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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Ausgesetzt Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Es besteht aus einem einzigen Blatt,
gefaltet entlang klarer Linien.
Die Kanten sind scharf.
Sie wissen, dass sie es nicht bleiben.

Ich setze mein Gedicht aus,
denn Schreiben beginnt,
wenn es mich verlässt.

Für einen Moment
ist es unterwegs,
solange der Leser noch gnädig bleibt.
...
Wenn die Erde wieder atmet Max Vödisch
Vorschautext:
Vielleicht beginnt die neue Welt
nicht dort, wo Macht die Regeln hält,
nicht dort, wo Reichtum Mauern zieht,
und jeder nur den Vorteil sieht.

Vielleicht erwacht sie leis im Herzen,
wo jeder spürt, was wirklich zählt –
ein Leben ohne Siegesschmerzen,
ein Morgen, das die Erde wählt.

Wir warfen Nahrung fort wie Staub,
verbrannten Wälder, stumm und taub.
...
Innere Einkehr Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Kommst du zur Ruhe,
kommst du zu dir selbst,
dem Alltag entrückt
tankt die Seele Kraft,
dein Herz macht sich Luft
die Freude bricht durch
du fühlst dich als Mensch,
bist dir selbst genug,
genießt dein Leben
freust dich auf Morgen,
auf das, was kommen mag.
Der sanfte Schein Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Ein Schleier, weich wie Abendrot,
der sanft vertreibt die trübe Not.
Und - verliebt in jeden Augenblick,
wird tiefe Sehnsucht so zum Glück.

Schatten weichen, Sorgen fliehen,
wenn rosarot die Farben glühen.
Kein Fehler stört, kein Makel brennt,
wenn das Gemüt nur Gutes nennt.

Was einmal trist und grau gewesen,
ist in diesem sanften Licht genesen.
...
"Aus dem Tritt geraten" Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-1-
Daher gestöckelt kam die Frau,
auf Absätzen, „turmhoch“ und spitz,
recht stämmig war ihr Unterbau,
im Schuh bildete sich ein Riss.
-2-
Sie knickte um, der Absatz brach,
sie taumelte stark hin und her,
schämte sich angesichts der Schmach,
es fing sie auf ein nobler Herr.
-3-
Dann beide zu Boden fielen,
...
Upps Schornsteinfeger
Vorschautext:
Es hing mal ein Bild
An meiner Wand
Ich schau es mir genau an
Und greife deine Hand!

Das Bild
Verstaubt
Der gute Herbst
Entlaubt

Frauen
Gefährlich
...
Unter Sternen Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Meine Seele findet Frieden unter Sternen,
wo Lärm und Unrast wie im Traum vergeh’n.
Mein Innerstes muss noch das Ruhen lernen.
Die Zeit bleibt einfach ohne Regung steh’n.

Gedanken lösen sich aus ihren Zwängen.
Kein Ziel ruft meinen Namen laut.
Ich fühl‘ kein innerliches Drängen.
Hab‘ mich dem Himmel wortlos anvertraut.

Ich stehe staunend vor der großen Weite.
Ich bin nicht mehr auf Halt und Zweck bedacht.
...
Frieden Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Die Einen kennen ihn
Die Anderen leider nicht
Letztere müssen so leiden
Unter schwerstem Gewicht

Ach meine lieben Freunde
Es ist doch ein Krampf
An der Front da sterben
Unschuldige im Kampf

Oh liebe Menschen
Wozu das Verstümmeln
...
Jugend Meteor
Vorschautext:
Die meisten versuchen,
ihre Jugend auszuleben.
Und manche versuchen,
ihre Jugend zu überleben.

Viele haben ihren Spaß,
haben die Wahl auszuwählen.
Für manche ist es eine Farce,
Tag für Tag am Durchquälen.

