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| 1757 | Kinderreim für Erwachsene | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Gegensätze hassen sich, Ausgeliebt erträgt man nicht. Hungrig treibt die Suche Keil, Wut erklimmt, was noch so steil. Hass und Liebe täuschen dich, Wort und Sinn verdichten Licht, Wind und Sonne, Kinderspiel – Das Leben gibt, und nimmt nicht viel. © Marcel Strömer ... |
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| 1756 | Gleichgewicht | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Alter ohne Einsicht verfehlt den Sinn, Wissen ohne Tat bleibt eine leere Stirn Führung ohne Herz verliert das Volk, Gesetz ohne Gerechtigkeit wirkt hohl. Hoffnung ohne Grund trägt kein Licht, Reichtum ohne Ehre bleibt nicht dicht. Disziplin ohne Frucht ist leer, Arbeit ohne Dank wiegt schwer. Gemeinschaft ohne Zusammenhalt zerbricht – wo dies regiert, verliert die Welt ihr Gleichgewicht. ... |
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| 1755 | Formung | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Kannst du aus mir Strukturen weben, so filigran, so fremd, dass ich mich selbst kaum wiedererkenne? Dann nimm, nimm noch mehr von mir, reiße auf, forme neu, jede Linie, jede Kante — lass mich in deinem Entwurf verschwinden. © Marcel Strömer [Magdeburg, 10.01.2026] |
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| 1754 | Zwischen Hier und Jetzt | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Zwischen Hier und Jetzt flirrt alles, das sein könnte und das, was noch im Schatten lauert. Zwischen Traum und Realität glimmen vergessene Farben, und zwischen Dir und mir webt ein weises Wort aus Atem und Sturm. Zwischen den Zeilen ... |
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| 1753 | Zwischen Nacht und Morgen | 10.01.26 | ||
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Vorschautext: Am äußersten Rand liegt das Ende wie ein fernes Raunen. Und doch erzittert das Leben, wenn es seinen Namen hört. Es sieht die Hand im Dunkel, nicht den Becher aus Licht, der ihm hingereicht wird. So scheut das Herz die Nähe, als stünde es vor dem Einsturz. Denn wo Liebe aufwacht, ... |
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| 1752 | Sprüche - Das Leben ist kostbar | 09.01.26 | ||
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Vorschautext: Das Leben ist kostbar – also verschwende es nicht an Dinge, die dich klein halten. © Marcel Strömer [Magdeburg, 08.01.2026] |
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| 1751 | Puls der Zeit | 08.01.26 | ||
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Vorschautext: Die kalte Jahreszeit hat nun begonnen sie fühlen wir längst im eignen Blut sie war bereits im Sommer schon gekommen mit Hass mit Hetze und mit Wut Es geht um Menschen, die verkennen dass unser Aufenthalt auf Erden endet und wie es einst so jung begonnen so endet es dann für jeden früher oder spät Wir sind nur Gast auf blauem Sterne und Mond und Sonne schauen zu ... |
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| 1750 | Der innere Weg | 06.01.26 | ||
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Vorschautext: Übt euch in der Freude, denn sie ist jene Emotion, die der Liebe in Struktur und Wirkung am nächsten steht. Sie öffnet den Zugang zum Herzen und ermöglicht einen bewussten inneren Weg. Der Mensch ist dabei nicht getrennt vom Erleben: Er ist zugleich der Mond, der sich im Wasser spiegelt, und das Wasser, das vorbeifließt. Er ist die Sonne, die wärmt, der Regen, der fällt, der Lernende im Prozess des Verstehens ... |
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| 1749 | Heilungsphase | 29.12.25 | ||
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Vorschautext: Die Wunden sie heilen, oft langsam und spät Die Zeit ist ein Zeuge, vom Winde verweht Die Narben bleiben noch als Zeichen von Schmerz Sie mahnen uns leise, bewahren das Herz Vergangenes zieht weiter, doch stets noch präsent Die Seele ein Führer, der den Sinn erkennt Die Wege, sie führen durch Dunkel und Licht Am Ende von allem beginnt Zuversicht ... |
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| 1748 | Zeitwirbel | 29.12.25 | ||
