Profil von Marcel Strömer

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Registriert seit dem: 30.10.2014
Geburtsdatum: * 02.07.1969 (57 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 1.822
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Titel
1322 Das Leben
Vorschautext:
Jeder Moment
in dem du lebst
wie Feuer bist
in dem du brennst
und Liebe schenkst
und dich verzehrst

So unentdeckt
ganz tief in dir
bist du das Holz
in Brand gesteckt
das Leben heißt
...
1321 Die Taufe
Vorschautext:
geweihtes Wasser
achtsam Gesalbtes
an Stirn und Kinn

benetzte Straße
geführt
zum neuen Leben hin

überdauert die Nächte
dem Lichte
so selig jung

...
1320 Frühling erwache!
Vorschautext:
Ihr müsset segnen den Frühling und trinken
seine Kraft aus den Gnadenquellen entspringet im Tal
seht das Eis flieht, die Zukunftssterne winken,
dass sich der Kranz um euer Herz sich windet – tausendmal

Hört wie aus dem ewigen See entstiegen,
die Welle fußet am Stein und schlaget Sand hinterher,
so erwacht Leben aus den grünen Trieben
schenkt jede Träne, Wiesen, Täler, Berge und Meer



...
1319 Die Flüchtlinge kommen
Vorschautext:
Die Flüchtlinge kommen
am hellichten Tag,
in unsere Stadt, Sudenburger Straße
nicht ins Schlaraffenland

Steigen erschöpft aus einem Bus,
ein Stück Heimat unter der Schuhsohle
heimwehgeplagt lächelnd
grüßen die tiefgefrorene Gesichter

Schlaflos, zirkeln fremde Augen im Kreis
immerhin, froh noch zu leben
...
1318 Glück
Vorschautext:
Der Freuden Schicksal sind die Tage
an denen Glück gefunden ewig während
ins Herz gewachsen keine Frage
bis zum Höhepunkt immer wiederkehrend



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 30.03.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1317 Dein Liebeskuss
Vorschautext:
Du webst das Band zu meiner Mitte
knüpfst mir feine Liebesworte dicht an dicht
kein Herz schlägt schneller, erklär mir bitte
als dein Mund geformt zum Kuss in mein Gesicht



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 30.03.2016)

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1316 Ungerechte Welt - kurz gefasst (Wohlstand im Widerspruch)
Vorschautext:
Ausgeblutet, verhungert und verdurstet, verraten und verkauft, teilweise im Schock erstarrt, am Schicksal der Nachgeborenen sichtbar gemacht, die zunehmend gelebte Widersprüchlichkeit allgemeiner Verteilungsverhältnisse der Ressourcen in dieser Welt, die fehlgeleitete und selbst geschaffene Dimension eines irregewordenen Weltverteilungsregimes. Korrupte und bis aufs Blut abgezockte Wirtschaftssysteme zerstören Chancengleichheit, plündern Entwicklungsländer aus, agieren mit kalter Schulter. Ihr egozentriertes Verhalten belegt, stur den Blick auf Gewinn und Wirtschafswachstum gerichtet, führen sie gnadenlos Regie einer durchtriebenen Systempolitik der Ausnutzung und beherrschen das dreiste Spiel bestens. Mit Hilfe niederträchtiger Systemkontrollen wird die moderne Ausbeutung weltweit effizent vorangetrieben, transkontinentale Konzerne forcieren die menschenverachtende Ungleichheit. Das Ausplündern von Entwicklungsländer hat bereits ein gigantisches Ausmaß an Skrupellosigkeit erreicht. Das Ergebnis, Luxus für die Eliten, viel Elend für den Rest. Es folgt die unerträgliche Spannung und Spaltung bestehender Gesellschaften. Die neue Weltordnung findet an funktionalen Orten des weltweit agierenden Kapitalismus statt und sieht sich auch von dort aus gesteuert. Heute wird mehr denn je sichtbar und bewusst, daß der existierenden Weltbevölkerung die größten Umwälzungen der Verhältnisse seit der industriellen Revolution bevorsteht. "Wohlstand, Kapitalverwertung und ein gutes Leben" - aus der Logik des immer noch sterblichen Menschheitsgefüges, driften die gesammelten Schattengebete immer weiter von der Realität ab. Eines sollte hoffentlich jedem klar sein, es ist weltweit immer schwieriger geworden, dieser trostlosen Gegenwart zu entrinnen.



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 30.04.2017)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1315 Zurück
Vorschautext:
denn Staubgeträumtes
aus der Nacht
blüht selig auf
durch Blut zum Licht
aus dem geweiteten Herz
auf Zungen getragen
klettert wortlos empor
wie Stengel und Kletten
an brüchigen Mauern
klebende Wortfetzen
haftend an farbigen Graffitis
das bist du – das bin ich
...
1314 Spruch | sucht
Vorschautext:
Wie eine Insel
die im Wasser nie versinkt
so findet Zuflucht
in der Quelle der Lust.
Wo das Herz zum Herzen rührt
da sucht euch selbst.



