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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Die Gunst der Muse Helga
Vorschautext:
Wer schreibt, erwartet keinen Orden,
er tuts, weil er es eben kann,
auch ich hab nichts dadurch erworben,
schreib, was der Geist sich einst ersann.

Ich sehe bunte Blumen blühen,
dort, wo der Winter Hand anlegt,
und seh` die Lagerfeuer glühen,
wo kalter Wind durch Felder weht.

Tief unten auf dem Meeresboden
ich so manche Perle fand,
...
einfach so Farbensucher
Vorschautext:
zugefallen
ist unverdient
ein Lottoschein
eine Türe
umfallen
Unbeständigkeit
gefällig sein
Helfersyndrom
Kalkulation
gefälligst
ein Befehl
vorauseilender Gehorsam
...
Immer Kind {299} Jacob Seywald
Vorschautext:
Der Sommer neigt sein Haupt,
dem dunklen Tag entgegen.
Und welch ein Segen überhaupt,
in Sommerzeit zu leben!

Die Askese fordert mich heraus,
mein Verzicht auf Regulierung.
Doch daraus wächst, so schaut es aus,
nur traurige Resignierung.

Ich verliere jede Sicht
und schaue wie ein Kind.
...
Missglückte Dichtkunst eines Schrotthändlers Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
- „Nonsensgedicht“ -

Was er zum Besten gibt, ist in der Regel Schrott,
aus dem Zusammenhang gerissene Inhalte,
zusammengeklaubt, bis zum Geht- nicht- mehr verdreht,
die zerstückelten Worte presst er ins Reimschema.
Substanzloses Geschwätz, aus der Luft gegriffen,
tautologisch, bar jeglicher Logik, ohne Sinn -
Gedanken verheddern sich in Widersprüche.
Leser zweifeln bei dem „Unsinn“ an seinem Verstand.
Wer die verquere Schrott-Lyrik des Dichters liest,
läuft Gefahr an einem Augenkrebs zu erkranken
...
Schutzengel Florian
Vorschautext:
Lieber Schutzengel mein,
lasse mich niemals allein.
Sei bei mir, bei Tag und Nacht,
bewahre ob der Menschen Niedertracht.

Zeige mir, was gut und wahr,
lasse mich sehen, rein und klar.
Sei bei mir, in Freud und Leid,
bewahre ob der Gegner Neid.

Hilf erkennen, den rechten Weg,
lasse mich ihn gehen, selbst wenn´s niemand versteht.
...
Dreck im Wind! Bernd Tunn
Vorschautext:
Die Gäste wünschen Oberdeck.
Sonnen sich im Urlaubszweck.

Schiffskoch mahnt wieder an.
Zum Eimer leeren jeder dann.

Der Inhalt war so voller Dreck.
Der flog auf Luv in Leute keck.

Schiffsjunge Entsetzen schuf.
Schnell versaut er seinen Ruf.

...
Der Traum Klaus Lutz
Vorschautext:
Ich koche gerade Kaffee. Stehe am
Fenster. Sehe die Strasse. Die Bäume.
Die Häuser. Und wie die Sonne
aufgeht. Und liebe den Morgen. Die
Stille. Die Welt. Und das Leben. Und
die Farben. Die Spiele. Und Märchen.
Und fliege mit jeder Sekunde. Und bin
jeder Stern. Und weiss wie jeder Traum
wahr wird.

Ich sitze in der Ecke. Trinke Kaffee.
Sehe die Tür. Die Wand. Das Regal.
...
Reich meiner Träume Meteor
Vorschautext:
Ich schließe meine Augen
beginne, an alles zu glauben
lasse mich frei fallen
in eine Welt frei von allem

frei von Angst
frei von Schmerz
frei von Arroganz
frei mein Herz

ich verliere mich in Träumen
fliege frei über Länder ohne Zäune
...
Auflösung Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Immer seltener
bewohnt mich,
was ich fühle.

Die Freude kommt
mit fremdem Mund.
Das Weinen
findet ohne mich statt.

