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Titel
1510 Süden und Norden 19.04.19
Vorschautext:
Süden und Norden

Südlich, in der Sonnenwelt
Gibt es kaum stillen Karfreitag.
Geschäftigkeit hat zugestellt
Alles Leid an diesem Tag.

Im Norden ist der Sterbetag
Das Großereignis aller Christen,
Denn alles Leid ist ein Tiefschlag,
Der nur kennt jene Todeslisten.

...
1509 Kinderglück 19.04.19
Vorschautext:
Kinderglück

Wenn niedliche Osterhasen
Die Süßigkeiten abgelegt,
Werden Kleine rasch im Rasen
Suchen, was so gut versteckt.
Sie spüren dann, dass sie geborgen
Durch Jesus, der an diesem Morgen
Freude für sie eingelegt.


©Hans Hartmut Karg
...
1508 Tierwohl 18.04.19
Vorschautext:
Tierwohl

Wer will das alles genau wissen,
Was mit der Kuh jetzt bald geschieht?
Wer wird das alte Tier vermissen,
Das zehn Jahre um uns bemüht?

Sie wird bei uns hier nicht geschlachtet,
Man hat sie nach Fernost verkauft,
Wo Tiere oft weniger geachtet,
Weil mit dem Geld man Leben kauft.

...
1507 Primelzeit 18.04.19
Vorschautext:
Primelzeit

Da steht sie niedrig, unsere Primel,
leuchtet tiefblau
und trägt am Morgen
schon Sonne mit,
grüßt hoch ins Blau,
das uns jetzt mindert manche Sorgen.

Wie könnt' der Tag
mir besser taugen
im Lenz, wenn vieles blüht und grünt,
...
1506 Familien sind ungerecht! 17.04.19
Vorschautext:
Familien sind ungerecht!

Egal ob mit, ob ohne Trauschein:
Familien sind ungerecht!
Denn immer beim Geborensein
Ist man wertvoll – oder unrecht.

Das Kind, das da geboren ist,
Wird einem Teil sehr ähnlich sein:
Das Elternhaus, das Werter ist,
Kann objektiv nur schwerlich sein.

...
1505 Fastenbrechen 17.04.19
Vorschautext:
Fastenbrechen

Nun hab' ich lange mich enthalten
Von Alkohol und Süßigkeiten,
Wollt' fastend etwas innehalten,
Um mir Gesundheit zu bereiten.

Doch hielt ich's leider nicht mehr aus,
Mir fehlte einfach Schokolade,
Ging zum Discounter aus dem Haus
Und kauft' auch wieder Limonade.

...
1504 Drei Zeiten des Dichters 16.04.19
Vorschautext:
Drei Zeiten des Dichters

Den jungen Dichter treibt der Mut,
Auch Übermut als Möglichkeit.
Er ist dabei kaum auf der Hut,
Findet für Sprache alle Zeit.

Bisweilen trägt ihn auch die Liebe –
Verquer steh'n junge Leidenschaften.
Manchmal will er, dass sie ihm bliebe,
Doch er muss weiter, kann nicht rasten.

...
1503 Erkenntnis 16.04.19
Vorschautext:
Erkenntnis

Dem jungen Tag
gehört die Welt,
er fragt nicht,
was wir wollen.

Die Sonne steht
am Himmelszelt
und kennt nicht
unser Sollen.

...
1502 Christus 15.04.19
Vorschautext:
Christus

Den Leidenden der ganzen Welt
Ist zugetan der Herr von Golgatha,
Bleibt schmerzvoll all jenen ein Held,
Die glauben, dass ihnen der Heiland nah.

Mit seinem überleidensvollen Tod
Hat unsere Sünden er auf sich geladen,
Mit denen wir verursacht jene große Not,
Weil Böses unterlegt oft unseren Taten.

...
1501 Übers Gebirge 15.04.19
Vorschautext:
Übers Gebirge

Weiter führen Pässe uns nach oben,
Wo der Sternenhimmel groß und weit.
Sind wir endlich einmal ganz da droben,
Gibt die Sonne uns das Weggeleit.

Herunter müssen wir von selbst, allein,
Doch wissen wir um unseren großen Segen,
Der uns behütet, dort lässt immer sein,
Denn er besternt auf unseren weiteren Wegen.

...
1500 Klimawandel 14.04.19
Vorschautext:
Klimawandel

Die erste Klimakonferenz
fand neunzehnhundertneunundsiebzig,
also vor vierzig Jahren in Genf statt.

