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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Frühaufsteher Lisa-Marie Wailand
Vorschautext:
Ein Frühaufsteher bin ich schon immer gewesen.
Es gab sogar eine Zeit, da war ich immer der Erste am Tresen gewesen.
Gott sei es gedankt, diese Zeit liegt schon lange hinter mir.
Trotzdem gehe ich noch immer ziemlich zeitig vor die Tür.

Jetzt in meinen reifen Jahren
muss ich schon mit meinen Kräften sparen.
Aber das mit dem früh aufstehen, scheint sich nie zu ändern.
Immer habe ich das Gefühl irgendetwas zu verpassen.
Sollte dies geschehen, würde ich mich selber hassen.

Wie gerne hätte ich mal bis in den Puppen geschlafen.
...
der Puffer Farbensucher
Vorschautext:
Das Leben rückt ab von dir
du spürst immer mehr
den Puffer von Raum und Zeit
um dich
der dich anders auf das Leben
blicken lässt, als könne er
das Unabänderliche
ändern

nur der Augenblick bleibt
was er war

...
Zu den Wundertagen Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Zu den Wundertagen

Zu den Wundertagen Ende Mai,
Wenn viele meiner Mitbürger verreist,
Lässt es sich vor dem Café trefflich sitzen,
Denn viele Außenstühle bleiben unbesetzt.
Der Kaffeeduft weist mir den täglichen Weg
Zu Freuden, vorbei gehen Männer mit Witzen.

Dort wandeln auch wunderschöne Frauen,
Um ihren Wochenendeinkauf zu tätigen,
Straßen haben viel weniger Verkehr.
...
DAS CAFÉ MARY & JOE IM WESTFIELD-CENTRO IN OBERHAUSEN Alfred Plischka
Vorschautext:
Suchst du Entspannung nach dem Shoppen,
ist eine Pause inn're Pflicht.
Mit ihr darfst du den Einkauf toppen,
ergreife sie und zög're nicht.

Ein Café schenkt dir die Pause.
In ihm fühlst du dich wie zu Hause,
darfst dort den Mittagstisch versuchen
und auch Kaffee und leck'ren Kuchen.

Ein Raum der Stille küsst die Seele,
damit ihr nicht die Ruhe fehle.
...
Am letzten Maientage Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Am letzten Maientage

Am letzten Maientage
Wissend, dass in einem Monat
Das Jahr seinen Rückzug hat,
Bleibt nur die Frage,
Ob noch in einem Staat
Mit lichtender Tat
Alle Liebe ausreichen kann
Für den Friedensplan.

Am letzten Maientage
...
Billet doux mit Rostrand Driekes
Vorschautext:
Mein geliebtes Unheil,

seit du in mein Leben getreten bist,
steht nichts mehr gerade.

Nicht der Tisch.
Nicht der Tag.
Nicht einmal mein Misstrauen.

Ich wollte vernünftig bleiben.
Das war mein erster Fehler.

...
Sehnsucht aus Seesand Helga
Vorschautext:
Du siehst ein Boot im offenen Meer,
es schaukelt leise hin und her,
es zieht dich langsam fort ins Weite,
du wärst so gern an seiner Seite.

Auch wenn sich hohe Wellen bäumen,
lässt dich das weite Fernweh träumen,
wie gern wärst du auf diesem Boot,
und fährst mit ihm ins Abendrot.

Du stehst allein am weißen Strand,
der Seesand rinnt dir durch die Hand,
...
"SIU" Olaf Zeidler
Vorschautext:
Gespart hat man nun lang genug;
trotz Steuern und Abgaben.
Geiz wär doch fast Selbstbetrug,
weil viele Menschen darben.

Noch etwas Geld gebt´ bitte her
und lasst die oben investieren.
Holt es bar - das ist nicht schwer.
Wer will schon alles bald verlieren?

Nur wer dann die Parole kennt,
bekommt den Briefumschlag.
...
Die Stimmen der Mnemosyne Driekes
Vorschautext:
Ich schreibe nicht allein – ich horche in den Zwischenraum.
Wo Atem war, bevor ein Wort ihn trug.
Die Stimme bleibt – der Dichter nicht.
Mnemosynes Töchter summen Licht.