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 17.12.2016)

...
1313 Herzgeburt
Vorschautext:
Außen streicht der Wind
singt unablässig
das Lied der Wildnis

Ein Brautschleier geworfen
aus Eis und Wasser
über wachsende Steinwunden

Hier im ewigen Prozess
des Wachsens und Vergehens
lebt Reibung und Verwerfung

...
1312 Finde dich
Vorschautext:
Ich werde heute leuchten,
schau zum Himmel, wie der helle Mond.
Sterne die bezeugen,
dass in dir auch dieser Funke wohnt.
Drum folge diesen Spuren -
alles Glück dieser Welt zu finden,
die dich zu jenen Seelen führen
die mit Feuer dir das Herz entzünden!



© Marcel Strömer
...
1311 Sprüche - Der Zwang
Vorschautext:
Der Stacheldraht beginnt mit der Kontrolle - im Zwang lieben zu müssen

© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 30.06.2018)
1310 Der kluge Geist
Vorschautext:
Wer getragen reiner Liebe
erhellt als kluger Geist mit seinem Licht,
das erblasst vielleicht im Sonnenschein
aber bewahrt bei Nacht enthaltsam -
wie ein Mond der sinkt in weiser Sicht



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 13.05.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1309 Die Mitte des Quellens
Vorschautext:
Manch vergessene, finstere Täler tragen
ihre kostbaren Schätze auf Seelengrund
und Eifrige die danach suchen und graben,
stoßen sich oft schon an der Oberfläche wund
Tief im Erdreich unter dem Herzen verborgen
wird der große Durst nach dem Leben gestillt,
welcher Mensch trägt sein Bündel geheimer Sorgen
nicht hinter der Brust, mutig jeder Schlacht gewillt?
Was die Welt nicht erfährt, kann sie nicht beweisen,
die aber nach dem Leben hungern im Geist
werden die unsichtbaren Plätze bereisen
bis zur Mitte des Quellens geführt, die Liebe heißt
...
1308 Der Tod
Vorschautext:
Wenn die Trauer kommt
erwacht das Namenlose,
aus dem mächtigen Schoß
erhebt sich das vielfach ergraute Tal,
aus dem einst alle Könige entstiegen
Groll und Furcht fliehen in die Höhe,
überragen Fels und Gipfel
Letzte, hochgeworfene Blicke
blau, schweigend bis zum Ende
schwerelosen Raunens,
flattern hastig flügelfrei
Könnten doch Wunderbäume,
...
1307 Zu Deinem Geburtstag alles Gute!
Vorschautext:
Wenn Du heute schon wieder partout nicht feiern willst,
weil Dir Dein Geburtstag so nicht wirklich wichtig ist,
stattdessen lieber allein zu Hause sitzt und chillst,
hoffe ich und wünsche, dass Du trotzdem glücklich bist!
Meinen herzlichsten Glückwunsch zu Deinem Wiegenfest,
Dir liebe Grüße, Du weißt ja, dass wir Freunde sind!
Drum freut es mich, dass Du Dich bald wieder blicken lässt,
denn wahres Glück ist das - was man nicht mit Macht erzwingt!



© Marcel Strömer
...
1306 Weise Voraussicht
Vorschautext:
Hinfort, du Schrecken,
geh, bevor der Tag
mit Hand und Herz
sich friedlich neiget!
Im letzten Flügelschlag
liegt Abschied und Geburt
- erwacht der Schmerz
was keiner zeiget
Der Zweifel, der uns plagt
führt manches Mal
ins Unrecht,
und hofft dass jede böse Tat
...
1305 Blume der Nacht
Vorschautext:
Blume der Nacht,
aus deiner Freudentränen will ich trinken
Leg mir dein vertrautes Lied, das rein im Blut,
das gesungene Atmen von Wurzel und Blätter,
auf meine Lippen
Wäre ich wie Tau oder dem Regentropfen gleich,
ich würde mich als brennende Feuerzunge
vom Himmel stürzen, in die tiefen Brunnen steigen,
um an dich zu gelangen, dich deiner Unschuld
zu rühmen.
Blume der Nacht,
lass nicht ab, dass derjenige, der zu lieben wagt,
...
1304 Ich folge dir
Vorschautext:
Ich folge dir bei Tag und Nacht
Muss immer an dich denken
Mein Herz das über deines wacht
Will sich dir ganz verschenken
So wirf auch Licht in meine Spur
Schlag Brücken über Gräben
Hell trifft der Strahl die Sonnenuhr
Der Sonne treu ergeben



© Marcel Strömer
...
1303 Die Antwort auf Krieg
Vorschautext:
Ich trete nicht zurück,
du sterbender Fluss
vor deinem abschüssigen Ufer!
Dein starker Arm
im Nullwinkel gehoben
weist lange Wogen hinterher
Wellen, die uns brechen.
Einen Steinwurf noch,
dann erwacht dir Unvernunft,
wächst Küste zu Sorge,
übersteigt Glaubensberge,
propagiert und schwadroniert.
...