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| 1761 | Das Erbe kann warten.. [Teil 7] | 11.01.26 | ||
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Vorschautext: Frau Scherz und die allgemeine Weltlage 2026 Frau Scherz richtet sich allmählich ein im Jahr 2026. Die Zahl wirkt stabiler als 2025, das ihr persönlich eher wie ein scharfkantiger Kiesel im Schuh vorkam, mit ständigen Aufs und Abs, zuletzt begleitet von einer zähen Krankheit, die ihr den Jahresabschluss ordentlich vermiest hat. Doch der Spuk scheint vorbei, sie richtet ihre imaginäre Krone neu aus und nimmt die Herausforderungen dieser neuen Zeit mit jener Mischung aus Gelassenheit und klarem Blick in Angriff, die ihr so eigen ist. Vom warmen Fensterplatz aus verfolgt sie täglich die weltpolitische Lage und staunt manchmal, als habe sie den Horizont versehentlich mit einem Kaleidoskop verwechselt. Das globale Lagebild liest sich wie ein Lehrbuch der internationalen Beziehungen, nur ohne klare Kapitelüberschriften. Ganz oben auf ihrer mentalen Weltkarte steht derzeit ein Konflikt, der so viele Schlagzeilen erzeugt hat, dass man meinen könnte, ganze Zeitungsseiten seien direkt von ihm finanziert worden: der militärische Angriff auf Venezuela. Anfang Januar 2026 führten US-Spezialkräfte einen Luftschlag und eine marinebasierte Operation gegen Caracas durch, bei der der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen und angeblich nach New York gebracht wurde unter dem Vorwurf von Drogenterrorismus und Schmuggel, was breite internationale Reaktionen auslöste. Parallel dazu hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump eine maritime Blockade venezolanischer Ölanlieferungen durchgesetzt und mehrere Öltanker beschlagnahmt darunter Schiffe unter russischer Flagge, was die transatlantischen Spannungen weiter verschärft. Die Maßnahme, die offiziell als Durchsetzung von Sanktionen präsentiert wird, wirft schwerwiegende völker- und seerechtliche Fragen auf, weil Sanktionen völkerrechtlich sensibel sind und ihr Einsatz über den bloßen Wirtschaftsbereich hinaus oft als aggressive Durchsetzung nationaler Interessen interpretiert wird. Frau Scherz runzelt die Stirn, wenn sie an die „Donroe-Doktrin“ denkt, jene moderne Anspielung auf die alte Monroe-Doktrin, mit der Trump den Westen für quasi exklusive US-Einflussnahme im westlichen Hemisphäre beansprucht. Auch europäische Stimmen kritisieren diese Eskalation: Sie sehen darin einen möglichen Bruch des „rules-based international order“, also der auf internationalen Normen und dem Völkerrecht beruhenden Ordnung, die nach 1945 aufgebaut wurde. ... |
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| 1760 | Kinderreim für Erwachsene | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Gegensätze hassen sich, Ausgeliebt erträgt man nicht. Hungrig treibt die Suche Keil, Wut erklimmt, was noch so steil. Hass und Liebe täuschen dich, Wort und Sinn verdichten Licht, Wind und Sonne, Kinderspiel – Das Leben gibt, und nimmt nicht viel. © Marcel Strömer ... |
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| 1759 | Gleichgewicht | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Alter ohne Einsicht verfehlt den Sinn, Wissen ohne Tat bleibt eine leere Stirn Führung ohne Herz verliert das Volk, Gesetz ohne Gerechtigkeit wirkt hohl. Hoffnung ohne Grund trägt kein Licht, Reichtum ohne Ehre bleibt nicht dicht. Disziplin ohne Frucht ist leer, Arbeit ohne Dank wiegt schwer. Gemeinschaft ohne Zusammenhalt zerbricht – wo dies regiert, verliert die Welt ihr Gleichgewicht. ... |
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| 1758 | Formung | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Kannst du aus mir Strukturen weben, so filigran, so fremd, dass ich mich selbst kaum wiedererkenne? Dann nimm, nimm noch mehr von mir, reiße auf, forme neu, jede Linie, jede Kante — lass mich in deinem Entwurf verschwinden. © Marcel Strömer [Magdeburg, 10.01.2026] |
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| 1757 | Zwischen Hier und Jetzt | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Zwischen Hier und Jetzt flirrt alles, das sein könnte und das, was noch im Schatten lauert. Zwischen Traum und Realität glimmen vergessene Farben, und zwischen Dir und mir webt ein weises Wort aus Atem und Sturm. Zwischen den Zeilen ... |
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| 1756 | Zwischen Nacht und Morgen | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Am äußersten Rand liegt das Ende wie ein fernes Raunen. Und doch erzittert das Leben, wenn es seinen Namen hört. Es sieht die Hand im Dunkel, nicht den Becher aus Licht, der ihm hingereicht wird. So scheut das Herz die Nähe, als stünde es vor dem Einsturz. Denn wo Liebe aufwacht, ... |
