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Titel
6534 Wieviel Zeit
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Wieviel Zeit

Wieviel Zeit mir noch bleibt
Um Gedichte zu schreiben –
Ich weiß es Gottseidank nicht.
Was das Leben hochtreibt,
Wenn zusammen wir bleiben,
Das ist ungewisse Lebenssicht.

Ob wir uns noch begegnen,
Weil die Frist doch begrenzt,
Um uns ein wenig zu herzen?
...
6533 Im Sonnenschein
Vorschautext:
Im Sonnenschein

Im Sonnenschein Frauen zu sehen,
Eine noch schöner als die andere,
Wo ihre glänzenden Haare wehen
Und wo ich so gerne hinwandere.

Das ist mir als Mann die halbe Welt,
Welche mir tatsächlich fehlen würde,
Hätte das Leben nur Männer bestellt
Und Frauenwesen es nicht aufführte.

...
6532 Es war einmal ein Bärchen
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Es war einmal ein Bärchen

Es war einmal ein Bärchen,
Das glaubte, wie im Märchen
Müsse die Liebe wohl sein.
Also suchte es bei den Bienen,
Ob da wohl eine zu minnen,
Damit es nicht mehr allein.

Zwar war das Bärchen gebunden
Und lebte seine Liebesstunden,
Zu denen es tagtäglich strebte.
...
6531 Rückkehr ins Lieben
Vorschautext:
Rückkehr ins Lieben

Natürlich gibt es diese Kränkungen,
Frustrationen und Verrenkungen,
Mit denen so manche Liebe bedroht.
Sich aber deshalb zurückziehen
In dem eigenen Minnebemühen,
Das vergrößerte nur die innere Not.

Also rasch die Wunden geleckt
Und nicht weiter anderswo angeeckt,
Denn die Zeit lässt uns nicht warten,
...
6530 Ein Liebespaar
Vorschautext:
Ein Liebespaar

Da sitzen Zwei eng umschlungen am Flüsschen,
Sie warten auf der weit und breit einzigen Bank
Aneinandergepresst, sie geben sich Küsschen
Und zeigen sich gegenseitig ihren Liebesdank,
Müssen sich immerzu noch enger fassen,
Können nicht mehr voneinander lassen.

So sitzen sie hier fast täglich stundenlang,
Denn daheim gibt es für ihre Liebe keinen Raum.
Dämmerlicht und Dunkelheit macht sie nicht bang
...
6529 Moderne Arbeitsethik
Vorschautext:
Moderne Arbeitsethik

Zum Tag der Arbeit
Wissen, wie Segen zu verbreiten,
Wenn wir bereit,
Uns auf die Zukunft anzuleiten.

Denn ohne Arbeit keinen Wohlstand,
Keine Arbeit, keine Zufriedenheit,
Ohne Arbeit keinen Besitzstand
Und ohne Arbeit keine Freiheit.

...
6528 Zum 1. Mai
Vorschautext:
Zum 1. Mai

Vom heidnischen Fruchtbarkeitsfest Beltane
Ist uns die Walpurgisnacht geblieben:
Auf dem Brocken im Harz man einstmals mahne,
Was alljährlich dort die Hexen getrieben.

Anderswo werden Maibäume bewacht,
Gar manches Gartentürchen ausgehängt,
Damit endlich allen der Frühling lacht,
Der die bunten Blumen nach oben drängt.

...
6527 Meine Muse lebt!
Vorschautext:
Meine Muse lebt!

Als Laura hin zum Tode sich legte,
War Petrarcas Frühling sogleich vorbei,
Denn er, der seine liebe Muse hegte,
Litt schwer, kein Tod macht jemals frei:
Platonisch schuf er Sonette, Lieder,
Den Frühling gab es für ihn nie wieder.

Im Süden, wo doch der Frühling so stark,
Hat ihn seine Muse stets gedanklich begleitet.
So erst wurde er als Dichter wirklich autark,
...
6526 Mein Mai
Vorschautext:
Mein Mai

Mein Mai schüttet Sonnenlicht aus
Und lässt mir den Morgen erblühen,
Trägt meine Augen zum Fenster hinaus,
Wo jetzt keine Wolken mehr ziehen.

Die Wiesen steh’n in grünem Kleid
Und emsig summen Hummeln und Bienen.
Da steh‘ ich auf und bin gern bereit,
Zu schau’n auf die Naturbühnen.

...
6525 Einst streichelte
Vorschautext:
Einst streichelte

Einst streichelte ich Deine Wangen,
Als jung wir noch und sehnend waren.
Das alles ist nun längst vergangen,
Entschwunden mit den vielen Jahren.

Doch was zum Schein gegangen scheint,
Lebt anderswie im Sinnen weiter,
Bleibt tagtäglich immer noch liebesvereint,
Stimmt unsere Seelen gerne heiter.

