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Titel
5062 Packen
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Packen

Schon ist der Tag der Abreise heute gekommen
und alle warten vor dem Eingang auf den den Bus,
der wieder langsam nordwärts fährt und menschenvoll
auf dieser dreispurigen Autobahn bedächtig liegt.

Der Abschied, er macht jedes Mal betroffen,
denn schneller kam die Zeit zu ihrem Ende,
als wir nicht gar nicht richtig und behaust
im Südzweiheimatland gelandet sind.

...
5061 Melancholie
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Melancholie

Weltoffen bleibt die Lebenslust,
Findet herbstens ihren Durst
In den Gärten, in den Schänken,
Wo Trinker die Zeit verschenken.

Nicht, dass man dort säuft und trinkt,
Gar den Süchten ständig winkt,
Denn in Bier- und Straußengärten
Will Sinnieren sich erhärten.

...
5060 Nebel fallen
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Nebel fallen

Erste Nebel fallen tiefer
Auf die Häuser, auf den Schiefer,
Künden uns das Herbsten an
Und dass dieser zaubern kann.

Sonnenstrahlen kommen später,
Bringen nebelfreies Wetter.
Dörfer im Flussgrund erhalten
Alles, was da bleibt beim Alten.

...
5059 Die späten Tage
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Die späten Tage

Die späten Tage lassen uns viel Zeit,
Um über Altgewes'nes zu sinnieren:
Was war da schön, wo gab es Streit,
Was müssen wir denn da aufspüren?

Gelebt ist dieses lange Leben doch erst dann,
Wenn unser Vorhang endlich ganz geschlossen
Und man an Dingen nichts mehr ändern kann,
Nichts wiedergutmachen, das einst verdrossen.

...
5058 Alles im Griff!?
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Alles im Griff!?

Wieder einmal Vorratshaltung,
Alles in dem tiefen Keller,
Was an Existenzerhaltung
Hilft mit Euro, Cent und Heller.

Die Kartoffeln helfen dann
Ständig Wege einzusparen,
Und die kluge Hausfrau kann
So weniger Auto fahren.

...
5057 Errichte Deinem Trauma
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Errichte Deinem Trauma

Schicke doch Dein schlimmes Trauma
Endlich mutig in den Ersten April.
Im Leben hat's nichts verloren, sei nicht da,
Wo Freude und Plaudern das Ziel

Errichte Deinem Trauma kein Denkmal,
Schreib' lieber einen Roman.
Du hast noch immer die Wahl:
Dich zu retten – oder sterben im Wahn.

...
5056 Das gute Gefühl
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Das gute Gefühl

Wir haben nicht alles richtig gemacht
In unserem bisher'gen Leben
Und dabei leider nicht bedacht,
Dass Natur kann uns alles geben.

Neben Nahrung die Kleidung, die Wohnung:
So ist alles geliefert fürs Leben.
Warum sinnen wir dann nicht auf Schonung,
Müssen Naturvernichtung anstreben?

...
5055 Würdige Umweltschützer
Vorschautext:
Würdige Umweltschützer

Aktive Umweltschützer
haben eine Solaranlage,
haben Photovoltaikanlage,
haben großen Warmasserspeicher,
brauchen winters nur wenig Erdgas,
haben zum Umweltschutz keinerlei Frage.

Sie duschen und heizen mit Sonnenwasser,
sie nutzen den Strom vom eigenen Dach
und speisen den Reststrom ins Netz.
...
5054 Der Einsiedler
Vorschautext:
Der Einsiedler


Es nahm ein Mensch in Lebensgröße
Am Leben teil mit viel Getöse,
War im Netz hier und im Netz da,
Besuchsweis' in Amerika.

Unstet sein Wesen, seine Art,
Er trug ja einen Backenbart,
Musste sein Lebtag kritisch sein,
Blieb daher einsam und allein.
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5053 Schicksalshoffnung
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Schicksalshoffnung

Der Mensch bedarf der hohen Kunst,
Dass er von sich absehen lernt.
Dann kommt er in der Götter Gunst,
Weil er sich in die Welt entfernt,
Mit Neuem sich macht gern vertraut,
Indem er auf Ergänzung schaut,
Sein Selbst dabei auch leicht entkernt.

