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Titel
5362 Säulenbäumchen
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Säulenbäumchen

Gar mancher mit sehr kleinem Garten
Beklagt, dass er zu wenig Platz,
Um mit Obstbäumen hier zu starten
Und anzulegen einen Schatz.

Darauf hat man längst reagiert:
Die wunderbare Züchterzunft
Hat Lösungen herbei geführt,
Die mehr sind, als Ansagegunst.

...
5361 Noch einmal
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Noch einmal

Noch einmal treibt ein Sommertag
Das Thermometer ganz nach oben
Und, weil er den September mag,
Schickt er den Blauhimmel von droben.

Noch einmal ist's heißtrocken hier,
Gern würden Pflanzen dieses meiden,
Reptilien und das Schwebgetier
Kann diese Wärme sehr gut leiden.

...
5360 Über Einflüsse
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Über Einflüsse

Dem einen wird die Luft zu dünn,
Der andere scheint nur zu schwitzen,
Noch einer hat nur sich im Sinn:
Er sucht sich ständig selbst zu schützen.

Dann reden sie von Stallgelegen,
Wo Seilschaften längstens im Rennen,
Wodurch sich manchmal Feinde regen,
Um Herrschaften gleich weg zu stemmen.

...
5359 In einem guten Kabinett
Vorschautext:
In einem guten Kabinett

In einem guten Kabinett
Sind alle zueinander nett.
Man lächelt, unterhält sich gut
Und macht sich gegenseitig Mut,
Probleme reichlich zu erörtern
Und sie in Statements zu bewörtern.

Manch' Mutti ist da mitten drinnen,
Steuert zielführend und mit Sinnen
Hebt manchmal nur den kleinen Becher
...
5358 Unser Herbst
Vorschautext:
Unser Herbst

Die Böden riechen wieder erdig
und frisch, nachdem sie Tau benetzt.
Doch Gräser liegen braun, verdorrt
und Risse sind uns aufgefallen.

Da wird es Zeit für unseren Herbst,
aufatmend stehen Bäume, Sträucher,
wenn es nachts ein paar Tropfen setzt
und morgens schwirrend Vögel fliegen.

...
5357 Normal glücklich
Vorschautext:
Normal glücklich

Auf einer Klassenjubiläumsfeier
Trafen sich alle einmal wieder.
Man saß am Bach, beim großen Weiher
Und streckte dort die alten Glieder.

Wie waren manche aufgerückt!
Wie hatten sie ihr Glück gepackt,
Sich mit dem Riesenhaus geschmückt
Und kaum dabei wirklich geplagt!

...
5356 Kinderseligkeiten
Vorschautext:
Kinderseligkeiten

Wie war das erste Lebensjahr so ohne Gehen,
Als ich allein noch in der Eltern Gunst,
Ganz nahe sie mich herzend sehen,
Erfahren durft' allein die zarte Kunst!

Mit den Geschwistern kam die erste Kränkung,
Denn Elternliebe musste sich nun teilen.
Und jetzt erlebte ich die Liebeslenkung:
Nicht immer konnten Eltern bei mir weilen.

...
5355 Vom Ende her gedacht
Vorschautext:
Vom Ende her gedacht

Vom Ende her gedacht
Bleibt aller Anfang Hoffnung,
Denn wo der Geist erwacht,
Flieht er der Niederung,
Der Politik der Kindereien,
Dem Scheingefecht, dem lauten Schreien,
Weil das Gewissen äugend wacht.

Es sagt NEIN zu Untaten,
Die wir vorsätzlich planen,
...
5354 Heimkehr
Vorschautext:
Heimkehr

Nach den vielen Infusionen
Edlich wieder dort zurück,
Wo Annehmlichkeiten wohnen
Und mein ganzes Lebensglück.

Anmut fehlte mir, das Lächeln,
Welches mir den Tag ankündigt,
Um mir Hoffnung zuzufächeln –
Dadurch bin ich nicht entmündigt!

...
5353 Oktober
Vorschautext:
Oktober

Noch standen zuvor die Tage im Flimmern
Und ließen uns Menschen reichlich schwitzen.
Niemals wollte da ein Wölkchen schimmern
In dieses Jahres unsäglichen Hitzen.

Doch endlich kündet uns der Oktober
So langsam die Macht des Herbstes an.
Die Geranien blühen in feinem Zinnober,
Woran unser Aug' sich erfreuen kann.

...
5352 Der Gabentisch
Vorschautext:
Der Gabentisch

Am Ehrentag mit Rotgirlanden
Kommt sie freudig zum Gabentisch,
Wo päckchenweis' Geschenke standen:
Das Plastikzeug voll Buntgemisch.

