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| Titel | Autor | |||
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| Volkseinsicht | Meteor | |||
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Vorschautext: Wir sind ein gebrochenes Volk, leben unter einer geladenen Waffe. Keine höhere Macht ist uns hold, sind allein inmitten blökender Schafe. Erinnerungen im mahnenden Schall, vor hundert Jahren aus der Ferne, drohen zu verblaßen im kalten Verfall, verlieren ihre abschreckende Lehre. Werden wir im Sündenrückfall brennen, die Fehler unserer Ahnen wiederholen? ... |
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| Schmetterlinge | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Schmetterlinge wissen genau was ihnen blüht. Sie sind schlaue, bezaubernde Sommervögel |
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| Die Erwartung | Frank Dörfl | |||
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Vorschautext: Die Erwartung die an einen gestellte werden, um die Norm zu erfüllen. Fühlt man den Schweiß Fliesen , von der Unmacht die entsteht . Wen man die Erwartung nicht gerecht werden kann. Der Schweiß fließt und erfüllt, das fließen der Unmacht . Die Norm fühlt man, und fühlt auch das nichts Den Druck spürt man auf der Brust, und die Wut kocht. Selbstzweifel macht dich breit, wen man sich den ganzen hin gibt. In den Glauben die Erwartung zu erfüllen, und das die Erfüllung gleich ab geliefert werden muss. Erwartung zu erfüllen, und die Erwartung ist geliefert. Glauben ganz hin , und die Erfüllung Wen das geben ist spürt man die Macht , von den anderen. Der einen die Erwartung gestellt hat, und den Druck auf ein erhöht. Das das keine Erwartungen ist , sondern ein befehl. Das nährt die enteuschung, den gegenüber. Befehl oder Erwartung, Erwartung oder Druck Erwartung oder enteuschung, und oder Selbstzweifel Das ganze bringt nichts wenn man unser Druck gesetzt wird. Und keine Zeit hatte die Erwartung, zu erfüllen. Oder keinen Spielraum dafür hat, um sie gewissenhaft zu erfüllen. Dan ist es ein befehl, anstatt ein Gefallen. Dan kocht die Wut auf den anderen. Und man fühlt sich dan Unferr, und endeucht. |
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| Rosa! | white Peach | |||
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Vorschautext: Rosa ist die Welt Rosa ist ein Stern der fällt Rosa Wolken Blau ist doof Ich mag Rosa! Schönstes Rosa Bin das schönste Mädchen Rosa meine Schuhe Rosa ist mein Kleiderschrank In meinem Spiegel: ... |
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| Vogelperspektive | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Heute flog ich über dein Haus. Ich finde, es sah winzig aus. Du meintest ja selbst, es sei ziemlich klein. Recht hast du, da kannst du dir sicher sein. Es handelt sich tatsächlich nur um eines Hauses Miniatur. Das sah ich von oben ganz genau, denn mein Flugzeug stand eine Weile im Stau. Im Garten sah ich dich winkend stehen. Du hast mich am Flugzeugfenster gesehen. Recht klein warst auch du, doch standest du schon zum Haus in der rechten Relation. |
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| Hoyersworter Empfangskommittee | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Pechschwarz, weiß, fuchsrot und blond wie Garben, Die Glückskatze hat ein Fell in vier Farben. Welch ein gelungenes Fell-Design! Sie kommt zu mir. Das Glück ist mein. Ein schnurrendes Bündel Wohlbehagen auf meinem Schoß kann ich vertragen. Ich bin sicher, dass ich Glück jetzt hab’. Das Fell nicht, aber das Wohlbehagen färbt ab. Na sowas! Die Glückskatze ist nur eine von zwei’n. Kein Wunder! Glück kommt ja nur selten allein. |
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| Der Reisepfirsich | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Mein Umgang mit ihm war nicht ganz sacht: in den Rucksack ihn stopfen? Wie unbedacht! In seiner einst runden Form die Dellen stammen vielleicht von den Bodenwellen, oder sie wurden auf andere Weise zuteil ihm auf unserer Wanderreise. Kommt ein Pfirsich im Rucksack zu liegen, neigt er dazu, sich in Falten zu schmiegen. Kann sein, er wird dabei etwas eckig und der Rucksack von innen dreckig. Ich fragte mich: Wo steckt er nur. Dann folgte ich einfach der saftigen Spur. ... |
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| Unterwegs | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Zu verreisen macht mich froh. Die Qualität des Anderswo durchbricht des Alltags Immerhier. Zu verreisen lob’ ich mir. Seinen engen Horizont erweitert, wer verreist, gekonnt. Die Perspektive zu verändern fällt leicht beim durch-die-Lande-schlendern. |
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| Friedensdorf im Hinterland | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Hinter etwa sechs Bergen ganz abgeschieden gibt es noch Idylle und Frieden. Nomen est omen, das merke dir wohl! Friedensdorf heißt dieser Ruhepol. Es handelt sich nicht um den Nabel der Welt. Das ist es, was mir so gut gefällt. Überwältigend wenig bis gar nichts ist los. Da plätschert die Dautphe durch Gras und Moos. In Baumwipfeln säuselt ein sanfter Hauch. Da kennt man im Nu jeden einzelnen Strauch ... |
