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Anzahl Gedichte: 1.856
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Titel
1756 So saßen wir 24.08.19
Vorschautext:
Wieder einmal saßen wir beieinander.
...
Wie vor fünfzig Jahren.
...
Nichts hat sich geändert.
...
Nur die Haare sind weißer geworden.
...

Hans Hartmut Karg
(c)2019
1755 Gesagt und anders gemeint 24.08.19
Vorschautext:
Immer mehr
setzt sich die Untugend fest:
Ja, ich habe es gesagt.
Aber Du hast mich nicht verstanden.
Ich habe es doch ganz anders gemeint.
1754 Mit den Alten 23.08.19
Vorschautext:
Mit den Alten

Mit den Alten rede ich gern,
Sie sind meine Generation,
Rangkämpfe sind dabei fern,
Denn die Milde ist Alterslohn.

Anständig und brav sitzen wir im Bus,
Wissen angemessen uns zu unterhalten,
Geben verstohlen unserer Liebsten 'nen Kuss,
Können immer frei schalten und walten.

...
1753 Nicht vorbei gegangen 23.08.19
Vorschautext:
Nicht vorbei gegangen

Nicht vorbei gegangen
Ist an uns des Lebens Fülle,
Prall benetzt und unverfangen –
Ohne Arroganz in seidener Tülle.

Barock sind die Freuden geblieben,
Auch wenn Netzzeiten oft schmerzten.
Doch weil wir Schöneres geschrieben,
Gab es Freunde die uns dafür herzten.

...
1752 Grundeinkommen 22.08.19
Vorschautext:
Grundeinkommen

Wenn der Staat sich da vergreift,
Versagen manche jede Arbeit,
Denn wo nur Begehren greift,
Hat Fleiß mit sich selbst Mitleid.

Wo Menschen alimentiert,
Verlernen sie das Forschen, Denken,
Sind nur noch magengeführt,
Wählen jene, die viel schenken.

...
1751 Wenn die Götter wieder kämpfen 22.08.19
Vorschautext:
Wenn die Götter wieder kämpfen

Wenn die Götter wieder kämpfen,
Haben Gläubige dann frei,
Können ihr Begehren dämpfen,
Leben hoch im Vielerlei?

Sind Götter mit sich beschäftigt,
Wo Neid, Eifersucht erwacht,
Wird nur Machtanspruch bekräftigt,
Nicht mehr lange nachgedacht.

...
1750 Irrwitziges 21.08.19
Vorschautext:
Irrwitziges

Wenn es so weitergeht,
Hat die Partei mehr Kandidaten,
Als Mitglieder, die noch aktiv.
Doch wo man auf Bewerbung steht,
Bleibt man von vielen wohl beraten:
Aufstehen, weil man Dich ja rief!

Gedanken gehen jetzt nach oben,
Winden sich in verschlungene Pfade,
Halten an – und treiben weiter,
...
1749 Die Wuselliese 21.08.19
Vorschautext:
Die Wuselliese

Sie ist und bleibt präsent,
Reist gern ins Rampenlicht,
Damit sie jeder kennt,
Die Schönheit, ihr Gesicht.

Sie wandelt in vielen Räumen,
Trifft sich mit Journalisten
Will keine Stunde versäumen:
Politik hat ja ihre Fristen...

...
1748 Italien bei uns! 20.08.19
Vorschautext:
Italien bei uns!

Sonnenglast und Regenschauer,
Efeu an der grauen Mauer
Und mit fröhlichem Gepäck
Wandert nun so mancher Jeck.

Wenn die Tage sich verkürzen,
Muss man mehr die Speisen würzen,
Wodurch sie mediterran
An den Gaumen kommen 'ran.

...
1747 Sommerabschied? 20.08.19
Vorschautext:
Sommerabschied?

Schon säumen feuchtgelegte Grasnarben
Die Wege und Stege am fernen Bachlauf,
Schwinden den Augen die Blütenfarben,
Denn das Jahr nimmt weiterhin seinen Lauf.

Kürzer die Tage mit herbstenden Nächten,
Wenn härter wieder das Mondgesicht strahlt.
Früher schon, als wir bei uns noch dächten:
Kühlschatten, der am Haus sich festkrallt.

...
1746 Dem Edlen 19.08.19
Vorschautext:
Dem Edlen

Suchend und findend im Freundeskreis
Sieht der Edle: Alles hat seinen Preis!
Er will auf fundierte Gespräche bauen
Und sich dabei auch Provokantes zutreuen.

