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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Windrichtung Farbensucher
Vorschautext:
Die einen sagen dies, die andern das -
Du änderst mit dem Wind jäh die Richtung.
Es tut mir leid. Ich schwing und dreh nicht mit -
Lass dich allein. Wohin geht dann dein Schritt?
Wissen - Resümee - Caeli
Vorschautext:
Wissen

Hochkonzentrierte Datenlage
Weltumfänglich extrahiert
Doktorens Gewissenlage
Universell über Jahre hingestiert

Capsulated und komprimiert
Haltbar für ein Leben lang
Schnittstellenoptimiert
Abstrakt, wird mir fast bang
Wissensbasis strukturierte
...
Echo in den Augen Max Vödisch
Vorschautext:
Ich starre hoch, der Himmel grau und leer,
der Tag flackert wie ein Bildschirmfehler her.
Dein Blick taucht auf, so giftig und so grell,
zu hell für diese Welt, digital entstellt.
Ich flüchte heim, will mich im Dunkeln fassen,
doch selbst mein Kissen kann dich nicht entlassen.

Der Morgen kommt, der Kaffee bleibt nur bleich,
am Fensterglas regiert dein Schattenreich.
Als wärst du nie gegangen, stehst du dort,
ein Standbild ohne Atem, ohne Wort.
Strichmännchen, Schatten, alles wird verschwommen,
...
Elferrat und Funkengarde Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Der Elferrat war nicht komplett,
es floss viel Schnaps und Bier.
Zum Rosenmontagsball im Saal
war'n nur noch "achte" hier.

Am Faschingssonntag trank man schon
auf bunten Faschingswagen,
gleich drei Minister fielen aus,
die ham nicht viel vertragen.

...
Wenn Noah wieder auftaucht Max Vödisch
Vorschautext:
Kommt raus aus euren Feeds,
kommt raus aus euren Räumen,
so einen wie Noah
sah man lange nur in Träumen.

Alle bauen an etwas:
Start-ups, Profile, Plan.
An Bildern, die glänzen sollen,
damit man sie teilen kann.

Manche schreiben Listen,
manche löschen sie sofort.
...
Zwischen Gischt und Gesang Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Der Sturm erwacht, die Wellen steigen.
Der Himmel reißt auf wie Zeichenpapier.
Blitze zucken wie zischende Peitschen.
Der Salzwind schreit zornig über dir.
Die wütende Gischt weiß noch ihre Namen,
die damals nicht nach Hause kamen.
Der Wal richtete die Kühnen und Harten
für ihre dunklen Greueltaten.
Die Männer wurden zu Treibgut im Blau,
das nun nicht mehr so stürmisch rau
die Boote durcheinander wirbelt,
wie Strähnen um den Finger zirbelt.
...
Kleine Gaben für dein Heute Claudia Behrndt
Vorschautext:
Gönn dir heute einen Moment ganz sacht,
sei stolz auf dich, auf das, was du geschafft.
Atme frei, die Seele wird entfacht,
weil Dankbarkeit dein Herz nun leise kraft.

Lass Druck nun zieh´n, wie Nebel vor dem Licht
und halte inne, nur für dich allein.
In stiller Ruh wird vieles wieder schlicht,
so darf der Tag ganz freundlich zu dir sein.

Und wenn der Abend still am Fenster steht,
nimm Wärme mit in Herz und Hände fein.
...
Durch mein Fenster Farbensucher
Vorschautext:
Es klopft. Ein Freund schaut durch mein Fenster.
Ich zöger. Suche nach mir
und denke: Es sind  ja nur
ein paar Schritte bis zur Tür.

Mein Lächeln, abgelegt, hängt
noch an der Garderobe.
Dem Spiegelbild fehlt ein Gesicht.
Wer bin ich ohne?

