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| Januarmorgen | Lisa Nicolis | |||
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Vorschautext: *** Ich gleite aus dem Schweigen. Groß und kalt stand diese Stille um mich aufgebaut. Ich hörte sie zuweilen viel zu laut und etwas hatte mir den Schlaf gekrallt. Noch warm stahl sich die Nacht aus diesem Raum. Ich hätte sie so dringend noch gebraucht. Die Scheiben hat sie blumig angehaucht, und floh durch Gärten mit dem weißen Saum. ... |
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| Dampfplauderer | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Fiktion - Ein Wichtigtuer von Gottes Gnaden ist mit Halbwissen vollbeladen will die Weisheiten an den Mann bringen, trotz Anstrengung wird, s nicht gelingen, er ist ein Dampfplauderer, merkt es nicht, lügt einem dabei frech ins Gesicht will mit dem Gerede Eindruck schinden beim „Fremdschämen“ viele sich winden, seine Sprechblasen blubbern vor sich hin, gänzlich ohne Substanz, ohne Sinn, ... |
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| Was ist nah und was ist fern? | Lisa Nicolis | |||
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Vorschautext: *** Milliarden Sachen weit im All seh ich das fremde Licht von einem weit entfernten Stern, doch wie viel Uhr es allemal gerade ist, das weiß ich nicht. Die Wanduhr, einen Meter nah, ist viel zu fern. Ich glaub, da wär es logisch, sich richtig anzustrengen, ... |
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| Liebesbereitschaft | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Liebesbereitschaft Ein Vollblutweib zu haben Gehört zu jenen Gottesgaben, Von denen mancher Mann ja träumt, Dessen Seele damit aufgeräumt. Daran lässt sich nicht rütteln, Das will er auch nicht abschütteln. Zum Freunde wird er sagen: „Mit so einer will Liebe ich wagen.“ ... |
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| Er hat das Recht | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Er hat das Recht Immer mehr müssen wir bei Einkäufen konstatieren: Verkäufer können nicht beraten, weil keiner nah. Auch bei manchen Reparaturen kann man spüren: Man erklärt zwar viel – aber der Schaden bleibt da. Es wird dabei so wunderbar parliert, Als säße man in einem sanften Parlament, Der Kunde zu elementarem Wissen geführt, Wie man das von ellenlangen Beipackzetteln kennt. ... |
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| Mittagsschlaf am Meer | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: So viele satte Salzkristalle schmeck‘ ich schmunzelnd auf den Lippen. Fühl‘ mich wie eine Steinkoralle, sanft schlummernd unter Meeresklippen. Lass‘ mich vom großen Meer betören, wieg‘ mich zu Wellenwasserchören. Samtweicher Sand schmiegt sich an mich und Sonnenstrahlen streicheln mich. So möchte ich noch ewig ruh’n. Will gar nichts anderes mehr tun. Will nur dem Meeresrauschen lauschen und leis‘ mit Meerjungfrauen plauschen. |
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| Elfchen | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Gottschalk's Wetten dass... ? an Kaulitz Brüder Das freut.. frischer Wind Unterhaltung |
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| Höre doch mal zu | Käti Micka | |||
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Vorschautext: ***** Höre doch mal zu Es ist gut mal zu pausieren Als total den Überblick zu verlieren Nicht Zuviel reden Als wollte man Tote beleben Nur mal lauschen Sich berauschen Nur mal Zuhören was andere sagen Ohne zu klagen Man kann seinen Horizont erweitern ... |
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| Quatsch mit Sauce - die Rede | Katzenovia | |||
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Vorschautext: *** Das Mäulchen gespitzt, den Finger erhoben, doch was er verzapft, klingt ziemlich verschroben, ein Nuscheln durch Zeit, die stark überschritten, nichts Neues gebracht, die Zuhörer litten. Beleidigt mit Wort, schon immer gewesen, die Wahrheit verdreht, nie richtig gelesen, ein ständiges Ich, es ist fast zum Lachen, das Kopfschütteln bleibt, um sich freizumachen. ... |
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| Wo die Welt neu beginnt | Max Vödisch | |||
