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Anzahl Gedichte: 1.518
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Titel
1338 Gegenüber 18.01.19
Vorschautext:
Gegenüber

Das Gegenüber wächst mir zu,
Wenn ich zu ihm hingehe
Und mit der Welt auf Du und Du
Vom Risiko absehe.

Denn wer zur Welt geht
Muss schon wissen,
Dass er zu Offenheiten steht,
Die jede Vorsicht lässt vermissen.

...
1337 Windstrom 17.01.19
Vorschautext:
Windstrom

Propeller stehen gut im Wind
und produzieren fleißig
Strom zwischen 50, zwischen 30
Prozent, weil wir Windfreunde sind
für Erdnatur auf weiter Flur
und nicht Naturvernützer.

So bringt der Wind
den Strom ins Haus
und weit in unser Land hinaus,
...
1336 Im Wort leben 16.01.19
Vorschautext:
Im Wort leben

Der Himmel schließt sich,
Wenn die Welt sich öffnet.

Ich lebe langsam auf,
weil Sprache wächst.

So erst geh' ich fort
aus der Mutter Schoß

und lebe dann,
...
1335 Auf ein Neues 16.01.19
Vorschautext:
Auf ein Neues!

Eine Liebe sucht nach Zielen,
Will den neuen Wonnen dienen.
Mit den Tränen, im Aufwühlen
Will sie sich dennoch versühnen

Mit Altem, wenn Neues bedrängt
Und das Alte nicht vergangen,
Weil das Herz am Herzen hängt:
Neues trifft auf Altverlangen!

...
1334 Märchenschönheit 15.01.19
Vorschautext:
Märchenschönheit

Lebensfroh kommt Sie daher,
Lächelt mit dem roten Mund,
Dicht rahmend das Haaremeer,
Handtasche – und kleiner Hund.

Leicht geschminkt die Augenbrauen,
Konturen zeichnend das Gewand,
Größer, als die meisten Frauen,
Ringe an der zarten Hand.

...
1333 Am Tiefpunkt 15.01.19
Vorschautext:
Am Tiefpunkt

Da dachte ich am Wochenende
Ein wenig Talkshows noch zu schauen,
Denn wenn man längst in später Rente,
Darf man auf Unterhaltung bauen,

Vielleicht noch auf Information:
Als Bürger will man alles wissen,
Das – auch in moderatem Ton –
Dem Wähler redet ins Gewissen.

...
1332 Der Liebe Feinde 14.01.19
Vorschautext:
Der Liebe Feinde

Der kleine Feind der großen Liebe
Ist die Gleichgültigkeit,
Wenn man nicht mehr erschließt die Triebe
Und für sich nimmt die nöt'ge Zeit.

Der größ're Feind stetiger Liebe
Bleibt wohl die Anerkennungsnot,
Wenn wir verpassen nur noch Hiebe,
Mutieren so zum eigenen Gott.

...
1331 Stadtmensch wird Bauer 14.01.19
Vorschautext:
Stadtmensch wird Bauer

Im großen Wohnblock aufgewachsen
In einer riesengroßen Stadt
Mit Hunden und streunenden Katzen,
Wo es nur trübe Stadtluft hat,

Da wurde er zum grünen Flüchtling,
Wollte den Abgasen entsagen,
Denn Großstadt, das war nicht sein Ding,
Er wollte lieber Frösche jagen.

...
1330 Sonntagsfreuden 13.01.19
Vorschautext:
Sonntagsfreuden

Die Rollos bleiben lange unten,
Verweilen in den dunklen Schienen,
Wir ZWEI haben uns eingefunden
Und werden nun der Liebe dienen.

Kein Auto, kein Bus fährt vorbei,
Es ist, als ob die Häuser chillen,
Weil Sonntag ihnen Freiraum sei,
Ohne Verspannung hier im Kühlen.

...
1329 Tantaloswelt 13.01.19
Vorschautext:
Tantaloswelt

Stets hab' ich den Stein nach oben gewälzt,
Ihr habt ihn mir wieder hinunter gerollt.
Ständig war auf Hoffnung ich eingestellt,
Doch hat offenbar nur mein Wille gewollt.

Sagt ja nicht, ich hätt' nicht versucht
Die Beziehung am Leben zu halten,
Hätte nicht Eure Nähe gesucht,
Um Begegnungen neu zu gestalten!

...
1328 Zweisam einsam 12.01.19
Vorschautext:
Zweisam einsam

Beieinander und ganz nah,
Um den Flocken nachzuschauen
Ist früh der Tag Liebenden nah,
Beginnt langsam heller zu grauen.