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| Alle Wetter! | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Der Wetterfrosch hielt sein Versprechen nicht. Der sonnige Himmel blieb nicht lange dicht. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit an diesem Tag ging über in zaghaften Niederschlag. Das Maximum war noch lang nicht erreicht. Am Anfang tröpfelte es nur leicht. Sprühregen fiel auf Schirme und Mützen und bildete nach und nach erste Pfützen. ... |
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| Einzigartig | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Wer nicht Fotoshop nutzt, hat's womöglich begriffen: Wir sind ungehobelt und ungeschliffen. Wer aber wagt, zu sich selbst zu stehen, schafft auch, in einen Spiegel zu sehen. Und wer nicht, vermeint vielleicht, für ihn spräche die retouchierte Oberfläche. Doch Ecken und Kanten sind nicht zu tadeln, sie und die Falten sind’s doch, die uns adeln. Durch sie offenbart sich im Laufe der Zeit unsere Einzigartigkeit. |
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| Frosch-Schicksal | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Das Leben von Fröschen hat einen Haken: Sie können nicht sprechen, sondern nur quaken. Ihr Lebensraum, ihr ganzes Reich ist nur ein kalter, nasser Teich. Außerdem riecht der durch und durch nach Entengrütze und nach Lurch. Sie können nicht über ihr Schicksal reden, und darum interessiert es nicht jeden. |
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| Wasserscheu | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Das Meer sei eigens zum Baden gemacht, hatte ich ursprünglich gedacht. Doch riskier’n will ich nichts, denn mir deucht, das Meer ist heute womöglich feucht. Ich bevorzuge, beim Baden trocken zu bleiben und auf dem Badetuch hocken zu bleiben. |
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| Lebenskünstler | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Das Tier, das - obgleich es ständig was tut - wie kein anderes in sich ruht, will meistens just deinen Platz besetzen, und mitunter nur seine Krallen dran wetzen. Mal will es dir stumm um die Beine streichen, mal miaut es zum Steinerweichen und verlangt so mit Nachdruck, Filet zu speisen. Mal zieht’s vor, sich wälzend das Dasein zu preisen. Oftmals stellt sich das Tier ganz und gar in den Mittelpunkt und ist dann plötzlich unsichtbar. Was es auch tut, tut’s in aller Ruhe ganz frei von Gehabe und ohne Getue. ... |
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| Das Schicksal der gelben Himbeere | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Die gelbe Gartenhimbeere grämt, dass sie nicht frei durch Wälder düst. Sie wurde eingezäunt und gezähmt und hat ihren gesunden Teint eingebüßt. Nur ihre Form gleicht noch der ihrer Oma. Man hat mit ihrer Zucht bezweckt, dass die Farbe verblich und mit ihr das Aroma, weshalb sie vergilbt aussieht und schmeckt. |
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| Vom Licht vertrieben | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Einst gab es ihrer am Himmel viel. Doch heute? Keine Sternchen mehr über Kiel. Sie scheinen unsere Stadt zu meiden, denn sie mögen das Licht nicht leiden. Sterne verschwenden nicht gern ihr Funkeln im Hellen. Sie strahlen lieber im Dunkeln. Ich gäbe die Stadtbeleuchtung gern her für ein prächtiges Sternenmeer. |
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| Vielversprechend | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Die imposanten Wolkengebilde führen womöglich etwas im Schilde. Sollte durch sie das Wetter sich wenden? Werden sie ergiebigen Niederschlag spenden? Als Vorhut vor dunklen Wolkentürmen sind Böen dabei, das Land zu erstürmen. Die Wolken schließen sich zu Bergen zusammen. Gleich steht hier der Himmel in zackigen Flammen. |
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| Heilung eines gebrochenen Herzens | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: -Fiktion - Mit dem Herzen war er nicht bei der Sache, bewältigte mechanisch monotonen Alltag. In einengenden Gedankenschleifen gefangen, war er Automatismen hilflos ausgeliefert. Er fühlte sich wie ein humanoider Roboter, fremdgesteuert, auf Höchstleistung programmiert. Doch bar jeglicher emotionaler Regungen sich selbst und anderen gegenüber handelte er unreflektiert und „herzlos“. Seine Seele versteinerte nach all dem Leid ... |
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| Essen fassen (eine wahre Geschichte) | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Ins Joghurt habe ich Früchte geschnitten und wäre schon fast zur Tat geschritten, es gleich zu Hause zu verspeisen, doch die Idee, an den Strand zu reisen, ist mir gerade noch gekommen. Mein Fruchtjoghurt habe ich mitgenommen. Am Strand habe ich meinen Claim abgesteckt und darin meine Picknicktafel gedeckt. Kaum hab’ ich bei meinem Joghurt gesessen, kam mir in den Sinn es aufzuessen. Doch wie wird man von Joghurt satt, ... |
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| Wetterfühlig | Eva Pietsch | |||
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Vorschautext: Das Wetter findet’s heut’ draußen nicht toll und weiß nicht, wohin es mit sich soll. Verständlich! Wer hat schon bei Bindfadenregen Lust, sich außer Haus zu bewegen. Wer einfühlsam ist, hat fürs Wetter Gespür und jagt solchen Tages es nicht vor die Tür. Seinem Verweilen im Haus hab’ ich zugestimmt, solang’ es sich drinnen gut benimmt. So befleißigen wir uns im Stubenhocken und haben’s behaglich, warm und trocken. |
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