Der Preis der Pracht
Ein Gedicht von
Max Vödisch
Weiß lag der Staub auf den Wegen der Zeit,
sein Mantel aus Seide hing schwer.
Er kaufte sich Träume, er borgte sich Neid,
doch das Herz blieb beharrlich leer.
Was zählen die Abzeichen, blendender Schein,
wenn das Signal durch die Stille ihn ruft?
Er jagte dem Ruhm durch die Nächte allein
und stürzte ins Schweigen der Gruft.
Das Lied, das er sang, verflog wie ein Hauch,
kein Richter zahlt Schulden zurück.
Wo sind Glanz und Gefolge, der höfische Rauch?
Im Schatten des sterbenden Glücks.
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