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Titel
2412 Unsteter Geist 16.07.20
Vorschautext:
Unsteter Geist

Für Deine Wundertage
musst Du schon selbst sorgen!
Dem Unmut ist das egal!

Denn der unstete,
der menschliche Geist
kommt nicht allzu lange
mit seinem Glück zurecht.

Er rührt auf,
...
2411 Die Schuldfrage stellen 16.07.20
Vorschautext:
Die Schuldfrage stellen

Darf man sie stellen oder nicht?
Wer darf sie stellen, immer wieder –
Oder eben nur zu einmaligem Gebrauch?

Darf man entlasten, darf man belasten,
Was nicht mehr entschuldbar ist –
Oder lenkt dies gar von Schlimmerem ab?

Von Hannah Arendt kennen wir den Satz,
Die Fliehenden nach 1945 betreffend:
...
2410 Der Sommer hat sich eingestellt 15.07.20
Vorschautext:
Der Sommer hat sich eingestellt

Die Sonne überwölbt das Land,
Die Dunkelstreifen werden schmaler.
Damit reicht sie uns ihre Hand:
Die Nöte werden blasser, fahler.

Seit sich der Sommer eingestellt
Sind neue Farben hier zu sehen.
Das wärmt die Seele und die Welt,
Wir können da zum Schauen gehen.

...
2409 Nachrichten und Tatsachen 15.07.20
Vorschautext:
Nachrichten und Tatsachen

Müssen wir uns kränken,
Weil wir nur im Hause
Uns den Glauben schenken,
Dass nach langer Pause
Diese Krise vielleicht endet,
Weil Impfstoffe nun in Probe,
Man täglich die Botschaft sendet,
Dass Corona nicht mehr tobe?

Nachrichten weiß ich zu schätzen,
...
2408 Kommunikative Tatsachen 14.07.20
Vorschautext:
Kommunikative Tatsachen

Sprachteilung und Dauerbereitschaft,
Adressatenverhaftet zu kommunizieren
Ist nichts, was wirklich Klarheit schafft,
Kann nur in Unsicherheiten führen.

Denn die Zweiteilung der Gespräche
Gibt trügerische Sicherheit:
Verklausuliertes und Gebreche
Ist nirgendwo klarheitbereit.

...
2407 Das Recht 14.07.20
Vorschautext:
Das Recht

Das Recht ist dann wirklich sozial,
Weil Laien es auch noch verstehen,
Selbst wenn sie hin zum Anwalt gehen –
Verklausuliert bleibt's unsozial.

Wo es klar, Menschenwürde sät
Und man nicht Paragrafen reitet,
Mit Gott und allen Welten streitet –
Was man als Laie nicht versteht!

...
2406 Gegen Radikalisierung 13.07.20
Vorschautext:
Gegen Radikalisierung

Die Volksherrschaft geht dann zuende,
Wenn Recht und Ordnung in Gefahr
Und so die Humanität als Wende
Sich dreht zum Radikalen gar.

Dann werden Menschen angegangen,
Kumpane zu Taten verführt,
Wo keiner, ideologiegefangen
Nicht mehr Würde, Gutsein nachspürt.

...
2405 Krampfplaudereien 13.07.20
Vorschautext:
Krampfplaudereien

Fast sieht man virtuell den Dampf,
Wo nichts, als nur verstiegener Krampf,
Den wieder einmal der ablässt
Im Netz, der auch die Zeiten nässt,
So dass mit dem globalen Handeln
Sich manche gute Zeiten wandeln.

Man darf ja nirgendwo anecken,
Muss hinter Phrasen sich verstecken,
Präsent dennoch auf den Kanälen
...
2404 Probleme mit Erkenntnisträgern 12.07.20
Vorschautext:
Probleme mit Erkenntnisträgern

Zu allen Zeiten war es Brauch,
Nach oben sich schön weg zu stehlen.
Man denkt ja gern an s e i n e n Bauch,
Kann Theorien blind auswählen.

Sind viele Meinungen am Werk,
Sind wir also überberaten,
Mutiert der Bürger hin zum Zwerg:
Was kann er sich noch selber raten?

...
2403 Mutter und Vater 12.07.20
Vorschautext:
Mutter und Vater

Es blieb mir so oft unverständlich,
Dass man als Mann den Vater ehre
Denn Mutterliebe ist unendlich,
Weil sie uns nimmt die Erdenleere.