Doch immer wo die Furcht vor Enttarnung
Steht auch das Schild mit der Warnung,
Dass sich sogleich wieder einer beschwert,
Der noch keine Duldsamkeit verehrt.

...
1745 Zelttage 19.08.19
Vorschautext:
Zelttage

Und wieder einmal inniges Umarmen
Mit Tagen intensiver Unterhaltung,
Dazu gemeinsame Feriengestaltung,
Denn die Zeit, sie kennt kein Erbarmen.

Von der Jahresarbeit sind sie gekommen,
Der Freund mit einem unserer Enkel.
Nach anfänglichem, verlegenem Geplänkel
Haben wir uns dann doch viel vorgenommen.

...
1744 Wir haben nur das Wort 18.08.19
Vorschautext:
Wir haben nur das Wort

Wir haben nur das Wort,
Um einheimisch zu werden,
Sprache als Heimatort,
Wo Ahnen, die wir ehrten.

Wir haben nur das Wort,
Das uns die Sprache gibt,
Das unser Wertehort
Bleibt, wo man Worte liebt.

...
1743 Geltungssucht 18.08.19
Vorschautext:
Geltungssucht

Ein jeder Mensch braucht Anerkennung,
Diese sei ihm nicht abgesprochen.
Er wünscht auch seines Namens Nennung,
Manchem wär' sonst das Herz gebrochen.

Doch es gibt auch in Deiner Nähe
So manchen, der nur geltungssüchtig.
Er gräbt oft unterschwellig zähe
Und meint, dass er allein sei wichtig.

...
1742 Niemals darfst Du 17.08.19
Vorschautext:
Niemals darfst Du

Dein Leben bleibe immer fair und heiter,
Nur so kommt auch die Menschheit weiter,
Lügt sich nicht in die eigene Tasche,
Erhebt sich aus der geistlosen Asche.

Nie darfst Du die Menschen verhöhnen,
Dich an Untugenden salopp gewöhnen,
Auf Kosten anderer madig leben
Und ihnen dafür Fußtritte geben.

...
1741 Gäste auf Erden 17.08.19
Vorschautext:
Gäste auf Erden

Wir alle sind nur Gäste auf Erden,
Lebendige mit einer kurzen Frist,
Finden uns ein in einem kleinen Werden,
Bevor unser Leben wieder zuende ist.

Wir alle haben die schönsten Träume,
Wenn wir in unsere Zukunft sehen,
So werden später enger unsere Räume,
Wenn irgendwann wir müssen selber gehen.

...
1740 Knoblauch, Ingwer und Vanille 16.08.19
Vorschautext:
Knoblauch, Ingwer und Vanille

Er war immer ein toller Hecht,
Der großartige Sternchenkoch,
Bruzzelte ja gar nicht schlecht,
Man sah ihn gerne - immer noch!

Töpfe gab es fast nicht mehr
In der modernen Sternchenküche,
Dafür Pfannen, kostbar und schwer
Und immer viel fremde Gerüche.

...
1739 Herzenstage 16.08.19
Vorschautext:
Herzenstage

Erst kommen die nahen Enkelkinder,
Dann die weiteren zur Ferienzeit,
Gestalten unsere Tage gelinder,
Sind zu guten Gesprächen bereit.

Im Gegenzug gibt es dann gutes Essen
Aus dem Hausgarten, von den Hochbeeten.
So können wir jedes Jahr ermessen:
Die Einsamkeit flieht unseren Stätten.

...
1738 Wenn wir uns nicht bald besinnen 15.08.19
Vorschautext:
Wenn wir uns nicht bald besinnen

Wenn wir uns nicht bald besinnen,
Dass es etwas Besseres gibt,
Fängt kein Korn mehr an zu rinnen,
Flieht uns alles, was uns lieb.

Kein Stein bleibt dann mehr auf dem alten,
Wo Frau und Mann sich nur noch zoffen,
Herz und die Seele schlimm erkalten,
Keiner mehr darf auf Liebe hoffen.

...
1737 Auseinandergelebt 15.08.19
Vorschautext:
Auseinandergelebt

Mitunter treibt uns ganz hinunter
ein bildschirmflaches Sehnsuchtswollen,
gräbt stiefer sich in Dimensionen,
doch wird davon die Welt nicht runder,
verbreiten sich nur die Gerüche,
die leuchtend, lachsend, jovial.

Tragen wir dann noch
mehr als ausgetragene Altlasten
in unser heiligstes Geviert?
...
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