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Titel
1205 Regennot 08.11.18
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Regennot

Vierzig, sechzig, achtzig Prozent
Gemeldete Regenwahrscheinlichkeit.
Doch wer inzwischen das Wetter kennt,
Dem wird das nur noch zur Peinlichkeit:
Es will und will bei uns einfach nicht regnen!
Alles wartet – kein Niesel will sprühen!
Will uns der Himmel denn nicht mehr segnen,
Weil wir uns nicht mehr um ihn bemühen?


...
1204 Spättage 07.11.18
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Spättage

Die Spättage bringen Zeit,
Die zuvor sehr gebunden
Und nicht zum Freiöffnen bereit
Langsam kam über die Runden.

Das geht, wenn der Ruhestand
Zeit bringt wieder ganz zu mir:
Der Alltag fasst mich an der Hand,
Führt mich zum Tanze, zum Klavier.

...
1203 Lenzhoffnung 07.11.18
Vorschautext:
Lenzhoffnung

Der Frühling steht schon balde auf
Und trägt das Licht in unsere Herzen.
Er hat dann wieder seinen Lauf,
Um mit den Blumen frei zu scherzen.

Noch müssen wir uns sehr gedulden,
Wenn dieses Jahr zur Neige geht
Und alles dieser Kälte schulden,
Die lange noch nicht von uns geht.

...
1202 Die Brandhochzeit 06.11.18
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Die Brandhochzeit

Bestaunt von ihren vielen Gästen
Zieht sie mit ihrem Liebsten ein.
Sie will am Tag ja wirklich festen,
Die Hochzeit soll besonders sein!

So hatte sie sich's vorgestellt,
Denn alles, was der Mensch so braucht,
Ist immer seine Hoffnungswelt,
Die dann so manches Mal verraucht...

...
1201 Wäre der alte Methusalem 06.11.18
Vorschautext:
Wäre der alte Methusalem


Wäre der alte Methusalem
In unsere Tage hin geboren,
Wär' er Fiktion von dem Herrn Lem
Und uns nur als Fiktion erkoren,

Käme nicht weiter als bis China,
Wo er den Cixin heiter träfe,
Vergäße Frauen, auch die Mina,
Den Überlebenskampf in Hefe,
...
1200 Steigende Drachen 05.11.18
Vorschautext:
Steigende Drachen

Getragen von hellem Silberlachen,
Wo Mädchenaugen turtelnd schauen,
Lassen sie aufsteigen ihre Drachen,
Um Wetten mit Jungen zu bauen.

Voll Spott, weil sie die besseren Lenker,
Sehen sie Mädchen als Staffage
Und lasssen manchen Witzeschlenker,
Mit dem die Mädchen leicht in Rage.

...
1199 Grauer Herbst 05.11.18
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Grauer Herbst

In den grünen Hecken hängen
Späte Vögel, die auch bleiben,
Sich in leere Nester zwängen,
Wo schon Nebel drüber treiben.

Alle Bläue scheint vertrieben,
Feuchte netzt die kühlen Auen,
Wo die Sonne wir doch lieben,
Sehnsüchtg zum Himmel schauen.

...
1198 Gäbe es den Tod nicht 04.11.18
Vorschautext:
Gäbe es den Tod nicht

Gäbe es den Tod nicht,
wie würden wir uns aufführen,
würden uns selbst als Götter begreifen!

Gäbe es den Tod nicht,
könnte es noch Religionen geben,
würden wir uns nicht gegenseitig totschlagen?

Gäbe es den Tod nicht,
könnte sich die Erde dann überhaupt
...
1197 Am Sonntag 04.11.18
Vorschautext:
Am Sonntag

Die Sonne strahlt am Sonntag früh,
Wenn alles liegt noch tief im Schlaf.
Das Leben voll Erwachsenenmüh'
Hat später erst Kaffeebedarf.

Die Autos stehen in Garagen,
Es gibt vereinzelt Hundebellen.
Im Bade und beim Sonntagswaschen
Darf uns der Sonnenschein erhellen.

...
1196 Meine Löwin 03.11.18
Vorschautext:
Meine Löwin

Die Mähne wurde immer länger –
So liebte ich die schöne Löwin!
Sie schaute manchmal etwas strenger
Und lebte gerne nur dahin.

