Profil von Max Vödisch

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Registriert seit dem: 10.10.2012
Geburtsdatum: * 16.03.1956

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Meine Gedichte wurden als Buch mit dem Titel "Inmitten der Gesellschaft" 2013 vom Verlag united p.c. ISBN: 978-3-85040-941-4 veröffentlicht.

Als Leseprobe habe ich die Texte von "Gebrauchsgegenstand" und "Arbeitslosigkeit macht krank" auch auf meiner Homepage.

Bezugsquellen dieses Buches siehe:
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Anzahl Gedichte: 282
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Titel
282 Die Gesichter des Mondes 27.10.26
Vorschautext:
Sie kreisen stumm um diese Welt,
ein jedes Bild, das uns gefällt,
ein jeder Schein der dunklen Nacht,
der still am Himmelszelt wacht.

Da ist der blasse, der uns quält,
wenn Angst sich ihre Wege wählt
und jener Schimmer, fern und schwer,
besungen einst von CCR.

Der Mond, der Unheil bringen kann,
wenn Sturm sein wildes Lied stimmt an.
...
281 Kinoprojektion 23.10.26
Vorschautext:
Das Licht erlischt, die Leinwand glimmt,
ein fremder Pulsschlag, der mich nimmt.
Die Pupille trinkt das matte Licht,
bis mein eigenes Sein im Innern bricht.

Ein Schuss – mein Herz schlägt wild und schwer,
ich bin nicht ich, ich bin noch mehr.
Der Gangster stiehlt, ich spür die Gier,
sein kaltes Lächeln wohnt in mir.

Ein Kuss im Regen, scharf und heiß,
der Körper bebt als stiller Beweis.
...
280 Der trügerische Trost 16.10.26
Vorschautext:
Dein Leben schreitet durch gedämpften Schein,
die alten Dämonen schleichen still hinein.
Die Welt, ein Spiel aus falscher Nacht und Licht,
verspricht dir Halt und lässt dich doch im Stich.

Du greifst nach Rausch, nach einer kurzen Ruh,
du lauschst den Lügen, und sie sprechen zu.
Sie flüstern Trost und nehmen heimlich mehr,
am Ende bleibt das Herz nur kahl und leer.

Du sprichst: »Es gibt kein einziges wahres Wort,
nur Ungerechtigkeit an diesem Ort.«
...
279 Goldener Mond 15.10.26
Vorschautext:
Wenn die Straße im Dunkel schweigend versinkt
und die Kälte durch Mantel und Glieder dringt,
steht am Rande der Nacht ein sanfter Schein,
lädt der Goldene Mond zur Einkehr ein.

Ich blickte hinauf in das schwärzeste Blau
und malte mir aus, wie er leuchtet genau.
Ein Mond, nicht aus Silber, nicht frostig und kalt,
ein goldener Tröster mit leuchtender Gestalt.
Er heilt die Gedanken, vertreibt jede Not,
schenkt Wärme und Hoffnung im Abendrot.
Ein leises Versprechen, das Hoffnung uns schenkt,
...
278 Rauch und Sehnsucht 13.10.26
Vorschautext:
Vieles hat man dir genommen,
was verloren schien so lang;
im Rauch bist du dir neu entglommen,
als ein neuer Traum begann.

Du nimmst den letzten Zug im Schweigen,
die Sehnsucht hebt zum Flug sich an;
als würden ferne Sterne steigen
und wiesen dir die stille Bahn.

Zurück bleibt mancher alte Schmerz,
verblasst im Dunst der späten Nacht;
...
277 Das letzte Rot 09.10.26
Vorschautext:
Mir geht es gut, trotz leiser Ahnung,
dass ich einst vieles lassen muss,
dass nichts für immer bleibt auf dieser Welt,
wie welkes Laub, das der Wind verweht
und lautlos sinkt auf dunkle Straßen.

Hoffnung vergeht im Sturm der Zeit,
hinter manchem Lächeln schweigt die Wahrheit.
Heuchelei verletzt wie ein Dorn,
doch Niederlagen zeigen, was bleibt,
und manches wird erst spät erkannt.

