Profil von Marcel Strömer

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Titel
1083 Haiku > Senryu | Finde Frieden
Vorschautext:
Die das Herz treffen
Stimme mit ein in ihr Lied
Finde zum Frieden



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 26.11.2015)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1082 Am Geburtstag auf der Flucht
Vorschautext:
Die Erinnerung trägt den weißen Schleier,
der die Heimat deiner Wünsche überwarf,
heute statt der schönen Geburtstagsfeier,
bist du Flüchtlingskind, das nicht noch feiern darf.

Jetzt auf der Flucht von Heimat in die Fremde -
Jetzt da wilder Sturm der Zeit dich bitter trifft -
Das alte Leben zieht zu seinem Ende,
hier weißt du nicht, wer zu deinem Anfang spricht.

Zurückgeblieben sind nur Staub und Worte,
im Rückblick - unter dem alten Feigenbaum,
...
1081 Engel des Lichts
Vorschautext:
Den Flügel weiß wie Schnee erhob
der flog durch die Gestirne
und merkte nicht, da Gottes Lob
dem er sich mehr entferne

Mit zittrig, bleicher Niederschrift
empfing der Wort zur Enge
die süße Lust im Leib voll Gift
trieb Härte, zog die Strenge

Oh Flügelschlag und Flügelwort
oh Wort der Liebgesänge
...
1080 Wie süß, die Götter sind keine Helden
Vorschautext:
Mein Gott, er schlief
als ich erschien
und meinen Namen rief

Er träumte nach
das was er tat
das seinem Wort entsprach

Wo Zeichen sind
da ist auch er
und ich, ein kleines Kind

...
1079 Schöne Heimat
Vorschautext:
Die schöne Heimat, die mal war
die bunten Lebensgassen,
ihr Duft verflog sich - Jahr um Jahr
entliebt liegt sie verlassen.
Entfernt vom Baum, der Ehre reicht,
mit Stolz die Hoffnungskrone hebet,
so fern ihr Herz - die Seele weicht,
kein Blatt vom Wind sich reget.
So floh ich weit von Wurzelwerk,
verzweigten Ästen, die mich leben,
ach Wiesenfeld, hoch blüh zum Berg,
gib mir doch Vaters Muttersegen.
...
1078 Liebe auf den ersten Ton
Vorschautext:
Die Liebe ist der erste Ton,
wenn alles still ist
schwingt sie schon
sie bringt uns Glück und Freude

Die Liebe ist der volle Klang
und mit ihm hoffst du
daß sie ewig halten kann
und weiter in das Morgen



...
1077 Goldene Momente
Vorschautext:
Wir zählen diesen hellen Strahl
der immer nur in besondrer Stund
erblickt dein altes, finster Seelental
erhellt wie Gold dein Wesensgrund

Da leuchtet, glänzt empor dein Stern
aus tiefstem Erdenboden wohl entsandt
was Himmelsphäre zeigt nur fern
ganz nah wie Feuerbrunst entbrannt

Hochoben steht der goldene Moment
die himmlisch Lieder aus der Brust
...
1076 Schenkt mir Sterne
Vorschautext:
Schenkt mir Sterne,
möchte wieder Licht und Leuchte sein,
nur pflanzt keine schwarze Rosen mehr
im dämmrigen Abendland.
Will keinen Hass und keine Heimat,
denn wohin ich mich beugte zum Gebet
fand ich nur Ahnungslose.
Längst entsage ich dir,
die du fallende Sonnenstürme
im Taufbecken der Tränenmeere verglühtest.
Kenne das Zerbersten deiner entronnenen Träume.
Viele meiner Fehlgeburten im Nebel
...
1075 Tag oder Nacht
Vorschautext:
Die Tauben sind müde
Vom vielen Schlaf
Sie hören nicht
Was sie sagen

Und Worte zerlegen sie
In dunkle Nacht
Verkleideter Tag
Sie tragen


© Marcel Strömer
...
1074 Mein Herz
Vorschautext:
War so mit Lieb und Sonnen
Mit Schmetterlingentanz
So glücklich hats begonnen
War voll und rund und ganz

Es strahlte wundervoll und helle
In aller Farbenpracht
In jeder Herzenszelle
Vor Freude so gelacht

Nun ist es bös gestochen
Von Stichen kalter Hand
...
1073 MenschenMenschen
Vorschautext:
Sie haben Ketten gespannt
Essen Fleisch und Fisch
blicken durch die Glieder
Freiheitsgedankenverzehr

Sie wollen die Unendlichkeit
in ungleiche Stücke zerteilen
spüren oft nur den Schmerz
Liebestrunkenunterdruck

Sie suchen, wie sie kindisch
Religion und Moral bebluten
...
1072 Erheben Stürzen Liegen Lieben
Vorschautext:
Berge voller Träume
stürzten schluchtwärts
tief
ins Tal

Hoben unter Schmerzen
hofften himmelwärts
hoch
hinaus

Einst an Größe sterben
Väterkriege führen
...
1071 Totes Meer
Vorschautext:
Totes Meer
Bringt
Leben hervor


© Marcel Strömer
(Magdeburg, 13.05.2005)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung,sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1070 Gefangen
Vorschautext:
Richter, Gefängniswärter,
Gefangener,
in einer Person
ich sitze da - gefesselt
zähle die Glieder
der Kette
sie wollen nicht enden.


© Marcel Strömer
(Magdeburg, 17.12.2004)

...
1069 Dann wäre ich auch
Vorschautext:
Wunden sind meine Kinder
Tränen mein Tal
Einsamkeit meine Geliebte
Und Trauer mein Haus

Ach wäre ich nur geblieben
In meinem Kinde
In meinem Traum

Ach hätte ich nicht versucht
Die Zeit zu verstehen

...
1068 Die Nachtigall
Vorschautext:
Es war eine Nachtigall,
die setzte sich nieder,
da kam eine zweite
und sang ihre Lieder.


© Marcel Strömer
(Ulm/Donau Oktober 1990)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung,sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1067 Der kleine Wurm
Vorschautext:
Ein kleiner Wurm
Der drehte sich
Ein ums andre Mal
Dabei erlebte er
Daß jedesmal
Er starb


© Marcel Strömer
(Magdeburg, 12.08.2003)

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1066 Spruch | Unsterblich
Vorschautext:
Unsterblich

Man muss positive Energien bündeln
und zum Ausdruck bringen,
damit man unsterblich wird



© Marcel Strömer
(Magdeburg, 20.06.2005)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung,sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1065 Mond
Vorschautext:
Du Silberlicht und Glanz
Wie leuchtet deine Kraft
Hingebungsvoll umfassend ganz
Durchstoßend dunkle Nacht
Oh Mond so schön ziert dein Gesicht
Dein Rund – dein königliches Blass
Machst finstre Wege licht
Und spiegelst dich im Nass.



© Marcel Strömer
...
1064 Nachtgedanken
Vorschautext:
Komm Herr Silbermond,
sei hell und scheine,
fall ins finstre Tal.
Nimm des Volkes Andacht
mit in deine,
erleuchte uns
der Sterne Zahl.

Wir sehen Dich jetzt
blass und bleiche,
im Gesicht liegt
deine Kraft.
...