Man stellte fest: Das Klima wandelt sich.
Hat sich zwischenzeitlich etwas verändert?

Schon damals wusste man:
Der Temperaturanstieg
ist von uns verursacht –
...
1499 Nachtwichte 14.04.19
Vorschautext:
Nachtwichte

Wolkende Wesenwichte
tanzen durch wilde Träume,
wollen die Ruhenacht
mir streitig machen,
betanzen wirr
mein Freigemüt
und sind mir dabei
nicht mehr hilfreich,
wenn ich halb verloren
zur dämmrigen Frühe hin
...
1498 Zweierlei Leben 13.04.19
Vorschautext:
Zweierlei Leben

Die Nacht hat schon den Tag im Auge,
Der schält sich mühsam aus dem Dunkel,
Weil er ungern dem Aufsteh'n tauge –
Ganz abgedrängt im Sterngefunkel.

Ja, es wird Zeit, der Wecker läutet,
Da gibt es leider kein Erbarmen,
Wenn sich die Welt jetzt wieder häutet
Für viele Reiche, manche Arme.

...
1497 Das mag ich nicht! 13.04.19
Vorschautext:
Das mag ich nicht!

„Das mag ich nicht!“ sagte die kleine Göre
Und sie war durchaus darüber im Recht,
Denn sie spürte früh, dass sie nur verlöre
Den Willen – es ginge ihr wirklich schlecht!

Doch wer sagt, was er wirklich will,
Der wird mit Bedenken oft überhäuft.
Daraus entstehen Unfreiheit, Unbill,
Weil das auf Rücksichten hinausläuft.

...
1496 Normen 12.04.19
Vorschautext:
Normen

Gemeinschaften ohne alle Normen
Bedeuten Wildwuchs bis zur Anarchie:
Gesellschaft lässt sich so nicht formen
Und Wohlstand gedeiht dabei ja nie.

Gesellschaften mit hohen Hierarchien
Kennen oft reiche Herrschdespoten,
Vor denen die Armen im Staube knien
Und schuften als billige Heloten.

...
1495 Das Amselmännchen 12.04.19
Vorschautext:
Das Amselmännchen

Da hab' ich viele Krokusse gepflanzt,
Erfreue mich an deren üppiger Blüte,
Wenn morgens schon insektenumtanzt
Die Kleinflügler führen sich zu Gemüte
Pollennahrung, die hier herrlich zu holen,
Wo die vielen Nahrungsquellen locken
Und die Summenden dabei unverhohlen
Verbreiten so ihre Summelogen.

Ein Amselmännchen fliegt rasch herbei
...
1494 Ruf der Freiheit 11.04.19
Vorschautext:
Ruf der Freiheit

Ein jeder Mensch will frei sein Leben fristen,
Jedoch nicht frei von Ambitionen mit Wunschlisten,
Mit denen er die eigene Freiheit sich oft zugestellt,
Weil er an allen seinen Möglichkeiten gern festhält
Und er mitunter leider immer wieder übersieht,
Dass damit er die wahren Chancen überzieht,
Die ihm geboten in dem echten, guten Leben,
Das ihm die wahre Zukunft könnte geben.

Dann bleibt in engen Mauern eingeschlossen
...
1493 Frühlingssträuße 11.04.19
Vorschautext:
Frühlingssträuße

Das graue Haus sitzt mittendrin
Und ist von Blütenpracht umflossen.
Da zeigt der Frühling seinen Sinn:
Die Knospen offen, nicht geschlossen.

Blau blühen schon die Bodendecker,
Umsäumen Gehwege zur Tür,
Sind wirklich wahre Seelenwecker
Mit Farbe, voller Formgespür.

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1492 In der Thermenregion 10.04.19
Vorschautext:
In der Thermenregion

In Oberitaliens Thermenregion
Kommen wir seit Jahren gerne schon,
Haben im Frühling den Sommer vorgezogen,
Der uns auch im Herbst noch immer gewogen.

Abano, Montegrotto muss man nennen,
Da lernt man freundliche Menschen kennen,
Die mit viel Heißwasser den Körper pflegen,
Denn Fango ist wirklich ein Himmelssegen.

...
1491 Abano Terme 10.04.19
Vorschautext:
Abano Terme

Kaum kennt jemand bei uns den Segen,
Der nah bei Padua gelegen
Heilwasser bietet für Gelenke –
Dankbar den Römern man gedenke!

Das Regenwasser, Jod und Brom
Drücken heiß hoch mit sehr viel Ton,
Naturfango allhier genannt
Und sehr bekannt im ganzen Land.

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