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Vorschautext: Die Welt rotiert, unruhig, Algorithmen sortieren unser Denken, Feeds spülen Nachrichten wie Sturmfluten heran: Aufstieg, Fall, Skandal, Triumph – alles gleichzeitig, alles flüchtig. Die Feiertage: vorbeigehende Fremde, Blitze der Freude, schnell verblassend, wie Temperaturwechsel im Klimawandel – jede Freude, jede Trauer ein Moment, der schon wieder verschwindet. ... |
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| 1747 | verflucht geboren | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich klammere mich an alles, was mein Blut wieder taut – Fragment der Wärme, Wunder gegen die Kälte des Seins. Ich stürze in die See der Ahnungslosigkeit, tauche auf ohne Boden, ohne Karte, ohne Name, nur Strömung und Wogen. Meine Wünsche: Papierschiffe, ... |
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| 1746 | Lasst ab | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Winde, vernehmt mich! Hemmt euren Zorn! Nicht jeder Schuldige ist dem Verderben geborn. Ja, Treue zerbrach er, mein Herz da im Staub — der Liebe, die wahr ist, hat er sich anvertraut. Oh brandende Mächte, ihr Richter der Welt, tragt nicht mein Leben ... |
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| 1745 | Ich treffe schon wieder nicht | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Ich treffe schon wieder nicht. Geschwärzte Töne ziehen mir direkt ins Herz Aus stolzgeschwellter Brust schwingend - die Weltchöre in den Stadien – ich höre nur die Leere dazwischen. Straßen starren mir nach, mit zerbrochenen Augen aus Asphalt und Stein geben sie immer noch nicht auf. Wer versucht das Heute nicht zu deuten? ... |
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| 1744 | Kriegsgedicht | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Das Buch zernagt vom Social Network Terror. Die Blumenwiesen – Orte der Steinigung. Hart hagelt die Harfe der Zeit. Krieg eruptiert im Wohlstandsland, Blut schießt wie flüssiges Blei durch Straßen. Drohnen reißen den Himmelrücken auf, tückisch-kalt. Wandklage verschleppt die Schreie der Ungesehenen. Windflucht in alle Himmelsarme, halten Atem an. Er betrog mich immer – sein Schattenlid verklebt meinen Mut. ... |
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| 1743 | Codex der Sterne | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Oh flammende Sterne, Pixel im endlosen Gewebe des Alls, die ihr die Finsternis zerreißt und das Vakuum zum Leuchten zwingt! Oh Sonne, Kern aus Glut, oh Mond, Silberspiegel der Nacht, der ihr den Gesetzen folgt, die den Kosmos in Drehungen zwingt! Preiset die Kraft, die euch antreibt, die Gravitation, die Bahnen schreibt, ... |
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| 1742 | Die Wiedergeburt | 22.12.25 | ||
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Vorschautext: Wiedergeboren wird was standhaft blieb im tiefsten Leid; nur der Leib vergeht in Schmerz und Gram, die Seele lernt daran, zu tragen und zu sein. Zerschlagen sinkt der Leib vor des Götters wachem Auge, doch wenn die Seele sich erhebt, als raubte es die Flügel der Ewigkeit, steigt sie durch die Schatten, Nacht und Tränen, ungebeugt jedweder Qual. ... |
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| 1741 | "Fürchtet euch nicht" | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: Nicht wie die Welt den Frieden verteilt, flüchtig, laut, an Bedingungen gebunden, so lege ich ihn in eure Hände. Still. Schwer wie Wahrheit. Bleibend wie eine Wunde, die heilt, ohne je vergessen zu lassen. Eure Herzen sind müde geworden vom Tragen zu vieler Nächte. Angst hat sich eingenistet in den Zwischenräumen der Gedanken, ... |
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| 1740 | Weihnachtsbotschaft "Fürchtet euch nicht" | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: Nicht wie die Welt den Frieden gibt, so schenke ich ihn euch. Lasst alle Angst von euch gehen, der Finsternis sei Einhalt geboten. Ich entzünde ein Licht in euren müde gewordenen Seelen. Fürchtet euch nicht, auch wenn die Labyrinthe des Lebens euch in die Irre zu führen scheinen. Bleibt im Geist verbunden, ... |
