Hier findest Du 99.801 Gedichte von 2.606 Autoren und 4.520 Bildgedichte zu verschiedenen Themen und vieles mehr. Unsere Autoren erweitern diese Sammlung täglich mit neuen wundervollen Werken.
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| ausschlafen | Katzenovia | |||
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Vorschautext: *** Der Morgen ist noch schrecklich müde und streckt sich in den neuen Tag, sein Spiegelbild ist grau und trübe, was er doch eigentlich nicht mag. Dann ist er einfach umgefallen, aufs Bett, wo er nun liegen bleibt, vom Kirchturm her die Glocken hallen, was unters Kissen ihn vertreibt. ... |
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| Warum | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Meine Seele runzelt leise auf eine unwohlsame Weise. Ich muss mich ständig neu besinnen, um dem Abgrund zu entrinnen. Ich muss so manche Träume schreddern, mich nicht in Trugbildern verheddern. Ich muss die Welt von Nahem seh’n, um auch das Gute zu versteh’n. Warum fehlt mir die Leichtigkeit in dieser mir geschenkten Zeit? |
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| Dividieren | Meteor | |||
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Vorschautext: In Niedersachsens Grundschulen will man Kindern Teilen erleichtern, fürs "halbschriftliche" am buhlen: Das soll das Rechnen bereichern. Um 364 durch 7 zu dividieren, wird erst 350 und 14 aufgeschrieben, die 50 und 2 addiert sind 52 geblieben, so soll man es einfacher kapieren. Die 350 fallen vom Himmel, scheints? Oder steckt darin nicht das Gleiche, ... |
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| Ein Januar ohne Schnee | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Ein Januar ohne Schnee Ein Januar ohne Schnee Kennt meine Erinnerung nicht, An Schneebällen war nie zu sparen. Das tut mir im Herzen weh: Kein Kinderschlitten hier in Sicht, Immer mehr Hochnebel mit den Jahren. Heute tragen Menschen zwar Winterkleidung, Als würden sie am Nordpol leben müssen, Um sich in Winterträume zu begeben. ... |
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| Auf leisen Sohlen... Vorfrühlingsgedicht | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Der Frühling kommt auf leisen Sohlen, zögerlich, faßt heimlich schleicht sich der Vorfrühling heran. Winterlinge sind die ersten Boten, doch der Sonne fehlt noch Kraft, bevor Schneeglöckchen und Krokus erwachen kann. Man merkt schon, dass der Winter bald verschwindet, wärmer werden erste Sonnenstrahlen, die Tage länger und die Wiesen bunter. ... |
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| Manche meinen | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Manche meinen Manche meinen: Wenn man Wissenschaftler ruhigstellt, Wie man früher Propheten vernichtet, Wäre jedes Weltproblem behoben. Und den Kleinen? Denen gibt man Brot, Spiele und Geld, Damit sie dem Regenbogen verpflichtet Und sich auch keiner erhoben. ... |
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| Kreis aus Schatten | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Ich renne durch die Nacht, die Wege weich mir aus. Etwas hält mich in der Macht, kein Ort wird mir zu Haus. Ich suche still ein Licht, doch alles bleibt im Grau. Die Welt erkennt mich nicht und mir selbst noch kaum. Ein Fremder bleibt kurz steh´n, ich wende mich sofort. ... |
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| Wenn etwas wieder Wurzeln fasst | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Ich sitze bei einer Pflanze still, sie wirkt erschöpft, doch nicht verloren. Ich spüre, dass auch ich wachsen will, als wäre in mir ein Keim geboren. Die Pflanze und ich – ein Gleichgewicht, wir brauchen Wärme, Zeit und Licht. Und wenn uns jemand Pflege schenkt, dann blühen wir, ganz sacht und schlicht. Die alten Tränen trocknen sacht, der Schmerz war schwer, doch nicht für immer. ... |
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| Du hast es in der Hand | Käti Micka | |||
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Vorschautext: ***** Du hast es in der Hand Lehn ‘dich zurück Und genieße Dein Glück Suche Eintracht dass dir das Herze lacht Jeder Tag wird dir zur Freude Sei gut zu dir Achte auf dich Halte dir Jederzeit ... |
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| Am Rand der Erholung | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Im Januar fahre ich endlich ans Meer, die Zeit nach der Krankheit drückt mich sehr. Der Krebs ist vorbei, doch Müdigkeit schwer, die Fatigue begleitet mich immer mehr. Ich gehe zur Reha, Schritt für Schritt, will lernen, was Kraft mir geben kann. Die Tage lehren mich, achtsam mit mir zu sein und finde Ruhe, wo ich nur langsam gehen kann. Am Ende hoffe ich, ein Stück zu mir zurück, die Müdigkeit nicht zu bekämpfen, nur zu lenken. ... |