Ich könnte meine Mitte zeigen,
die Lebenssplitter,
...
Der Blinden ihr trauriges Lied 1800- 1900 Peter Leitheim
Vorschautext:
Blindenschulen in den Jahren 1800 – 1900
Historien - Gedicht.
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Gedicht - Nr. 1237
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Wohl denen die Gesund, die, Sehen, Hören Riechen und Fühlen können.
In früheren Zeiten weggesperrt, führten sie ein karges, freudloses, hartes Leben
mit oft schwerer Arbeit unter strenger Zucht - ohne Freude und Hoffnung.
Blinden - Schulen
Der Tag begann mit einem Gebet und einem Lied der Hoffnung.
Dann folgte strenge Zucht- ein karges Essen – harte Arbeit - Unterwerfung.
Ein Leben ohne Freude – Liebe – Zärtlichkeit - Hoffnung
...
WEF 2026 Katzenovia
Vorschautext:
***

Ein Dorf wird wieder zugemauert,
mit Möchtegerns und den Begierden,
sie zeigen sich mit ihren Zierden
der Weltwirtschaft, die sich belauert.

Sie fahren an mit ihren Trossen.
Politiker und die Vasallen
sich präsentieren in den Hallen,
bejubelt nur von den Genossen.

...
Müßiggänger Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Müßiggänger

Was wäre der Mensch ohne Bequemlichkeit?
Nur eine Schönheit in eigenem Spiegel?
Wie käme er jemals zu größerer Freiheit,
Schmelze er nur ständig Blei im Tiegel?

Da muss man sich an Müßiggang gewöhnen,
Damit man sich etwas mehr Freiheit wähle:
Das Gemüt darf sich mit Lächeln versöhnen,
Wo es sich ein wenig aus der Gegenwart stehle.

...
Nur ruhig Blut Käti Micka
Vorschautext:
*****
Nur ruhig Blut

Der Winter
soll sich ruhig austoben
Das ist sein gutes Recht
Schon im Dezember
fangen wir an
den Frühling zu loben
Die Natur soll ruhen
verschnaufen und gar nichts tun
Wir kommen schon früh genug
...
Umweltschützer??? Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Umweltschützer???

Da sind sie wieder mal im Hotel,
Alles hochgeheizt, überall ist’s hell,
Die Türen sperrangelweit offen,
Als wäre nichts klimabetroffen.

Man glaubt gar nicht, wie da verschwendet,
Klimaignoranz sich scheinbar nicht wendet,
Weil im Haus offensichtlich an nichts gespart,
Immer wieder wird neues Heizöl hergekarrt.

...
Winternachtmorgen Angelika Zädow
Vorschautext:
Unter blassem Mond
breiten Schatten ihre samtene Decke
über den Dächern aus

Eine späte Kerzenflamme
verlischt im Fenster
eines letzten Schwärmers

Die Nacht hält den Atem an
während in der Ferne
der Morgen lauscht

...
Hart und weich Anita Namer
Vorschautext:
Das Leben formt unser Hartes,
das Weiche in uns
macht uns zu Menschen.

© A. Namer
Der Kreisel Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Auf der leeren Straße tanzt ein Kreisel.
Er dreht sich selbstvergessen,
als sei die Welt ein runder Augenblick.
Noch hält ihn das Kreisen.
Noch trägt ihn die Bewegung.
Er ahnt nicht:
Die Kinder sind schon weiter.
Sie haben keine Zeit mehr.
Hände haben anderes zu tun.
Man findet ihn später.
Die Straße war schneller.
Bis heute René Oberholzer
Vorschautext:
Unsere Wege
Gemeinsam
Geradeaus
Bis zur Kreuzung

Ich nach links
Du nach rechts
Unerwartet
Ohne Abschied

Unerwartet
Zeitgleich
...
Falsche Jahreszeit René Oberholzer
Vorschautext:
Ihre Wangen kalt
Ihre Worte leise

Ihre Finger zart
Ihre Küsse auf Eis

Bald ist Frühling
Tauwetter


© René Oberholzer
Frühling im Winter René Oberholzer
Vorschautext:
In leuchtenden Farben
Steht sie auf einmal da
Ihr hautenges Kleid
Ein Hauch von Afrika

Ich erinnere mich
An eine Zeile von TOTO
HURRY BOY SHE’S WAITING
THERE FOR YOU

Ich bewege mich zu ihr hin
Singe tanzend
...
Zwischen Wäsche und Staub : ihr Geruch Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Mutter ist tot,
So ist es jetzt.

Es gibt Tage,
da liegt ihr Geruch im Raum,
einfach so,
ohne Anlass.

Nicht wie ein Zeichen,
eher wie etwas,
das noch da ist.

...
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