Profil von Marcel Strömer

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Registriert seit dem: 30.10.2014
Geburtsdatum: * 02.07.1969 (56 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 1.790
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Titel
1790 Klage an den Tod 16.02.26
Vorschautext:
Oh Tod, du Herr der letzten Stunde!
Du schreibst dein Wort in meine tiefste Wunde.
Mein Dasein gleicht der Kerze Schein,
ihr Licht aus Flammen möchte ewig sein.

Am Docht, ein kurzer Glanz der Zeit,
verglimmt im Rausch der Ewigkeit.
Die Tränen löschen nicht, was nie vergeht,
kein einzig Wort, das ewig uns besteht.

Die Last der Welt liegt schwer auf mir,
meine Sehnsucht die an Kraft verliert.
...
1789 Tanz am Rande 16.02.26
Vorschautext:
Ich werde an meinen Tränen zerbrechen,
meine Trauer verzehrt mich von innen.
Ich bin ein moderner Bettelmönch,
durstig nach einer Welt, die andere nicht wahrnehmen.

Meine Wünsche bleiben unerfüllt,
weil sie aus einer anderen Dimension stammen,
die der Volksmund nicht zu deuten weiß.

Meine Worte tanzen am Rand,
umschreiben das Leben,
ohne es zu verkürzen,
...
1788 Unter fremden Himmel 16.02.26
Vorschautext:
Sie verließen mich,
jene, die sich Familie nannten.
Ich wurde gegeben,
als wäre ich ein Gegenstand mit Atem.
Ein Kind
in fremden Armen,
unter fremden Dächern.

Und doch hing mein Himmel
noch voller Geigen.

Nachts zog ich die Decke über den Kopf,
...
1787 Abgrund 16.02.26
Vorschautext:
Wenn alles im Leben zerbricht
wie Eis unter einer unerbittlichen Sonne,
wenn mein Weg von Leid gepflastert ist
und ich keine Schuld erkenne,
die ich tragen müsste,

dann erinnere ich mich.

An eine Kindheit,
in der das Licht noch weich war.
An Hände, die pflegen wollten
und doch etwas in mir trafen,
...
1786 Kinder Sommergedicht 14.02.26
Vorschautext:
Funken fliegen durch die Luft,
streck deine Hände, schnupper Duft.
Sommerlieder klingen hell,
mein Herz hüpft froh,
mein Herz hüpft schnell.

Hoch erheben wir
nun Kopf und Hand,
Freude kommt ins ganze Land.
Ärger, Kummer, werden klein,
unser Tag darf heute
richtig lustig sein.
...
1785 Seelenklage 14.02.26
Vorschautext:
Bald bin ich Stein,
in finstrer Gruft,
vom rauen Schicksal hart bezwungen,
bald treibt mein Herz wie Sturm in Luft,
vom wilden Weltenrad
verschlungen.

Zuletzt zu schwer,
die große Last,
bald bin ich Asche,
im Wind verwehend,
die mir meine Qual umfasst,
...
1784 Zwischen den Abgründen 12.02.26
Vorschautext:
Ganz oben, wo das freie Auge
kühn in des Himmels Bläue schwelgt
und sich der Geist, vom Licht berauscht,
zum Ewigen emporzuschwingen wähnt,

und ganz unten, wo in dumpfer Finsternis
der Mensch sich selbst zum Rätsel wird,
wo Zweifel wie Gewürm am Herzen nagen
und jede Hoffnung matt zusammenbricht,

in diesem furchtbar heiligen Zwischenreich
bewegt sich unser menschlich Los.
...
1783 Pflegekind 06.02.26
Vorschautext:
Sie legen mir Roben an
lieblos und Häme,
jeder Stich Spott,
Urteile als Willkür.

Kalk auf meinem Schädel,
Verdautes ins Gesicht,
nur in der Dunkelheit brennt es.
Sie hassen mein Licht.

"Fesselt ihn, mit krallenden Glieder"
zur Strafe in die Dunkelkammer,
...
1782 Versuchung 06.02.26
Vorschautext:
Boden heißt Fallen.
Mein Herz genährt von Sturm,
von dem, was du Liebe nanntest.

Mit gebrochenem Rückblick
lerne ich, was Teilen heißt -
wenn die Sonne Splitter lächelt
unf Zucker auf meine Wunden streut.

Hinter allem, was bricht und brennt,
lag dieser Sehnsuchtswunsch,
unvernünftig, bittersüß.
...
1781 Zwischen Himmel und Erde 06.02.26
Vorschautext:
Wie ein Vogel will ich fliegen, hoch über die gezackten Häupter der Berge, über kristallklare Bäche, die im Sonnenlicht wie flüssiges Glas erstrahlen. Nicht länger soll mein Schritt an die Schwere der Erde gebunden sein. Mein Herz verlangt nach Höhe, nach Weite, nach jenem stillen Raum zwischen Himmel und Welt.

Ich sehne mich danach, den warmen Südwind an meiner Brust zu spüren, wie eine unsichtbare Hand, die mich hebt. Er soll meinen Herzschlag verstärken, ihn mit heiliger Inbrunst erfüllen. In seinem Atem werde ich gereinigt. Mein Herz wird leicht, meine Seele klar. Und im Fluge erkenne ich: Freiheit ist kein Ort, sie ist ein Erwachen.

Unter mir treiben die Wolken, von meinem Flügelschlag bewegt, und tief unten tosen die Wassermassen in uralter Kraft. Doch ich fürchte sie nicht. Denn ich weiß: Die Natur trägt eine Seele in sich. Die Strömung ist lebendig, mächtig und stark, so wie meine Sehnsucht nach der Zukunft.

