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Titel
2364 Der Afghane 22.06.20
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Der Afghane

Er kam mittellos als einfacher Mann,
Kam aus dem fernen Afghanistan,
Wollte die Bedrohungen abschütteln,
Welche die menschlichen Ängste nur aufrütteln,
Sich aufmachen in neue Lebensbahnen,
Fliehen dem Tod – und den Tyrannen.

Vermögend ist er jetzt, angesehen,
Will zu den westlichen Werten stehen,
Sich nicht mehr an Ideologien halten,
...
2363 Die Nachricht 22.06.20
Vorschautext:
Die Nachricht

Und wieder hat sie uns erreicht:
Die Nachricht, die vom frühen Tode.
Das macht das Herz uns gar nicht leicht,
Denn dieses ist kein guter Bote.

Der da gegangen, stand uns nah,
Obgleich er fern von uns ja wohnte,
Weil er die Menschen gerne sah,
Er sich südlich im Urlaub sonnte.

...
2362 Zum Verweilen 21.06.20
Vorschautext:
Zum Verweilen

Da ist die Welt so wunderbar,
wo sie im Augenblick geboren,
den Nöten elegant entflieht,
weil sie nicht gerne Kummer trägt,
sondern die Seelenruhe pflegt.

Ja, wären wir nur immerzu
Brüder, Schwestern ganz im Geiste,
einfühlender Verharrung fähig,
wie wären wir den Engeln gleich
...
2361 An den Schöpfer 21.06.20
Vorschautext:
An den Schöpfer

Der Du die Zeit der Welten trägst,
Gib mir doch auch die Kraft zum Tragen,
Denn alles, was Du mir erwägst,
Kann hoffnungsfroh an vielen Tagen
Mir sagen, wie es weitergeht,
Nachdem doch meine Zweifel keimen
Und jeder nur für sich einsteht,
Wenn goldenen Hymnen wir nicht reimen.

Wie siehst Du mich und wie ich Dich?
...
2360 Ein echter Juni 20.06.20
Vorschautext:
Ein echter Juni

So vollgesogen waren jahrelang die Böden nicht,
Weil auch bei uns die Erden trocken darben.
Doch heuer mit viel Wechsel und viel Licht
Trägt wunderbar ein echter Juni Lebensfarben.

Endlich hat es lange genug geregnet,
Auch alle Regentonnen sind wohlfeil gefüllt,
Haben uns Wolken wasserreich gesegnet
Und so sehnlich den Frühjahrswunsch erfüllt.

...
2359 Trennungsnot 20.06.20
Vorschautext:
Trennungsnot

Natürlich trennten Viren die Gemeinschaft,
Haben so viele Menschen längst getötet,
Global viel Kummer in die Welt geschafft,
Mit Tränen Wangen der Nächsten gerötet.

Was noch vor einem Jahr so kerngesund,
Das wurde todesnah brutal getrennt,
Auf die Sekunde hin zur letzten Stund'
Getrieben, wo man doch die Namen kennt.

...
2358 Rettung von Erde und Leben 19.06.20
Vorschautext:
Rettung von Erde und Leben

Vierzig Millionen Menschen auf der Flucht,
Dafür gibt es natürlich auch Argumente,
Wo jeder nach besserem Leben sucht –
Und es gibt deshalb auch Alimente...

In früheren Zeiten flohen Menschen nur,
Wenn ihr Überleben ward stark bedroht,
Die Widrigkeiten mit Unwettern, Natur
Führten zu Armut, Not und Tod.

...
2357 Steh' nicht auf 19.06.20
Vorschautext:
Steh' nicht auf

Steh' nicht auf,
Wenn der Tag es will
Und noch Begehren wartet!
Dein Lebenslauf
Kennt doch sein Ziel,
Zu dem die Natur gestartet.

Bleib' ihr nah
Ohne Blabla
Am frühen Morgen.
...
2356 Stimmen der Liebe 18.06.20
Vorschautext:
Stimmen der Liebe

Es mehren sich die hellen Tage,
Kein Wolkendunkel kann sie stören,
Wo wir erkennen unsere Lage
Und auf die Vogelstimmen hören.

Nah an der Tränke, dort flanieren
Der Zaunkönig, Spatzen und Meisen,
Die uns das Leben hier vorführen,
Da wir jetzt fast alle kaum reisen.

...
2355 So leicht 18.06.20
Vorschautext:
So leicht

So leicht spricht der von Konkurrenz,
Der nur in eigenem Becken schwimmt,
Kennt nicht Natur, nicht Resilienz,
Weil er diese ja nicht wahrnimmt.

Lavendelbüsche blühen reich,
Darauf Wespen, Hummeln und Bienen.
Man glaubt, mit einem kühnen Streich
Könnten nur Stärkste sich bedienen.

