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Titel
1390 Winterwandel 12.02.19
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Winterwandel

Wo früher die Schneewächten standen
und man kaum vorwärts kam,
liegt nichts mehr, wie's einmal war.

Kaum noch bringen Winter hierher
das Eis und Dauerschneemassen,
wie noch zu Zeiten der Ahnen.

Früher gruben wir Tunnels und Gänge
in meterhohe Schneemauern,
...
1389 Gewandelte Zeiten 11.02.19
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Gewandelte Zeiten

Die Zeiten, ja, die ändern sich,
Oft heimlich, still und leise
Und nehmen Dich und nehmen mich
Mit auf die Kulinarikreise.

Wer bislang als Gourmet bekannt,
Für den man Tellertürmchen baute,
Der reiste in ein Restaurant,
Wo das Lob auch zu Fotos schaute.

...
1388 Baumfäller 11.02.19
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Baumfäller

Im schönen Streuobstwiesenland,
Wo Wanderer geh'n zu alten Bäumen,
War weit und breit sein Schnaps bekannt,
Der hinreißt zu den schönsten Träumen.

Die Welt wollte den feinen Brand,
Er aber musste kräftig schuften,
Auflesen Obst im Wiesenland,
Das herbstens konnte herrlich duften.

...
1387 Der tollste Gockel auf dem Mist 10.02.19
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Der tollste Gockel auf dem Mist

Er hatte alle weggebissen,
Gemobbt und deren Ruf zerrissen,
Gemein und so sehr mannsaffin
Nun genverbreitet seinen Sinn.

So steht er auf dem höchsten Haufen,
Während die Hühner pickend laufen,
Kräht lautstark an sonnigen Morgen
Und weiß es allen zu besorgen.

...
1386 Ein Euro! 10.02.19
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Ein Euro!

Außen stand an Kleiderständern
Ein wunderbares, leuchtend' Schild:
„1 €!“ – gab es ja in vielen Ländern,
Im Billigstore mit seinem Bild.

Sie kaufte sich ein Damenshirt,
Denn da kann nichts verloren sein.
Und über allem sang ein Bird –
Wir war'n beim Kaufen nicht allein!

...
1385 Konfuzius 09.02.19
Vorschautext:
Konfuzius

Die Welt nach Harmonien abzusuchen,
mit Mut, Gleichmut das Gleichgewicht zu finden,
um den erstrebenswerten Weg zu gehen,
den uns das Sittenrecht verleiht.

Die anderen Menschen sehr zu achten,
Familien und Ahnen auch zu ehren –
das schafft Ordnung und Gefüge in der Welt
und gibt dem Streben nachhaltig Bedeutung.

...
1384 Der kleine Vogel 09.02.19
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Der kleine Vogel

So lange hörten wir ihn nicht,
den Vogelruf am Entenweiher.
Doch heute, beim Spazierengeh'n
erklang er in vertrauter Weise.

Erst sah ich nicht den Kleinen.
Da, erst bei seinem dritten Ruf
meinte im Strauchgestrüpp
sein Bildnis ich zu sehen,

...
1383 Es geht auch anders 08.02.19
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Es geht auch anders

Wenn nur noch Macht die Liebe treibt,
Wird sie ein hohes Alter nicht erreichen,
Denn wo allein die Herrschsucht bleibt,
Müssen Zartheit und Gelüste weichen.

Am Ende steht der Scherbenhaufen,
Es wabert hin und her der Krieg.
So wird die Liebe dem weglaufen,
Der glaubt, Scheidung sei schon ein Sieg.

...
1382 Coachingqueen 08.02.19
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Coachingqueen

Coaching gibt es doch überall,
Sogar mit Mädchen an südlicher Küste.
Sie tragen wenig, oft nur einen Schal,
Sind jung und haben noch straffe Brüste.

Trägt Umgang mit ihnen da noch die Würde,
Wo es zur Menschlichkeit vielleicht nicht reicht?
Nett sind sie, keiner springt über die Hürde,
Damit Aufsehen auch zur Mutkritik reicht.

...
1381 Die Verkäuferin 07.02.19
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Die Verkäuferin

Jung war sie und ernsthaft dabei
Fleisch, alle Würste zu verkaufen.
Sie fühlte sich dadurch stets frei,
Selbst wenn zur Kühlung sie musst' laufen.

