Priester der Schlange

Ein Gedicht von jogdragoon
Sie huldigen ihrem Gott, der Schlange,
die gewunden ist um eine Stange,
geweiht dem Gott Asklepios,
der Heilkunst über diese Welt ergoss.

Doch schon seit langer Zeit,
nutzen ihre Priester die Gelegenheit,
das Leid der Menschen auszunutzen,
um sich selbst herauszuputzen,
eigene Güter zu vermehren
und sich Heilung zu erwehren.

Übertönt wird jede Warnung.
Mitgefühl, Mitleid sind ihre Tarnung.
Im lichtlosen, weißen Gewand,
verführt ihre starke Hand,
mit Medizin aus ihrer Hexenstube,
Beute in die Schlangengrube.

Ungesundes Wasser, Luft und Brot,
ein Geschäft mit der Menschen Not.
Ihre Fürsorge ist häufig nur gespielt.
Eine Industrie, die auf die Gesundheit schielt.
Hoffnung auf Heilung ist ihre Ware.
Endet Vertrauen auf ´ner Baare ?

Sicher gesprochene Worte wirken klug.
Vertrauen in Lügen mit Selbstbetrug.
Sie sind vergeschult gescheit.
Und wenn auch vom Blute ihr Kreuz ist rot,
sie wissen: Nachhaltig ist die Krankheit,
nicht der Tod !

© jogdragoon
Bibat ex me qui potest

Informationen zum Gedicht: Priester der Schlange

8 mal gelesen
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12.01.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (jogdragoon) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.
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