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| 1755 | Sprüche - Das Leben ist kostbar | 09.01.26 | ||
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Vorschautext: Das Leben ist kostbar – also verschwende es nicht an Dinge, die dich klein halten. © Marcel Strömer [Magdeburg, 08.01.2026] |
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| 1754 | Puls der Zeit | 08.01.26 | ||
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Vorschautext: Die kalte Jahreszeit hat nun begonnen sie fühlen wir längst im eignen Blut sie war bereits im Sommer schon gekommen mit Hass mit Hetze und mit Wut Es geht um Menschen, die verkennen dass unser Aufenthalt auf Erden endet und wie es einst so jung begonnen so endet es dann für jeden früher oder spät Wir sind nur Gast auf blauem Sterne und Mond und Sonne schauen zu ... |
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| 1753 | Das Erbe kann warten.. [Teil 6] | 08.01.26 | ||
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Vorschautext: Frau Scherz katapultiert sich ins Jahr 2026 Frau Scherz startet mit Elan ins Jahr 2026. Nicht laut, nicht marktschreierisch, sondern mit jener Entschlossenheit, die man nur entwickelt, wenn man sich lange genug gefragt hat, was eigentlich noch trägt. Dieser Jahreswechsel war außergewöhnlich, nicht wegen des Datums, sondern wegen ihrer Haltung. Zum ersten Mal seit Jahren begab sie sich unter die Menschen, mitten hinein in eine Silvesterparty in der City. Keine Couch, kein Fernseher, kein ritualisiertes Wegnicken vor Mitternacht. Dieses Mal wollte sie dabei sein. Wirklich dabei. Die Diskussionen um die Silvesterböllerei kennt sie natürlich. Forderungen nach Verboten, nach Regulierung, nach Schutz vor sich selbst. Frau Scherz hört das alles, wägt ab, und schüttelt innerlich den Kopf. Sie kann diesem Ruf nach immer weiterer Einschränkung gesellschaftlicher Freiräume wenig abgewinnen. Freiheit, so denkt sie, war noch nie risikolos. Selbst ein Böller, der ihr beinahe ins Augenlicht rauschte, quittierte sie mit einem frechen, beinahe kindlichen „Auweia“, und hakte den Moment unter Lebensrealität ab. Die wirklichen Gefahren, weiß Frau Scherz, sind anderer Natur. Denn die größte Bedrohung kommt längst nicht mehr von Funkenflug oder Pulverdampf, sondern von Schreibtischen. Von jenen, die hinter Formularen, Verordnungen und Roben Entscheidungen treffen, die sich wie unsichtbare Fesseln um den Alltag legen. Bürokratische Tyrannei nennt sie das, nicht laut, nicht wütend, sondern nüchtern analysierend. Sie beginnt bei Abschlagsrechnungen für Strom und Gas, setzt sich fort in Mieterhöhungen, Nebenkosten, Beiträgen, Vertragsbindungen, und endet in einer Daueranspannung, die viele kaum noch bemerken, weil sie längst Normalität geworden ist. Geld regiert die Welt, und mit jeder Preiserhöhung schrumpft ein Stück gelebter Freiheit. Frau Scherz weiß das. Und genau deshalb schätzt sie die kleinen, kostenfreien Wunder. Eine fallende Schneeflocke etwa. Sie kostet nichts, verlangt nichts und darf dennoch bestaunt werden, bis sie auf dem Boden der Tatsachen zergeht. Diese Einfachheit ist für sie kein Eskapismus, sondern Widerstand. Ein stiller, freundlicher Protest gegen eine Welt, die selbst dem Tod inzwischen Kostenvoranschläge beilegt. Sie liebt große Literatur, jene Texte, die Weisheit atmen und den Menschen größer denken als er oft handelt. Und doch beobachtet sie mit Sorge, wie auf Straßen und in sozialen Netzwerken menschenfeindliches Gedankengut lauter wird. Die Schreie schriller, die Inhalte hohler. Ein bekanntes Phänomen, sagt die Soziologie: Polarisierung, Emotionalisierung, algorithmische Verstärkung. Frau Scherz braucht keine Studien, um das zu spüren. Sie steht mittendrin. ... |
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| 1752 | Der innere Weg | 06.01.26 | ||
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Vorschautext: Übt euch in der Freude, denn sie ist jene Emotion, die der Liebe in Struktur und Wirkung am nächsten steht. Sie öffnet den Zugang zum Herzen und ermöglicht einen bewussten inneren Weg. Der Mensch ist dabei nicht getrennt vom Erleben: Er ist zugleich der Mond, der sich im Wasser spiegelt, und das Wasser, das vorbeifließt. Er ist die Sonne, die wärmt, der Regen, der fällt, der Lernende im Prozess des Verstehens ... |
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| 1751 | Heilungsphase | 29.12.25 | ||