Wo Atem war, bevor ein Wort ihn trug.
Sie weben Takte aus Erinnerung.
Mnemosynes Töchter summen Licht.
Und binden Klang an Götterflug.

Sie weben Takte aus Erinnerung.
Orpheus hört den dunklen Fluss.
...
Einigkeit. Isaew Magomed
Vorschautext:
Einigkeit -es geht (die Rede)um das Orchester,nicht um die Menge.
Единение-это(к примеру)про оркестр(с виртуозным исполнением),а не про толпу(сборище).
Mitten im Satz Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Ich trage mich weiter
durch die Tage.

Aber manche Stellen in mir
sind nicht mehr betretbar.

Dort liegt dein letzter Blick
wie zerbrochenes Glas
unter dünnem Teppich.

Man sieht nichts.

...
Unter goldenen Stäben Max Vödisch
Vorschautext:
Man sagt, dieser Käfig sei aus Gold –
glänzend, sicher, makellos.
Doch sie sehen nicht,
wie viele Vögel darin ihre Flügel brechen,
wie manche sich gegen die Gitter werfen,
bis sie verstummen.
Andere picken sich selbst wund,
trinken aus vergifteten Tränken
oder singen Lieder gegen das Netz,
das sie einst willkommen hieß.
Erst im Rückblick Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Ich hatte ein herrliches Leben,
sagt man vielleicht
dann,
wenn es leiser wird.

Dabei lag es die ganze Zeit
auf dem Tisch:
das Brot,
das Licht,
die Hand am Glas,
ein Lachen aus dem Nebenzimmer.

...
Die geschminkte Wunde Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Das Leben trägt
eine rote Nase
über einem blutigen Mund.

Wer denkt,
erkennt die Maske.

Wer fühlt,
schmeckt das Blut.
Sommerglut und Föhnwind Claudia Behrndt
Vorschautext:
Die Sonne brennt auf Feld und Stein,
der Himmel glüht in grellem Licht.
Kein Blatt bewegt sich ganz allein,
wenn selbst der kleine Brunnen spricht.

Ein heißer Wind zieht müd vorbei,
als käm er aus der Wüste her.
Die Luft liegt schwer und staubig frei,
der Atem fällt dem Herzen schwer.

Doch sinkt am Abend Glut und Schein,
wird still die goldne Sommernacht.
...
"Charakterfester" Mann Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

Bei dem Mann, mit Ecken und Kanten,
die Nervenstränge sich anspannten
wann immer ihm jemand widersprach,
denn Widerspruch galt für ihn als Schmach.

Schon immer hielt er von sich selbst viel,
durchschaute hintertriebenes Spiel
sezierte die Hinterfotzigkeit,
zeigte entwaffnende „Offenheit“.

...
Gefahr von oben... Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Heute scheint die Sonne,
wie herrlich ist´s am Strand,
Oma sitzt im Strandkorb,
die Kinder spielen im Sand.

Gritt kämpft um die Schaufel,
Lena will ihr Sieb.
Oma möchte ihre Ruhe...
„Ach, Kinder, seid doch lieb!“

Die Mama sucht nach Muscheln,
die Sonne brennt so heiß,
...
Haiku "Gelbe Rosen" Kirsten Kirschbaum
Vorschautext:
Gelbe Rosen
vorm Betonhochhaus -
Eine Frau streichelt die Blüten
Ballade eines Hitzetages Claudia Behrndt
Vorschautext:
Es brennt die Sonne übers Land,
der Asphalt flimmert müd und schwer.
Ein Kleid trocknet am Fensterrand,
doch auf der Haut klebt Hitze mehr.

Der kleine Lüfter surrt und lacht,
das Eis zerfließt im Eimer sacht.
Der Hund liegt helchelnd in der Glut
und jeder Schatten scheint wie Mut.

So geh durch diesen heißen Tag,
auch wenn die Luft wie Feuer drängt,
...
Der alte Schäfer Ewald Patz
Vorschautext:
Zu beneiden ist der Schäfer-
Hektik ist ihm unbekannt,
schon seit vielen Jahren zieht er
langsam durch das Heideland.

An der Bank bei dem Wacholder
macht er Pause ab und an
und zündet in aller Ruhe
seine Meerschaumpfeife an.

Als Begleitung hat er immer
ganz alleine seinen Hund,
...