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| 1739 | Sanfte Bande | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: Die Welt ist groß, doch nah für dich und mich, Sie atmet, lebt wie das außerirdische Licht. Für alles, das sich sanft zu uns gesellt, Jedes Gefühl, das leise in uns quellt. Die Welt ist schön, für Auge und Gemüt, Sieh an, wie still es grünt und zart erblüht. Sie leuchtet hell, wie Sterne in der Nacht, Und lebt die Freude, die in uns lacht. Das Leben schenkt, wer offen Brust empfängt, Die Richtung, die von fremder Macht gelenkt. ... |
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| 1738 | Das Erbe kann warten.. [Teil 6] | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: Wir stehen wenige Tage vor Weihnachten, vor der Heiligen Nacht. Für Frau Scherz ist es eine magische Zeit. Sie bewahrt die christliche Tradition nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Respekt. Eine Christvesper kann sie durchaus in Verzückung versetzen, und bei der Gelegenheit zündet sie auch ein Lichtlein oder zwei für verstorbene Familienmitglieder an. „Soviel Zeit muss sein“, sagt sie, und man glaubt es ihr sofort. In dieser dunklen Jahreszeit gönnt sie jedem ein Licht, das das Erdenherz erwärmt, erhellt und zum Lächeln bringt. Eine Geste, so schlicht, und dennoch selten unter den „Großen“ zu finden. Doch Frau Scherz ist nicht naiv. Sie kennt die Gesellschaft, und sie kennt sie genau: selten ein Herz, das Liebe spendet, Mitgefühl zeigt oder Nachsicht übt. Häufiger trifft man auf Erfolgshungrige, Verwöhnte, die sich in Luxus sonnen und gleichzeitig die virtuellen Klagemauern der Welt besetzen. „Alles da oben schuld!“, rufen sie, während sie selbst im Alltag nicht bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Auch im Alter, wenn scheinbar fast alles vorbei ist, begegnet Frau Scherz nur selten jener Herzlichkeit, von der sie so oft träumt. Weihnachten gilt als Fest der Liebe, und doch – schon jetzt sind Fäuste geballt, Familien zersplittern wie Fensterglas. Es flammt auf, dramatisch, regelmäßig. Mal geht es ums Erbe, mal um eingeschlafene Liebe, dann wieder um Kinder, vor allem ums Geld. Eifersucht, Besitzanspruch, eingefahrene Rollenmuster – die Liste ist endlos. Frau Scherz schüttelt den Kopf und denkt: „Wie oft hab ich es euch gesagt… aber nein, ihr hört mir ja nicht zu.“ Sie beobachtet die konsumorientierte Gesellschaft, die brav funktioniert, sich im Mainstream-Kanal trifft, sich gegenseitig bestätigt. Und was erwartet man da? Es dreht sich nun einmal ums Geld. Wer Geld besitzt, hat Freiheiten, Mobilität, Optionen. Wer es nicht hat, steht außen vor, auf der Schattenseite der Schere zwischen Arm und Reich. Frau Scherz erklärt es, als würde sie uns einen kleinen Exkurs in Sozialökonomie geben: Die Kluft ist messbar und sichtbar. In Städten stehen Luxusappartements neben Wohnblöcken, in denen Familien mehrere Generationen auf engstem Raum teilen. Menschen, die sich teure Reisen leisten, können Bildung, Gesundheitsvorsorge und Freizeit gestalten; andere kämpfen ums tägliche Brot, sparen an Medizin, Lebensmitteln und kultureller Teilhabe. Digitales Shopping, Streaming-Abos, Designerklamotten – für viele nur ein ferner Traum. Beispiele? In Berlin kann ein Kind in Prenzlauer Berg teure Musikschulen besuchen, während ein Kind in Marzahn auf einen kaputten Klavierstuhl schaut. In München fährt man SUV, während auf der anderen Straßenseite Hartz-IV-Bezieher jeden Cent zweimal umdrehen. Die Ungleichheit ist systemisch, strukturell, und Frau Scherz seufzt nur. Sie teilt dieses Wissen mit uns nicht, um Schuldgefühle zu erzeugen, sondern um die Augen zu öffnen. Trotz allem wünscht Frau Scherz allen ein frohes Weihnachtsfest – natürlich mit Geschenken, Freude und Lachen. Doch ihr Herzenswunsch, den sie sich direkt vom Himmel erhofft, geht darüber hinaus: Frieden unter den Menschen. Einen echten Frieden, nicht nur die Fassade. Menschen, deren Herzen klopfen, die lieben, nachsichtig sind, die teilen, ohne zu kalkulieren. Das ist der Wunsch, der größer ist als alle Konsumgeschenke, größer als alle glänzenden Schaufenster und festlich dekorierten Straßen. ... |
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