Tief unter allem
noch dieser kleine Trotz,
der einmal
...
Die Mischehe Ewald Patz
Vorschautext:
Das Schwarz hat sich in Weiß verliebt-
nahm Weiß zu seiner Frau ,
drei Kinder haben sie gezeugt-
die sind jetzt alle grau.
im Miteinander Farbensucher
Vorschautext:
Ein Hornissennest.
Summen am Küchenfenster
im Miteinander.


*Haiku
Anstand Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Ich kenne das Wort,
das dich klein macht.

Du hast es mir
in einer Nacht gegeben,
als du bei mir
sicher warst.

Jetzt liegt es
unter meiner Zunge.

Wir sind wütend.
...
Sterne zählen Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Sterne zählen

Wer als Mann Sterne zählen kann,
Den hat das Schicksal gern:
Bei ihm kommt es aufs Lachen an,
So wird er selbst zum Herrn.

Wenn sie Sterne zählen kann,
Bleibt sie als Frau sehr frei geboren:
Die halten sie in ihrem Bann,
Bleiben ihr glücksverschworen.

...
Auch das Genießen Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Auch das Genießen

Auch das Genießen will gelernt sein,
Lässt uns im Leben nicht einsam sein:
Genüsse, die wir als angenehm auffassen,
Können wir in Freiheit durchaus zulassen.

Soweit das nicht in Sucht ausartet,
Man sich selbst Gutes aufwartet,
Wird die Lebenslinie bunt gemalt,
Damit sie sanft Seelen bestrahlt.

...
Die Wahl vom Mensch Simon Käßheimer
Vorschautext:
Ein Wal hat keine Wahl,
ein Pfosten ist’s meist - aus Stahl.
Eine Glatze ist kahl,
doch das auch oft egal.
Wahl ist es und bleibt es,
nur wenn man betreibt es.
Und ist’s auch die vom Wal,
sie ist’s nicht egal.
Herbstwarm Wildkraut
Vorschautext:
Wilder Wein
grün
wartend
auf Wärme
noch
ein paar Tage
dann
wird er rot
vor Freude
aber
niemand
sieht es
...
Ein kleines Glück Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Wünscht sich doch ein Jeder,
viele sogar hier und heute.
Reicht es denn noch für alle
auch für die kriegstauglichen Leute?

Glück braucht Frieden in allen Herzen,
Fröhlichkeit kann auch nicht schaden.
So könnte es eventuell gehen,
im Deutschen Kolonialwarenladen.

Es gibt Tage, da reichen Badelatschen,
an anderen Tagen geht’s mit Sonnenbrille.
...
Wohlstandsmüll Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Strand zu viel Plastik
Kronkorken zahlreich im Revier
Schön bunt
Hinterlassenschaften global
Glasscherben leuchten in Sonne

Farbenprächtig dekoriert
Inspiration für Fotos
Manches sehr bizarr

Kräftiger Nordost
Wasser brodelt
...
Wer ich bin Meteor
Vorschautext:
Ich bin mehr als nur mein Hier,
mehr als mein Name auf Papier.
Ich bin mir unsicher, wer ich bin.
Ich suche in mir nach dem Sinn.

Bin ich die Version für eine Welt,
zeig ich mich so, wie es gefällt?
Die Zweifel nagen in der Nacht,
wo mein Innerich mich auslacht.

Wer ich auch bin, ich bin momentan.
Bin nicht nur das, was andere sehn.
...
Die Erlösung Klaus Lutz
Vorschautext:
Wenn es keine Torte mehr gibt. Und
keinen Sekt mehr. Und auch das Fleisch
ausverkauft ist. Und es keine Grillorgien
mehr gäbe. Und kein Mensch mit
Übergewicht. Und es nur Schönheit und
Wahrheit gäbe. Und Mallorca vom
Mittelmeer verschluckt worden wäre.
Gäbe es dann mehr Depressionen? Mehr
Zweifel am Leben? Und mehr Überdruss?
Oder wäre das Leben dann schrecklich?
Und ich denke: Ja! Das Leben wäre dann
grausam.
...