Der Himmel ist des Vaters Welt:
Sehr hoch, sehr fern und blau.
Doch er bringt Ansehen und Geld
Kennt Weltansichten ganz genau.

...
2402 Es lockern sich die Bindungen 11.07.20
Vorschautext:
Es lockern sich die Bindungen

Da seh' ich in den jungen Tag,
Die Sonne leuchtet mir entgegen,
Und weil die Stunde Daddeln mag,
Lassen sich Bilder frei zulegen.

Der eine eilt, weil WhatsApp lockt,
Zu seinen viel zu vielen Bildern:
Das junge Fleisch, das da verlockt,
Lässt Sinne dann abseitig wildern.

...
2401 Zeiteile 11.07.20
Vorschautext:
Zeiteile

Wieder einmal fegt die Zeit
Die Minuten schnell herunter
Und verursacht denen Leid,
Die in Langsamem erst munter.

Doch die Zeit bleibt stets rasant,
Mit sich selber still und leise
Als des Lebens schwindend' Pfand,
Weil fliehend die Lebensreise.

...
2400 Meine Bitte 10.07.20
Vorschautext:
Meine Bitte

Bleib' mir, meine Göttin,
auch in dunklen Tagen nahe,
an denen kein Gnadenhauch
von Freundlichkeit mir weht.

Der tiefe Grundmorast
von einsamen Flegeltrommlern
hat sich als Zeitgeist eingenistet
und giert nach Kumpaneien.

...
2399 War es denn so? 10.07.20
Vorschautext:
War es denn so?

Unfähig zur Rettung von globalem Leben,
Nur an Geld und Macht interessiert?
Hofft die Menschheit deshalb dann vergebens,
Dass sie nicht mehr gottgeführt?

Experimentiert man etwa am Zellkern herum,
Damit dieser leichter mutieren kann?
Geht es gar den dreisten Forschern darum,
Dass sie sich wähnen im Gotteswahn?

...
2398 Morgenlust 09.07.20
Vorschautext:
Morgenlust

Es hellt der Tag,
er hofft auf Liebe
und ohne Frag',
ob sie dabliebe,
mir immer noch
gewogen sei
oder ich ihr
nur einerlei.

So plätschert leis'
...
2397 Dort 09.07.20
Vorschautext:
Dort

Wo wir jetzt Rosen blühen sehen
Mit Wildkakteen um die Wette,
Wird neues Leben bald entstehen,
Wie es der Gärtner gerne hätte.

Stecklinge sind schon im Winter
Herangezogen als Großpflanzen.
Sie blühen länger und geschwinder,
Wo Schwebfliegen tagtäglich tanzen.

...
2396 An geländegängigen Sommertagen 08.07.20
Vorschautext:
An geländegängigen Sommertagen

Wundertage sind es,
die uns immer noch leben lassen,
uferlos im Sandstochern,
als wäre die Zeit uns gelassen.

Sie hat es uns noch angetan,
wie sollte sie auch anders,
denn nur auf Wanderschaft
fliehen wir ihrer Übermacht.

...
2395 Läge nur Fliehendes 08.07.20
Vorschautext:
Läge nur Fliehendes

Läge nur Fliehendes
in der Natur des Menschen,
wie könnte er dann
seine Überlebenswünsche
noch einlösen?

Denn der Fluchtplan
entsteht doch bei jenen,
die nicht mehr in der Lage sind,
eigens gestaltetes Sosein
...
2394 Befreit uns, Winde 07.07.20
Vorschautext:
Befreit uns, Winde

Befreit uns, Winde
von enger, stickiger Luft
und gebt uns frei
für ein lebensfrohes Atmen!

Seid dem Hermes gleich,
wenn sehnende Blicke
zur Nymphe gehen,
unsere Träume belecken.

...
2393 Die Ahnen leben 07.07.20
Vorschautext:
Die Ahnen leben

Die Gräber der Ahnen – längst aufgelassen,
Die der Großeltern, der Väter und Mütter.
Ich kann solches bis heute nicht fassen,
Dass die Zeit ein Lebensverschütter.

Es ruhen schon Fremde auf ihren Gebeinen,
Die mir einst ihr eigenes Blut anvertraut.
Als Kind durfte ich noch mit ihnen weinen,
Alle haben so gut auf mein Herze geschaut.

...
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