...
276 Die blassen Monde 08.10.26
Vorschautext:
Sie lassen mich nicht ruhn,
die blassen Monde, die in mir glühn.
Sie ziehen still durch dunkle Nacht
und fragen, ob mein Herz noch wacht.

Ich fürchte, dass mein Licht verblasst,
dass mich die Zeit ganz leise fasst.
Ein Tropfen nur im Weltenmeer,
verloren zwischen Hin und Her.

Ich sehe die Welt in grauem Schein,
die Angst spricht oft aus mir allein.
...
275 Zwischen Welten 07.10.26
Vorschautext:
Frag nicht nach dem dichten Rauch,
der mich wie ein Schleier hält;
wenn der Lärm die Erde verschlingt,
baut Schweigen mir eine Gegenwelt.

Frag nicht nach dem schnellen Geld,
das wie loser Sand verrinnt;
ich bezahle jede Nacht
für den Ton, der nie beginnt.

Frag nicht nach dem blassen Sinn,
den mein Blick im Dunkel sucht;
...
274 Die Welt im Schattenmantel 02.10.26
Vorschautext:
Ich wandre durch Straßen aus Aschenrauch,
wo Schatten regieren wie leiser Hauch.
Gesichter verblassen im Neonlicht,
wo Wahrheit ihr klares Bild zerbricht.

Du kommst als ein Händler im falschen Ton,
als Weber der Leere, als Fürst aus Hohn.
Dein Lächeln – ein Messer im Samtgewand,
dein Angebot – Feuer in blinder Hand.

Du nennst mich Bruder, doch feilschst um den Preis;
du hüllst deine Absicht in Nebel und Eis.
...
273 Die leere Kammer 01.10.26
Vorschautext:
Einsamkeit, ein stiller Raum,
kein Licht, kein Klang, kein sanfter Traum.
Ein Ort, den viele nie verstehen,
weil sie ihn nur von außen sehen.

Wenn man sich selbst dem Leben entzieht
und keine Hand mehr Wärme gibt,
wenn Stimmen schweigen, Träume fliehen
und letzte Farben langsam verglühen,

dann schleichen Sorgen leise heran
und legen sich aufs Herz fortan.
...
272 Der unbesungene Wächter 28.09.26
Vorschautext:
Du schreibst im Verborgenen, wo kein Feuer brennt,
auf Blättern, die die stampfende Menge nicht kennt.
Du sezierst diese Welt, scharf, unerbittlich und bloß,
wo ihr Glanz alles frisst und die Leere wird groß.

Du nennst dich Antiheld, frei von jedem Kalkül,
kein Ruhm hält dich fest, kein erkauftes Gefühl.
Du siehst in dem Gelde den eisigen Hohn,
der die Würde verspottet auf goldenem Thron.

Du säst Träume aus Licht auf den steinigen Grund
und sprichst für die Werte dir wund den Mund.
...
271 Im Dämmergrau der verlorenen Welten 24.09.26
Vorschautext:
Wo Asphalt riecht nach altem Regen,
wankt Pegasus durch die Nacht,
sein glanzloses Fell auf trüben Wegen,
hat einst sein Stolz zu Gold gemacht.

Die Flügel schwer, vom Alter müde,
das Silber weicht dem kalten Grau,
verloschen ist die glänzende Blüte,
sein Schritt verhallt im Morgentau.

Daneben geht eine dunkle Gestalt,
vom Ruß der Jahre dicht umhüllt,
...
270 Ein Wunsch nach Wahrheit 22.09.26
Vorschautext:
Du ziehst mich an und stößt mich fort,
ich kenne weder Ziel noch Grund.
Mal suchst du meine Nähe dort,
mal schließt sich plötzlich nur dein Mund.

Sag, ist das Liebe oder Spiel,
ein Feuer, das noch in mir glüht?
Ich weiß nicht, ob davon viel blieb,
wenn deine Nähe langsam flieht.

Wer steht noch zwischen dir und mir,
wer nimmt den Platz, der meiner war?
...
269 Das Schweigen der Schwerter 16.09.26
Vorschautext:
Im Staub der Städte, wo der Rauch nicht weicht,
steht Atlas stumm, vom Lärm der Welt erreicht.
Er trägt die Trümmer zerriss’ner Himmel tief,
die Erde bebt, wo einst der Frieden schlief.