Denn groß gewachsen war sie ja
Und schlank kam sie meistens daher.
Als ich sie erstmals bei mir sah,
Gab es da kein Entkommen mehr...

...
1195 Der Gelbe Sack 03.11.18
Vorschautext:
Der Gelbe Sack

Ach, wie ist das wunderbar,
Kunststoff in Hellgelb zu packen,
Damit man am End' sogar
Bequem wegwirft die alten Mappen!

Finden sich dort mehr und stetig
Die vernutzten Plastikteile.
Einsammeln ist bitter nötig –
Alles gegen Langeweile!

...
1194 Alles fließt 02.11.18
Vorschautext:
Alles fließt

Die Galaxien sind im Fluss
und streben weiter auseinander
und nichts in Ruhe hier im All.

Die Erde dreht sich um die Sonne,
der Mond umrundet unsere Erde,
die Jahreszeiten finden sich.

Und selbst die Erde dreht sich weiter,
um Nächte, Tage abzulösen
...
1193 Herbstblatt 02.11.18
Vorschautext:
Herbstblatt

Es tropft von frühherbstlichem Blatt
auf lebensvolle Rosendornen
kaltes Novemberwasser.
Und noch im Ableben
gibt das Verfärbte
ihr Lebensgut
an Leben
weiter.


...
1192 Wo die Liebe 01.11.18
Vorschautext:
Wo die Liebe

Wo die Liebe nur noch Ersatz ist
oder Teil bloßer Zweckwelt,
wird sie durch nichts erhellt,
gilt als Verrat an denen,
die mit Rat und Tat
Vertrauen leben,
Vertrauensbruch
ernten.


...
1191 Seinswunsch 01.11.18
Vorschautext:
Seinswunsch

Gib mir, Herr, ein wenig Zeit,
diese Welt als Traum zu sehen.

Mache mich dazu bereit,
in die Niederung zu gehen.
denn das helle Strahlgebälk
kann die Rätsel ja nicht lösen,
wo die Blumen nur noch welk
ihre Außenzeit verdösen.

...
1190 Goldene Zeit 31.10.18
Vorschautext:
Goldene Zeit

Austauschen kann man Menschen immer,
Zumindest mit ihren Funktionen.
Doch ist das eigentlich nicht schlimmer:
Zu geißeln sie und nicht zu schonen?

Wenn nun die Bundeskanzlerin,
Die erste, weiblich von Gestalt,
Langsam geht auf ihr Ende hin,
Wird mir nun doch ein wenig kalt.

...
1189 Die Welt - ein Täuschungshaus? 31.10.18
Vorschautext:
Die Welt – ein Täuschungshaus?

Da sah ich doch in dem Prospekt,
Den mir die Postwurfsendung brachte,
Wie dort ein Bauer mit Respekt
Das Kalb liebkoste, selig lachte

Und das fast ganz sein Auge schloss,
Weil es so zärtlich angefasst,
Die Streicheleinheiten genoss
Und stillhielt – ohne Arg und Hast.

...
1188 Ich Glücklicher! Wir Glücklichen! 30.10.18
Vorschautext:
Ich Glücklicher!
Wir Glücklichen!

In unserer Region
siebzig Jahre Freundschaften gepflegt!
In unserer Region
siebzig Jahre Verwandtschaftsfreude gehabt!
In unserer Region
siebzig Jahre Familienglück erlebt!
In unserer Region
siebzig Jahre Wohlstand erfahren!
In unserer Region
...
1187 Geranienblüten 30.10.18
Vorschautext:
Geranienblüten

Noch zeigen sie zum kühlen Norden
Mit herrlichem Zinnoberrot,
Dass sie noch lange nicht in Not
Für uns im Herbst den Frieden horten.

Seit Mai blühend und lebensstark
Verschwenden sie in Blumenpracht,
Was immer noch zur Sonne lacht,
Wo Blühen meine Seele barg.

...
1186 Wir Dichterlinge 29.10.18
Vorschautext:
Wir Dichterlinge

Trauern wollen wir, wenn wir sterben,
Demutheischend das Paradies ererben.

Wollen wir denn wirklich sterblich sein,
Wesenhaft sind wir doch stets allein?

Halten wir uns suchend im Worte auf,
Führen es ein in den Weltenlauf,
Befreien es, wo es noch leidhaft gefangen,
Damit es uns bleibt – mit allen Belangen!
...
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