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| Dem Praxiteles | Lena Engelbrecht | |||
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Vorschautext: Im Marmor-Tal begegnen sich Erinnerungen, wandern der Vergangenheit entlang, sehen Skulpturen in den Küstenfelsen unter der orangen Sonne strahlen, Seewellen und die Welten nacheinander fallen und entstehen, Pinien und Zypressen in der Weite. © Lena Engelbrecht |
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| ein so netter Tag | Katzenovia | |||
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Vorschautext: *** S'ist so ein Tag, an dem die Bäume hudeln, dir Schneegestöber um die Ohren saust, verdrießlich dir die Eisblumen beschaust, um Pflanzentöpfe Gartenzwerge trudeln. Du möchtest dich im Winterschlaf verbuddeln, weil du dich heute nicht nach draußen traust, nur träge an der Tintenfeder kaust, wenn Hirngespinste Zwiegesänge dudeln. ... |
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| Nie. | Isaew Magomed | |||
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Vorschautext: Einen Frosch man kann das Fliegen lehren,aber er wird nicht aufhören zu quaken. |
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| Sehnsucht im Herzen | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Mit seinem überwiegend großspurigen Gebaren erhält er nach außen hin ein Bild von sich aufrecht, das seinem Inneren überhaupt nicht entspricht. Als sie in sein Herz schaut, erblickt sie mit Bestürzung einen „ohnmächtigen“, von Angst zerfressenen Mann mit geschundener Seele. Doch als sie sie diesem ... |
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| Wider der Turbologik | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Ich steigere mein Tempo nicht für Leistungskennzahlen. Ich beschleunige nicht für Produktionszyklen. Ich erhöhe meinen Takt nicht für das Bearbeitungsvolumen. Ich optimiere nicht meine Aufmerksamkeitsspanne. Ich lasse Zeit entstehen. Das ist kein Rückzug. Das ist Widerstand gegen eine Ordnung, ... |
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| Dreister Fischdieb | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Ein Pelikan, der daher des Weges kam, war mir aus unerfindlichen Gründen gram klapperte nervös mit dem Schnabel und schrie, ich war so perplex, litt unter Aphasie. Dieses „Happening“ mir die Sprache verschlug, ein Netz voller Heringe ich mit mir trug auf dem Fischmarkt hatte ich sie erstanden, bald sollten sie in meiner Pfanne landen. Der Pelikan, der baute sich vor mir auf, klapperte mit dem Schnabel, riss ihn weit auf, zerrte an dem Heringsnetz mit aller Kraft schon versank es im Schnabel, ich war geschafft. |
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| Alte Liebe | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Die Liebe hat das Lodern verlernt, doch die Glut wärmt genau richtig. Die Jahre haben das Reden abgeschliffen wie Kiesel im Fluss, doch wir treiben im gleichen Wasser. Die Luft ist uns dünn geworden, doch wir atmen im gleichen Rhythmus. Die Erde nimmt uns langsam zurück, doch wir halten uns verbunden in Innigkeit. |
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| Fatigue – Der müde Körper | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Mein Körper trägt den stillen Brand, der tief in seinem Innern wohnt, Ein unsichtbarer Gegenstand, der jede Kraft im Schweigen schont. Ein stiller Feind in meinem Blut, er frisst die Kraft, macht alles schwer. Kein Morgen kennt mehr frischen Mut, mein Atem irrt wie leeres Meer. Die Knochen kalt, der Blick ins Glas, die Zeit zerrinnt wie fahles Licht. ... |
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| Unter den Schatten deiner Worte | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Du redest wirr und ohne Halt, doch glaubst dich selbst in deinem Recht. Dein Wort wird brüchig, kalt und alt, die Wahrheit flieht vor deinem Sprech-. Du drehst dich fort vor jedem Licht, verwebst aus Luft ein falsches Spiel. Doch alles Lügen trägt es nicht, am Ende bleibt davon nicht viel. Kein Dialog führt irgendwohin, wenn jedes Wort in Trug zerfällt. ... |
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| Neunmalkluger Kritikaster (Satire) | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: -Fiktion – -"Ich hätte da noch eine Frage" - -1- Er fragt Leuten Löcher in den Bauch, eine Frage jagt die andere, sie werden von ihm querbeet gestellt, auf Antworten folgt meist ein „Shitstorm“, es hagelt Kritik ohne Gnade, alles wird „zerpflückt“, beanstandet. -2- Stolz stellt er sein „Halbwissen“ zur Schau, ... |
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