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Titel
2244 Übertragungswirkung 24.04.20
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Übertragungswirkung

Es geht um den Freud'schen Begriff,
Der immer mehr Wissen umgreift,
Wo manche Therapie als Schiff
In einen sicheren Hafen reist.

Alles, was der Mensch erlebt
In Kindheit, in Jugendzeit,
Ist lebenslang nicht abgeebbt,
Macht sich in der Seele breit.

...
2243 Das Leben ist ein Traum 24.04.20
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Das Leben ist ein Traum

Das Leben ist ein Traum
Gar mancher merkt es kaum,
Ist weiter unverdrossen
Befasst mit seinen Hosen.

Luxuswelt heißt die Eloge,
Wird oft zur allerschlimmsten Droge,
Wo Angabe das höchste Ziel,
Weil man bewundert werden will.

...
2242 Gemütsruhe 23.04.20
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Gemütsruhe

Es sagt sich so leicht dahin:
Schwermütig ist sein Gemüt,
Er sieht keinen Lebenssinn,
Weil ihm Hoffnung nicht blüht.

Doch es nahen auch Stunden,
In denen Helfer sich mühen,
Was wir allein nicht verwinden,
Damit wir wieder erblühen.

...
2241 Weltoffensein 23.04.20
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Weltoffensein

Offen steht die Welt dem,
der sie, neugierig, hereinlässt
in den sinnsuchenden Geist.
Weltflucht ist meist bequem,
wenn sie es dauerhaft zulässt,
dass er in Vorurteilen vergreist.

Nur dem offenen Denken
bleibt wahre Freiheit geschenkt:
Es muss Ferne nicht bemängeln.
...
2240 Du bist mir 22.04.20
Vorschautext:
Du bist mir

Du bist mir Kind der wahren Liebe,
Nicht fern, nicht nah, doch immer mein,
Ruhender Pol im Weltgetriebe,
Wodurch ich nicht mehr so allein
Will halten Dich und tragen,
Weil Du zu mir gern hältst
Und wir uns täglich sagen,
Was ehrlich, nicht gestelzt
In unseren Armen liegt,
Wenn zeitvergessend sind
...
2239 Ohne Kondensstreifen 22.04.20
Vorschautext:
Ohne Kondensstreifen

So kannte ich ihn,
den Himmel meiner Kindheit:
Ohne hässliche Streifen,
ganz der Erde zugewandt.

Er muss sich dabei
nicht der Abgase erwehren,
wenn jetzt in Coronazeiten
blaublasser Schein
uns beschirmt.
...
2238 Schöpfergunst 21.04.20
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Schöpfergunst

Gewundene Pfade
führen steiler nach droben
zum blattlinden Wein,
wo die frühe Zikade
leicht schwebt nach oben –
will nicht mehr alleine sein...

Ihr geht es
wie meinem Gemüt,
das vom erwachenden Tage nicht weicht,
...
2237 Der alternde Blick 21.04.20
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Der alternde Blick

Rückschauend fühlt manches sich anders an,
Mitunter bricht erst im Alter das durch,
Was im Nachsinnen sich ausbreiten kann,
Sich pflügen durch viele Jahre hindurch.

Der alte Blick verdrängt schlimme Zeiten,
Will gesund bleiben auf dem wärmenden Land,
Sich auf Gemächlichkeit vorbereiten –
Auch dazu dient manches Mal der Verstand.

...
2236 Die kühlenden Lüfte 20.04.20
Vorschautext:
Die kühlenden Lüfte

Heruntergeflossen
die kühlenden Lüfte
vom Weinberg,
gleiten hier durch untere Räume,
werden genossen,
weil auch Blütendüfte
ihr eigenes Werk
tragen in des Schläfers Träume.

Befreit
...
2235 Erwachender Tag 20.04.20
Vorschautext:
Erwachender Tag

Die Sonne tritt her vom Horizont,
Schatten erwachen zum Leben,
Und alles, was vom Tage besonnt
Tritt ein in ein Nehmen und Geben.

Die Augen werden empfangsbereit,
Hinschauend zu Blumen und Blüten,
Vertreiben die nächtliche Einsamkeit,
Denn die Natur braucht keine Mythen.

...
2234 Wann hat es das jemals gegeben? 19.04.20
Vorschautext:
Wann hat es das jemals gegeben?

Im April schon zwanzig Grad –
Wann hat es das denn je gegeben?
Vertrocknet Blüten, frühe Saat,
Wald bangt jetzt um sein Überleben.