Und mit viel Mühe und viel Not
Entpackt sie nun das Allerlei,
Auch Süßigkeiten, Mandelbrot,
Dazwischen manches Schokoei.

...
5351 In Luxushäusern
Vorschautext:
In Luxushäusern

Früher kroch die stumpfe Herbsteskälte
In Häuser, Kleider und in die Glieder.
Das rauchende Heizsystem, recht fatal,
Ließ uns sitzen und reden und war geschaffen,
Dass es uns wärmte – auch unsere Lieder!

Ach, waren die Häuser früher noch kalt,
Selbst wenn die Seelen da tief in Frieden,
Erfühlten alles, was sehr familial,
Selbst dort, wo die dörfliche Not
...
5350 Sonnentage in Italien
Vorschautext:
Sonnentage in Italien


Nur einen Tag hellstiebender Regen,
Den das saugende Land doch braucht,
Um den Himmel zur Erde zu legen,
Wenn die Hitze das Kühlende staucht:

Das weite Land mit Lößböden
Und recht hohem Wasserstand,
Mit Kanälen, die nicht mehr in Nöten,
Weil sie gut gefüllt – wie das Land.
...
5349 Taghoffen
Vorschautext:
Taghoffen

Wenn das hellere Licht aufscheint,
Müssen Dunkelschatten gehen
Und, was gestern noch beweint,
Darf jetzt erste Hoffnung sehen.

Keine Zeit bleibt ungelebt,
Wenn die Strahlen wieder locken
Und das Denken neu bewegt,
Wo nachts die Ideen hocken.

...
5348 Spatzenkinder
Vorschautext:
Spatzenkinder

Gesellige Spiele der kleinen Flieger
wecken mit Zwitschern die Alten auf.

Unter den noch laubenden Beerenbüschen
lässt sich leichthin ein Schwätzchen halten.

Man streitet, man flunkert und man balgt sich,
sucht frisch ausgeflogen den Schulterschluss
mit der Kleingruppe in launiger Fröhlichkeit,
wo Nahrungsfülle den Hunger stillt.
...
5347 Wortklaubereien
Vorschautext:
Wortklaubereien

Zum wortschwellenden Dauergewächs
gesellt sich übersteigertes Selbstbewusstsein.

Die Egomanie beherrscht so den eigenen Geist –
Energieverschwendung im Abwehrkampf:

Das hat Du mir nicht gesagt!

Ich habe nicht gesagt, dass...

...
5346 Absehkunst
Vorschautext:
Absehkunst

Von sich selbst absehen lernen
Heißt, den Tag anders besternen
Und sich an das Außen halten,
Nicht Register nur verwalten.

Aktiver stell' ich Welt mir vor:
Sie öffnet uns ein neues Tor,
Wo man lernt, von sich abzusehen,
Um Neuland wieder zu begehen.

...
5345 Landsmannschaftskomplexe
Vorschautext:
Landsmannschaftskomplexe

Sich immer nur mit seiner Herkunft identifizieren
Und dominant den Eigenglauben zu verstehen,
Andere zur Übernahme des Mentalen zu verführen,
Sich dabei ganz allein als Einmaligkeit vorsehen:

Wer Landsmannschaftskomplexe ständig teilt
Und sich dabei in der Unterlage muss dann sehen,
Weil er nur in seiner Parallelideewelt starr verweilt,
Der kann anpassend an Neues sich nicht sehen.

...
5344 Sind wir noch zu retten?
Vorschautext:
Sind wir noch zu retten?

Die Erde kocht und mit ihr kocht die ganze Welt,
Die Menschheit wirr und sehr schlecht aufgestellt,
Denn die Szenarien sind doch kein Lusttheater,
Es lauert längst der Sensenmann, unser Gevatter!

Anstatt endlich Verhütung weltweit geistig durchzusetzen,
Sind weiterhin wir sehr bedroht von Menschenexplosion,
Denn Menschmilliarden, die das Klima dauerhaft verletzen,
Sind gegen jeden Plan und jede Schöpfungskreation.

...
5343 Am Meeresstrand
Vorschautext:
Am Meeresstrand

Der Urlaub bringt die Welt zum Sonnen,
Wo grandios nur Wellen spielen
Und präsentiert uns jene Wonnen,
Bei denen wir Entspannung fühlen.

Wir schwimmen in den großen Wassern,
Sind dort ganz frei und ungebunden,
Fern von den Rasern und den Hassern,
Weil wir uns zur Distanz gewunden.

...