Dann sieht im Fremden er das Neue,
Das weltend längstens vor ihm da,
...
5052 Wahltag
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Wahltag

Früh am Morgen aus den Betten,
Um die Volksherrschaft zu retten
Und mit Freude und Bravour
Aufbrechen, was starr und stur.

Man hat sich vorher informiert,
Wer den Staat am Besten führt
Und den Wählerwillen kennt,
Gegen den er nicht anrennt.

...
5051 Mandatsprobleme
Vorschautext:
Mandatsprobleme

Wahlen bringen Neugesichter,
Die wir bisher nicht gesehen,
Ärzte, Anwälte und Richter,
Die mit uns zur Freiheit gehen.

Doch da gibt es auch Probleme:
Mancher sieht seine Person,
Mit der alles er sich nehme,
Was für ihn gerechter Lohn:

...
5050 Kinder der Vergänglichkeit
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Kinder der Vergänglichkeit

Trotz der Vergänglichkeit
in unendliche Hoffnung sehen,
wo der erhabene Schwan
als Majestät die Bahnen zieht,
um uns in späten Jahren
nachhaltig zu heilen.

Ja, nicht nur wir,
auch unsere Lebenszeit
braucht dieses Heilen,
...
5049 Feiner Tau
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Feiner Tau

Nach vielen, heißen Sonnenrunden
glänzt feiner Tau auf frischem Gras,
gibt uns in kühlen Morgenstunden
nun endlich wieder Lebensspaß,
bei dem man nicht von Glut erschlagen
schwer atmend ohne Decke liegt,
abseits von allem Wohlbehagen
sich in sein Klimaschicksal fügt.
Zurück kehren die Lebensgeister
und Vögel hört man wieder singen,
...
5048 Einheitsbrei
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Einheitsbrei

Reicht es denn nicht schon,
Wenn in fast all unseren Städten
Jener Zivilisationseinheitston
Menschen wirft in Werbeketten?

Lebensformen werden perfektioniert,
Im Großformat scheinbar glücksversöhnt,
Nur weil man stets medial dazu verführt,
Dass man sich seine Wurzeln abgewöhnt.

...
5047 Liebesheimat
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Liebesheimat

In ihrer mondgelinden Mitte
Zählt' er auf ihre leisen Schritte,
Mit denen sie ihm wurde nah,
Als er in ihre Augen sah.

Groß wie zwei rundleuchtende Sterne
Kamen sie aus der weiten Ferne
Hierher, das war ihr Flüchtlingslos
Und die Erwartung – die war groß!

...
5046 Fledermäuse
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Fledermäuse

Wie wunderbar schlagen sie Haken
Im Dämmerlicht, wenn Tage gehen,
Sich aus dem Unterschlupf nun wagen,
Wo abends sanfte Lüfte wehen.

Sie sind Flugakrobaten,
Orten alles mit Ultraschall,
Um fliegend Mücken zu erraten,
Die tänzelnd noch sind überall.

...
5045 Hitzeschäden
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Hitzeschäden

Da liegen sie, so weiß gebleicht:
Zucchiniblätter in der Sonne.
Ozon hat sie längstens erreicht
Und leer ist unsere Regentonne.

Blüten und Früchte sind verkümmert,
Kaum Chlorophyll wird mehr gebildet:
Die Heißzeit hat alles verschlimmert,
Die Triebe krumm und ganz verbildet.

...
5044 Weltgewissen
Vorschautext:
Weltgewissen

Gibt es ein Weltgewissen?
Das gibt es sicher nicht.
Wo Menschen meinen müssen,
Bleibt alles ihre Sicht.

Denn das Gewissen sagt,
Was sie n i c h t machen sollen.
Doch alles, was gewagt,
Hängt auch am Menschenwollen.

...
5043 Versuche niemals
Vorschautext:
Versuche niemals

Versuche niemals ein Engel zu werden,
Wo man als Teufel Dich etikettiert
Und mit den üblichen Feindbildbeschwerden
Deine traute Umgebung listig verführt.

Ein Komplex, dauerhaft ausgebrütet,
Bleibt virulent in den Tiefenregionen,
Wird dort von der kranken Seele behütet,
Weil Gemüt und Sinne in hässlichen Zonen.

...