort bin oder hier. Daheim – ist meine kreative Welt, Die ich liebe, die mich hält. Daheim – Meerjungfrauen, Kobolde und Feen, Wälder, Häuser und auch Seen. Daheim – ist wo ich liebe. |
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| Das musikalische Band | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Eine Ocarina in der Hand, Es entsteht ein musikalisches Band. Welches hinauf weht ins Geäst, Zu einem großen Vogelnest. Stolz trägt der Vogel sein Gefieder, Zwitschert mit ein in die Melodie der Ocarina. Die Melodie wird fortgetragen vom Wind, Über den Bach – das blaue Kind. Fortgetragen in die Ferne, Erfüllt die Welt – mit Liebe und Wärme. |
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| Regen | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Klopf, Klopf! Der Regen tropft. Zuerst auf das Blätterdach mit seinem Geäst, Darin versteckt – ein Ei im Nest. Darunter ein Tier – es springt von Ast zu Ast, Ein Eichhörnchen vielleicht – es springt mit großer Hast. In der Baumhöhle sitzt eine Maus, Traut sich bei dem Regen nicht heraus. Klopf, Klopf! Der Regen tropft. Kinder springen in die Pfütze, ... |
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| Eine Blume | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Eine Blume – rot wie Feuer, Gefangen hinter altem Gemäuer. Ihre Blüten schimmern nur blass, Verfärben sich immer dunkler vor Hass. Die Blüten hängen schlaff herab, Sterben bald gänzlich ab. Eine Berührung reicht aus zum Erblüh'n, Hoffnungsschimmer zu versprüh'n. Hoffnung – dass Ehrlichkeit nicht stirbt, Im Herzen der Menschen nicht gefriert. Hoffnung auf einen Wegbegleiter, ... |
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| Witwenvogel | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Schwarz getränkt ist das Gefieder, Deutlich hörbar die wehklagenden Lieder. Sitzt gebannt zwischen dem Geäst, Immer spürbar das zu wärmende Nest. Der Körper im Innern so leer, Die Seele wie ein Stein so schwer. Hass projiziert sich auf die Brut,Trauer verwandelt sich in Wut. Ohne des Lebens würdig zu sein, Erfährt die Brut unendlich Pein. Kein Leben zu hören ist nun mehr, Zurück bleiben die Hüllen leer. ... |
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| Die Blüte des Lebens | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Die Blüte des Lebens – schwarz und verdorben, Das Kind im Innern für immer gestorben. Die Gefühle so real, verankert so tief. Was bleibt, ist der Hass – schwarz und intensiv. Die Straßen sind leer, so wie mein kaltes Herz, Die Emotionen gefroren, um zu verhindern den Schmerz. Wie Kreide – das Gesicht so bleich, Mit Narben verziert und trotzdem butterweich. Die Blüte des Lebens – schwarz und verdorben, Das Kind im Innern für immer gestorben. ... |
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| Winterwind | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Hier sitze ich nun im Winterwind, In der Luft liegt der Duft von Zimt. Flocken tanzen vor meinen Augen, In der Ferne höre ich das Gurren von Tauben. Schreite langsam durch die schneebedeckten Wälder, Mit jedem Schritt scheint es zu werden kälter. Der Winterwind vollführt einen eisigen Tanz, Verschmilzt dabei mit dem Abendglanz. Schneebedeckt sind alle Bäume, Nun ist es Zeit für eisige Träume. ... |
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| Gelogen | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Gelogen – waren deine Worte Gelogen – denn du bist von derselben Sorte Gelogen – die Momente zu zweit Gelogen – die verstrichene Zeit Gelogen – die Gefühle voller Wärme und Leidenschaft Gelogen – die aufgewandte Kraft Gelogen – war alles von dir Gelogen – das Gefühl von wir |
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| Erwecke mich aus meinem Traum | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Sitze auf einer Bank, Fühle mich schon ganz krank. Sehnsucht breitet sich in mir aus, Emotionen nehmen ihren Lauf. Verzweiflung spüre ich Tag für Tag, Weil ich dich im Herzen mehr als nur mag. Kann dir nicht sagen – ich liebe dich, Weil die Angst da ist, dass alles zerbricht. Angst, deine Nähe nicht mehr zu spüren, Dich zu berühren. Angst, nicht mehr in deine Augen zu blicken ... |
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| Schweigen | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Schwarze Flügel breiten sich aus, Wobei die Zeit nimmt ihren Lauf. Ihr Gesicht wird immer blasser, Als sie landet vor dem Wasser. Schwarze Haare weh'n im Wind, Die Dunkelheit macht sie fast blind. Setzt sich auf den kalten Stein, Fühlt sich immer mehr allein'. Das Funkeln ihrer Augen erlischt immer mehr, Will nicht wahrhaben, dass es schmerzt so sehr. Tränen sammeln sich in ihren Augen, ... |
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| Meereskuss | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Das Meer schlägt gegen hohe Klippen, Im Mondlicht leuchten ihre Lippen. Kalte Tropfen spritzen auf die Haut, Dabei zu hören ein erschreckter Laut. Blaue Augen seh'n sich an, Zieh'n sich gegenseitig in den Bann. Eng umschlungen sitzen sie da, Können kaum glauben, dass es endlich ist wahr. Schwarze Haare weh'n im Wind, Die Schwärze der Nacht macht sie fast blind. Spüren gegenseitig ihren Atem, ... |
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| Der Spaziergang | Allie Winterwolf | |||
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Vorschautext: Blättergewirr geschmückt mit moosbedecktem Stein, Viele Blätter schimmern fast rot im Abendschein. Ein langer Weg bedeckt mit Kies und Erde, Am versteckten Bach sind zu seh'n die Waldpferde. Im eisblauen Wasser werden gespiegelt ihre Liebe und ihr Mut Und der unsichtbare Kampfgeist der in ihnen ruht. Immer bereit zu halten Wacht, Sich zu beschützen Tag und Nacht. Graue Mähne, weißes Fell, Leuchten im Licht des Mondes ganz hell. ... |
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