Im Laden wie aus Erz gegossen
Stand sie und lächelte zum Kunden.
Obwohl sie Kindheit kaum genossen
Gab ihr die Arbeit schönste Stunden.

...
1380 Rentnermorgen 07.02.19
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Rentnermorgen

Morgens um halb Acht
Bin ich aufgewacht,
Habe dann um Acht
Den Kaffee gemacht.

Gesundheit will ich glauben,
Esse gerne Weintrauben.
Zur steten Wissensweitung
Les' ich sogar die Zeitung.

...
1379 Liebeshandeln 06.02.19
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Liebeshandeln

Die Würde trägt den Zauberschein,
Wenn er nicht mehr verdeckt muss jagen,
Kann offen in den Tag hinein
Das allerschönste Glück ertragen.

Das bleibt ein Vorrecht des Begehrens,
Muss doch stets nach Erfüllung streben,
Weil Körper trifft Geist des Verehrens
Und kann so den Wünschen nachgeben.

...
1378 Wo. 06.02.19
Vorschautext:
Wo

Wo Wutgelüste wachsen,
stirbt langsam alle Liebe,
versandet das Begehren,
schmilzt jede Lust dahin.

Wo Liebe weiter wächst,
schwindet Herrschsucht,
wächst jener frohe Wunsch,
der stete Nähe will.

...
1377 Plastiksteuer 05.02.19
Vorschautext:
Plastiksteuer


Ohne Druck werden auch künftig
Menschen die Erde nicht retten,
Wenn sie weiter unvernünftig
Sich nur auf Bequemes betten.

Denn wo Menschen frei agieren,
Wollen sie den Beutel füllen,
Deshalb Billigstes aufspüren,
Um die Erde zu vermüllen.
...
1376 Jahreserwartung 05.02.19
Vorschautext:
Jahreserwartung

Schon kann ich den Morgen sehen,
Die Straßenlampen sind längst aus,
Kann getrost ins Tagwerk gehen,
Denn die Sonne steigt ja auf,

Hangelt sich vom Grau ins Blau,
Streichelt Sträucher und die Bäume.
Wenn ich dann zum Himmel schau'
Und den Morgen nicht versäume,

...
1375 Begehren und Macht 04.02.19
Vorschautext:
Begehren und Macht

Schon immer haben schlaue Leute
Gewusst, wie die Geschlechter ticken
Und mancher Gläubige bis heute
Die Weisheiten werden abnicken.

Begehren voller Machtansprüche
Mag manchmal Angstschimäre sein,
Treibt auch Beziehungen in Brüche
Und lässt die Leidenden allein.

...
1374 Fastenzeit 04.02.19
Vorschautext:
Fastenzeit

Die Hektik treibt die Ruhe aus
Und mich aus meinem Schneckenhaus:
Mit Alkohol und Nikotin
Schwindet so mein Leben hin.

Da wirken stark die Fuselöle,
Sperren mein Hirn in seine Höhle.
Das ist eines der größten Sünden:
Es kann nichts Brauchbares mehr finden.

...
1373 Arbeitsethos 03.02.19
Vorschautext:
Arbeitsethos

Steh' auf, erfülle Deine Pflicht
Und geh' an Deine Tagesarbeit,
Sonst bleibst Du arm, Dein Leben schlicht,
Ums Geld gibt es immer nur Streit!

Sich in die Hängematte legen
Und frei von jeder Mühe sein,
Das mögen andere Menschen pflegen,
Armselig – und mit sich allein...

...
1372 War alles besser? 03.02.19
Vorschautext:
War alles besser?

Aus wohlbehüteten Kindertagen
mit dem Herd in Küchenmitte
in das Erwachsenenleben gehen,
Abschied nehmen zur Fremde.

Hatte doch Elternliebe mich umsorgt:
Ein Leben wie die Made im Speck!
Jetzt muss ich für mich selber sorgen,
einkaufen, Müll trennen, Wäsche besorgen.

...
1371 Glücksfall 02.02.19
Vorschautext:
Glücksfall

Sie ist die Frau seines Lebens,
die so wunderbar ihn trägt,
Gemüt, Gefühl, Seelenlage
als Lebensaufgabe sieht.

Hätte er sie nicht gefreit,
so wäre sein Leben leer,
stumpf, banal, unerfüllt,
sein Herz Pumpmaschine nur.

...
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