Schneegefangen in der Hütte
Erwarten zwei für sich nichts mehr,
Als den Tee mit heißer Bitte,
Dass sie hinwachsen, zu sich her.

...
1327 Elster, Taube, Specht 12.01.19
Vorschautext:
Elster, Taube, Specht

Die Elster klaute wie ein Rabe,
Dass alles sie im Neste habe.
Entrüstet über das Geraubte
Meldete sich eine große Taube:

„Warum raubst Du das alles hier,
Klaust das Schöne so gar mir?
Tiere müssen das nicht haben,
Denn die Natur ist unser Laden!“

...
1326 Mondblinzeln 11.01.19
Vorschautext:
Mondblinzeln

Da zwinkert mir doch am frühen Morgen
Der Wintermond ein wenig belustigt zu.
Er will mir mutmachende Freude besorgen,
Vom Firmament her, auf Du und Du.

Dabei blinzelt er heute so verschmitzt,
Ich seh' ihn doppelt im Spiegel.
Er lenkt meinen Blick nun ganz gewitzt
Zur Bettdecke, wo hoch zwei Hügel.

...
1325 Mittagsgeschäft 11.01.19
Vorschautext:
Mittagsgeschäft

Sitzend und schwitzend in großer Halle
Kommen zusammen am Bistrogeschäft
Im Kaufzentrum, um auf die rasend Schnelle
Zu stillen am Mittag ihr Hungergeschäft:
Studentinnen, Schüler und auch Studenten
Und immer wieder viel Alte vor Ort,
Verbraten das BaFöG und ihre Renten –
Und sind gleich danach wieder alle fort!

Ja, früher hatte das Essen Bedeutung,
...
1324 Ad fontes! 10.01.19
Vorschautext:
Ad fontes!

Es gab einmal nur solche Waren,
Mit denen Erdreich leben konnte,
Denn damals hieß es: Aufbewahren,
Was für neues Schönantlitz lohnte

Mit allem, weil das wieder nutzten
Die Vorfahren – ohn' Künstlichkeiten.
So war die Welt nicht zu verschmutzen,
Verpackung war nicht zu verbreiten.

...
1323 Es lebe der Süden! 10.01.19
Vorschautext:
Es lebe der Süden!


Im Süden reichlich Sonne tanken,
Mit Euro zahlen, Schweizer Franken,
Gar im Hotel sich schwindlig essen,
Im Opitale rasch genesen...

Die Tafel – immer reicht gedeckt,
Womit auch Wiederkehr geweckt:
Das warme Wasser, täglich Fango
Und abends Fisch und Vino bianco,
...
1322 Sein ist mehr als da sein 09.01.19
Vorschautext:
Sein ist mehr als da sein

In seinem tiefen Selbstverständnis
Sucht der moderne Mensch nach Sinn.
Niemand will enden in Bedrängnis –
Am Ende ohne Seinsgewinn.

Ein jeder hat doch das Bedürfnis
Die Lebenszeit nicht zu verschwenden
Und frei gestaltet, mit viel Biss
Die eigenen Gaben anzuwenden.

...
1321 Niemand hört mehr zu 09.01.19
Vorschautext:
Niemand hört mehr zu

Voll Menschen ist das Zugabteil,
Sie daddeln, die da mit mir reisen
Und leben aus so viel Kurzweil,
Wobei manche noch trinken, speisen.

Es ist ganz still, man hört kein Wort,
Nur mehr die Bahngleislaute.
Ein jeder steckt in eigenem Hort
Kein Smartphone zeigt da Flaute.

...
1320 Leidenschaft und Anerkennung 08.01.19
Vorschautext:
Leidenschaft und Anerkennung

Nicht jedes motivierte Tun
Erhält auch öffentliche Nennung.
Doch was ist mit den Menschen nun,
Die niemals hören Anerkennung?

Natürlich braucht es Leidenschaft,
Um für die Arbeit auch zu brennen,
Denn wer sich Ideale schafft,
Der darf sich auch berufen nennen.

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1319 Bangen 08.01.19
Vorschautext:
Bangen

Die Tage vergrauen die tiefbraune Erde,
Weil Schnee nicht mehr aus den Wolken fällt
Und Wärme die letzten Schneefelder leerte,
So dass vergeblich ein Schlitten bestellt.

Wird es heuer wieder die Heißzeit geben,
Bei der Wiesen und die Blumen verdorren
Oder dürfen wir endlich ein Normaljahr erleben,
Mit dem weder Natur, noch Geist verworren?

...
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