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Titel
2189 Epigonen 29.03.20
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Epigonen

Nachfolger
müssen nicht
automatisch
besser sein,
als ihre Vorgänger.

Diadochen sind
viel zu viel mit ihrer
Machtsicherung beschäftigt,
wollen Herrschaft dauerhaft erhalten,
...
2188 Beschimpfungen angebracht? 28.03.20
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Beschimpfungen angebracht?

Da schimpfen sie aufs Kapital
Und auf die viel zu vielen Reichen.
Doch wird der Neid da nicht recht schal,
Wenn er den Mangel kann ausgleichen?

Natürlich zeigt die Ungleichheit
Uns oftmals Ungerechtigkeit,
Auch Umweltfrevel in der Zeit,
Mitunter Armut und viel Leid.

...
2187 Virusforschung 28.03.20
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Virusforschung

Dem Virus ist so viel gelungen,
Wovor Forscher schon immer warnten,
Wenn mantrahaft mit Engelszungen
Vor Mutationen sie uns warnten.

Ein Virus, der mutieren kann,
Stellt sie vor diese große Frage:
Gibt es d e n Impfstoff irgendwann,
Der dann noch Herr der neuen Lage?

...
2186 Am Weiher 27.03.20
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Am Weiher

Geflügelte Wesen schweben am Rand
Des Weihers, wo langsam Wärme treibt,
Denn Frühling zieht hellend ins Land,
Das uns Lebenslust und Grün wieder zeigt.

Uns Menschen sind die Türen verschlossen,
Weil wir zum Eigenschutze verdammt,
Haben bisher ja sehr viel Freiheit genossen,
Wo durch den Virus die Gesellung erlahmt.

...
2185 Fastenzeit 27.03.20
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Fastenzeit

Steh' auf, mein Freund, Fasten tut not
Und auch Bewegung bis zum Tod,
Denn alt kann nur der Wanderer werden,
Der lindert so seine Beschwerden.

Die Fastenzeit hält uns bereit
Viel Hoffnung auf mehr Lebenszeit,
Weil wir in diesen Virustagen
Kasteiungen leichter ertragen.

...
2184 Idyllische Behütung 26.03.20
Vorschautext:
Idyllische Behütung

Hüte Dich
vor der Zerstörung von Idyllen!

Sie mögen
langweilig Dir scheinen,
vielleicht sogar
dem Kitsch recht nah.

Doch sichern sie Dir
jenes feine Leben,
...
2183 Stelldichein 26.03.20
Vorschautext:
Stelldichein

Sie kommt stets elegant gefahren
In ihrem Auto, oft in Schwarz,
Ist dabei niemals abgefahren,
Will sehen ihn im fernen Harz.

Sie treffen sich oft auf dem Brocken,
Weil niemand sie dort leicht erkennt,
Sind zärtlich und ganz unerschrocken,
Wo er sie immer „Liebste“ nennt.

...
2182 Die kleinen Schritte 25.03.20
Vorschautext:
Die kleinen Schritte

Die Liebe kennt große Versprechen
Und Schwüre bis hin zum Zenit,
Um diese mit der Zeit zu brechen –
Der Zeitfortgang hält da nicht Schritt.

Besser ist's, Schwüre zu lassen,
So bleibt auch die Enttäuschung aus:
Liebende müssen nicht hassen,
Wenn die Beziehung dann läuft aus.

...
2181 Begegnungen 25.03.20
Vorschautext:
Begegnungen

Im Morgen spiegelt sich das Heute,
Das Heute kennt noch nicht den Tag,
Begegnung, Redefluss und Leute,
Wie man das ja als Mensch gern mag.

Doch die Begegnungen, zumeist,
Sind ungeplant und unerwartet,
Geh'n mir mitunter auf den Geist,
Wenn sie feindselig sind geartet,

...
2180 Mögliches in Viruszeiten 24.03.20
Vorschautext:
Mögliches in Viruszeiten

Was ist das für ein Gejammer,
Das wir heute hören müssen,
Als würde die Welt einstürzen?
Das Schicksal bleibt der Hammer,
Nicht jedes Moment wird zum Gruß,
Mit dem wir den Lebenslauf würzen.

Müssen wir deshalb wehklagend bleiben,
Wenn die Virusnot uns erfasst,
Um uns wieder gehen zu lassen?
...
2179 In Quarantäne 24.03.20
Vorschautext:
In Quarantäne

Gezwungen, in der Wohnung zu bleiben,
Mobilität völlig einzuschränken:
Der Virus kann uns so nicht entleiben,
Wir müssen an Inhäusigkeit denken!

Zunächst fällt es allen schwer
Kaum noch mit dem Auto zu fahren.
Manche Beziehung wird dadurch leer,
Das wollen wir uns alles ersparen!

