Profil von Max Vödisch

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Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

Pinnwand


Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
http://maxvoedisch.jimdo.com/bezugsquellen-buch-erhältlich-bei/

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Anzahl Gedichte: 249
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Titel
249 Zyklus: Im Schatten der Sucht 16.07.26
Vorschautext:
1. Verführung (Der grüne Tisch)
2. Gewöhnung (Alkohol – ein falscher Freund)
3. Innere Abhängigkeit (Der Schatten im Glas)
4. Allgemeiner Blick auf Drogen (Drogen)
5. Das persönliche Schicksal (Mein Freund)
6. Der völlige Absturz (Im Schatten der Nadel)
7. Die gesellschaftliche Wirklichkeit (Bahnhofsviertel)
8. Rückblick und Erkenntnis (Endstation Amsterdam)
9. Epilog – Hoffnung (Träumerisches Asyl)

Der grüne Tisch

...
248 Der grüne Tisch 14.07.26
Vorschautext:
Der Wagen glänzt im Abendlicht,
als kenne er die Zweifel nicht.
Die Grenze liegt nur eine Stunde fern,
dort glimmt am Himmel schon ein Stern.

Ein Portier öffnet leis die Tür,
als wartete das Glück schon hier.
Der Teppich schluckt den letzten Schritt,
ein Lächeln geht im Saal gleich mit.

Der Croupier nickt mit höflichem Gesicht,
als kenne er das Ende nicht.
...
247 Friedenszyklus 10.07.26
Vorschautext:
Wiederkehr

Er war ein Schreiner,
wie schon der Vater vor ihm.
Der Duft von Fichtenholz
gehörte zu seinen Händen,
lange bevor Pulver
und Rauch sie zeichneten.

Die Werkbank war seine Welt,
nicht das Gewehr.
Ein Hobel sprach leiser
...
246 Neue Stimmen 10.07.26
Vorschautext:
Nach dem Krieg
kehrten manche zurück.

Andere
kamen an.

Sie brachten
keine Koffer voller Reichtum.

Sie brachten
ihr Handwerk,
ihre Sprache
...
245 Wiederkehr 10.07.26
Vorschautext:
Er war ein Schreiner,
wie schon der Vater vor ihm.
Der Duft von Fichtenholz
gehörte zu seinen Händen,
lange bevor Pulver
und Rauch sie zeichneten.

Die Werkbank war seine Welt,
nicht das Gewehr.
Ein Hobel sprach leiser
als jeder Befehl,
und aus einem Brett
...
244 Der Riss im Leben 06.07.26
Vorschautext:
Nicht jeder Bruch bedeutet Fall,
oft wird er Aufbruch – kein Verfall.
Ein Riss, der durch dein Leben fährt,
zeigt Licht, das neues Hoffen nährt.

Was gestern noch verloren schien,
beginnt in dir erneut zu blühn.
Kein Winter bleibt auf ewig steh’n,
wenn junge Triebe aufersteh’n.

Du bist gefallen – nicht besiegt,
weil unter Asche Glut noch liegt.
...
243 Zwei Fremde 01.07.26
Vorschautext:
Zwei Fremde gehn am fernen Strand,
getrieben von dem Sturm der Welt;
sie reichen sich die kalte Hand,
weil keine Heimat sie mehr hält.

Sie flohen vor der eignen Nacht,
den Bergen, die im Rauch versinken;
das Schicksal hat sie hergebracht,
am Quell der Hoffnung neu zu trinken.

Und suchen in dem fahlen Licht
ein Wort, das ihre Wege bindet,
...
242 Gaststätte Eiche 29.06.26
Vorschautext:
Ich habe heute frei die Wahl
und betrete den fremden Saal.
Ich kehre in die „Eiche“ ein
bei mattem, abendlichem Schein.

Ich schaue mich in Ruhe um,
beobachte das Publikum.
Hier gehen Menschen ein und aus,
doch einige fühlen sich nicht zu Haus.

Es bleibt so mancher einsam stehn,
wird kaum beachtet, übersehn.
...
241 Der falsche Abend 28.06.26
Vorschautext:
Sie trat herein mit leichtem Schritt,
ein Lächeln nahm den Raum schon mit.
Ein Blick genügte, still und klar,
als ob der Abend freundlich war.

Wir stießen an mit einem Bier,
sie blieb ganz selbstverständlich hier.
Wir lachten viel, die Zeit verging,
weil uns ein tiefes Wort umfing.

Ich dachte leis: Wer weiß, vielleicht
hat dieser Abend mehr erreicht.
...
240 Der verlorene Weg 27.06.26
Vorschautext:
Ein wilder Sturm aus Angst und Zorn,
verloren ging der eigne Born.
Die Antenne brach – der stumme Beginn,
dann schwand die Liebe, zerschnitten im Sinn.

Eifersucht flackerte, Alkohol entbrannte,
ein Zündfunke, der nur Asche kannte.
Die Hände spürten Gewalt, kein Wort,
das Herz war zerbrochen, verstummt und fort.