...
2354 Aristotelisches 17.06.20
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Aristotelisches

Wäre das Wirkliche
immer das Wesen an sich,
so wäre das Unwirkliche
dem Wesen fremd.

Wäre das Wahre
an sich ein Wesendes,
so wäre das Unwahre
Teil eines Anderen,
jedoch auch wesend,
...
2353 Schwirrvolk 17.06.20
Vorschautext:
Schwirrvolk

Früh werden die Lavendelblüten
Vom Schirrvolke so reich beflogen,
Wollen den Frühling uns behüten,
Wenn wir den Tieren sind gewogen.

Gesegnet sei die holde Minne,
Wo Blütennektar sie antreibe,
Für uns zu süßer, reicher Last.
Fliege, Hummel, fliege Biene,
Blütenstaub dann fein abreibe,
...
2352 Frauenwelt 16.06.20
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Frauenwelt

Letztlich habe ich nie tatsächlich verstanden,
Was Frauen um mich herum wirklich denken,
Wenn sie anhängen in Gesprächen Girlanden,
Um den Augenblicken ihre Gunst zu schenken.

Niemals konnte ich dabei den letzten Rest
Ihrer Gedanken für mich wirklich entschleiern.
Und doch war es für mich immer ein Fest,
In ihrer Aura mit ihnen fröhlich zu feiern.

...
2351 Der Suchende 16.06.20
Vorschautext:
Der Suchende

Der Mensch wird in eigenem Dasein bleiben,
Selbst wenn die Suche immer weitergeht,
Er sich den Interessen will verschreiben,
Weil die Neugier sein Haupthaar umweht.

Neugierde kennt schon die frühe Wiege,
Daraus wird er deshalb niemals entfliehen,
Denn ein Augentier braucht immer jene Liege
Mit Neuem – darum wird er sich auch bemühen.

...
2350 Neugierde 15.06.20
Vorschautext:
Neugierde

Neugierde bleibt des Menschen Kraft
Ins Offene beherzt zu gehen,
Um mit ihr, die auch Frieden schafft,
Zu neuem Lande hin zu sehen.

So zeigt der Mensch sein Interesse
Und ist bekanntlich nicht ganz tot,
Wenn er sich sucht jene Adresse,
Die ihm gibt Auskommen und Brot.

...
2349 Der Wiederkehrende 15.06.20
Vorschautext:
Der Wiederkehrende

Baum und Strauch und Busch und Winde
Lieben Tage, die gelinde
Aus dem Jahr den Frühling holen,
Weil sie immer leben wollen.

Die Natur bringt uns den Willen,
Dass wir auf's Erwachen zielen,
Uns mit Jahren so versöhnen,
Die sich Regen angewöhnen.

...
2348 Liebe in Coronazeiten 14.06.20
Vorschautext:
Liebe in Coronazeiten

So übersatt sitz' ich im Haus,
Bestrahlt von dieser Filmewand,
Auch das treibt mir den Schweiß hinaus,
Das Smartphone meldend in der Hand.

Die Welt hol' ich zu mir herein,
Will mich den Viren gar nicht beugen
Und merke doch: Das kann nicht sein!
Man wird inhäusig doch recht eigen...!

...
2347 Das Wahrbindende 14.06.20
Vorschautext:
Das Wahrbindende

Willst Du das Wahre wirklich finden,
Musst Du Dich selbst ein wenig schinden,
Dort suchen, wo man's finden kann,
Woran man sich fest binden kann.

Sonst bleibt alles doch so beliebig,
Auch dort, wo manches sehr umtriebig
Zwar sucht, doch leider das nicht findet,
Wodurch man Fremdsein überwindet.

...
2346 Freiheitsirrtum 13.06.20
Vorschautext:
Freiheitsirrtum

Der Mensch, er irrt, solang' er lebt,
Selbst wenn er auf Wolke 7 schwebt
Und meint, er sei der Herr im Haus –
Schon lachen ihn die Viren aus!

Denn er meint stets, er wär' so frei,
Er lebte nur im Luxusbrei.
Doch leider irrt das gute Wesen:
Die Welt kann ohne ihn genesen!

...
2345 Naive Liebeserwartungen 13.06.20
Vorschautext:
Naive Liebeserwartungen

Wenn Liebe nicht Kulturform wird,
Sondern nur Trieb und eitel Lust,
Bleibt sie immer sehnsuchtsumschwirrt
Und sucht nach einer neuen Brust.

Doch kann das laute Freiheitshorn
Der Liebe da ein Schnippchen schlagen:
Immer den Blick gezielt nach vorn –
Das muss der Körper erst ertragen...!

...
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