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Vorschautext: Was wäre, lösten wir die Schranken, die tief in unsren Geistern kranken? Kein Drohen mehr, kein kalter Krieg, nur offener Himmel und weites Glück. Was wäre, lebten wir im Heute, befreit von Gier und alter Beute? Wir teilten Zeit und jeden Raum, ein jeder trüge diesen Traum. Kein ferner Staat, kein fremdes Land trennte uns mit harter Hand. ... |
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| Ein Herz | Anita Namer | |||
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Vorschautext: Einfach das innere Wissen es gibt da draußen irgendwo ein Herz, das wir berühren können, das mit uns fühlt, trägt schon einen großen Teil unserer Welt. © A. Namer |
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| Bächleins Ruhe | Helga | |||
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Vorschautext: Im Winter friert der kleine Bach, in eis`gen Fesseln fest gebunden, der Lenz, er weilt noch fern und schwach, sein Kommen bleibt noch lang versunken. Doch wärmt der Sonne erster Strahl und bricht des Eises starre Ruh`, das Bächlein plätschert, hell und klar, und fließt, als hätt es nie geruht. |
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| Guten Appetit ! | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** "Was für ein Gericht quäle ich mir denn hier rein ?" - "Sie haben doch "Quer durch den Gemüsegarten" bestellt !" "Dann muß es wohl der Komposthaufen gewesen sein !" |
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| Stille Nacht | Birgit Klingebeil | |||
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Vorschautext: Silberglanz auf stillen Wegen, sanft umhüllt die Dunkelheit. In des Mondes bleichem Segen suche ich nach Sicherheit. Tiefes Schweigen, helles Blinken; fern der Lärm, der Geist wird weit. Will in dieser Nacht versinken, Ruhe finden in Unendlichkeit. ... |
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| "Getreues" Ritterschwert | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Der rüstige Ritter Adalbert legt sich schlafen mit seinem Schwert, es ist Tag und Nacht sein Begleiter und sein wichtigster „Mitstreiter“, der die Feinde vertreibt in Massen, nie hat, s ihn im Stich gelassen, das Schwert bleibt treu an seiner Seite, scharf ist seine Klingenbreite verteidigt den Ritter bis aufs Blut, beschützt ihn, stärkt den Heldenmut, nie wird er es aus der Hand geben und wenn mal endet sein Leben, ... |
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| Elfchen | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Sandmalerei Beeindruckend, fesselnd Geschichten in Bildern Emotional und fazinierend zugleich Kunstgenuss |
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| Normierte Tristesse | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Man verbessert sich. Täglich. Schritte,Puls, Kalorien, Schlafphasen zählen, zählen, zählen. Der Körper wird Projekt, der Tag eine Aufgabe. Selbstoptimierung ersetzt Sinn. Das genügt. Ist das Leben? |
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| Die Weite | Simon Käßheimer | |||
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Vorschautext: Du kannst sie sehen, oder vielleicht spüren. Die Weite ist zu weit weg, um sie sofort zu rühren. Je mehr du ihr entgegen, die Nähe dir Beschieden. Es sei jedoch wenn schön es ist - im hier; ein sehnen nach vermieden. |
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| Mitternächtliches | Lisa Nicolis | |||
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Vorschautext: *** Im All drüben sonnt sich jetzt mächlich der Mond, die Mitternacht friert vor sich hin, vorm Fenster, wo immer noch Januar wohnt, greift ein Ast nach dem Sternbaldachin. Beim Nachbarn da flattert noch unruhig 's Licht, der Fernseher hat keinen Schlaf. Der Nachbar nur sieht das Geflattere nicht. Er ruht in den Kissen wohl brav. ... |
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| Sehnsucht | Meteor | |||
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Vorschautext: Seufzende Brust, glühende Adern, den Lebenssinn ins Sehnen gestürzt. Träume am Tag im Herzen wabern, Träume nachts mit Liebe gewürzt. Augen von Regenbögen durchzogen, verlockt, dich an ihrem Ende zu finden. Reite von heller Hoffnung betrogen, will im feurigen Verlangen versinken. Im starren Blick Schimmer im Fokus, Zittern erfasst innen den ganzen Leib. ... |
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