Ein Phönix sucht im Schutt nach neuem Glanz,
doch Asche brennt im wilden Kriegstanz.
Er will steigen, die Wunden sanft zu heilen,
doch muss er die Glut mit den Opfern teilen.

Ein Ikarus steigt auf ins rote Licht,
wo Eisen brennt und jedes Versprechen bricht.
...
268 Machtzyklus 14.09.26
Vorschautext:
I. Ursprung der Macht – Archaisch, politisch, strukturell
1. Kreise der Macht
Schlagworte: Machtkreislauf, historische Wiederkehr, Gier, Schatten Funktion: Prolog – Macht als ewiges Muster der Menschheit.
2. Der Feldherr aus Stein
Schlagworte: Kriegsmetaphorik, Kälte, Menschen als Zahlen Funktion: Archaischer Ursprung von Macht und Gewalt.
3. Marionetten im Glaspalast
Schlagworte: Eliten, Börsenwind, goldene Fäden, Volk unten Funktion: Macht der Wirtschaft, Glaspalast als Symbol.
4. Das Elfenbeinhaus
Schlagworte: Aufstieg, Masken, Marmor, Schuld, Leere Funktion: Kulturelle und soziale Höhenmacht.
5. Versagende Politiker
Schlagworte: Politikversagen, Profite, kalte Systeme Funktion: Moderne politische Machtkritik.
6. Bilanz der Leere
...
267 Der kleine Thron 13.09.26
Vorschautext:
Auf Stühlen aus Papier und Zeichen
erhebt sich stumm ein kleiner Thron.
Wo freie Gedanken langsam weichen,
setzt er für alle seinen Ton.

Wer anders denkt, wird abgewiesen,
sein Einwand zählt schon lang nicht mehr.
Nur was sich fügt, wird laut gepriesen,
das macht den Widerspruch so schwer.
.
Man setzt die Regeln nach Belieben,
definiert, was richtig, was falsch und was gut.
...
266 Der Funke in dir 10.09.26
Vorschautext:
Du musst noch bleiben, musst bestehn,
denn deine Flamme darf nicht gehn.
Du trägst ein Licht, das leise brennt,
das dich in allen Tiefen kennt.

Du bist kein Schatten, keine Spur,
du gehst nach deiner eignen Uhr.
Dein Wesen leuchtet, weit und sacht,
trotz aller Last und dunkler Nacht.

Erspür, was in dir weiter glüht,
wie still es durch das Dunkel zieht.
...
265 Falten aus Schweigen 08.09.26
Vorschautext:
Ein schweres Tuch, aus Angst und Schuld gewebt,
legt sich auf den, den fremde Blicke meiden;
es nimmt ihm Raum, bis kaum noch etwas lebt,
und lässt ihn tief in stiller Kälte leiden.

Die Blicke fallen wie ein gefrorener Stein,
die Stimmen schneiden, ohne aufzuschreien;
was gestern Nähe war, wird plötzlich Nein,
und Türen schließen sich in stummen Reihen.

Man nennt es anders, was man nicht versteht,
gibt ihm ein Wort und glaubt, genau zu wissen;
...
264 Wie ein leiser Strom 31.08.26
Vorschautext:
Ein Wort genügt, um Licht zu schenken,
ganz ohne Prunk, ganz ohne Schein.
Man muss Gedanken gar nicht lenken,
sie dürfen einfach nur wahr sein.

Wer Gutes tut, macht es oft leise,
ein lautes Urteil aus der Welt.
Die Stille reicht auf ihre Weise,
die tröstend uns zusammenhält.

Was zählt, ist nie der fremde Sinn,
der jeden Schritt erraten will.
...
263 Morgentrost 23.08.26
Vorschautext:
Der Stein in deiner Brust, so schwer,
verliert sein dunkles Schweigen bald.
Ein leises Licht steigt hinterher
und bricht die Finsternis mit sanfter Gewalt.

Die starre Hülle fällt entzwei,
die Schatten weichen ohne Hast.
Die Sonne macht dein Herz nun frei
und hebt den Blick von aller Last.

Sieh hin, wo gestern Nebel lag,
blüht still ein Garten aus der Nacht.
...