Diese Zukunft ruht hinter dem Horizont wie ein verborgener Schleier. Sie wartet, still, unergründlich, voller Verheißung. Und meine Sehnsucht reicht nach ihr wie ein ausgestreckter Arm im Morgengrauen.

Meine Worte sind nicht bloß Klang im Wind. Sie sind Töne meines innersten Wesens. Sie steigen empor wie ein Gebet, tragen mein Hoffen und mein Beben hinauf, bis an die Pforte des Himmels.

So fliege ich.
Nicht nur über Berge und Wasser,
...
1780 Sturm und Stille 04.02.26
Vorschautext:
Nicht um Schmuck nenn ich dich,
sondern weil dein Wirken alle Welt durchdringt;
Wort und Tat gehorchen deiner unsichtbaren Hand,
wie Flüsse, die den Ozean suchen.

Du bist Maß und Urteil, Licht und Nacht,
und alles Sein folgt deiner unteilbaren Kraft;
kein Pfeil, kein Schatten, kein Gedanke bleibt verborgen,
wenn du den Kreis deiner Ordnung spannst.

Geborgenheit und Strenge wohnen in dir,
wie Sonne und Mond in ewiger Bahn;
...
1779 Wo meine Seele ruht.. 04.02.26
Vorschautext:
Des Morgens, da der Tau noch schweigt im Gras,
erhebt sich mir die Welt wie neu geboren;
kein Tag gleicht je dem andern, denn dein Maß
hat alles Sein in stetem Wandel verloren.
Was gestern war, vergeht im ersten Licht,
und neu ersteht, was deinem Willen folgt.

Des Nachts jedoch, wenn Schlaf mein Auge bricht
und mich in dunkle Hallen niederbeugt,
da trittst du ein in Traum und Zeichenwort,
in Farben tief wie Erz und Sternenbrand;
nicht greifbar bist du, doch an jedem Ort
...
1778 Gebet an den Gekreuzigten 03.02.26
Vorschautext:
Ich hebe mein Antlitz gen Kreuz und Holz,
dorthin, wo einst die Stunde der Welt sich neigte,
da alle Schöpfung in einem Atem hing
und deine göttliche Gnade
wie Blut und Licht zugleich
über Himmel und Erde rann.

Und doch, ich wage kaum zu schauen.
Denn Scham liegt schwer auf meinen Lidern,
wie Staub aus tausend Sündenjahren.
Wie oft hat meine Zunge Übles geboren,
wie oft nährte ich mich vom Unreinen,
...
1777 [Sch]Limerick: Anglerpech 03.02.26
Vorschautext:
Es lebte ein Fisch im See und schwam,
der seinem Häscher beim Angeln stets entkam.
Da sah er den Fischer vor Wut sich betrinken,
plötzlich fiel der über Bord –
er kann nicht schwimmen, ist nun am Winken!


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 03.02.2026]
1776 Lauf der Zeit 03.02.26
Vorschautext:
Ich stehe im Schatten der Jahre
und frage unentwegt.
Mein Mund formt Worte,
doch die Antwort bleibt mir schuldig
wie Schrift unter vieler Hände Abrieb.
Alles, was ersteht, neigt sich schon dem Fall,
und alles, was lebt, trägt den Saum des Endes.

Schwer fällt mir der Gang durch diese Welt.
Mit ängstlichem Herzen schreite ich voran,
und jede Stunde liegt mir auf der Brust
wie ein Stein aus fremder Hand.
...
1775 Unter guten Sternen 02.02.26
Vorschautext:
Die Sterne stehen gut, alles wartet auf dich,
ein Raum hält den Atem und öffnet sich.
Du nimmst deinen Platz, ohne Lärm, ohne Hast,
weil etwas in dir weiß, dass es jetzt passt.

Dein Talent geht weiter, als jemals gedacht,
es bringt Herz zum Leuchten, aus eigener Kraft.
Die Welt aus Gefühl gerät in Schwingung hinein,
und plötzlich darf alles viel berührbarer sein.

Menschen werden still, dann bricht Jubel hervor,
Applaus rollt über, steigt zum Himmel empor.
...
1774 Heilendes Gebet 02.02.26
Vorschautext:
Heilende Händ’,
die mir die Augen verhüllen,
Kräfte zur Sonne strebend,
mein Herz zu wandeln gebieten.
Ein Wunsch aus der Herzensmitte,
still und schwer,
wie Balsam,
der die zerrissene Seel’ berührt,
liebäugelt mein Herz.

Die Puzzleteile,
wie entfremdet,
...
1773 In the end 02.02.26
Vorschautext:
In the end, there is no death,
but life itself,
perhaps trembling, new and fragile.

We first feel the darkness,
not the chalice of light,
offered to us softly,
as if hope were a whisper in the wind.

Love, ambivalent, ecstatic-
is frightening.

...
1772 Weg der Stille 02.02.26
Vorschautext:
Wenn ich ruhig werde
und es auch will,
so spüre ich die Gnade,
die das Leben über mich gießt
wie Tau auf dürres Gras.

Wenn ich mein Ohr wach dir hinhalte
und deine Worte
in mein Herz forme,
nicht mit Eile,
sondern mit Ehrfurcht.

...
1771 Ein Sternenmaß der Guten 02.02.26
Vorschautext:
Selig sind die Friedensstifter
und selig ist ihr Tun.
Wie sie Segen regnen lassen
auf dürres Land der Herzen,
wie sie Mut zurufen
ohne Lärm und ohne Anspruch.

Sie säen Verständnis
mit geduldiger Hand,
sie pflegen andere aufopferungsvoll,
tragen fremdes Leid,
als wär es ihr eigenes.
...