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Vorschautext: Die Wunden sie heilen, oft langsam und spät Die Zeit ist ein Zeuge, vom Winde verweht Die Narben bleiben noch als Zeichen von Schmerz Sie mahnen uns leise, bewahren das Herz Vergangenes zieht weiter, doch stets noch präsent Die Seele ein Führer, der den Sinn erkennt Die Wege, sie führen durch Dunkel und Licht Am Ende von allem beginnt Zuversicht ... |
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| 1750 | Zeitwirbel | 29.12.25 | ||
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Vorschautext: Die Welt rotiert, unruhig, Algorithmen sortieren unser Denken, Feeds spülen Nachrichten wie Sturmfluten heran: Aufstieg, Fall, Skandal, Triumph – alles gleichzeitig, alles flüchtig. Die Feiertage: vorbeigehende Fremde, Blitze der Freude, schnell verblassend, wie Temperaturwechsel im Klimawandel – jede Freude, jede Trauer ein Moment, der schon wieder verschwindet. ... |
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| 1749 | verflucht geboren | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich klammere mich an alles, was mein Blut wieder taut – Fragment der Wärme, Wunder gegen die Kälte des Seins. Ich stürze in die See der Ahnungslosigkeit, tauche auf ohne Boden, ohne Karte, ohne Name, nur Strömung und Wogen. Meine Wünsche: Papierschiffe, ... |
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| 1748 | Lasst ab | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Winde, vernehmt mich! Hemmt euren Zorn! Nicht jeder Schuldige ist dem Verderben geborn. Ja, Treue zerbrach er, mein Herz da im Staub — der Liebe, die wahr ist, hat er sich anvertraut. Oh brandende Mächte, ihr Richter der Welt, tragt nicht mein Leben ... |
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| 1747 | Ich treffe schon wieder nicht | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich treffe schon wieder nicht. Geschwärzte Töne ziehen mir direkt ins Herz Aus stolzgeschwellter Brust schwingend - die Weltchöre in den Stadien – ich höre nur die Leere dazwischen. Straßen starren mir nach, mit zerbrochenen Augen aus Asphalt und Stein geben sie immer noch nicht auf. Wer versucht das Heute nicht zu deuten? ... |
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| 1746 | Kriegsgedicht | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Das Buch zernagt vom Social Network Terror. Die Blumenwiesen – Orte der Steinigung. Hart hagelt die Harfe der Zeit. Krieg eruptiert im Wohlstandsland, Blut schießt wie flüssiges Blei durch Straßen. Drohnen reißen den Himmelrücken auf, tückisch-kalt. Wandklage verschleppt die Schreie der Ungesehenen. Windflucht in alle Himmelsarme, halten Atem an. Er betrog mich immer – sein Schattenlid verklebt meinen Mut. ... |
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| 1745 | Codex der Sterne | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Oh flammende Sterne, Pixel im endlosen Gewebe des Alls, die ihr die Finsternis zerreißt und das Vakuum zum Leuchten zwingt! Oh Sonne, Kern aus Glut, oh Mond, Silberspiegel der Nacht, der ihr den Gesetzen folgt, die den Kosmos in Drehungen zwingt! Preiset die Kraft, die euch antreibt, die Gravitation, die Bahnen schreibt, ... |
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| 1744 | Die Wiedergeburt | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Wiedergeboren wird was standhaft blieb im tiefsten Leid; nur der Leib vergeht in Schmerz und Gram, die Seele lernt daran, zu tragen und zu sein. Zerschlagen sinkt der Leib vor des Götters wachem Auge, doch wenn die Seele sich erhebt, als raubte es die Flügel der Ewigkeit, steigt sie durch die Schatten, Nacht und Tränen, ungebeugt jedweder Qual. ... |
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| 1743 | "Fürchtet euch nicht" | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: Nicht wie die Welt den Frieden verteilt, flüchtig, laut, an Bedingungen gebunden, so lege ich ihn in eure Hände. Still. Schwer wie Wahrheit. Bleibend wie eine Wunde, die heilt, ohne je vergessen zu lassen. Eure Herzen sind müde geworden vom Tragen zu vieler Nächte. Angst hat sich eingenistet in den Zwischenräumen der Gedanken, ... |
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| 1742 | Weihnachtsbotschaft "Fürchtet euch nicht" | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: Nicht wie die Welt den Frieden gibt, so schenke ich ihn euch. Lasst alle Angst von euch gehen, der Finsternis sei Einhalt geboten. Ich entzünde ein Licht in euren müde gewordenen Seelen. Fürchtet euch nicht, auch wenn die Labyrinthe des Lebens euch in die Irre zu führen scheinen. Bleibt im Geist verbunden, ... |
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