...
2178 Hommage an Hölderlin 23.03.20
Vorschautext:
Hommage an Hölderlin

Und wären die Himmlischen
Nahe der Berge, gar mir nah,
So gäbe der Wald den Tau frei,
Als wäre das Tal nie ohne Wasser.

Diotima wäre frei mir ganz,
Nicht mehr eingehegt in Familie, Stadt,
Gesellschaft, gefangen in Konventionen.
Sie wäre enträtselt, entschleiert dem Leben.

...
2177 Verzögerungstaktik 23.03.20
Vorschautext:
Verzögerungstaktik

Kinder spüren, was sie nicht wissen,
Aber sie wissen stets, was sie wollen:
Am Abend gern werfen mit vielen Kissen
Und mit den Geschwistern noch lange tollen.

Selbst überlange Abendgeschichten
Reichen meist ihnen dazu nicht mehr aus,
Dass sie sich für das Einschlafen herrichten:
Eltern sollen nicht aus dem Zimmer raus!

...
2176 Gnadenhoffnung 22.03.20
Vorschautext:
Gnadenhoffnung

Und wären die Tage nur Nächte,
So würde die Neugier uns treiben
Ins Licht, immer hin nur zu allem Licht,
Eingedenk, dass ich bei mir früher dächte,
Sehnsüchte auf das Schicksal zu schreiben
Wär' nötig, damit das Versprechen nicht bricht,
Mir doch noch die Lebensfreude zu retten,
Wenn Dunkeltage mir schon nicht weichen
Und wir allesamt im Verborgenen leiden,
Weil wir uns auf Erwartungen betten,
...
2175 Hilf, Herr 22.03.20
Vorschautext:
Hilf, Herr

Hilf, Herr, dass wir sie auch ertragen,
Die Isolation in diesen Tagen,
Nicht gehen aus Wohnung und Haus,
Das führt aus der Krise heraus.

Hilf, dass die vielen Mittel greifen
Und Impfstoffe nun endlich reifen,
Die Forschung sehr erfolgreich sei,
Nicht nur Reden im Vielerlei.

...
2174 Klares Signal 21.03.20
Vorschautext:
Klares Signal

Die Pandemie zeigt einmal mehr:
So wichtig sind wir Menschen nicht!
Die Erde hat es mit uns schwer
Zu wahren ihr Naturgesicht...

Fast alles ist nun menschbedeckt,
Was Erde kaum noch tragen kann.
Die Menschheit hat noch nicht gecheckt:
Vermehrung bleibt ein leerer Wahn...

...
2173 Regenfässer 21.03.20
Vorschautext:
Regenfässer

Die Tropfen fallen aus der Rinne,
Plätschern von dort ins Regenfass.
Das raubt dem Schlaf die schweren Sinne,
So träum' ich leicht – ohn' Unterlass.

Dabei ist es wie in den Bergen,
Wenn der Gebirgsbach uns begleitet:
Der Traum kann sich im Schlaf entbergen,
Schiebt weg, was uns noch Not bereitet.

...
2172 Friedensbedingung 20.03.20
Vorschautext:
Friedensbedingung

Wie kann unsere Welt jemals Frieden finden,
Wenn uns ein Gott Hilfe vorenthält?
Wie können wir uns an friedfertiges Handeln binden,
Wenn von uns das alles nicht selbst gewählt?

Wissen wir doch nicht, ob es einen Gott gibt,
Wenn wir auf Weltkatastrophen sehen
Und ob dieser Gott die Menschen auch liebt,
Wenn sie zum Kriegstreiben gehen.

...
2171 Nähebedürfnis 20.03.20
Vorschautext:
Nähebedürfnis

Mama hat ihn stets in den Arm genommen,
Vom ersten Tag an hat er Zuwendung erlebt.
So ist er zu seinem Sehnen gekommen,
Auch als die Mutter nicht mehr bei ihm lebt'.

Sie wohnt jetzt sehr weit und sehr fern,
Will ihr Altersfreisein ganz leben.
Er sieht zum Himmel, zum Abendstern:
Nähe kann sie ihm nicht mehr geben...

...
2170 Tauben turteln 19.03.20
Vorschautext:
Tauben turteln

Die Taube fliegt hin zum hölzernen Dache,
Denn volle Liebe ist nun ihre Sache,
Mit der sie im Jahr das Leben entdeckt,
Wenn sie von der Frühjahrslust geweckt.

Beide herzen und schnäbeln nun recht lange,
Bis dann der Herr doch endlich zugange,
Denn der Wille treibt ja seine Begierde,
Doch wer ist dabei der wirklich Verführte?

...
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