Die Lebenslinie unterbrochen
auf dem jungen Lebensweg.
...
Meine Stadt Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Ich lief durch die Gassen
In dunkler Nacht
Kein Mensch war zu sehen
Ein Teddybär lacht

Ich dachte warum nur
Hat der Typ gelacht
Hat der etwa Drogen genascht
Oder gar Blödsinn gemacht

Es ist doch klar
Jedes Lachen hat einen Grund
...
Narben Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Wir übersahen einander.
Zu groß war der Abstand der Jahre,
zu schmal mein Blick für deinen leisen Schmerz .
Unsere Mutter,
so unbeholfen in Zärtlichkeit,
ließ dich oft ohne Trost,
mit einem Maßband,
das dir schon früh den Atem nahm.
Ich sah dein Ringen,
wie man Regen sieht.
Man hört ihn,
man geht trotzdem weiter.
...
Selbst im Schlaf gemein! Thomas
Vorschautext:
Meine Frau ist selbst im Schlaf gemein,
denn plötzlich - schlafend - schreckt sie schnell hoch
und wachwerdend höre ich sie noch:
"Verschwinde Liebster - mein Mann kommt heim!"

Thomas
Der Fluch Marcel Strömer
Vorschautext:
Von nun an sollst du hier verharren,
Lebendig einst, bis hin zum Tod erstarren.
Ein Fluch, ein Zauber hält dich inne,
Und steigt vom Fleisch empor in deine Sinne.

Die Zauberin bin ich, die böse Zunge,
Die spricht, was glänzte nun im Sprunge.
Was einst voll Schönheit und Freiheit war,
Verfällt nun meinem dunklen Bann.

Keine Hand, kein schützend Liebes sei dir mehr geschenkt,
Kein Wort, das dich aus Finsteren dich lenkt
...
Frühlings-Elfchen Jens Gottschall
Vorschautext:
*****
Elfchen

Elf(ch)enkrokusse
Erfreuen's Herz
Violett, purpurn, lavendelfarben...
Beeindruckend, Frühling klopft an
März
Klaus sucht die Ruhe Doris Grevesmühl
Vorschautext:
Lauten Krach machte der Klaus
auf einmal im Haus,
hat auch viel geflucht,
er hat die Ruhe gesucht,

fragte seine Frau, die Kathrein,
wo mag die Ruhe sein,
warum ist sie weg,
hat sie sich vor mir versteckt ?

Darauf antwortete seine Frau,
dem ruhelosen Klaus,
...
Mehr müssen wir wieder Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Mehr müssen wir wieder

Mehr müssen wir wieder
In Kulturwelten eintauchen,
Denn Europas Lieder,
Die werden wir brauchen.

Das ist doch unser Pfund,
Wuchern wir also damit,
Dass im weiten Erdenrund
Wir sittlich halten Schritt.

...
Was ist denn alles Geld? Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Was ist denn alles Geld?

Was ist denn alles Geld?
Nur Machtfaktor, Tauschmittel,
Oftmals auf Gier gestellt
Für hortende Geizbüttel?

Gibt es nicht Freiheit und Natur,
Um Leben weiterhin zu schützen,
Dazu viel Kunst, Musik, Kultur,
Welche der Menschheit nützen?

...
Die dunklen Monate... Dani Blumen-Bär
Vorschautext:
Die dunklen Monate-
"Crimetime"...
Der Mond ist Zeuge!

Copyright Daniel Behrens
Strophe um Strophe Schornsteinfeger
Vorschautext:
Aus meinem kleinen Haus
Schau‘ ich zum Fenster raus
Das Mondlicht wirft Schatten
Straßenlaternen sind am ermatten

Ich sitze da und staune.. ein Ring
An meiner Hand..ein Name eingraviert
Im Spiegelbild ein: spring!
Weil Sie sonst die Lust verliert..

Wolken auch.. die türmen sich zuhauf
Lasse meinen Tränen freien Lauf
...
Der Morgenkuss Helga
Vorschautext:
Die ganze Nacht sich nah zu sein,
Hand in Hand - im Arm geborgen,
zum Walzerklang bis in den Morgen,
welch wundervolle Pein.

Wenn Blick zu Blick sich leise neigt,
man ohne Worte ganz versteht,
was tief im Herzen still entsteht,
und jedes Zweifelwort verschweigt.

Wie im Flug verrinnt die Zeit,
und zu vorgerückter Stunde,
...