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6524 Wer mündig ist
Vorschautext:
Wer mündig ist

Der Unmündige wird unmündig bleiben,
Wenn er sich anderen zum Fraße hinwirft,
Wird damit jegliche Schutzfunktion vertreiben,
Weil in Unterlage er nach Ungerechtigkeiten schürft.

Doch so ist das Lebewesen Mensch nicht gedacht
Mit seinen emotionalen und geistreichen Facetten,
Weil ihm immer wieder ein Funken Hoffnung lacht,
Mit dem er sein Lebensglück kann erneuernd retten.

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6523 Göttin 1
Vorschautext:
Göttin 1

Sie ist so schlank, so groß, so schön,
Gesichtsumkränzt mit schwarzen Haaren,
Mit hellem Kopf, nicht nur bequem,
Oft ist er zu ihr hingefahren.

Dann wurde sie seine Ehefrau,
Obwohl es zuerst nicht danach aussieht.
Heute sind Beider Haare grau,
Immer noch sind sie liebesbemüht.

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6522 Erst waren es
Vorschautext:
Erst waren es

Erst waren es Liebe und Leidenschaft,
Bis er die vielen Internetangebote sah:
Jüngere Frauen schüren Begehrlichkeiten,
Wollen, dass Neugierde lustvoll es schafft,
Wo das Jungsein nicht mehr ganz nah,
Sich dennoch die Sehnsüchte weiten.

Der Absprung, der Wechsel wird oft sein:
Wer sich nicht mehr selbstkontrolliert benimmt
Und Liebesfreuden zur Angetrauten kultiviert,
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6521 Liebesgedanken
Vorschautext:
Liebesgedanken

Du bist in meiner Seele, meinem Herzen,
Mit Dir kann ich zu allen Zeiten scherzen,
Weil Du mit mir zum Morgencafé gehst,
Dich auf meinen Humor bestens verstehst.

Du bleibst mir angenehme Daseinsbegleiterin,
Erfreust mein Herz, bereicherst meinen Sinn,
Weil Du den Lebenslauf zum Denken bringst
Und mit mir gern um die Entscheidung ringst.

...
6520 Liebesverse
Vorschautext:
Liebesverse

Dadurch, dass Du in mein Leben gekommen,
Hat mir das viele Ängste genommen,
Mir mein Herz, mein Gemüt, meine Seele erheitert
Und meine Sicht auf die Welt erweitert.

Ich danke Dir für Deine liebenswerte Art,
Die ganz selten nur mit Zärtlichkeiten spart,
Für Deine Bereitschaft, Last von mir zu nehmen,
Um uns gemeinsam gegen Gefährdungen zu stemmen.

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6519 Herzliebe
Vorschautext:
Herzliebe

Können Herzen stets signalisieren,
Welchen Liebeskampf sie führen,
Nicht, weil man sich damit stresse,
Sondern in eigenem Interesse?

Herzliebe kann schon leidend sein,
Wenn ZWEI gewillt, nicht mehr allein
Durch dieses Leben gehen wollen,
Weil Gefühle sie regieren sollen.

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6518 Vergiss ja nicht
Vorschautext:
Vergiss ja nicht

Vergiss ja nicht das Traumerlebnis,
Welches mir in der Nacht begegnet,
Weil nahe steht dort das Gelöbnis,
Auf immer sei ich Dir gesegnet.

Ausweitend kann die Seelenwelt
Mit Träumen anreichern die Nacht:
Erlebnisse sind dort oft nachgestellt
Und übernehmen nun die Macht.

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6517 Sie ist mir
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Sie ist mir

Sie war mir niemals wirklich fern,
Obwohl sie so weit von mir wohnt.
Am Himmel sehe ich ihren Stern,
Mit dem abends Sie mich belohnt.

Oft fühle ich, wie schlimm es ist,
Auf diesen einen Stern zu warten.
Ich sehe ja unsere Lebensfrist –
Sollen ausharrend wir warten?

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6516 Fixe Idee
Vorschautext:
Fixe Idee

Bei manchen Menschen wächst mit den Jahren
Manche Denkmöglichkeit zur fixen Idee sich aus.
Diese müssen sie sich leider immer bewahren,
Denn sie leben wie in einem alten Hinterhaus.

Das Erinnern vermögen sie nicht zu überprüfen,
Das einst Gesagte ist längst nicht gestorben,
Denn was den Menschen über die Leber liefen,
Sind Wunden, scheinbar auf ewig erworben.

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6515 Sorge dafür
Vorschautext:
Sorge dafür

Sorge dafür,
Dass Deine Leichtigkeit Wolken vertreibt,
Nimm die Last dem Schweren.

Öffne die Balkontür so,
Dass sie offenbleibt,
Um freies Atmen zu mehren.

©Hans Hartmut Karg
2026
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