Handeln vor Denken – ein tödliches Spiel,
kein Gitter heilt die Wunden, zu tief ihr Exil.
...
239 Monologe im Wind 24.06.26
Vorschautext:
Ich schreibe meine Zeilen
auf Inseln tief im Netz,
wo Worte kurz verweilen
und man auf Echos setzt.

Doch manche bauen Hallen
aus Versen, starr und dicht,
sie lassen Riegel fallen
und meiden fremdes Licht.

Sie künden nur von Pflichten,
von Ordnung, Sinn und Ziel,
...
238 Rentner 22.06.26
Vorschautext:
Ja, ich bin Rentner
und meine letzten Berufsjahre waren nicht leicht!
Ja, ich bin Rentner
und letztendlich habe ich dieses Ziel erreicht!

All die Demütigungen und Altersdiskriminierungen sind vorbei,
ich bin jetzt endlich unabhängig und frei.
Für mich beginnt ein neues Leben
ohne Unterordnung, Hast und Streben.

Ich habe jetzt Zeit für sehr viele Sachen
und werde verlorengegangene Hobbys wieder machen.
...
237 Stimmen der Träume 20.06.26
Vorschautext:
Manuela:
Ich sah dein Herz im Zuckerlicht,
verlor mich oft in deinem Gesicht.
Dein Lachen war mein sanfter Tanz,
ich schenkte dir den ersten Glanz.

France Gall:
Du folgtest mir im Sternenschein,
die Melodie floss tief hinein.
Ich sang von Freude, leicht und klar,
so nah und doch so wunderbar.

...
236 Einen Traum 20.06.26
Vorschautext:
Als Kind verlor ich mich im Glanz,
bei Manuelas sanftem Tanz.
France Gall und Nancy, hell und rein,
sie führten mich im Traum hinein.

Agneta, blond, ein Sternenschein,
zog mich tief in ihr Herz hinein.
Auch Morgan Fairchild, kühn und frei,
war wie ein Licht, immer dabei.

Kim Basinger, so warm, so nah,
ein Leuchten, das die Stille brach.
...
235 In meiner Phantasie 18.06.26
Vorschautext:
In meiner Phantasie,
hab ich Lindenberg getroffen.
Ich gewann seine Sympathie
und wir beide haben gesoffen.

Welch ein Spektakel,
wenn sich Persönlichkeiten unterhalten.
Welch ein Spektakel
für alle kommerziellen Fernsehanstalten.

Wir beide haben ziemlich viel Kritiker,
aber wir bleiben immer "in",
...
234 Die Kielnacht 06.06.26
Vorschautext:
Ein Schiff aus Nacht, aus Harz und alten Speeren,
getränkt vom Schweigen längst versunk'ner Zeit.
Kein Steuermann – nur Sterne, die nicht kehren,
ein Kranz aus Licht im Kleid der Einsamkeit.

Die Planken reden in zerbroch'nen Schriften,
sie zeichnen Wege, die kein Hafen fand.
Die Segel, grau wie unerfüllte Pflichten,
erzittern leis, wenn Wind die Namen bannt.

Im Rumpf ein Chor aus unerlösten Wegen,
aus Schritten, die im eignen Rund sich drehn.
...
233 Das Lied der Niederlage 31.05.26
Vorschautext:
Es ist eine bittere Melodie,
ich singe mein Lied vom Verlust.
Ein letztes Lächeln bleibt mir wie
ein Tribut der vergangenen Lust.

Die Hoffnung ist ein Glaspalast,
der zerbricht im grauen Schein.
Die Wahrheit wird nur selten erfasst,
selbst die Masken trauern allein.

Mir geht es gut, mein Kreuz ist leicht,
der Hunger nach dem Luxus stirbt.
...
232 Unter goldenen Stäben 30.05.26
Vorschautext:
Man sagt, dieser Käfig sei aus Gold –
glänzend, sicher, makellos.
Doch sie sehen nicht,
wie viele Vögel darin ihre Flügel brechen,
wie manche sich gegen die Gitter werfen,
bis sie verstummen.
Andere picken sich selbst wund,
trinken aus vergifteten Tränken
oder singen Lieder gegen das Netz,
das sie einst willkommen hieß.
231 Der verlorene Vogel 24.05.26
Vorschautext:
Ein Vogel aus Glas
erhebt sich in grenzenlosem Nass.
Er sucht ein Nest aus Licht und Ruh,
doch jeder Zweig zerfällt im Nu.

Ein Kompass ohne Norden
verirrt sich in verlornen Worten.
Er kreist um einen bleichen Traum
und löst sich auf im leeren Raum.

Ein Garten ohne Tor
verspricht dir Frieden –
...
230 Das Einwegglas 24.05.26
Vorschautext:
Bist du im Regal ein stiller Gast,
ein Etikett, das niemand liest,
ein Farbton, der nicht in Ordnung passt,
obwohl du leuchtest, wenn man’s sieht.

Nein – du bist ein Einwegglas,
so klar, so fein, so leicht zu brechen,
gefüllt mit Hoffnung, schwer von Maß,
geleert von Händen, die nicht sprechen.

Und achtlos wirft man dich hinaus,
wenn man den Durst an dir gestillt;
...