Den Schnee kannte doch der April,
Wechselt' mit Sonne sich dann ab,
Wusste ja niemals, was er will,
Doch bracht' das Jahr er frisch auf Trab.

...
2233 Henne und Hahn 19.04.20
Vorschautext:
Henne und Hahn

„Komm zu mir her,“
ruft der Hahn –
doch rennt die Henne ihm davon!
„Ich will schon mehr,
es ist kein Wahn,
das ist des Mannes Lebenslohn..!“

„Ja, Du bist schön!“
sagt da die Henne,
„denn Du erfreust der Hennen Blick.
...
2232 Teilen wieder lernen 18.04.20
Vorschautext:
Teilen wieder lernen

Man lebt so nebeneinander her
Und fragt sich doch, was der wohl macht,
Der hinter diesem Zäunermeer
Dasteht, wenn uns die Sonne lacht.

Gesundheit will sich nicht gefährden,
Also geht man ins Gartenreich,
Wo Blumen wir schon immer ehrten,
Das Außenleben scheint uns gleich.

...
2231 Der Gartenzwerg 18.04.20
Vorschautext:
Der Gartenzwerg

Den Gartenzwerg, den gab es nicht,
Als ich noch klein, als Kinderwicht
Den Weltkrieg hinter mir gelassen,
Um freiheitlich nun Fuß zu fassen.

Dann kamen sie, ja ganze Trauben
Von Zwergen, sogar neben Lauben!
Der Plastikzwerg kam auch dazu,
Ließ keinen Garten mehr in Ruh'.

...
2230 Beschulungswandel 17.04.20
Vorschautext:
Beschulungswandel

Manches, was nicht ausgereift
Und nicht wirklich neuernd greift,
Wird von außen her erzwungen
Und ist dann oft recht gut gelungen.

Denn jetzt ruhen alle Schulen,
Müssen nicht um Wissen buhlen:
Längst ist der Spagat geglückt,
Aufgaben online verschickt.

...
2229 Bequemlichkeit 17.04.20
Vorschautext:
Bequemlichkeit

Bequemlichkeit ist uns kein Freund,
Wenn unser Geist nur selig streunt,
In tausend Dingen sich verheddert,
Das Neue und das Alte schreddert.
Dann wirst Du niemals Leittitan,
Denn wer verharrt im Größenwahn,
Meint, er besitz' das Vielerlei –
Und andere zieh'n an ihm vorbei...

Bequemlichkeit wird nur zum Freund,
...
2228 Schon vier Wochen Hausarrest! 16.04.20
Vorschautext:
Schon vier Wochen Hausarrest!

Nun haben wir uns schon vier Wochen eingesperrt
Und lassen uns die Güter, Nahrungsmittel bringen.
So haben wir erfolgreich alle Viren ausgesperrt
Und hören am Balkon gartenwärts Vögel singen.

Das ist uns jetzt eine unwirkliche Zeit,
Denn die Naturreiche stehen in Blüte,
Jedoch ist die Pandemie nicht bereit,
Sich endlich zu entfernen - in Güte!

...
2227 Globalisierungszukunft 16.04.20
Vorschautext:
Globalisierungszukunft

Die Globalisierung
gleicht einem Pferderennen:
Jeder will weltweit gewinnen –
aber es gibt leider immer nur
drei vordere Plätze.

Was also unternehmen,
um dort wirklich zu landen?

Man könnte es ja
...
2226 Das Überleben des Menschengeschlechts 15.04.20
Vorschautext:
Das Überleben des Menschengeschlechts

Es ist nirgendwo ausgemacht,
Dass unsere Menschheit überlebt.
Mancher hat sich ausgedacht,
Was sich zur Schöpfungskron' erhebt.

Es kann wirklich so viel passieren,
Ein Meteorit kann stets einschlagen,
Vulkanausbruch zum Winter führen,
So dass kein Leben mehr zu wagen.

...
2225 Überlebensprogramm 15.04.20
Vorschautext:
Überlebensprogramm

Warum bin ich gern Stubenhocker,
Wo solches jetzt uns abverlangt,
Am Sofa liege, auf dem Hocker
Erfahr', was pandemieverdankt?

Man ist manchmal auch intelligent,
Wenn man Bedrohungen erkennt,
Nicht mehr in die Geschäfte rennt
Und Mundmasken sein eigen nennt.

...
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